Hallo meine Lieben! Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen! Ich habe mich für „Die Wand“ von Marlen Haushofer entschieden, weil es eines der absurdesten Bücher ist, das ich je gelesen habe!
Auf dem aktuellen Cover sieht man ein einsames Haus auf einer Wiese mit viel blauem Himmel als Hintergrund. Im Original-Cover jedoch sieht man leicht verschwommene Hände, die eine unsichtbare Mauer absuchen.
Inhalt
Die Erzählerin ist in der Ich-Form und fährt mit ihrer Cousine und deren Mann in eine Jagdhütte. Als die beiden von einem Ausflug ins Dorf nicht zurück kommen, geht sie sie suchen. Dabei stößt sie auf eine unsichtbare Wand. Hinter der Wand ist das ganze Leben ausgestorben, man erfärhrt aber nie genau warum. Von nun an ist die Erzählerin mit dem Hund und einigen weiteren Tieren komplett alleine und versucht sich ihr Leben so gut wie möglich zu richten. Die Lebensmittel muss sie sich natürlich einteile bzw. neue anbauen, Holz muss sie selbst schlagen, Butter und Käse ebenfalls selbst herstellen. Das einsame Leben wird jedoch einmal kurz unterbrochen, als plötzlich ein Mann auftaucht...
Meine Meinung
Das Buch ist extrem langweilig und spannend zugleich. Während man darauf wartet, dass nun doch endlich was passiert, ist man neugierig und kann es kaum erwarten. Man lernt währenddessen wie Kartoffeln geschnitten und eingegraben werden müssen um viele Früchte zu tragen und einiges mehr. Doch im Endeffekt ist das Buch sehr enttäuschend und es endet einfach als die Erzählerin keine Seiten mehr hat um ihre Geschichte weiterzuschreiben... Das nenne ich mal unbefriedigend.
Fazit
Abgesehen davon, dass kaum etwas passiert und die Spannung darin besteht, ob etwas passiert oder es weiterhin langweilig bleibt, muss man auch kritisieren, dass die Erzählerin nicht einmal versucht aus ihrer Gefangenschaft hinter der Mauer zu fliehen. Sie versucht kein Ende zu finden, sie versucht sich nicht darunter durchzugraben. Und woher der mysteriöse Mann kommt, wird auch nie aufgelöst. Nicht einmal woher die Mauer kommt, warum sie da ist und ob sie je wieder verschwindet. Dennoch muss ich sagen, dass das Buch etwas hat, denn selbst 3 Jahre nachdem ich es gelesen habe, regt es mich immer noch auf und das schaffen wenige Bücher. Also irgendwas hat Marlen Haushofer richtig gemacht.
Cover-Klick. Also nicht wirklich Cover-Kauf, weil ich dieses Buch ja netterweise von NetGalley habe, aber da habe ich es wegen dem Cover angeklickt. Es wirkt so schön winterlich.
Inhalt:
Anna und Benjamin haben nicht die besten Vorrausetzungen für ein schönes Weihnachtsfest: Aus ihrer Heimat Irland sind sie vor einer Hungersnot ins Londoner East End zu ihrer Tante geflohen. Doch die ist nun tot und Anna und Benjamin dem ruchlosen Apotheker Mr. Fox schutzlos ausgeliefert. Ein Unglück reiht sich an das Nächste und vom „Glück der Iren“ ist nicht viel zu spüren.
Meine Meinung:
Wie niedlich! Ja, ich glaube „süß“ ist eine gute Beschreibung für „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“. Der Klappentext verspricht das London von Oliver Twist und das bekommt man als Leser auch. Mit ein bisschen Feenstaub inklusive. Also die gute Art von Feenstaub, die die das Leben etwas magischer macht.
Die Figuren in „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ sind überraschend gut ausgearbeitet. Dass Anna manchmal ins Irisch-Gälische fällt irritiert am Anfang etwas, aber auch daran gewöhnt man sich. Und authentisch ist es ja. Nur ein bisschen Stereotypen sind die beiden ja schon. Mussten sie zum Beispiel ausgerechnet rote Haare haben? Beide? Immerhin heißen sie nicht Patrick und Mary. Und dann ist da ja noch „Welchiger“, wobei ich über ihn nicht allzu viel verraten möchte. Aber er ist cool drauf, das kann ich versprechen! Außerdem war es meiner Meinung nach eine sehr gute Idee ausgerechnet jemanden wie ihn zu einem treibenden Element der Handlung zu machen. (Das klingt jetzt alles sehr mysteriös, oder? Aber ich möchte nicht zu viel verraten, egal wie sehr ich „Nämlichen“ mag…) Weiterer Pluspunkt: Keine Liebesgeschichte! Man kann Weihnachten nämlich auch feiern ohne das die ganze Welt sich verlieben muss. Stattdessen beschwört Raymond A. Scofield eine andere Art Weihnachtszauber herauf.
Ein großer Minuspunkt: Leider ist „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ ein Buch in dem schon sehr früh klar wird, dass es ein Happy End geben wird. Und zwar eines in dem Jeder das bekommt, was er verdient. Das ist wirklich schade, da so etwas von der Spannung verloren geht. Und auch das Glück wird manchmal etwas überstrapaziert.
Fazit
Oliver Twist mit einer ordentlichen Portion Feenstaub. Ein wunderbares, wenn auch etwas vorhersehbares Weihnachtsbuch.
Auf dieser Liste sollen bewusst eher Klassiker und Sachbücher stehen. Meine momentane Wunschliste ist auch seeehr lang, das würde gar nicht alles in einen Blogbeitrag passen. Aber auf dieser Liste sind Bücher, die mir besonders empfohlen wurden oder Bücher, die ich schon lange einmal lesen möchte.
Charles Dickens – Große Erwartungen
Also eigentlich steht dieser Eintrag stellvertretend für alle Bücher von Charles Dickens. Mit Ausnahme von Oliver Twist, das habe ich nämlich schon gelesen. Aber im Moment möchte ich als nächstes eben „Große Erwartungen“ lesen. Wann auch immer „als nächstes“ ist ;)
F. Scott Fitzgerald – Diesseits des Paradies
Roaring 20s und so. „Der Große Gatsby“ möchte ich auch gerne mal lesen, aber im Moment fasziniert mich „Diesseits des Paradies“ noch ein kleines bisschen mehr. Vor allem, weil es Fitzgeralds erstes Buch war und gleich ein großer Erfolg.
Amanda Palmer – The Art of Asking
Ich bitte nicht gerne um etwas. Wirklich nicht. Deswegen fasziniert mich dieses Buch so sehr. Außerdem liebe ich Amandas TEDx Video, seit dem möchte ich ihr Buch lesen. Ist bisher nur nichts draus geworden :D
Hermann Hesse – Demian
Der einzige deutsche Autor auf der Liste. Wieso? Die meisten deutschen Klassiker kenne ich bereits aus der Schule. Von Hesse habe ich dagegen noch nichts gelesen und „Demian“ habe ich mal zufällig auf einer (englischsprachigen) Liste von Büchern gefunden, die jeder mit 30 gelesen haben sollte. Hört sich interessant an!
J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen
Tja, eines der Bücher, die bei mir eine Bildungslücke darstellen. Und das ist auch der einzige Grund, warum ich es lesen möchte. Ansonsten reizt es mich nicht besonders, aber wenn es alle so toll finden sollte ich es vielleicht doch mal gelesen haben :D
John Milton – Paradise Lost
Äh ja, der einzige Grund warum das auf der Liste steht ist, weil es in einem Lied aus dem Musical Daddy Long Legs erwähnt wird. Und dann habe ich mal gegoogelt und…
Erasmus von Rotterdam - Das Lob der Torheit
Dieses Buch steht auf meiner „Möchte ich mal lesen“-Liste seit ich 2011 in der Schule einen Auszug daraus gelesen habe. Ich finde Erasmus von Rotterdam auch als Persönlichkeit sehr faszinierend genauso wie die Zeit in der er gelebt hat.
George Orwell – 1984
Ha, dieses Buch werde ich demnächst sogar lesen! Nämlich im Rahmen einer Leserunde auf Instagram. Warum, wieso, weshalb muss ich wohl nicht erklären. Es ist 1984…
Leo Tolstoi – Krieg und Frieden
Ich habe mal angefangen damit. Und nach etwa 300-400 Seiten ob des vielen Französisch aufgehört. Denn die Ausgabe in der Bücherei war schon sehr alt und hielt es nicht für notwendig diese Passagen zu übersetzen. Tja, mein Schulfranzösisch reichte damals aber nicht aus…
Arthur Conan Doyle – Sherlock Holmes
Als großer Sherlock Fan ist es schon beschämend, dass ich noch kein einziges der Orignale gelesen habe. Aber das werde ich noch ändern. Schon alleine, weil ich unbedingt die Barnes & Noble Leatherbound Ausgabe haben möchte ^^
Welches Buch muss man eurer Meinung nach unbedingt gelesen haben?
dieses Wochenende habe ich mich mal an den deutschen Buchpreis rangewagt. Angeblich ja die besten deutschsprachigen Bücher 2016. Allerdings nur in Form der Leseproben. 20 Bücher in einem Wochenende wäre ja doch sehr sportlich. Ich poste hier mit Absicht keine Inhaltsangaben sondern nur meinen Eindruck, so vollkommen unprofessionell halt ;) Danke übrigens an NetGalley und das Börsenblatt, die es mir möglich gemacht haben die Leseproben zu lesen, obwohl es das Büchlein mit den Leseproben hier auf der Insel nicht gibt.
Dieser Beitrag ist sehr lang. Mehr als 900 Wörter habe ich über meine ersten Eindrücke geschrieben. Erst wollte ich euch hier nur die Highlights präsentieren, aber irgendwie kam mir das blöd vor. Also kommt hier der Mammut-Beitrag. Viel Spaß!
Ich habe bei dieser Leseprobe große Probleme mit der Sprache gehabt. Die ist zwar sehr prosaisch aber eben auch sehr ausschweifend, dadurch machte es mir nicht wirklich Spaß das zu lesen. Ansonsten: Es geht um einen Kaffeetisch? Oder um ein Geburtstagsgeschenk?
Gerhard Falkner – Apollokalypse
Irgendwie ist der Schreibstil verwirrend, aber irgendwie macht er auch Lust auf mehr. Ich denke Apollokalypse wird definitiv auf meine Wunschliste wandern. Die Leseprobe wirkt so schön durchgeknallt :D
Ernst-Wilhelm Händler - München
Hmm ja. Ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Leseprobe halten soll. Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut, sehr gradlinig und präzise, aber sonst? Es scheint alles so undurchsichtig, das macht einerseits Lust auf mehr und andererseits habe ich Angst, dass es niemals eine richtige Auflösung geben wird.
Tja, ein österreichischer Soldat, der sich über die Russen aufregt. Aber gut geschrieben ist es (und der Autor sieht auch ziemlich gut aus, nicht, dass das irgendwas zur Sache tut). Allerdings wirkt mir persönlich die Leseprobe etwas zu depressiv um das Buch lesen zu wollen.
Bodo Kirchhoff – Widerfahrnis
Ähm ja. Ich habe absolut keine Meinung zu dieser Leseprobe. Mich stört nichts daran, aber mich begeistert auch nichts daran.
Vielversprechend, sehr vielversprechend diese Leseprobe. Ich möchte gerne wissen was René jetzt mit diesen 7 freien Wochen anfängt. Liest sich auch gut.
Michael Kumpfmüller – Die Erziehung des Mannes
Es scheint um Missverständnisse zu gehen. Und um möglichst kurze Sätze. Letzteres lässt alles irgendwie gestresst und abgehackt wirken. Auf jeden Fall kein Buch, dass auf die Wunschliste wandert.
Katja Lange-Müller – Drehtür
Endlich mal eine AutorIN, ich begann mich schon zu fragen ob die in der Welt des Buchpreises gar nicht existieren. Allerdings wird dieses Buch nicht auf die Wunschliste wandern. Warum? Weil ich es auf Grund der ewigen Assoziationsketten unglaublich schwer zu lesen finde. Es kann natürlich sein, dass sich das noch ändert, aber die Leseprobe war nicht so meins.
Dagmar Leupold – Die Witwen
Ein Lebensentwurf in dem ich mich so gar nicht wiederfinden kann wird hier thematisiert. Aber die Schreibweise gefällt mir sehr gut, schön zu lesen ohne viel Brimborium aber trotzdem nicht ganz alltäglich.
Sybille Lewitscharoff – Das Pfingstwunder
Bewusstseinsstrom ist in, oder? Ich mag dieses Stilmittel nicht so besonders. Grade wenn es in so ein Wirrwarr aus Schachtelsätzen ausartet wie in dieser Leseprobe. Ansonsten könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Geschichte von diesem Pfingstwunder sehr interessant wäre.
Ein Buch über Depression. Und: Wow. Ehrlich, die Leseprobe hat mich wirklich beeindruckt. Es kommt einfach dieses Gefühl von Lethargie rüber, das perfekt zu Depression passt. Ob ich „Die Welt im Rücken“ wirklich lesen werde weiß ich allerdings nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Art auf Dauer belastend sein kann.
Joachim Meyerhoff – Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Wahrscheinlich muss man um in diese Leseprobe eintauchen zu könne die Vorbände gelesen haben. Mir sind diese 5 Seiten über „Leichtigkeit“ und die Marotten von Großeltern irgendwie suspekt. Wo ist da der Inhalt? Was will mir das sagen? Wobei diese Fragen ja vielleicht im Buch beantwortet werden. Auf jeden Fall steht dieses Buch nicht auf meiner Wunschliste.
Hans Platzgumer – Am Rand
Also diese Naturschilderungen machen Spaß. Allerdings bekomme ich sonst nicht so Recht einen Zugang zur Geschichte. 200 Seiten Beschreibung wie auf diesen paar Seiten haben nämlich das Potenzial langweilig zu werden (ja, ich bin auch kein Karl May-Fan). Aber es wird ja eine größere Geschichte angedeutet also werde ich „Am rand“ vielleicht eine Chance geben, aber ein „Will ich unbedingt lesen“-Buch ist es nicht.
Eva Schmidt – Ein langes Jahr
Jetzt will ich wissen, was mit Kerk, dem Hund, passiert ist. Die Erzählweise ist wunderbar unaufgeregt, aber trotzdem mitreißend. Ob es wirklich um Kerk geht in diesem Buch ist mir aber noch nicht klar.
Arnold Stadler - Rauschzeit
Noch so eine Leseprobe, die mir nichts sagt. Vielleicht weil ich nicht im mittleren Alter bin? Der Schreibstil gefällt mir allerdings ganz gut, aber nur wegen eines guten Schreibstils lese ich kein Buch.
Peter Stamm – Weit über das Land
Dieses hin- und her in der Zeit verwirrt mich. Ich war mir oft nicht sicher ob das jetzt eine Erinnerung ist oder ein Gedanke oder eine Vision oder was auch immer. Ein ganzes Buch könnte ich so nicht lesen.
Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann am Land und im Wasser ein Walfisch
Sperriger Titel irgendwie. Und die Leseprobe verwirrt mich. Da ist glaube ich kein einziger Satz, der wirklich Sinn macht. Oder wenn er Sinn macht tut er das einen Absatz später nicht mehr. Sehr komisch, aber es ist ja auch laut Autoren-Vorstellung „ein bezaubernd bizarres Buch“. Zu bizarr für mich.
Thomas von Steinaecker – Die Verteidigung des Paradieses
Äh, Dystopie? Mir kommt die Erinnerung an früher etwas zwanghaft vor. „Homie“ als Bezeichung für den Hauscomputer? Mag vielleicht sonst gar nicht so schlecht sein, aber ich bin nicht so der Dystopie-Leser.
Anna Weidenholzer – Warum die Herren Seesterne tragen
Na super, ein Interview, das aus dem Ruder gerät. Nein, danke. Ich finde schon die Leseprobe anstrengend zu lesen. Es gibt zwar einen roten Faden aber der wirkt in mitten aller anderen Fäden ziemlich verloren und ist schwierig zu finden.
Phillip Winkler – Hool
„Hool“ fällt ein ganz kleines bisschen aus dem Rahmen. Aber ich mag die Leseprobe, auch wenn dieses Berlinerisch (? Ich bin nicht so fit was Dialekte angeht) schwer zu lesen ist. Das musste ich mir echt geistig vorlesen.
Kennst du eines der Bücher? Hast du vor eines (oder mehrere) davon zu lesen? Generell: Sind das überhaupt die besten deutschsprachigen Bücher?
Für meinen Beitrag zu „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ habe ich alle meine Verbindungen spielen lassen und konnte so ein exklusives Interview mit Judy Abbott führen. Das Ganze involvierte eine Zeitmaschine aber ich habe es geschafft.
Judy ist nämlich die Hauptfigur in „Daddy Langbein“/ „Daddy Long-legs) (leider aktuell nur auf Englisch erhältlich). Sie ist eine Waise, der ein reicher Mann, den Besuch eines Colleges ermöglicht. Einzige Bedingung: Judy soll ihm jeden Monat einen Brief schreiben und über ihren Alltag berichten. Aus diesen Briefen besteht „Daddy Langbein“, teilweise sind diese auch mit witzigen Zeichnungen versehen.
Ich habe beim Lesen Judy sofort ins Herz geschlossen, sie ist einfach so unglaublich positiv und lustig. In vieler Hinsicht erinnert sie mich an eine andere berühmte Waise: Anne von Green Gables. Beide träumen von schönen Kleidern und davon Schriftstellerin zu werden. Und beide sehen die Welt immer positiv.
Aber nun zu meinen Fragen:
Wie ist das berühmt zu sein?
Seltsam, wirklich sehr seltsam. Natürlich habe ich hart gearbeitet um Autorin zu werden, aber das es jetzt ausgerechnet mein Briefe an Daddy Langbein sind. Und nicht nur die netten und lustigen sondern auch die Briefe, auf die ich wirklich nicht stolz bin.
Du warst auf einem reinen Mädchencollege; war das nicht langweilig?
Nein, nein. Wir hatten eine ganz famose Zeit, nur die Predigt am Sonntag war immer schrecklich. Die Herren waren viel zu sehr davon überzeugt, dass wir unsere weiblichen Tugenden vergessen würden vor lauter Bildung. Die wissen doch gar nichts.
Deine Freundin Sally hat sich jetzt des Waisenhauses, in dem du aufgewachsen bist, angenommen. Wie fühlt sich das an, dass sich da jetzt vieles ändert?
Sally ist wirklich die beste Person für so eine Aufgabe, sind findet immer für alles eine Lösung und hat meistens gute Laune! Auch wenn ihre Briefe in letzter Zeit wenig optimistisch klingen, aber ich bin mir sicher, dass sie es schafft, dass zukünftige Waisen ein besseres Leben haben werden als ich. Weißt du, diese karierten Kleider waren wirklich scheußlich. Da konnte man einfach keine gute Laune haben.
Heute wären die Menschen schockiert, wenn ein Waisenhaus so geführt werden würde wie das John-Grier-Heim. Stattdessen gibt es heute eher Pflegefamilien und Wohngruppen.
Wirklich? Sehr interessant. Viele Menschen machen sich einfach keine Gedanken darüber was mit den armen Waisen passiert. Selbst die Aufsichtsräte kümmern sich außerhalb ihrer monatlichen Besuchen nicht darum was passiert. Wobei nicht alles schlecht war: Sonntags gab es Eis und zu Weihnachten einen Tannenbaum! Und schließlich wäre sonst nie Daddy Langbein auf mich aufmerksam geworden. Dann wäre mein Leben sicher schrecklich langweilig.
Die Briefe von Sally (nicht nur an Judy) sind übrigens in „Lieber Feind“/“Dear Enemy“ zu finden. Darin erfährt man auch was aus Judy geworden ist nach dem College. Meiner Meinung nach sind beide Bücher auch auf Englisch sehr gut zu lesen, mit nur etwa 200 Seiten (Daddy Langbein) bzw. etwa 300 Seiten (Lieber Feind) dauert es auch nicht allzu lange.
Die Autorin der beiden Bücher, Jean Webster, starb leider 1916 bei der Geburt ihres ersten Kindes. Viel zu früh meiner Meinung nach. Sie kam aus einer eher wohlhabenden Familie und besuchte das Vassar College, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. In all ihren Büchern, machte sie sich für Frauenbildung stark und für das Frauenwahlrecht. Übrigens war sie eine Großnichte von Mark Twain und ihr Vater führte dessen Verlag.
Ich habe beide Bücher dank Project Gutenberg entdeckt. Für Klassiker eine wirklich tolle Möglichkeit, auch viele deutsche Klassiker findet man dort als epubs.
Morgen geht es weiter bei Tanja auf Lesen und Mehr. Schau doch vorbei. Toll wäre es auch, wenn meine Umfrage zum Thema noch ein paar mehr Antworten bekäme, es gibt auch eine ganz tolle Auswertung am 31. August :)
Eine Liste mit allen Stops dieser Aktion ist bei Nicole auf lilstar.de zu finden. Wie ich es bisher getan habe werde ich auch die nächsten Beiträge auf Facebook teilen. Und auf Twitter, wenn ich dran denke.
es ist doch keine Rezension aus dem Archiv geworden. Aber auch nicht "The Bone Season". Ich brauchte nämlich etwas positive Ablenkung und habe es deswegen nach etwas stöbern in der Onleihe spontan mit "One Dollar Horse" versucht. Wie das ausgegangen ist? Lies selbst:
Informationen zum Buch
Quelle: Verlag Freies Geistesleben
One Dollar Horse
Lauren St. John
Übersetzer: Christoph Renfer Hardcover 318 Seiten 17,90€ ISBN: 978-3-7725-2691-6 Verlagswebsite
Erster Eindruck
Das Cover wirkt sehr erwachsen, also für ein Pferdebuch. Ich finde es sehr schön, dass das englische Cover quasi übernommen wurde vom Verlag Freies Geistesleben (Kannte ich bisher noch nicht xD) Es gibt auch noch eine Taschenbuchausgabe von Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, deren Cover ist mMn ganz grässlich. Halt typisch Pferdebuch und wirkt für mich eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet.
Inhalt
Caseys großer Traum ist es einmal in Badminton, einem der größten Vielseitigkeitsturniere der Welt, zu gewinnen. Aber wie soll das möglich sein für eine 15-jährige aus einem Londoner Problemviertel? Doch dann trifft sie auf ein vollkommen verängstigtes, abgemagertes Pferd und kauft es dem Abdecker ab: Für einen Dollar. Und mit Storm Warning, wie sie das Pferd tauft, scheint ihr Traum möglich zu werden...
Meine Meinung
Den Plot gab es wohl schon hundertausende Male, ich habe auch schon mindestens 3 oder 4 Bücher mit ähnlicher Ausgangssituation gelesen. Glücklicherweise macht Lauren St. John einige Dinge richtig:
- Probleme sind hier nicht nur imaginär und sie lösen sich auch ganz sicher nicht von allein
- Ein Pferd auszubilden ist harte Arbeit. Und geht nicht von jetzt auf gleich.
- Casey und Storm nehmen an Vielseitigkeitsturnieren teil, meistens geht es in solchen Büchern eher ums Rennreiten
Etwas irritierend ist die Tatsache, dass hier auf nur 300 Seiten mehr als 2 Jahre abgehandelt werden. Man realisiert erst am Ende wie viel Zeit doch schon vergangen ist. Andererseits passt das sicher auch sehr gut zu dem wie Casey es erlebt. Und mehr Seiten wären einfach nicht drin gewesen, man kann nun mal nicht jedes Turnier und jede Trainingseinheit beschreiben.
Casey ist sich sehr bewusst, wie viel Glück und Arbeit hinter einem Sieg steckt und auch mehr als bereit für Storm alles zu geben. Sie wird in dieser Zeit auch wirklich erwachsen und aus der simplen Frage "Wo bekomme ich ein Pferd her?" werden bald wesentlich komplexere Fragen. Auch Geld wird diskutiert und wie anders die Pferdesportwelt doch ist, grade im Vergleich zu Hackney, Caseys Wohnort.
Was mir auch gut gefallen hat, ist das es nicht nur ein Pferdebuch ist. Es wird auch ganz sanft Gesellschaftskritik geübt. Etwa wenn es zu Beginn um Caseys Zukunft geht und klar wird, dass ohne Geld ihre Träume einfach unerfüllbar sind. Oder das niemand ihren Vater einstellen möchte, weil dieser eine Gefängnisstrafe abgesessen hat. Mal abgesehen von den vielen Seitenhieben gegen den Pferdesport.
Fazit
Kein Muss, aber ein sehr starkes Kann. Aus dem Pferdebuchalter bin ich auf jeden Fall schon länger raus und trotzdem konnte mich "One Dollar Horse" in seinen Bann ziehen. Es ist eben noch etwas mehr als nur ein Pferdebuch und noch dazu sehr realistisch geschrieben.
Dieses Cover, ich mag das Haus voll gerne. Und „Frühstück mit den Borgias“ hat keinen Schutzumschlag (aber so Klappen innen drin), seltsames Gefühl wo heute doch fast alle Hardcover einen haben.
Inhalt:
Ariel Panek ist in einem Hotel mitten in der englischen Provinz gestrandet. Dabei muss er doch nach Holland zu einer wichtigen Konferenz. Und zu seiner Freundin Zeva. Die anderen Gäste sind da auch keine besonders große Hilfe, sie sind allesamt etwas verrückt.
Meine Meinung:
Dieses Buch verwirrt mich. Zwar wird am Ende aufgelöst, warum das Hotel und seine Gäste etwas…hmm…exzentrisch sind, aber trotzdem bleiben noch tausend Fragen offen. Vom Schreibstil her ist „Frühstück mit den Borgias“ wirklich gut und flüssig zu lesen. Das war so eigentlich meine Hauptangst vorher, schließlich ist der Autor DBC Pierre ja Booker-Prize-Gewinner und oft schreiben solche Menschen ja etwas gewöhnungsbedürftig. Das Gute an diesem Buch sind die teils wirklich witzigen Dialoge, leider bleiben die Figuren aber eher schemenhaft. Ja, sie haben alle einen Knall, aber mehr kann man dann auch schon nicht über sie sagen. Einzig Zeva wird ein wenig besser charakterisiert, sie wirkt etwas echter. Allerdings kommt sie leider nicht besonders häufig vor. Ein Krimi ist dieses Buch auf jeden Fall nicht, eher vielleicht noch ein Mystery-Roman. Aber so eine richtige Handlung entspinnt sich nicht. Als Theaterstück würde es sicher gut funktionieren, aber so als Buch fehlt irgendwie dieser rote Faden, der antreibende Faktor. Ich habe es zwischenzeitlich weggelegt und lieber was anderes gelesen, weil es mich einfach nicht mitgerissen hat. Ein paar komische Menschen in einem komischen Hotel. Die immer wiederkehrenden Diskussionen sind eben auch nur beim ersten Mal spannend.
Fazit:
Ich habe keine Ahnung, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist verwirrend und hat mich recht unzufrieden zurückgelassen. Vielleicht 3 Sterne? Besser auf jeden Fall nicht, dafür hat mir die richtige, spannende Handlung zu sehr gefehlt.
Hallo ihr Lieben! Hier bin ich wieder und stelle heute eines meiner liebsten Bücher vor: „Der Übergang“ von Justin Cronin. Es ist der erste Band einer Trilogie und umfasst unglaubliche 1000 Seiten! Aber jede einzelne Seite ist es absolut wert gelesen zu werden!
Also das Cover ist schonmal richtig gruselig. Dieses kleine Mädchen mit zu hellen Augen, den zu dunklen Lippen und den Haaren im Gesicht lässt einem die Nackenhaare zu Berge stehen und verspricht richtig viel Spannung.
Inhalt
Den Inhalt umreiße ich hier ob der tausend Buchseiten nur kurz: Erster Teil – Special Agent Bradford Joseph Wolgast hat mit seinem Kollegen den Auftrag zwölf ausgewählte Schwerverbrecher von den jeweiligen Gefängnissen in eine spezielle Forschungseinrichtung zu überführen. Doch nachdem sie den letzten Verbrecher überstellt haben, bekommen sie einen neuen Auftrag: ein kleines Mädchen, dass bei Nonnen wohnt, soll entführt werden um sie in die Forschungseinrichtung zu bringen. Wolgast, der stark zweifelt, nimmt das Mädchen – Amy – dann nach einem Vorfall im Zoo doch mit. In der Forschungseinrichtung wird mit einem Virus aus dem bolivischen Urwald experimentiert, das den zwölf Schwerverbrechern injiziert wird. Durch das Virus verwandeln sich „die Zwölf“ in blutsaugende Monster, aber nicht wie Vampire, sondern eher wie eine Art grausame unmenschliche Wesen, die in die Gedanken der Menschen eindringen können und sie zu sich locken können. Wolgast schafft es Amy zu retten, als „die Zwölf“ schließlich entkommen und die Welt ins Chaos stürzen. Er flieht mit ihr zu einem einsamen Haus und beschützt sie so lange, bis er an den folgen einer Atombombe stirbt. Amy überlebt... Zweiter Teil – 100 Jahre später: Die „Virals“, wie sie jetzt genannt werden, dominieren die Welt, aus dem ursprünglichen zwölf wurden tausende und die verbliebenen Menschen leben in Kolonien mit erbärmlichen Zuständen zusammen. Die einzige Waffe, die die Menschen gegen die Virals haben ist Licht. Und die Akkus der Lichter, genauso wie die restlichen Ressourcen, werden knapp. Deshalb muss ein Team sich auf die Suche nach Strom machen und beginnt eine Mission zum alten Kraftwerk. Das Team wird von Virals angegriffen und Peter – ein Mitglied des Teams – kommt in eine fast aussichtlose Situation. Bis plötzlich Amy vor ihm steht und ihn rettet, denn sie scheint die Virals irgendwie vertreiben zu können. Die Begegnung scheint Peter so unwirklich, dass er zuerst nichts davon sagt, doch Amy folgt dem Trupp zur Kolonie. Und Amys auftauchen verändert alles. Sie scheint der Schlüssel, das Heilmittel, gegen die Virals zu sein. Und so brechen Peter und einige weitere Personen zu einer gefährlichen Expedition auf, die die Rettung der Welt bedeuten könnte.
Meine Meinung
Am Anfang des Buches springt man zwischen einigen Handlungssträngen hin und her und das Buch baut etwas langsam an Dynamik auf. Das mag auch Justin Cronins Erzählstil geschuldet sein, der sehr detailsreich ist. Doch sobald die Geschichte Fahrt aufgenommen hat, ist es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Auf den über tausend Seiten passiert so viel, dass es eigentlich auch für zwei Bücher gereicht hätte. Doch Justin Cronin beschreibt seine Protagonisten so authentisch, dass man einfach mit ihnen mitfühlt. Im ersten Teil ist man noch vom Virus gegruselt und fürchtet um das Überleben des kleinen Mädchens doch im zweiten Teil lebt man richtig mit den einzelnen Personen und ihren Schicksalen mit. So gibt es da Mausami, die in Theo verliebt ist, aber mit Galen verheiratet ist. Es gibt Michael „Akku“ Fisher, der das technische Genie der Kolonie ist, Alicia die im Kamp von einem Viral gebissen wird,... Man taucht ein in diese koloniale Welt, in die zwischenmenschlichen Beziehungen, in den Kampf ums Überlegen und in die Hoffnung auf den Sieg gegen die Virals.
Fazit
Ich habe selten so ein komplexes und spannendes Buch gelesen. Naja, das stimmt nicht ganz, schließlich hab ich auch Teil zwei der Saga „die Zwölf“ gelesen. Und Teil 3 „die Spiegelstadt“ erwarte ich seit der letzten Seite von „die Zwölf“ mit soviel Ungeduld, dass ich es kaum aushalte. Aber mein Warten soll am 31. Oktober 2016 endlich sein Ende finden.
Es ist Mittwoch und wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.
Ich bin übrigens selbst grade etwas überrascht, dass ich jetzt schon 10 Wochen, also mehr als zwei Monate dabei bin. Macht aber immer noch Spaß, auch wenn ich ab und an mal etwas weniger zu schreiben hatte.
Immer noch nicht fertig, aber immer noch toll und immer noch ein Rezensionsexemplar ^^
Asharars Rückkehr von Marion Zimmer Bradley
Endlich mal wieder Darkover, ich bin auf jeden Fall gespannt auf dieses Buch. Die Bücher, die in der inneren Chronologie direkt davor und dahinter stehen kenne ich nämlich bereits.
Elizabeth Hobart at Exeter Hall von Jean K. Baird
Joah, hier habe ich noch nicht weiter gelesen.
Momentane Lesestimmung?
Unbeständig. Sieht man ja an der Menge von Bücher, die ich grade am lesen bin :D
Zitat der Woche?
"Wie sieht ein echter Arier aus? Blond wie Hitler, groß wie Goebbels und schlank wie Göring!"
- Witz aus der Zeit Nazi-Deutschlands aus: Berlin 1939, Oliver Hilmes
Und sonst so?
Joah, gestern habe ich einen Arabisch Schnupperkurs angefangen. Ganz schön kompliziert so eine Sprache, wenn man erst einmal die Schrift lernen muss. Und meinen Namen kann man noch dazu nur mit Tricks in dieser Schrift schreiben, ein e gibt es nämlich nicht im arabischen Alphabet. Deswegen muss man Lina schreiben...
Diese Woche war dann wieder DRK dran statt Ballett, nette Truppe ^^ Auch wenn ich ja noch ein bisschen ein Außenseiter bin. Ich freue mich schon, wenn ich richtig dabei bin :)
Sonst war eigentlich nicht viel los, die Erkältung hat mich natürlich genau am Wochenende getroffen wodurch im (mal wieder) im Verzug bin mit meinen Uni-Sachen. Aber ich lasse mich da nicht stressen :D
Moin! Diese Woche gibt es mal ein etwas anderes Buch, es handelt sich hierbei um ein Rezensionsexemplar, dass ich über das wunderbare Bloggerportal von RandomHouse bekommen habe. Danke lieber Knaus Verlag :) Das Thema finde ich sehr interessant, wie Thea Dorn es umsetzt und worum es geht, erfährst du, wenn du JETZT weiterliest.
Dieses Cover war der Grund, warum ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Ist es nicht wunderbar verrückt und toll?
Inhalt:
Johannas Ziel ist es Menschen unsterblich zu machen. Also für den Moment versucht sie erst einmal das Leben von Mäusen signifikant zu verlängern. John hat das Ziel „Unsterblichkeit“ bereits erreicht. Aber glücklich ist er deswegen nicht. Als Johanna davon erfährt setzt sie alles dran um zu erfahren, wie es möglich ist Unsterblichkeit zu erlangen. Und der Teufel schaut zu…
Meine Meinung:
Thea Dorn erzählt aus drei verschiedenen Perspektiven und je nach Perspektive ändern sich auch die Ausdrucksweise und der Schreibstil. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und verwirrend. Grade die altertümliche Sprache von John/Johann war sehr schwierig zu lesen, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass für eine bessere Lesbarkeit einige Abstriche beim historischen Detail der Sprache gemacht worden wären. Der zunächst nicht identifizierte dritte Erzähler war was das angeht teilweise noch schlimmer als Johann. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass viele Sachen stark vereinfacht wurden. Zwar bin ich keine Mikrobiologin, aber einige der Arbeitstechniken lernen wir im Pharmazie-Studium auch und meiner Erfahrung nach ist es nun mal nie einfach. Mal abgesehen davon, dass Johann scheinbar in ihr Labor darf. Die meisten Mikrobiologen, die ich kenne, arbeiten in Reinräumen: Da kann man nicht einfach mal so rein. Die Idee an sich ist wirklich, wirklich toll. Aber irgendwie scheint sie etwas außer Kontrolle zu geraten, ich hätte mir mehr Diskussion über die Grenzen der Wissenschaft gewünscht. Mehr Ethik-Diskussionen. Und weniger „Wir machen jetzt einfach mal“. Und eine etwas befriedigendere Auflösung, ein richtiges Ende eben. Denn es wirkt für mich irgendwie wie ein Ausweg aus einem Plot, der nur mit dem Buchende zu retten ist. Ja irgendwie passt das zum Geisteszustand der Protagonisten, aber für mich als Leserin ist es trotzdem unbefriedigend. Zusammenfassen kann man alle meine Kritikpunkte denke ich mit einem Satz: Ich habe etwas anderes erwartet. Nach den Rezensionen, die ich gelesen hatte und nach dem Klappentext dachte ich, dass in „Die Unglückseligen“ wesentlich mehr Fokus auf die ethische Diskussion hinter dem Thema “Unsterblichkeit“ gelegt wird.
Fazit:
Leider nicht ganz was ich erwartet habe. Die Idee und die Geschichte ist aber trotzdem spannend und mal etwas anderes. Wer über die kleineren Probleme hinweg sehen kann und vielleicht auch einfach eine andere Erwartungshaltung hat, wird in „Die Unglückseligen“ sicher ein wunderbares Buch finden.
Es ist Mittwoch und wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.
Dieses Buch habe ich bei der Leseparty zur Leipziger Buchmesse gewonnen. Allerdings bin ich mir bisher noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. Es ist irgendwie komisch und verwirrend. Aber ich habe auch erst knapp die Hälfte geschafft, also vielleicht wird es ja noch etwas klarer :D
Momentane Lesestimmung?
Ganz gut, habe gestern noch zwei Rezi-Exemplare zugesagt bekommen, was meine Rezensionsplanung etwas umwerfen wird. Aber an sich bin ich grade voll im Flow was das Lesen angeht :)
Zitat der Woche?
?
-Leider habe ich diese Woche kein Zitat gefunden.
Und sonst so?
Langes Wochenende ^^ Ist doch wunderbar, oder? Auch wenn ich noch jede Menge Seminare nacharbeiten muss und eigentlich auch schon ein Protokoll anfangen wollte für die Woche danach. Und Blogposts schreiben möchte ich. Naja wird schon.
Schlicht und elegant. Wie vom Atlantik Verlag gewohnt.
Inhalt:
Roger Mifflin lebt fürs Lesen. In seinem Antiquariat findet er deswegen für jeden das richtige Buch. Nur von Werbemaßnahmen möchte er nichts wissen, aber ein Buch kann er dem jungen Werbefachmann Audrey Gilbert natürlich empfehlen. Nachdem Roger mit Titania Chapman eine außerordentliche hübsche junge Gehilfin einstellt, kommt Audrey fast jeden Tag ins Antiquariat. Aber bald schon häufen sich verdächtige Zwischenfälle…
Meine Meinung:
Dieses Buch ist von 1919! Also das Original, die Übersetzung ist von 2014. Es hat, wie ich finde, deswegen einen ganz besonderen Charme. Der Autor Christopher Morley stand wirklich unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs, als er dieses Buch schrieb.
An sich: Für jemanden, der vor noch nicht so langer Zeit diverse Bücher aus der Zeit gelesen hat (aka Me, myself and I) ist der Plot ziemlich vorhersehbar. Für jeden Krimi-Fan wahrscheinlich auch.
ABER: Jede Zeile, ach was jedes Wort und jedes Leerzeichen triefen quasi vor Liebe zu Büchern. Zwar kenne ich kaum eins der immer mal wieder zitierten Bücher, aber egal. Ich mag auch so eine Buchhandlung haben, vorzugsweise direkt um die Ecke. Mir kam es eher so vor als sei die Rahmenhandlung nur eine Entschuldigung um ausführlich über Bücher und Buchhandlungen schreiben zu können!
Und dieses Buch ist witzig, also vielleicht nicht konventionell witzig, aber meinen Humor trifft es ziemlich gut. Vor allem was Rumhacken auf der Werbebranche :) Und die Charaktere sind auch wirklich gut charakterisiert und nicht Schema-F (zu mindestens nicht nach heutigen Standards ^^)
Fazit:
Ein kurzes Büchlein für zwischendurch für alle Buchliebhaber, die ein bisschen Spannung abkönnen. Aber Vorsicht: In diesem Buch kommen Bücher zu Schaden. Mehrere. Ich habe dich gewarnt, also beschwere dich bitte woanders, falls du ein Trauma davongetragen hast.
Heute ist der Tag der Geschwister. Ja, wirklich, das gibt es. Weiß ich auch erst seit Freitagabend, da kam eine E-Mail vom Aufbau Verlag, die dazu gleich eine ganze Themenwoche auf ihren Social Media Kanälen machen. Damit hat Frau Seiler quasi mein Inspirationsproblem für den heutigen Post gelöst. Danke dafür!
Also, 10 Bücher über Geschwister. Quer durchs Beet, meine einzige Bedingung war: Die Sache mit den Geschwister muss mehr sein als nur eine Randnotiz.
Übrigens: Das Buch, dass ich am meisten mit meiner Schwester verbinde, ist der erste Dolly-Band. Oder eigentlich die ganze Reihe. Ich habe damals die ersten Bände (ich glaube bis Band 3) meiner Schwester vorgelesen. Einfach, weil ich es nicht verstehen konnte, dass meine Schwester nicht so gerne liest wie ich. Mittlerweile liest sie auch gerne (wenn auch nicht so schnell wie ich ^^) Ist aber nicht auf der Liste, Dolly hat zwar eine Schwester, aber die Beziehung zwischen den beiden ist eher Nebensache.
Auf geht's zur Liste:
Hanni und Nanni
Diese Buchreihe fällt beim Thema Geschwister wahrscheinlich jedem ein. Die Zwillinge sind ja quasi Kinderbuch-Stars. (Wer die Geschichte nicht kennt: Hanni und Nanni sind verzogene Kinder, die von ihren Eltern ausgerechnet nach Lindenhof geschickt werden. Einem Internat, was so gar nicht "schick und teuer" ist. Aber sie leben sich ein, werden von allen für ihre Fairness geachtet und haben viel Spaß) Ich habe diese Bücher als Kind sehr viel gelesen und mit Hanni und Nannis Abenteuern mitgefiebert. Noch mehr habe ich allerdings die Zeichentrickserie geliebt, auch wenn ich als Buchbloggern sowas natürlich nicht zugeben sollte. Aber Hanni und Nanni Folgen waren nun mal ein feststehender Termin und wirklich sehr wichtig!
Sinn und Sinnlichkeit/Verstand und Gefühl
Hach, Marianne und Elinor. Die beiden sind wirklich ein ganz besonderes Geschwisterpaar. Ich mag übrigens den "neuen" deutschen Titel des Buches nicht. Ja, es ist eine genauere Übersetzung des Originals, aber die Alliteration geht dabei verloren. Und "Sinn und Sinnlichkeit" hat einfach was.
Für Menschen, die kein BBC gucken, keine Filme mit Alan Rickman mögen und um Jane Austen einen großen Bogen machen: Nach dem Tod ihres Vaters, erbt der Halbbruder von Elinor und Marianne das Anwesen und die beiden müssen mit ihrer Mutter und jüngeren Schwester umziehen. Elinor tut dies höchst ungern, da sie verliebt ist in ihren Schwager Edward. Eine Tatsache, die Marianne nicht so ganz glauben kann, entspricht doch Elinors Verhalten ganz und gar nicht Mariannes Vorstellungen der großen Liebe. Elinor dagegen ist später verblüfft wie sehr Marianne ihre Emotionen zeigt, als sie sich in Willoughby verliebt. Naja, und dann kommt Jane Austens meist genutzer Plot Twist: Willoughby ist ein Arschloch, wenn auch ein charmantes. Am Ende ist es Elinor, die aus Liebe heiratet und Marianne, die lediglich Zuneigung zu ihrem Ehemann empfindet.
Fünf Freunde
Also eigentlich ja 4 Freunde und ein Hund, aber das macht sich so schlecht auf dem Titel.
Julian, Dick und Anne sind drei sehr ungleiche Geschwister (und mir tut ihre Mutter leid, 3 Kinder in 3 Jahren? Muss der Horror gewesen sein...) Julian ist der Anführer, Dick der Spaßvogel und Anne ist eigentlich nicht so der Abenteuer-Typ, aber trotzdem immer mit dabei. Sie sorgt sich auch immer um alle anderen. Die Vierte im Bund ist George, die Cousine der Drei, die lieber ein Junge wäre.
Diese Serie ist auch eine, die ich als Kind gelesen habe, wenn auch längst nicht alle Bände. Diese Bücher haben mich mit der alten Rechtschreibung so dermaßen verwirrt, dass ich heute keine Garantie mehr übernehme für meine Einfälle, was das angeht. Aber die Geschichten waren super, hinter jede Ecke ein Abenteuer und alle halten immer zusammen, egal was passiert. Solche Sommer hätte ich auch gerne gehabt *seufz*
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Die hier erwähnten (Halb-)Geschwister sprechen eigentlich nicht besonders viel miteinander, aber es ist unglaublich faszinierend die Regierungszeit von Elisabeth I aus zwei so unterschiedlichen Blickwinkeln zu erfahren. Isaac ist eher der Abenteurer und ist als Seefahrer auf den Weltmeeren unterwegs während Eleanor, die Vertraute der Königin ist und auch ihre beste Spionin. Trotz ihrer Unterschiede haben Isaac und Eleanor aber auch viele gemeinsame Werte, immer wieder zeigt sich im Laufe des Buches, dass Blut eben doch dicker ist als Wasser.
Meine Rezension dazu findet ihr über die Suchfunktion, den Rezensionsindex oder mittels eines Klicks auf den Titel.
Becky Brown - Versprich nach mir zu suchen
Rainer M. Schröder. Auch so jemand, der mich mit seinen Büchern als Kind und Jugendliche unglaublich beeinflusst hat. In diesem Buch geht es um die Orphan Trains, Züge die Waisenkinder aus den Städten (vor allem aus New York) aufs Land brachten um dort Adoptiveltern zu finden. Becky und ihr Bruder Daniel wollen eigentlich zusammen bleiben, aber keine Familie möchte zwei Kinder aufnehmen und außerdem ist Becky schon relativ alt. Deswegen trennen sie sich, aber Becky verspricht ihrem kleinen Bruder, dass sie eines Tages wieder zusammen sein werden. Als Daniel sich dann einige Jahre später im Bürgerkrieg freiwillig zur Armee meldet, kommt dieser Tag früher als gedacht. Denn Becky will ihn unbedingt davon abhalten und macht sich auf den Weg um ihn zu finden. Auch wenn die Beiden den Großteil des Buches getrennt sind: Wenn das nicht Geschwisterliebe ist, was dann?
Die Chroniken von Narnia
4 Geschwister, die jede Menge Abenteuer erleben. Zu Beginn des ersten Buches sind die vier Geschwister eigentlich gar nicht so eng, aber durch ihre gemeinsamen Abenteuer ändert sich das glücklicherweise. Trotz jeder Menge Missverständnisse zwischendrin, grade im ersten Band. Es könnten natürlich auch einfach 4 x-beliebige Kinder sein, aber dadurch das die Vier Geschwister sind ist es nochmal schöner. Neben den Abenteuern in Narnia geht es eben auch darum, dass eine Familie zusammenhalten muss.
Der Herr der Diebe
Und noch mehr Waisenkinder: Bo und Prosper flüchten nach dem Tod ihrer Mutter vor ihrer Tante nach Venedig. Dort treffen sie auf eine Diebesbande, angeführt vom "Herrn der Diebe". Aber ihre Tante ist schon auf der Suche nach ihnen und auch der Herr der Diebe ist nicht was er scheint.
Ich habe damals in relativ kurzen Abstand sowohl "Der Herr der Diebe" als auch die "Merle"-Trilogie von Kai Meyer gelesen und festgestellt, dass Venedig wohl eine wirklich magische Stadt sein muss. An "Der Herr der Diebe" gefällt mir vor allem wie Bo und Prosper zusammenhalten, sie wollen auf keinen Fall getrennt werden und wenn das bedeutet in einem alten Kino zu leben, dann ist das so. Glücklicherweise geht ja alles gut aus und sie müssen nicht auf ewig in dem Kino leben :)
Diese Schwestern mögen sich gar nicht, genau genommen sind sie sogar Feindinnen. Denn während Lia alles tun würde um zu verhindern, dass das Böse in unsere Welt kommt, ist ihre Zwillingsschwester Alice die beste Verbündete des Bösen.
Leider ist der erste Band dieser Reihe im Moment nicht lieferbar auf Deutsch, ich fand sie damals nämlich wirklich gut. Es ist mal eine Abwechslung, wenn Geschwister eben nicht auf der gleichen Seite stehen. Denn grade das macht es auch spannend: Lia und Alice kennen sich so gut, dass sie quasi jeden Schritt der anderen vorausahnen können. Für Lia macht es das natürlich nicht einfacher.
Diese Geschwister sind keine Waisenkinder! Dafür aber Flüchtlinge. Henry und Alice kommen ursprünglich von Helgoland, sind aber von dort nach Hamburg geflüchtet.
Trotz der wirklich widrigen Umstände halten Henry und Alice meistens zusammen und versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen. Außerdem kommt James Krüss vor, alleine schon deswegen kommt dieses Buch auf die Liste :)
Mein Feuer brennt im Land der fallenden Wasser
In diesem Buch (übrigens auch wieder von Rainer M. Schröder) gibt es viele Geschwister. Mary hat nämlich einmal leibliche Geschwister, die von den Indianern getötet werden. Und sie wird von zwei Indianerinnen als Schwester adoptiert. Und am Ende des Buches sieht sie diese auch als ihre wirklichen Schwestern, ihre Familie. Der Autor zeigt wunderbar, dass Geschwister nicht unbedingt auch biologische Geschwister sein müssen. Mary oder Zwei-fallende-Stimmen, wie sie später heißt, entscheidet sich für die Indianer, auch als sie die Chance hat wieder zurück zu gehen. Und die drei unterstützen sich gegenseitig genauso wie es leibliche Geschwistern tun würden.
Kennst du diese Bücher? Was ist dein liebstes Buch über Geschwister? Lass mir einen Kommentar da!
Das Cover ist eher schlicht in Blau-Weiss und zeigt ein Mädchen, einen Fuchs, Baumstämme und Schnee. Dennoch wirkt es irgendwie ansprechend und geheimnisvoll.
Inhalt
Mabel und Jack sind ein Ehepaar, das sich innig liebt. Es steht nur eine Sache zwischen den Beiden: sie können keine Kinder bekommen. Um diesen Schmerz zu entgehen entscheiden sie sich für ein neues Leben als einfache Farmer am Rand der Zivilisation in Alaska. In einer schlichten Hütte bauen sie sich ein neues Leben auf. Als eines Abends der erste Schnee fällt, überkommt Mabel eine kindliche Freude und nach einer Schneeballschlachtmit Jack beginnen sie ein Mädchen aus Schnee zu bauen. Am nächsten Morgen entdecken sie sie dann das erste Mal: Ein zartes, blondes, scheues Mädchen, das in Begleitung eines Fuchses ist. Woher kommt das feenhafte Mädchen? Wie kann es alleine in der Wildnis überleben?
Meine Meinung
Das ganze Buch beginnt mit der rauen Magie Alaskas, ein unwirtliches Leben, die harte, aber wunderschöne Natur, die Kraft des Landes. Als dann das Mädchen auftaucht, nachdem Mabel und Jack das Schneemädchen gebaut haben, glaubt man an Maggie. Das Mädchen selbst ist scheu, zart, fast feenhaft und die beiden Eheleute müssen sich erst das Vertrauen des Mädchens verdienen. Die Geschichte beginnt und endet sehr geheimnisvoll und märchenhaft.
Fazit
Das Buch ist wahnsinnig gut geschrieben, man fühlt die Kälte und Härte des Landes beinahe, wenn man Seite um Seite in die Geschichte eintaucht. Wie bereits erwähnt beginnt und endet die Geschichte fast magisch, was mir sehr gut gefallen hat. In der Mitte des Buches geht diese Magie etwas verloren und weicht der Realität. Dennoch war es ein Buch, das einfach mal anders ist, sich sehr gut lesen lässt und man möchte unbedingt wissen woher das Mädchen kommt, was es mit dem Fuchs auf sich hat und wie die Geschichte der 3 Hauptpersonen, also des Ehepaares und des Mädchens, weitergeht.
Es gibt übrigens auch ein supersüßes kleines Video zum Buch:
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen des Buches und wir lesen uns nächstes Monat mit etwas Spannendem!
Es ist Mittwoch und wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.
Das Haus der vergessenen Bücher Das Buch ist eigentlich von 1919 und passt deswegen ganz gut in meine Phase der "nostalgischen" Bücher. Nur grade deswegen finde ich es teilweise recht vorhersehbar, schließlich habe ich genug Bücher aus der Zeit gelesen um zu wissen, wie die so ablaufen ^^ Aber gut geschrieben ist es und es geht um die Liebe zu Büchern, von daher :)
Momentane Lesestimmung?
Mäßig, also ich lese schon noch jeden Abend aber im Moment kann mich einfach nichts so richtig fesseln. Vielleicht liegt es aber auch an meiner momentanen Lektüre.
Zitat der Woche?
"Von einem Hund geächtet zu werden verträgt kein Mensch"
-Christopher Morley - Das Haus der vergessenen Bücher
Und sonst so?
Nachdem ich letzte Woche zwischen drin mal eben "Der 4-Stunden Körper" von Tim Ferriss gelesen habe, bin ich auf einem kleinen Diät-Trip. Also planen tue ich auf jeden Fall schon, mit Ostern war es recht schwierig umzusetzen ;) Allerdings bin ich skeptisch ob, die Versprechen aus dem Buch eingehalten werden können. Für mich wird es sowieso schwierig, das umzusetzen, weil ich eigentlich nicht so die Fleischesserin bin. Naja, für den Ballett-Kurs an der Uni habe ich mich auch wieder angemeldet und zum Lacrosse und Lauftreff möchte ich auch. Mal sehen ob ich das wirklich durchziehen kann. Letzten Sommer habe ich mir ja beim Rock n' Roll mein Knie verknackst (das war komplett entzündet, 3 Tage hochlagern und 2 Wochen kein Sport. Wegen einem falschen Sprung...). Vielleicht schaffe ich ja mein Ziel "Flacher Bauch bis zum Sommer" doch noch...
Und bei dir so? Irgendwelche Sporttipps? Oder Buchtipps? Lust dich über Sportverletzungen auszutauschen (ich zieh die an, selbst die Orthopädin konnte sich letztes Jahr die Knieverletzung nicht erklären. O-Ton: "Also eigentlich haben Sie genug Muskeln um so etwas zu verhindern. Da haben Sie wohl wirklich Pech gehabt")
ich bin Julia und blogge unter Jules Moody über DIY, einfache Naturkosmetik, Entschleunigung und Rezepte. Da ich aber ein großer Bücherliebhaber bin, freue ich mich umso mehr hier einmal im Monat für Lena eine Rezension schreiben zu dürfen und somit meiner Leidenschaft zu fröhnen!
Angefangen hat meine Liebe zu Büchern bereits in der Volksschule, als ich im zarten Alter von 7 ein Kinderbuch geschenkt bekommen habe, das ich noch bis heute verwahre als wäre es ein Schatz. Seither lese ich pro Jahr zwischen 15 und 20 Büchern aus den verschiedensten Genres, hautsächlich aber Thriller und Romane. Hin und wieder auch Jugend/Fantasy, wenns gut geschrieben ist. Für meine erste Rezension habe ich ein Buch ausgesucht, das im Herbst des vergangenen Jahres erschienen ist und dessen Vorgänger ich heiß geliebt habe: „Mieses Karma Hoch 2“ von David Safier.
Das Cover ist wie auch beim Vorgänger („Mieses Karma“) echt süß gestaltet. Das Buch selbst ist nicht übermäßig dick, verspricht aber Lesevergnügen höchster Klasse.
Inhalt
Daisy versucht sich mehr schlecht als recht als Schauspielerin durchzuschlagen. Bei einem Dreh trifft sie auf den Hollywood-Star Marc. Und als die beiden bei einem gemeinsamen Autounfall sterben nimmt das Schicksal seinen Lauf. Beide gehörten in ihren Leben nämlich ganz eindeutig nicht in die Kategorie „guter Mensch“. Wegen des vielen miesen Karmas, das beide angehäuft haben, werden sie als Ameisen wiedergeboren und müssen fortan versuchen sich die Karma-Leiter wieder nach oben zu Arbeiten – denn beide wollen nichts sehnlicher als wieder Mensch sein und zu ihren Lieben zurück zu kehren. Doch das gestaltet sich schwerer als erwartet, zumal sich die beiden, die sich eigentlich gar nicht ausstehen können, ineinander verlieben...
Meine Meinung
Ich habe sehr auf „Mieses Karma Hoch 2“ gefreut und hatte dennoch auch etwas Angst enttäuscht zu werden, da mich der erste Teil völlig überrascht hat und für mich eines der besten Bücher überhaupt ist. Doch die Angst war unbegründet, denn so leicht und lustig wie David Safier die Reinkarnation beschreibt ist es ein wahres Vergnügen das Buch zu Lesen. Ein paar Dinge waren natürlich parallel zum ersten Teil, aber das hat nicht weiter gestört. Die Erlebnisse, die Daisy und Marc während ihrer Reise passieren sind einfallsreich, lustig und unterhaltsam. Und natürlich hat das Buch auch ein Happy End, auch wenn es anders ist, als ich es erwartet hatte.
Fazit
Ein Buch für alle, die gerne unterhalten werden und auf die absurden Geschehnisse gespannt sind, die Tieren passieren, wenn sie eigentlich früher Menschen waren. Mieses Karma Hoch 2 reicht zwar nicht ganz an Mieses Karma heran, verdient aber dennoch 4 von 5 Punkten.
Ende November habe ich mir spontan „Wintermädchen“ von Laurie Halse Anderson aus der Onleihe geliehen. Blogtechnisch betrachtet ein großer Fehler, ein sehr großer Fehler. Denn seit dem fällt es mir unglaublich schwer in andere Bücher reinzukommen.
„Wintermädchen“ zieht einen total in seinen Bann. Und lässt nicht mehr los. Genau wie die Sucht, die darin beschrieben wird.
Lia ist magersüchtig. Sie war schon in Therapie, sogar schon zweimal und geht auch regelmäßig zum Psychologen. Aber ändern tut das nichts. Für sie zählt nur: Dünn sein! Und wenn sie dafür Gewichte in ihren Bademantel einnähen muss damit ihre Stiefmutter nichts mitbekommt? Dann ist das so. Bereits „Sprich“ hat mich vor 5 Jahren unglaublich mitgenommen, aber nicht so sehr wie „Wintermädchen“. Denn ich kann mir gut einreden, dass ich über eine Vergewaltigung gesprochen hätte. Das mir sowas nie passiert wäre, weil ich ja nicht trinke und sowieso auch nie alleine mit jemanden mitgehen würde, dem ich nicht komplett vertraue. Aber selbst das ist eigentlich eine Lüge, nur halt eben eine die sehr gut ist. Denn natürlich kann das jedem von uns passieren. Auch in Cola oder Apfelsaft ist GBL nicht schmeckbar und der Besitz davon ist in Deutschland nicht strafbar. Und auch kräftige Menschen oder Menschen mit Selbstverteidigungskenntnissen können im Falle eines Falles einfach einfrieren und gar nicht daran denken sich zu wehren. Und natürlich habe ich keine Ahnung, wie ich mit einer Vergewaltigung umgehen würde. Aber man fühlt sich sicher, weil es ja so viele Informationen über das Thema gibt.
„Wintermädchen“ ist etwas anderes. Ich habe die letzten 3 Jahre damit verbracht abnehmen zu wollen. Ich kenne die ungefähren Kalorienzahlen vieler Lebensmittel auswendig und stehe jeden Morgen auf der Waage. Der Unterschied zu Lia: Ich bin nicht untergewichtig und habe auch nicht vor es jemals zu sein. Und ich mag es nicht Hunger zu haben. Außerdem liebe ich Schokolade. Aber in gewisser Weise sind Essstörungen nur einen Schritt entfernt. Und ich bin ganz sicher nicht die Einzige, die sich so verhält. Die so denkt. Oder hast du in deinem Leben noch nie gedacht „Ich könnte eigentlich auch mal ein wenig abnehmen“ oder „Jetzt muss ich mich aber etwas zurückhalten mit den Essen sonst werde ich fett“?
Lias Leben ist außer Kontrolle geraten und sie sucht Halt in dem Einzigen was sie kontrollieren kann: Ihr Gewicht. Ihr Aussehen. Ihr Tight Gap und ihre hervorstehenden Beckenknochen. Ihre Mutter ist die unerreichbare Halbgöttin in Weiß. Ein Chirurgin, gefragt und angesehen. Ihr Vater ist ein College-Professor und hasst Lias Mutter. Lia ignoriert er, schließlich muss er noch dieses Buch schreiben und recherchieren und…
Die meiste Zeit habe ich nur gedacht: Warum? Warum gibt es keine andere Möglichkeit? Im Laufe des Buches wurde es mir langsam klar, aber verstörend finde ich es dennoch. Denn eine einfache Antwort gibt es nicht, es gibt keinen klar definierten „point of no return“. Die Antworten, die ich haben wollte wurden mir nicht gegeben. Ich sitze am Ende und hier bleibe mit meinen Fragen zurück. Etwas das Laurie Halse Anderson sicherlich bewusst ist, denn nur so fängt man an selbst nachzudenken. Aber manchmal bringt einen das etwas zu nahe an das eigene Selbst. Und angesichts des allgemeine Schlankheitswahns fragt man sich: Sind wir nicht alle gestört? Auch wenn wir nicht untergewichtig sind? Denn die meisten unsere „Vorbilder“ sind es ganz sicher. Wir reden über Low Carb und Low Fat und Vitamine und Mineralstoffe und low GI Foods und Fettverbrennung und und und. Es ist normal. Aber ist das nicht gestört? Ein gesundes Verhältnis zum Thema Essen ist es sicherlich nicht.
Hallo ihr Lieben, heute habe ich eine ganz besondere Rezension für euch. Sie war nämlich verdammt schwer zu schreiben und das Buch ist einfach wunderbar. Das Erscheinungsdatum von Rabensommer ist der 24. August, aber dank der Beltz&Gelberg Aktion "Buchblogger des Jahres 2015" auf Blogg Dein Buch habe ich ein Rezensionsexemplar bereits jetzt bekommen. Als ich die E-Mail im Postfach hatte, dass ich unter den 20 Auserwählten bin für die Rezensionsexemplare habe ich mich total gefreut. Das Buch hat mich nicht enttäuscht, aber lest selbst:
Wie ich schon in meiner „Bewerbung“ geschrieben habe: Das Cover ist einfach toll. Die Farbe des Hintergrunds erinnert mich total an Sommer und die Idee mit den Raben finde ich super. Fun Fact: Obwohl ich wusste, dass Rabensommer „nur“ 200 Seiten hat war ich doch irgendwie überrascht wie dünn das Buch ist.
Inhalt:
Juli, August, Ronja und Niels sind die besten Freunde. Aber nun, nach der Matura trennen sich ihre Wege. Niels muss das Schuljahr wiederholen, Ronja geht als Au-pair nach England, Juli will studieren und August…tja…das weiß keiner. Für Juli ändert sich in diesem letzten Sommer plötzlich alles und nicht zum Besseren, denn plötzlich ist sie allein in der großen Stadt und muss Ordnung ins Chaos bringen…
Meine Meinung:
Genial. Genial. Genial. Wie genial? Als ich fertig war mit lesen wollte ich am liebsten gleich wieder von vorne anfangen. So genial. Äh ja, ich versuche mich dann mal an einer etwas objektiveren Meinung. Punkt 1: Die Sprache. Elisabeth Steinkellner findet immer den richtigen Metapher und Vergleich. Das Buch liest sich stellenweise fast schon wie ein Gedicht und einem Deutschlehrer würde die Interpretation der sprachlichen Mittel wahrscheinlich wirklich erfüllte Sommerferien bescheren. Mir hat dabei besonders gefallen, dass man nie das Gefühl hat das diese Sprache untypisch wäre für die Ich-Erzählerin Juli. Gleichzeitig hat gerade der Anfang das Gefühl von Sommer und unendlichen Möglichkeiten wunderbar eingefangen. Punkt 2: Der Plot. Die Idee an sich ist ja nichts neues, aber Elisabeth Steinkellner schafft es die feine Balance zu halten zwischen einer glaubwürdigen Geschichte und einer Geschichte, die trotzdem nicht zu normal ist. Das ich Juli zwischenzeitlich gerne gegen die nächste Wand geklatscht hätte hat auch mehr mit der Person Juli zu tun als mit dem Buch. Juli ist eben so und gerade im direkten Vergleich mit Esra fiel mir immer wieder auf wie naiv sie ist und wie wenig in der Lage gute Entscheidungen zu treffen. Apropos Esra, sie hat mir wirklich gut gefallen. Von ihrem Freund Elias und ihrem Bruder Karim hätte ich dagegen gerne etwas mehr sehen wollen.
Fazit:
Den Hans-im-Glück Preis hat Rabensommer definitiv verdient. Selten haben ich ein Buch gelesen, dass es schafft eine doch sehr alltägliche Geschichte so wunderschön zu erzählen.
im Moment geht es hier ein bisschen drunter und drüber. Ich bin gerade mitten in der Lernphase für die Klausur und hoffe, dass ich diese dann auch im ersten Versuch bestehe. Vorher ist dann noch der Abiball von meiner Schwestern was irgendwie insgesamt zu ein bisschen Stress führt.
Aber eigentlich geht es hier um den Beltz & Gelberg Buchblogger des Jahres. Mich reizt vor allem das Buch um das es dieses Jahr bei dieser Aktion geht, auch wenn es natürlich toll wäre, falls ich tatsächlich gewinnen sollte :) Aber erst mal sollte ich vielleicht erklären worum es geht bzw. erklären lassen. Blogg dein Buch war so freundlich einen netten Text zu schreiben:
"Beltz & Gelberg arbeitet erneut mit Blogg dein Buch zusammen und lädt zu einem besonderen Gewinnspiel ein! Alle Teilnehmer können sich für Elisabeths Steinkellners neuen Titel „Rabensommer“ bewerben und erhalten somit die Chance diesen exklusiv vor Erscheinen in den Händen zu halten. Natürlich wird Beltz & Gelberg auch in diesem Jahr seinen offiziellen Buchblogger des Jahres küren, der mit tollen Preisen rechnen kann!
Das verspricht euch der Rabensommer: Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht - wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren..."
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Also einen Preis hat das Buch auf jeden Fall schon gewonnen, nämlich den Hans-im-Glück-Preis. Der wird jedes Jahr für ein Jugendbuch vergeben, dessen Autor noch nicht so bekannt ist. Es können auch unveröffentlichte Manuskripte eingereicht werden und das hat Elisabeth Steinkellner auch gemacht. Damals trug das Buch noch den Titel "Raben", wie man auf der Seite der Stadt Limburg, die diese Preis auslobt, nachlesen kann. Dort ist auch sehr schön die Geschichte es Preises erklärt, der Artikel ist definitiv lesenswert!
Das Cover finde ich übrigens toll, es löst so ein bisschen Sommergefühle aus, was bei dem eher herbstlichen Wetter draußen ja immer gut ist :)
Ach ja, aber warum möchte ich dieses Buch lesen. Der Klappentext liest sich einfach so interessant. Ich kann allerdings nicht wirklich den Finger drauf legen WAS genau es ist was dieses Buch für mich interessant macht. Vielleicht weil es ums Erwachsenwerden geht? Und weil ich auch mit fast 22 mich immer noch nicht so wirklich erwachsen fühle? Vielleicht weil es darum geht weit weg von allen Freunden neu anzufangen? Mein Abiturjahrgang hat sich damals ziemlich zerstreut und mit Kiel bin ich doch sehr weit weg von allem. Die meisten sind eher in Niedersachsen geblieben. Vielleicht weil ich auch gerade dabei bin mein Leben etwas neu zu sortieren? Mir zu überlegen was genau für eine Person ich eigentlich sein möchte? Was ich mit meinem Abschluss machen möchte? Ich weiß es nicht, vielleicht ist es eine Kombi aus allem und einem sehr gut geschriebenen Klappentext. Auf jeden Fall möchte ich dieses Buch unbedingt lesen!
Hast du schon von der Aktion gehört? Wirst du auch mitmachen? Und was hältst du von "Rabensommer"?