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Lasst uns reden über Klassiker


Den ganzen August über haben wir (aka 24 Buchblogger) nun über verschiedene Klassiker berichtet. Aber: Was ist überhaupt ein Klassiker?

Für euch habe ich auch mal ein richtiges Lexikon rausgeholt und zwar das "Moderne Jugendlexikon in Farbe" (von '74 und aus dem Bücherregal meiner Eltern :)):
"[lat.] m, Mz.,
1. im alten Rom die Bürger mit dem höchsten Einkommen
2. ein an der grch.-röm. Klassik orientierter Künstler
3. wegen seiner Höchstleistungen anerkannter Schriftsteller oder Dichter"

Wikipedia hat sogar einen ganzen Artikel darüber, stimmt aber generell mit Google und dem Lexikon überein: Im engeren Sinne ist alles aus der „Deutschen Klassik“ sowie die Werke der alten Griechen und Römer ein Klassiker. Im weiteren Sinne dagegen ist alles, das als ein perfektes Beispiel für ein bestimmtes Genre gilt, ein Klassiker. Viele Schüler würden wahrscheinlich auch der Definiton „Alles womit mich mein Deutschlehrer quält“ zustimmen ;)


Wie ihr sicher mitbekommen habt: Bei der Aktion „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ haben wir uns eher an der weiteren Definition orientiert.
Übrigens: Das älteste vorgestellte Buch war „Romeo und Julia“ von William Shakespeare (veröffentlicht 1597). Und das aktuellste war N. H. Kleinbaums Roman „Der Club der toten Dichter“ von 1989. Die große Mehrheit der vorgestellten Klassiker ist allerdings in den letzten 200 bis 300 Jahren erschienen.

Für 26 unserer Sommerlochklassiker habe ich in einer Umfrage mal genauer nachgefragt. Wie viele Menschen kennen die einzelnen Bücher? Und wie viele der Bücher sind nicht nur bekannt sondern wurden auch gelesen?
Warum nur 26? Weil die Umfrage über Typeform lief. Typeform ist toll, weil es auf allen Arten von Geräten funktioniert und auch am Handy noch gut lesbar ist.  Leider hat es eine Höchstgrenze von 26 Antwortmöglichkeiten pro Frage. Also habe ich versucht eine möglichst repräsentative Auswahl zu treffen. Ob das funktioniert hat? Ich weiß es nicht, aber ich habe es versucht. (Sogar Goethe ist dabei! Obwohl ich in meiner Schulzeit ihm gegenüber einen ausgeprägten Hass entwickelt habe!)
Erstmal der langweilige Teil der Auswertung:

Es haben 30 Menschen an der Umfrage teilgenommen. Im Durchschnitt kannte jeder Teilnehmer 18,5 der 26 Bücher. Gelesen hat besagter Durchschnittsteilnehmer aber nur 5,8. Immerhin, oder? Vor allem dafür, dass die Liste sicher nicht nur aus den wirklich bekannten Klassikern bestand.

 Ich habe mal die Top 6 für beide Fragen in ein Diagramm verpackt. (x-Achse sind die Anzahl der Umfrage-Teilnehmer die das Buch kannten/gelesen haben) Alle wären zu unübersichtlich, aber wer möchte kann gerne die Rohdaten haben von mir.
Also erst einmal die Top 6 der gelesenen Klassiker.

Mich hat am meisten überrascht, wie viele Leute Romeo und Julia nicht nur kannten (aka alle) sondern auch gelesen hatten.
Außerdem ist die Auswahl beim Lesen viel verteilter, ich hätte gedacht da ein oder zwei Klassiker an der Spitze zu haben. Ist aber, wie man sieht, eher eine Spitzengruppe.

Und hier sind die Top 6 der bekannten Klassiker. Fällt euch was auf?

Ja, richtig gesehen. Es sind quasi die gleichen 6 Bücher. Nur das sich bei „Die Physiker“ der Status als Schullektüre bemerkbar macht (vermute ich mal).

Und in der Schule? Werden da noch Klassiker gelesen?

Sehr zu meiner Verblüffung scheint es tatsächlich Schulen zu geben an denen keine Klassiker gelesen werden. Auf jeden Fall haben 4 Teilnehmer auf die Frage mit „Nein“ geantwortet. Wahrscheinlicher ist mMn aber, dass die Frage falsch wurde oder überlesen. Da ich das Alter nicht nachgefragt habe, kann es natürlich auch sein, dass die Betreffenden noch keine Klassiker gelesen haben.
Andererseits: Wir haben in der 8. Klasse die ersten „richtigen“ Klassiker gelesen. Aber gut, gab ja auch Leute, die Pippi Langstrumpf, den Herrn der Ringe oder Sherlock Holmes nicht kannten. Andere Lebensrealität.

Etwa 30% fanden die Analysen zu den Klassikern in der Schule gut und bei fast allen davon war der Grund ein guter Lehrer. Der Gründe für das Gegenteil dagegen sind wesentlich vielfältiger. Einmal würde natürlich geantwortet, dass „Müssen“ selten Spaß macht, aber auch das alternative Interpretationen nicht gewünscht waren oder sich nicht genug mit dem Umfeld des Buches beschäftigt wurde. Ebenfalls häufig bemängelt: Zu viel Analyse.
Das sieht so schwarz auf weiß nicht gut aus, liebe Sprachlehrer.

Also: Ist das lesen und analysieren von Klassikern in der Schule überhaupt sinnvoll? Die meisten scheinen ja eher schlechte Erinnerungen daran zu haben…
Ich persönlich fand eine Idee meiner Deutschlehrerin an der Realschule sehr gut: Die hat in unserem Klassenraum einen Schrank eingerichtet, mit Büchern, die man ihrer Meinung nach kennen sollte. Und jeder musste im Halbjahr mindestens eines dieser Bücher gelesen und dazu eine kurze Buchvorstellung geschrieben haben. Aber welches, das war egal. So hatte man wenigstens noch etwas Wahlfreiheit und konnte sich auch ein Buch aussuchen, das zu den eigenen Lesevorlieben passte. So halbwegs. Ich hatte das Pech als eine der Letzten sich ein Buch aussuchen zu dürfen.  Und habe es dann mit Karl May versucht…

Und was ist der Lieblingsklassiker? 

Tja. Das ist schwierig. Auf die Frage gab es etwa 60 verschiedene Antworten und keine wurde mehr als 4 Mal genannt. Ist das schon eine statistisch relevante Häufung? Ohne es durchgerechnet zu haben: Eher nicht.
Wen es trotzdem interessiert, hier einmal alle mehr als einmal Genannten:
Buch Anzahl Nennungen
Macbeth 4
Herr der Ring 3
Nathan der Weise 3
Sturmhöhe 3
Das Bildnis des Dorian Gray 3
Die Physiker 2
Jane Eyre 2
Madame Bovary 2
Oliver Twist 2
Alice im Wunderland 2
Stolz und Vorurteil 2

Meine Lieblingsklassiker sind übrigens „Daddy long-legs“ von Jean Webster, „Der Herr der Ringe“ von J.R.R.Tolkien und fast alles von Jane Austen.
Und am meisten hassen tue ich wohl Goethe. Oder E.T.A. Hoffman (Kleiner Tipp: „Der Sandmann“ ist nichts was man mal eben vorm Schlafen gehen lesen sollte…)

Und ihr so? Was sind eure Lieblingsklassiker? Habt ihr „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ verfolgt? Wie fandet ihr die Aktion und unsere Auswahl? Und wie steht ihr zu Klassikern in der Schule?
Ich freue mich auf eure Kommentare!

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Deutscher Buchpreis 2016 - Die Longlist-Leseproben

Huhu,

dieses Wochenende habe ich mich mal an den deutschen Buchpreis rangewagt. Angeblich ja die besten deutschsprachigen Bücher 2016. Allerdings nur in Form der Leseproben. 20 Bücher in einem Wochenende wäre ja doch sehr sportlich. Ich poste hier mit Absicht keine Inhaltsangaben sondern nur meinen Eindruck, so vollkommen unprofessionell halt ;)
Danke übrigens an NetGalley und das Börsenblatt, die es mir möglich gemacht haben die Leseproben zu lesen, obwohl es das Büchlein mit den Leseproben hier auf der Insel nicht gibt.

Dieser Beitrag ist sehr lang. Mehr als 900 Wörter habe ich über meine ersten Eindrücke geschrieben. Erst wollte ich euch hier nur die Highlights präsentieren, aber irgendwie kam mir das blöd vor. Also kommt hier der Mammut-Beitrag. Viel Spaß!



Akos Doma – Der Weg der Wünsche

Cover Apollokalypse von gerhard Falkner . Berlin Verlag
Quelle: Berlin-Verlag
Ich habe bei dieser Leseprobe große Probleme mit der Sprache gehabt. Die ist zwar sehr prosaisch aber eben auch sehr ausschweifend, dadurch machte es mir nicht wirklich Spaß das zu lesen. Ansonsten: Es geht um einen Kaffeetisch? Oder um ein Geburtstagsgeschenk?

Gerhard Falkner – Apollokalypse

Irgendwie ist der Schreibstil verwirrend, aber irgendwie macht er auch Lust auf mehr. Ich denke Apollokalypse wird definitiv auf meine Wunschliste wandern. Die Leseprobe wirkt so schön durchgeknallt :D

Ernst-Wilhelm Händler  - München

Hmm ja. Ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Leseprobe halten soll. Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut, sehr gradlinig und präzise, aber sonst? Es scheint alles so undurchsichtig, das macht einerseits Lust auf mehr und andererseits habe ich Angst, dass es niemals eine richtige Auflösung geben wird.

Reinhard Kaiser-Mühlecker – Fremde Seele, dunkler Wald

Tja, ein österreichischer Soldat, der sich über die Russen aufregt. Aber gut geschrieben ist es (und der Autor sieht auch ziemlich gut aus, nicht, dass das irgendwas zur Sache tut). Allerdings wirkt mir persönlich die Leseprobe etwas zu depressiv um das Buch lesen zu wollen.

Bodo Kirchhoff – Widerfahrnis

Ähm ja. Ich habe absolut keine Meinung zu dieser Leseprobe.  Mich stört nichts daran, aber mich begeistert auch nichts daran.

<Cover Skizzen eines Sommers von Andrè Kubiczek - rowohlt berlin
Quelle: Rowohlt Berlin

André Kubiczek – Skizze eines Sommer

Vielversprechend, sehr vielversprechend diese Leseprobe. Ich möchte gerne wissen was René jetzt mit diesen 7 freien Wochen anfängt. Liest sich auch gut.

Michael Kumpfmüller – Die Erziehung des Mannes

Es scheint um Missverständnisse zu gehen. Und um möglichst kurze Sätze. Letzteres lässt alles irgendwie gestresst und abgehackt wirken. Auf jeden Fall kein Buch, dass auf die Wunschliste wandert.

Katja Lange-Müller – Drehtür

Endlich mal eine AutorIN, ich begann mich schon zu fragen  ob die in der Welt des Buchpreises gar nicht existieren.  Allerdings wird dieses Buch nicht auf die Wunschliste wandern. Warum? Weil ich es auf Grund der ewigen Assoziationsketten unglaublich schwer zu lesen finde. Es kann natürlich sein, dass sich das noch ändert, aber die Leseprobe war nicht so meins.

Dagmar Leupold – Die Witwen

Ein Lebensentwurf in dem ich mich so gar nicht wiederfinden kann wird hier thematisiert. Aber die Schreibweise gefällt mir sehr gut, schön zu lesen ohne viel Brimborium aber trotzdem nicht ganz alltäglich.

Sybille Lewitscharoff – Das Pfingstwunder

Bewusstseinsstrom ist in, oder? Ich mag dieses Stilmittel nicht so besonders. Grade wenn es in so ein Wirrwarr aus Schachtelsätzen ausartet wie in dieser Leseprobe. Ansonsten könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Geschichte von diesem Pfingstwunder sehr interessant wäre.

Cover "Die Welt im Rücken" von Thomas Melle - Rowohlt Berlin
Quelle: rowohlt Berlin

Thomas Melle – Die Welt im Rücken

Ein Buch über Depression. Und: Wow. Ehrlich, die Leseprobe hat mich wirklich beeindruckt. Es kommt einfach dieses Gefühl von Lethargie rüber, das perfekt zu Depression passt. Ob ich „Die Welt im Rücken“ wirklich lesen werde weiß ich allerdings nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Art auf Dauer belastend sein kann.

 Joachim Meyerhoff – Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Wahrscheinlich muss man um in diese Leseprobe eintauchen zu könne die Vorbände gelesen haben. Mir sind diese 5 Seiten über „Leichtigkeit“ und die Marotten von Großeltern irgendwie suspekt. Wo ist da der Inhalt? Was will mir das sagen? Wobei diese Fragen ja vielleicht im Buch beantwortet werden. Auf jeden Fall steht dieses Buch nicht auf meiner Wunschliste.

Hans Platzgumer – Am Rand

Also diese Naturschilderungen machen Spaß. Allerdings bekomme ich sonst nicht so Recht einen Zugang zur Geschichte. 200 Seiten Beschreibung wie auf diesen paar Seiten haben nämlich das Potenzial langweilig zu werden (ja, ich bin auch kein Karl May-Fan). Aber es wird ja eine größere Geschichte angedeutet also werde ich „Am rand“ vielleicht eine Chance geben, aber ein „Will ich unbedingt lesen“-Buch ist es nicht.

Eva Schmidt – Ein langes Jahr

Jetzt will ich wissen, was mit Kerk, dem Hund, passiert ist. Die Erzählweise ist wunderbar unaufgeregt, aber trotzdem mitreißend. Ob es wirklich um Kerk geht in diesem Buch ist mir aber noch nicht klar.

Arnold Stadler - Rauschzeit

Noch so eine Leseprobe, die mir nichts sagt. Vielleicht weil ich nicht im mittleren Alter bin? Der Schreibstil gefällt mir allerdings ganz gut, aber nur wegen eines guten Schreibstils lese ich kein Buch.

Peter Stamm – Weit über das Land

Dieses hin- und her in der Zeit verwirrt mich. Ich war mir oft nicht sicher ob das jetzt eine Erinnerung ist oder ein Gedanke oder eine Vision oder was auch immer. Ein ganzes Buch könnte ich so nicht lesen.

Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann am Land und im Wasser ein Walfisch

Sperriger Titel irgendwie. Und die Leseprobe verwirrt mich. Da ist glaube ich kein einziger Satz, der wirklich Sinn macht. Oder wenn er Sinn macht tut er das einen Absatz später nicht mehr.  Sehr komisch, aber es ist ja auch laut Autoren-Vorstellung „ein bezaubernd bizarres Buch“. Zu bizarr für mich.

Cover Hool von Philipp Winkler - Aufbau Verlag
Quelle: Aufbau Verlag

Thomas von Steinaecker – Die Verteidigung des Paradieses

Äh, Dystopie? Mir kommt die Erinnerung an früher etwas zwanghaft vor. „Homie“ als Bezeichung für den Hauscomputer?  Mag vielleicht sonst gar nicht so schlecht sein, aber ich bin nicht so der Dystopie-Leser.

Anna Weidenholzer – Warum die Herren Seesterne tragen

Na super, ein Interview, das aus dem Ruder gerät. Nein, danke. Ich finde schon die Leseprobe anstrengend zu lesen. Es gibt zwar einen roten Faden aber der wirkt in mitten aller anderen Fäden ziemlich verloren und ist schwierig zu finden.

Phillip Winkler – Hool

„Hool“ fällt ein ganz kleines bisschen aus dem Rahmen. Aber ich mag die Leseprobe, auch wenn dieses Berlinerisch (? Ich bin nicht so fit was Dialekte angeht) schwer zu lesen ist. Das musste ich mir echt geistig vorlesen.



Kennst du eines der Bücher? Hast du vor eines (oder mehrere) davon zu lesen? Generell: Sind das überhaupt die besten deutschsprachigen Bücher?
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Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern - Daddy Langbein


Moin!
Für meinen Beitrag zu „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ habe ich alle meine Verbindungen spielen lassen und konnte so ein exklusives Interview mit Judy Abbott führen. Das Ganze involvierte eine Zeitmaschine aber ich habe es geschafft.

Judy ist nämlich die Hauptfigur in „Daddy Langbein“/ „Daddy Long-legs) (leider aktuell nur auf Englisch erhältlich). Sie ist eine Waise, der ein reicher Mann, den Besuch eines Colleges ermöglicht. Einzige Bedingung: Judy soll ihm jeden Monat einen Brief schreiben und über ihren Alltag berichten. Aus diesen Briefen besteht „Daddy Langbein“, teilweise sind diese auch mit witzigen Zeichnungen versehen.


Ich habe beim Lesen Judy sofort ins Herz geschlossen, sie ist einfach so unglaublich positiv und lustig. In vieler Hinsicht erinnert sie mich an eine andere berühmte Waise: Anne von Green Gables. Beide träumen von schönen Kleidern und davon Schriftstellerin zu werden. Und beide sehen die Welt immer positiv.

Aber nun zu meinen Fragen:

Wie ist das berühmt zu sein?

Seltsam, wirklich sehr seltsam. Natürlich habe ich hart gearbeitet um Autorin zu werden, aber das es jetzt ausgerechnet mein Briefe an Daddy Langbein sind. Und nicht nur die netten und lustigen sondern auch die Briefe, auf die ich wirklich nicht stolz bin.

Du warst auf einem reinen Mädchencollege; war das nicht langweilig?

Nein, nein. Wir hatten eine ganz famose Zeit, nur die Predigt am Sonntag war immer schrecklich. Die Herren waren viel zu sehr davon überzeugt, dass wir unsere weiblichen Tugenden vergessen würden vor lauter Bildung. Die wissen doch gar nichts.

Deine Freundin Sally hat sich jetzt des Waisenhauses, in dem du aufgewachsen bist, angenommen. Wie fühlt sich das an, dass sich da jetzt vieles ändert?

Sally ist wirklich die beste Person für so eine Aufgabe, sind findet immer für alles eine Lösung und hat meistens gute Laune! Auch wenn ihre Briefe in letzter Zeit wenig optimistisch klingen, aber ich bin mir sicher, dass sie es schafft, dass zukünftige Waisen ein besseres Leben haben werden als ich. Weißt du, diese karierten Kleider waren wirklich scheußlich. Da konnte man einfach keine gute Laune haben.

Heute wären die Menschen schockiert, wenn ein Waisenhaus so geführt werden würde wie das John-Grier-Heim. Stattdessen gibt es heute eher Pflegefamilien und Wohngruppen.

aus: Daddy Langbein von Jean Webster
via: wikimedia commons
Wirklich? Sehr interessant. Viele Menschen machen sich einfach keine Gedanken darüber was mit den armen Waisen passiert. Selbst die Aufsichtsräte kümmern sich außerhalb ihrer monatlichen Besuchen nicht darum was passiert. Wobei nicht alles schlecht war: Sonntags gab es Eis und zu Weihnachten einen Tannenbaum! Und schließlich wäre sonst nie Daddy Langbein auf mich aufmerksam geworden. Dann wäre mein Leben sicher schrecklich langweilig.

Die Briefe von Sally (nicht nur an Judy) sind übrigens in „Lieber Feind“/“Dear Enemy“ zu finden. Darin erfährt man auch was aus Judy geworden ist nach dem College. Meiner Meinung nach sind beide Bücher auch auf Englisch sehr gut zu lesen, mit nur etwa 200 Seiten (Daddy Langbein) bzw. etwa 300 Seiten (Lieber Feind) dauert es auch nicht allzu lange. 

Die Autorin der beiden Bücher, Jean Webster, starb leider 1916 bei der Geburt ihres ersten Kindes. Viel zu früh meiner Meinung nach. Sie kam aus einer eher wohlhabenden Familie und besuchte das Vassar College, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. In all ihren Büchern, machte sie sich für Frauenbildung stark und für das Frauenwahlrecht.  Übrigens war sie eine Großnichte von Mark Twain und ihr Vater führte dessen Verlag.

Ich habe beide Bücher dank Project Gutenberg entdeckt. Für Klassiker eine wirklich tolle Möglichkeit, auch viele deutsche Klassiker findet man dort als epubs.
Dear Enemy (leider ohne Bilder)

Morgen geht es weiter bei Tanja auf Lesen und Mehr. Schau doch vorbei. Toll wäre es auch, wenn meine Umfrage zum Thema noch ein paar mehr Antworten bekäme, es gibt auch eine ganz tolle Auswertung am 31. August :)
Eine Liste mit allen Stops dieser Aktion ist bei Nicole auf lilstar.de zu finden. Wie ich es bisher getan habe werde ich auch die nächsten Beiträge auf Facebook teilen. Und auf Twitter, wenn ich dran denke.

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Ein neues Blog-Design!


Es ist geschafft, also fast.

Das "alte" Design hatte schon länger einige Schwachstellen, die mich störten. Vor allem die Menüleiste ging mir auf den Keks, aber auch der beige Hintergrund und das Logo.
Jetzt passen zwar meine Visitenkarten nicht mehr zum Blog, aber was soll's.

Das letzte größere Neudesign des Blogs habe ich im Sommer 2014 im Angriff genommen, danach habe ich fast zwei Jahre nur Kleinigkeiten geändert. So sah der Blog bis heute Morgen aus:



Schon ein kleiner Unterschied, nicht?

Besonders das Foto in der Seitenleiste war schon länger ein Wunsch, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen. Es wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen noch durch ein besseres Bild ersetzt, aber erst einmal muss mein Social Media Profilbild herhalten.

Die Social Media Icons darunter habe ich eigentlich mehr oder weniger einfach übernommen, nur GFC ist neu dazu gekommen. Das eigentliche Widget (oben noch unter "Leser" zu sehen) passte einfach nicht.

Auf die Menüleiste, die sich oben anheftet und mitscrollt, bin ich übrigens besonders stolz. Mein JavaScript ist nämlich nicht so super, aber glücklicherweise gibt es ja jede Menge Tutorials im Internet. Ich habe das von xomisse benutzt.

In der nächsten Zeit wartet aber noch viel Arbeit auf mich, jetzt müssen nämlich alle alten Beiträge an das neue Design angepasst werden. Teilweise haben auch nicht alle Beiträge ein Bild, das möchte ich schon länger ändern. Dazu werden mir wahrscheinlich noch einige Sachen auffallen am Design, die mir auf Dauer dann doch nicht so gefallen. Gut, das Semesterferien sind xD

Wie findest du das Design? Gibt es irgendetwas, was dich stört? Irgendetwas, das ich noch unbedingt brauche?
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Huhu

Und noch ein testpost, weil sonst Related Posts nicht funktioniert
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Test Test Test

Jede Menge Testposts...
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Blabub

asdddddddddddddddddddddddddd

Überschriften sind toll

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