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Frohes Fest und ab in die Pause

Und damit möchte ich mich in eine kleine Pause verabschieden. Vom Blog und von Social Media.

Zwar werde ich wahrscheinlich hinter den Kulissen trotzdem fleißig rumbasteln (ich kenne mich...), aber von Social Media möchte ich mich fernhalten und auch hier auf dem Blog wird es keine neuen Beiträge mehr geben dieses Jahr.

Mal sehen was das neue Jahr so bringt, auf jeden Fall wird es hier einige Veränderungen geben und viele neue Pläne habe ich auch.
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[Leseratten zu Gast] Charline von sternenbrise


Hallo!

Heute ist es wieder Zeit dafür, dass ich euch eine Leseratte vorstelle. Und zwar *trommelwirbel* Charline. Die diese Woche schon Hochleistungssport betrieben hat und ein Paket mit 50 Büchern in den ersten Stock getragen hat. Dafür gab es für uns, dann aber auch jede Menge tolle Bilder auf Twitter.
Äh ja, was ich eigentlich sagen wollte: Charline ist voll nett und toll und ihr solltet unbedingt auf ihrem Blog Sternenbrise vorbeischauen.



Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat?
Als Kind habe ich sehr wenig gelesen. Ich mochte es eher, wenn mir meine Eltern oder Großeltern Geschichten erzählt haben. Irgendwann habe ich über Freunde von den Fear Street Büchern erfahren und diese dann verschlungen. Aber andere Bücher wollte ich nie lesen. Immer nur Fear Street. Ich denke, ich war damals ca. 12 Jahre alt. Jahre später hat mich eine damalige Freundin dazu gedrängt, Harry Potter zu lesen. Und diese Reihe hat meine Liebe für Bücher entfacht. Nachdem ich den ersten Band gelesen habe, war ich jede Woche in der Bibliothek, um mir weitere Bücher auszuleihen. Ich wollte immer mehr fantastische Welten bereisen und Abenteuer erleben.

Was war dein erstes (Lieblings-)buch?
Meine Mutter hat mir bestimmt 100 Mal Die kleine Hexe von Otfried Preussler vorgelesen. Ich habe dieses Buch geliebt!

Was ist dir in Büchern besonders wichtig? Und was nervt dich am meisten? 
Ich brauche Spannung und Überraschungen. Ich mag es gar nicht, wenn die Geschichte vorhersehbar ist. Dann verliere ich schnell die Lust an einem Buch. Ich liebe es, wenn etwas passiert, mit dem ich nie gerechnet hätte. Aus diesem Grund lese ich auch sehr gerne Thriller, ich liebe den Nervenkitzel und die vielen Überraschungen. Mit Klischees kann man mich jagen. Dreiecksbeziehungen, ein naives Mädchen, der ultra heiße Typ…, nein danke. Ich finde, dass sich momentan viele Bücher, besonders im Jugendbereich, sehr ähneln.

Welches Buch ist dein momentanes Lieblingsbuch? Kannst du sagen warum oder ist es einfach nur so ein Gefühl? 
Immer noch, wie schon seit Jahren, sind mir die Harry Potter Bücher am liebsten. Zum einem, da sie mich zur Leseratte gemacht haben und zum anderen, da ich so viele und unvergessliche Erinnerungen mit dieser Reihe verbinde. Die Bücher und auch Filme haben mich viele Jahre begleitet und in diesem Jahr konnte ich ein neues Harry Potter Buch in den Händen halten. The magic never ends. Ich liebe die Geschichte und es gibt so viele liebevolle Details in den Büchern, die mich erstaunen. Rowling hat eine wunderbare Welt erschaffen!

Wenn du dir die perfekte Leseumgebung vorstellst: Wie sieht die aus? 
Ich liebe es, in der Nähe von Wasser zu lesen. Am liebsten natürlich am Meer. Aber ich setze mich gerne auch mit Buch an Seen und Flüsse. Da fühle ich mich einfach sehr wohl.
Ansonsten lese ich sehr gerne im kuscheligen Lesesessel mit einer Tasse Tee und Keksen. Schön ist es dann auch, wenn es regnet. Die Atmosphäre ist dann einfach immer wunderbar.

Quelle: Charline
Du bloggst ja auch über Bücher. Wieso hast du damals angefangen damit? Was macht dir besonders Spaß daran?
Ich habe damit angefangen, da ich einfach sehr gerne über Bücher spreche und es so viel zu sagen gibt. Nachdem ich einige Blogs gelesen habe, hatte ich total Lust, selbst mit dem Bloggen anzufangen. Außerhalb des Internets kenne ich wenige Menschen, die genauso buchverrückt sind wie ich. Ich liebe es, mich mit anderen auszutauschen und mir Tipps für gute Bücher zu holen. Auf anderen Blogs habe ich schon so viele wunderbare Bücher entdeckt, die mir vielleicht so entgangen wären. Ich gebe gerne meine Meinung wieder und es ist ein tolles Gefühl, wenn jemand den eigenen Beitrag liked und kommentiert. Mir macht es Spaß über ein Buch zu schreiben, dass ich gerne gelesen habe und möchte andere daran teilhaben lassen. Und außerdem habe ich durch das Bloggen so wunderbare Menschen kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte.

Tee oder Kaffee? 
Morgens Kaffee, abends Tee :D

Süßes oder Salziges?
Süßes. Ich bin eine Naschkatze.

Sommer oder Winter?
Sommer. Ich mag die Kälte einfach nicht. Zu warm darf es aber auch nicht sein.

Harry Potter ist auch meine erste richtige Buch-Obsession gewesen. Auch wenn ich heute nicht mehr ganz so sehr Fan bin wie vor 5 Jahren!
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[Rezension] Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Informationen zum Buch

Das Weihnachtswunder von Old Nichol von Raymond A. Scofield
Quelle: Rütten & Loening

Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Raymond A. Scofield

Hardcover
240 Seiten
12 €
ISBN: 978-3-352-00889-4
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-


Erster Eindruck:

Cover-Klick. Also nicht wirklich Cover-Kauf, weil ich dieses Buch ja netterweise von NetGalley habe, aber da habe ich es wegen dem Cover angeklickt. Es wirkt so schön winterlich.

Inhalt:

Anna und Benjamin haben nicht die besten Vorrausetzungen für ein schönes Weihnachtsfest: Aus ihrer Heimat Irland sind sie vor einer Hungersnot ins Londoner East End zu ihrer Tante geflohen. Doch die ist nun tot und Anna und Benjamin dem ruchlosen Apotheker Mr. Fox schutzlos ausgeliefert. Ein Unglück reiht sich an das Nächste und vom „Glück der Iren“ ist nicht viel zu spüren.


Meine Meinung:

Wie niedlich! Ja, ich glaube „süß“ ist eine gute Beschreibung für „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“. Der Klappentext verspricht das London von Oliver Twist und das bekommt man als Leser auch. Mit ein bisschen Feenstaub inklusive. Also die gute Art von Feenstaub, die die das Leben etwas magischer macht.

Die Figuren in „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ sind überraschend gut ausgearbeitet. Dass Anna manchmal ins Irisch-Gälische fällt irritiert am Anfang etwas, aber auch daran gewöhnt man sich. Und authentisch ist es ja. Nur ein bisschen Stereotypen sind die beiden ja schon. Mussten sie zum Beispiel ausgerechnet rote Haare haben? Beide? Immerhin heißen sie nicht Patrick und Mary.
Und dann ist da ja noch „Welchiger“, wobei ich über ihn nicht allzu viel verraten möchte. Aber er ist cool drauf, das kann ich versprechen! Außerdem war es meiner Meinung nach eine sehr gute Idee ausgerechnet jemanden wie ihn zu einem treibenden Element der Handlung zu machen. (Das klingt jetzt alles sehr mysteriös, oder? Aber ich möchte nicht zu viel verraten, egal wie sehr ich „Nämlichen“ mag…)
Weiterer Pluspunkt: Keine Liebesgeschichte! Man kann Weihnachten nämlich auch feiern ohne das die ganze Welt sich verlieben muss. Stattdessen beschwört Raymond A. Scofield eine andere Art Weihnachtszauber herauf.

Ein großer Minuspunkt: Leider ist „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ ein Buch in dem schon sehr früh klar wird, dass es ein Happy End geben wird. Und zwar eines in dem Jeder das bekommt, was er verdient. Das ist wirklich schade, da so etwas von der Spannung verloren geht. Und auch das Glück wird manchmal etwas überstrapaziert.

Fazit

Oliver Twist mit einer ordentlichen Portion Feenstaub. Ein wunderbares, wenn auch etwas vorhersehbares Weihnachtsbuch.

4 Sterne

4

[Adventskalender] (Buch-)Zitate zum Thema Weihnachten

"Man kann nie genug Socken haben", sagte Dumbledore. "Wieder einmal ist ein Weihnachtsfest vergangen, ohne dass ich ein einziges paar Socken bekommen habe. Die Leute meinen dauernd, sie müssen mir Bücher schenken." 
- J.K. Rowling, Harry Potter und der Stein der Weisen

Glücklicherweise gibt es dieses Jahr wieder die 24 Adventskalender-Socken von Mona! Und damit hallo und herzlich Willkommen zum 4. Türchen.




Ich sammel unglaublich gerne schöne Zitate, deswegen habe ich gedacht, ich stelle hier einfach mal ein paar zusammen, die mit Weihnachten zu tun haben.

Habt ihr ein Lieblingsweihnachtszitat?


"Was, wenn Weihnachten, dachte er, nicht aus einem Geschäft kommen. Was, wenn Weihnachten, vielleicht ein bisschen mehr bedeutet." 
- Dr. Seuss, Der Grinch


"Es war der Beginn des großartigsten Weihnachtsfestes überhaupt. Wenig zu essen. Keine Geschenke. Aber im Keller stand ein Schneemann." 
- Markus Zusak, Die Bücherdiebin

Diese beiden Zitate passen irgendwie zusammen. Weihnachten ist so viel mehr als nur Geschenke, das erkennt der Grinch da schon ganz richtig. Und dieses Bild vom Schneemann im Keller ist eines der vielen Bilder aus "Die Bücherdiebin", das mich nie ganz los gelassen hat.


"Denn es ist gut, zuweilen Kind zu sein, und vorzüglich zu Weihnachten, da der Urheber dieses Festes selbst noch ein Kind war." 
- Charles Dickens, Eine Weihnachtgeschichte

Wer ist Weihnachten wohl nicht wieder Kind? Ich finde die ganze Adventszeit ist irgendwie magisch und geheimnisvoll :)


"Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! -
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war."
- Joachim Ringelnatz

Der Herr Ringelnatz ist ja irgendwie deutsches Kulturgut, oder? Ich mag seine Gedichte sehr. Das hier ist die letzte Strophe aus "Vorfreude auf Weihnachten". Zu diesem Gefühl "Weihnachten wie es immer war" kann ich übrigens auch sehr "That's Christmas To Me" von Pentatonix empfehlen. Ein wunderbares Lied über Weihnachten.


"Santa knows Physics: Of all colors, Red Light penetrates fog best. That's why Benny the Blue-nosed reindeer never got the gig."
(Der Weihnachtsmann kann Physik: Von allen Farben dringt rotes Licht am besten durch Nebel. Das ist der Grund, warum Benny, das blau-nasige Rentier niemals den Job bekam)  
- Neil deGrasse Tyson

Ich mag diesen Spruch sehr, auch wenn er aus keinem Buch ist. Aber ich bin halt Naturwissenschaftlerin, da ist Neil deGrasse Tyson sowieso schon sympathisch. Und das hier ist einfach ein schöner Gedanke!

Und damit sind wir auch schon beim letzten Zitat angekommen. Also so mehr oder weniger. Denn das ist Teil vom:


Literaturquiz


Diesmal gibt es auch ein ganz besonderes Gewinnspiel. Und zwar eines für das mehrere Blogs im Adventskalender Fragen stellen. Wer? Tja, das müsst ihr selbst herausfinden. Für die 5 Menschen mit den meisten richtigen Antworten gibt es jedoch etwas zu gewinnen: Einen 25€ Online-Gutschein der Buchhandlung Graff und Buch-Ausstecher.

Die Antwort bitte nicht hier in die Kommentare schreiben sondern direkt an adventsquiz[at]gmx[.]de. Denkt dran: Als Betreff den heutigen Tag nennen und immer unter gleichem Namen schreiben, damit die Antworten auch zugeordnet werden können.

Frage: 
Wie geht es weiter?  
"Markt und Straßen stehn' verlassen, Still erleuchtet jedes Haus..." 
(Erste Strophe reicht völlig) 

Teilnahmebedingungen:
  • Teilnehmen darf jeder, der volljährig ist bzw. die Zustimmung seines Erziehungsberechtigten hat.
  • Der Gutschein der Buchhandlung Graff wird per Post ausschließlich an eine Adresse innerhalb Deutschlands versandt. Bei Bestellungen, die eventuell später aus dem Ausland getätigt werden, verweise ich darauf, die AGB und Versandkosten der Buchhandlung Graff zu beachten, da hier zusätzliche Kosten entstehen.
  • Die Plätzchenausstecher werden mit DHL als Warensendung ausschließlich an eine Adresse innerhalb Deutschlands versandt. Bei Verlust wird keine Haftung übernommen.
  • Die Gewinne gehen in Reihenfolge an die Teilnehmer mit den meisten Antworten. Bei Gleichstand wird mit einem Zufallsgenerator ausgelost. Die Gewinner werden auf dem Blog namentlich genannt und per Mail benachrichtigt. Es werden von mir keine Daten gespeichert.
  • Adressdaten werden nur zum Zwecke dieses privaten Gewinnspiels genutzt und anschließend gelöscht.
  • Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 3 Tagen nach Benachrichtigung melden, wird neu ausgelost.
  • Die Teilnehmer des Blogger-Adventskalenders sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme am Quiz ausgeschlossen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Teilnahmeschluss ist der 26. Dezember, 23.59 Uhr. Später eingehende Antworten werden nicht berücksichtigt.
Morgen geht es übrigens bei Schnuffelchens Bücher weiter. Alle bisherigen (und alle zukünftigen) Beiträgen sind außerdem in der wunderbaren Adventskalender-Socke im Tintenhain verlinkt.
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[Jules Rezension] Obsidian

Hallo meine Lieben!
Es ist wieder der erste Freitag im Monat ist und hier bin ich wieder mit einer Buchvorstellung!
Ich habe mich für Obsidian: Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout entschieden, da ich einfach wiedermal Lust auf einen unterhaltsamen Jugendroman hatte.

Informationen zum Buch

Quelle: Carlsen

Obsidian.
Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout

Übersetzer: Anja Malich
Hardcover
400 Seiten
18,99 €
ISBN: 978-3-551-58331-4
Website des Verlags


Erster Eindruck

Das Cover wirkt stimmungsvoll und schön mit dem Bokeh über dem Bild, auf dem zwei Schattenfiguren zu sehen sind.

Inhalt

Die 17-jährige Katy und ihre Mutter ziehen nach dem Tod ihres Vaters nach West Virginia in einen winzig kleinen Ort. Da ihre Mutter Bedenken hat, dass Katy schnell Freunde findet, überredet sie ihre Tochter bei den Nachbarn zu klingeln um die Geschwister kennezulernen, die ungefähr im gleichen Alter wie Katy sind.
Die Geschwister sind Zwillinge, ein Junge namens Daemon und ein Mädchen namens Dee. Während Dee und Katy bald beste Freundinnen sind, entsteht zwischen Daemon und Katy eine Art Hass-Liebe. Und schon bald kommen Katy erste Zweifel, dass bei den Zwillingen alles mit rechten Dingen zugeht...


Meine Meinung

Ein gutaussehender Junge, der sich arrogant aufführt und scheinbar zu gut für das unschuldige Mädchen ist, dass völlig unbedarft in den neuen Ort gezogen ist. Ein Geheimnis, das es zu Lüften gilt. Klingt alles nach Twilight, oder?
Aber ich kann dir versichern, dass Obsidian – auch wenn gewisse Parallelen existieren – ganz anders ist als Twilight. Die Personen erscheinen bodenständiger, die Hass-Liebe von Katy und Daemon kann man oft beinahe greifen.
Und als sich herausstellt, dass die Geschwister natürlich keine einfachen Menschen sind und die bösen Gegenspieler auftauchen bekommt die Geschichte noch einmal einen ganz eigenen Drive.

Fazit

Ähnlich unterhaltsam wie Twilight nur viel cooler! Die Hauptdarstellerin ist selbstbewusst, weiss sich zu helfen und ist eine sehr sympathische junge Frau. Außerdem geht es mit dem vermeintlichen Bad Boy teilweise ganz heftig zur Sache. Natürlich stellt sich dann heraus, dass der Bad Boy nicht ganz so böse ist und dass er natürlich kein Mensch ist. Aber all das fügt sich gut in die Geschichte ein und ist bis zum Schluss unterhaltsam.
Natürlich hat die Geschichte ein offenes Ende – zumindest was die Beziehung zwischen Katy und Daemon angeht, aber dafür freut man sich umso mehr auf Teil 2!



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Ein Besuch auf Schreckenstein

Kennt ihr die Jugendbuchreihe „Die Jungen von Burg Schreckenstein“ von Oliver Hassencamp? Mein Vater und seine Brüder haben damals sehr viele davon gelesen und irgendwann habe ich die Bücher bei meinen Großeltern gefunden. Und geliebt.

Worum es geht? Um ein Internat auf einer alten Burg. Die dort lebenden Jungs bezeichnen sich selbst als Ritter und haben einen Ehrencodex. So sind Streiche voll okay, solange nichts und niemand dabei zu Schaden kommt. Und in Klassenarbeiten wird natürlich auch nicht abgeschrieben. Ehrensache.
Diesen Herbst kam dazu ein Film in die Kinos. Wahrscheinlich, weil die Verfilmung von Hanni und Nanni so gut funktioniert hat. Und nein: Ich habe diesen Film noch nicht gesehen. Ich habe auch nicht vor ihn mir anzusehen. Vielleicht irgendwann mal auf DVD oder im Fernsehen. Warum? Weil Stephan, Ottokar, Mücke und Co. quasi die ersten Buchcharaktere waren in die ich irgendwie verliebt war. Und in diesem Film sind die so etwa 11. Nicht so 15-16, wie im Buch (also genaugenommen wird das nicht gesagt, aber es gibt die „Kleinen“ und die „Großen“ dort und die „Großen“ sind alt genug um zu flirten und ernsthafte Beziehungen zu führen… Also würde ich sagen, dass die so etwa Beginn der Oberstufe sind). Das kommt mir irgendwie seltsam vor. Außerdem hat Mauersäge Haare…

Aber worum es eigentlich geht: Nachdem ich im Kino den Trailer gesehen habe, habe ich den ersten Band der Reihe nochmal gelesen. Es fühlte sich irgendwie komisch an. So war mir gar nicht bewusst, dass Stephan wirklich schon im ersten Band auftaucht. Und das Mücke da nur eine untergeordnete Rolle spielt. Und wie viel Sport die machen.
Auf der anderen Seite habe ich mich gleich von Seite 1 an zu Hause gefühlt. Ich kenne alle Personen und ihre Fehler und Vorzüge. Ich kenne die Regeln, nach denen das Leben dort abläuft und den Grundriss der Burg.

Aber dann sind da die Witze, die vor gut 10 Jahren einfach an mir vorbeigegangen sind. Oliver Hassencamp war eben nicht „nur“ ein Jugendbuchautor sondern auch Kabarettist und Schauspieler. Heute wäre er wahrscheinlich Blogger und würde sich wortgewaltig über alles von der Beststellerliste bis zur AfD aufregen. Die Schreckenstein-Jungs sind auf der Oberfläche einfach nur eine Gruppe cooler Typen, die viel Spaß haben. Das ist quasi die jugendfreie Version der Bücher. Aber auf der anderen Seite sind sowohl Ottokar als auch Stephan in die mehrere Jahre ältere Tochter eines der Lehrer verliebt. Und versuchen mit ihr zu flirten. Mit Wallenstein-Zitaten. Aber okay, die 70er und 80er waren eine andere Zeit ;)
Dazu kommt die kaum versteckte Gesellschaftskritik. Vom Sohn des Bürgermeisters, der natürlich auf die modernste Schule der Stadt geht während die alte Schule der Schreckensteiner völlig überfüllt ist, bis zum Ablehnen von Rauchen und Trinken von Seiten der Ritter.

Klar, auch Schreckenstein hat seine Schattenseiten. Vieles was in den Büchern als „Streich“ abgetan wird ist eigentlich schon eher Mobbing. Und ein Schulleiter, der zulässt, dass einer seiner Schüler den Allerwertesten mit Spannlack eingepinselt bekommt, wäre seinen Job heute wohl doch recht schnell los.
Ich finde es trotzdem sehr schade, dass diese Buchreihe wenig bekannt ist. Und das es meines Wissens nach nichts Vergleichbares gibt in der heutigen Jugendliteratur. Klar, in der heutigen Zeit fehlen auch den Schreckenstein-Büchern wichtige Themen. So gibt es glaube ich keinen Band in dem sich mit Sexualität (in welcher Form auch immer) befasst wird. Und die Diversität ist recht dünn gesät. Aber dafür sind die Bücher jetzt ja auch schon 40 Jahre alt.


Wie wäre es liebe Egmont Verlagsgruppe: Komplette Neuauflage (die ersten drei Bücher gibt es schon) mit der ursprünglichen Schneiderbuch-Aufmachung? Vielleicht in Sammelbänden? Ich würde sie kaufen, die Ausgaben meines Vaters fallen leider auseinander und meine Eigenen sind eine grässliche, blaue Neuauflage von 2005.
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[Leseratten zu Gast] Janine von Kapri-zioes




Heute ist die liebe Janine hier zu Gast. Janine bloggt auf Kapri-ziös und hat im September die unglaublich tolle Aktion #buchpassion organisiert. Dadurch bin ich das erste Mal auf ihren Blog aufmerksam geworden. Aber ich war sicher nicht das letzte Mal dort als Leser zu Gast.

Janine ist vielleicht nicht so die "typische" Leseratte, aber lest selbst:



Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat?
Mit 14 Jahren habe ich in einer kleinen Stadtbuchhandlung ein Praktikum gemacht. Eigentlich hatte ich gar keine Lust – es war ein Pflichtpraktikum und ich hatte damals den Weg des geringsten Widerstands gesucht. Vor diesem Praktikum habe ich nicht einmal sonderlich gern gelesen. Harry Potter kannte ich schon, hat mich aber nicht vom Lesen überzeugt, weil der erste Teil bis zur Hälfte doch vergleichsweise dröge war für mich. Mit dem Praktikum änderte sich alles: Feuer gefangen habe ich dann mit Cornelia Funke und Tintenherz auf Empfehlung der Geschäftsführerin der besagten Buchhandlung.

Was war dein erstes (Lieblings-)buch?
Mein erstes Lieblingsbuch war dann eindeutig Tintenherz und es gehört auch jetzt noch zu den Büchern mit einem besonderen Platz im Buchregal. Allerdings sind über die Jahre noch ein paar mehr Lieblingsbücher dazu gekommen.

Was ist dir in Büchern besonders wichtig?
Neue Einblicke! Besonders faszinieren mich fremde Sichtweisen der Welt. Mein Buchgeschmack ist ziemlich divers, eigentlich könnte man auch fast sagen schizophren, weil ich so viele verschiedene Buchrichtungen gern lese.

Und was nervt dich am meisten?
Wenn Autoren sich keine Mühe geben, für ihren Leser die Inhalte verständlich darzustellen. Wer komplett am Leser vorbei schreibt, hat es bei mir schwer. Ich gehe davon aus, wenn jemand schon ein Buch schreibt und dieses verlegen lässt, dann will er auch, dass andere Menschen das lesen und die Gedanken verstehen. Ständige Gedankensprünge und einen fehlenden roten Faden finde ich wirklich zum Brechen.

Welches Buch ist dein momentanes Lieblingsbuch? Kannst du sagen warum oder ist es einfach nur so ein Gefühl?
Ich habe mehrere Lieblingsbücher. Immer und zu jeder Zeit, deshalb nehme ich lieber ein Buch, welches mich inhaltlich gerade sehr beschäftigt: „Wenn Männer mir die Welt erklären“ von Rebecca Solnit. Immer wieder bemerke ich, dass gerade Männer meine Meinung bewusst überhören oder sogar offensiv abtun. Tröstend an diesem Buch ist, dass Solnit ganz klar darstellt, dass jede Frau diese Situationen erlebt. Das gibt mir Mut und ich überdenke auch manche Verhaltensweisen von mir durch das Lesen von Solnits Essays.

Foto Janine
Janine
Wenn du dir die perfekte Leseumgebung vorstellst: Wie sieht die aus?
Meine Couch und dazu absolute Ruhe.

Du bloggst ja auch über Bücher. Wieso hast du damals angefangen damit? Was macht dir besonders Spaß daran?
Mein Blog ist ein reiner Buch- und Literaturblog, alle meine Artikel haben irgendwas mit Büchern zu tun. Angefangen habe ich damals mit dem Buchbloggen, weil ich neugierig war, ob ich alleine einen Blog betreiben kann und weil ich eben gern gelesen habe. Mittlerweile hat sich meine Motivation aber etwas geändert und zwar möchte ich gerade auch Nicht-Lesern oder Nur-manchmal-Lesern zeigen, wie spannend Bücher sein können. Lesen ist nicht staubtrocken!

Tee oder Kaffee?
Grüner Tee!

Süßes oder Salziges?
Eine Mischung aus beidem. Zum Beispiel kannst du das finden bei Schokolade mit Karamell und Salz.

Sommer oder Winter?
Eindeutig Sommer. 

"Lesen ist nicht staubtrocken" Irgendwer hier, der dem nicht zustimmt? Ich finde das fasst es perfekt zusammen!
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Buchgedanken.tv

Was steckt eigentlich hinter einem Buch? Was hat sich der Autor dabei gedacht?

Oft erfährt man das nur zufällig mal in einem Interview. Oder auf einer Lesung, wenn der Autor ins Plaudern kommt.  Aber so im eigenen Wohnzimmer?



7 Autoren haben sich zusammen getan und wollen genau solche Fragen beantworten. Allen. Im Internet.  Neben Videobeiträgen wird dazu auch Live-Chats mit den Autoren geben. Auf buchgedanken.tv findet ihr jetzt schon einen kleinen Einblick was das angeht.

Und wer ist dabei?
05.12.2016: 18.30 Uhr
Ulrike Scheuermann:  
Innerlich frei – Was wir gewinnen, wenn wir unsere ungeliebten Seiten annehmen 




06.12.2016: 18.30 Uhr 
Nils Bäumer:  
Kreativität auf Knopfdruck – Das Training für Ihren Ideenmuskel




07.12.2016: 18.30 Uhr
Claudia Kimich:  
Verhandlungstango – Schritt für Schritt zu mehr Geld und Anerkennung. Elegant verhandeln auf Augenhöhe




08.12.2016: 18.30 Uhr
Silvia Ziolkowski:  
Bau dir deine Zukunft – Ein Anstiftungs- und Umsetzungsbuch für ein großartiges Leben




09.12.2016: 18.30 Uhr
Daniela Jost:  
Spirituelle Impulse zum Glücklichsten – Warum es anders werden muss, damit es besser werden kann




10.12.2016: 17.00 Uhr
Emanuel Koch:  
Und täglich grüßt dein Lebenstraum – Mutig handeln und das Unmögliche schaffen 




11.12.2016: 17.00 Uhr  
Tanja Köhler:  
Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen. Eine Anleitung zur Ver- änderung in der Mitte des Lebens 


Zugegebenermaßen: Bisher kenne ich kein einziges der Bücher.  (7 Sachbücher sind auch mehr als ich normalerweise in einem ganzen Jahr lese ^^) Aber ich finde das Konzept hinter Buchgedanken unglaublich spannend. Leider bin ich wahrscheinlich an zwei der Abende nicht da und kann die jeweiligen Vorträge also nicht live verfolgen. Glücklicherweise sollen die Videos anschließend verfügbar bleiben


PS: Für alle die lieber Live genießen: Bei "Buchimpulse on Tour" werden drei der Bücher ebenfalls vorgestellt. Und zwar in Bremen (29.11), Erding (30.11) und Denkingen (1.12.).
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Bücher für ein besseres Morgen



2016 scheint irgendwie verhext. Eine Krise jagt die Nächste und überall erstarken die Populisten und Radikalen. Und ich muss ehrlich sagen: Nein, ich möchte nicht in so einer Welt leben. Und ich hoffe, dass auch keiner von euch es tun möchte.
Aber es hilft nicht zu jammern, wir müssen etwas tun. Und weil ich nicht gut bin darin tatsächlich auf die Straße zu gehen und Politik zu machen, gibt es halt eine Buchliste. Und zwar eine Liste mit Büchern, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Bücher, die uns und unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Irgendwie.

Sofern vorhanden, kommt ihr übrigens durch einen Klick auf den Titel auf meine Rezension.

Little Brother + Homeland

„This sounds like you’re saying that national security is more important than the Constitution.”

Oder auch um es mit den Worten von Benjamin Franklin zu sagen: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit." Cory Doctorow zeigt in beiden Büchern eindringlich, welche Möglichkeiten unsere Technik bietet, wenn es um Überwachung geht. Und wie wir uns wehren können.

Salz für die See

„Die Verzweiflung war so greifbar, dass ich sie vom Kai hätte schaufeln können“

Flucht. Eine Erfahrung, die grade einmal wieder viel zu viele Menschen machen müssen. Umso wichtiger sind Bücher, wie „Salz für die See“, die die Schrecken der Flucht aufzeigen. Niemand flieht, weil er grade Lust drauf hat.

Jenseits der blauen Grenze

„Immerhin haben wir einen Kompass und ein Ziel, den Westen.“

Der Mauerfall ist für mich quasi ein Ereignis aus grauer Vorzeit. Ich bin Jahrgang ‘93: Ein geteiltes Deutschland gibt es in meiner Erinnerung nicht. Umso wichtiger ist es die Erinnerung daran am Leben zu erhalten. Denn es ist erst 27 Jahre her, da sahen sich Menschen genötigt unter Einsatz ihres Lebens aus einem deutschen Staat zu fliehen.

Der Joker

 „Maybe everyone can live beyond what they're capable of.”

Markus Zusak ist ein Genie. Und in diesem Buch fragt er „Was ist eigentlich Schicksal?“ und „Was ist mit denen, die von der Gesellschaft vergessen wurden?“.  Ein Zufallsfund aber ein so guter Zufallsfund.

Die Bücherdiebin

 „Diese widersprüchliche Natur des Menschen! Ein bisschen gut, ein bisschen böse. Man muss nur einen Schuss Wasser dazugeben und umrühren.“

Noch ein Zusak-Buch.  Mit sehr vielen Einsichten über uns Menschen und darüber was eigentlich ein Krieg ausmacht. Und was „Überleben“ bedeutet.

Daddy long-legs

 „Are women citizens?  I don’t suppose they are”


Mit Sätzen wie diesen macht mir dieses Buch klar, wie gut wir es doch haben. Denn 1912 konnte eine junge Frau noch so intelligent, noch so reich sein: Wählen durfte sie nicht. Und Judy hat sehr viele, sehr kluge Meinungen über die Welt und über die Menschen.

Welche Bücher fehlen auch dieser Liste? Was muss man - grade in der momentanen Situation - unbedingt gelesen haben?
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[Leseratten zu Gast] Rebecca von Goldblatt



Hallo!

Es ist wieder so weit, ich habe mir eine Leseratte eingeladen! Diesmal stellt sich Rebecca von Goldblatt meinen Fragen.

Als Blog ist Goldblatt zwar noch nicht ganz so alt, aber Rebecca bin ich schon auf ihrem vorherigen Blog Bookaloo gefolgt. Sie hat übrigens einen wirklich tollen Beitrag darüber geschrieben, warum sie sich entschieden hat nochmal "neu" anzufangen, unter anderem Namen und mit etwas anderem Fokus: "Alles auf Anfang..."


Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat? 
Auf einen bestimmten Moment oder ein bestimmtes Buch kann ich das nicht mehr zurückverfolgen. Es hat sich irgendwie schon früh entwickelt. Wie genau, weiß ich aber nicht. Woran ich aber immer wieder als „Schlüsselmomente“ zurückdenke, ist, als meine Mutter mir oft abends ein Buch vorgelesen hat, was gleichzeitig so ein Wimmelbild/Bilderbuch-Charakter hatte. Dass ich dieses Buch auch allein immer wieder durchgeblättert habe. Leider weiß ich nicht mehr wie es heißt. Ich erinnere mich auch gerne an den Moment als ich mir in der Stadtbibliothek einen Ausweis habe machen lassen und danach regelmäßig mit zehn Büchern oder mehr nach Hause gegangen bin. Der Stoffbeutel war immer randvoll.


Was war dein erstes (Lieblings-)buch? 
Quelle: Rebecca privat
Wahrscheinlich das Buch, was ich in der vorherigen Frage schon erwähnt habe. Allerdings erinnere ich mich echt null an den Titel. Das erste Buch woran ich mich aktiv erinnere, dass es wirklich meins war (ich musste mir die Bücher zuhause oft mit meiner Schwester teilen), war ein Gänsehaut-Roman. Und die hab ich tatsächlich eine Weile sogar gesammelt.


Was ist dir in Büchern besonders wichtig? 
Stimmigkeit. Atmosphäre. Wenn die Geschichte rund ist, keine dummen Flüchtigkeitsfehler im Plot passieren bin ich schon sehr zufrieden. Wenn das Buch in sich aber eine besondere Atmosphäre schafft, verzeihe ich auch solche Fehler. Eins von beidem muss also immer da sein.


Und was nervt dich am meisten? 
Standardsätze und Floskeln. Wie z. B. das gängige Modell von dem heißen jungen Kerl, dem immer die Schmalzlocke in die Augen fällt. Was soll das?! Was ist aus dem guten alten Kurzhaarschnitt geworden?

Daneben nervt mich Vorhersehbarkeit und Ähnlichkeit sehr. Wenn ich nach dem ersten Drittel das Gefühl habe, diese Geschichte schon zu kennen oder zu wissen, wie das alles ausgehen wird, weil sich der/die Autor/in Klischees und 08/15-Plotelementen bedient, find ich das fürchterlich.


Welches Buch ist dein momentanes Lieblingsbuch? Kannst du sagen warum oder ist es einfach nur so ein Gefühl? 
Mein momentanes Lieblingsbuch... Das ist schwierig, weil es zwei sind.

Zum einen ist da „Jane & Miss Tennyson“ von Emma Mills. Und dann ist da noch „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag. Beides sehr junge Bücher, die ich relativ zeitnah gelesen habe. Und beide haben mich auf ihre eigene Art abgeholt.

Das Buch von Emma Mills war nicht mega originell, aber der Schreibstil, der Humor in dem Buch war super! Und entgegen dem üblichen Vorgehen beim Jugendbuch, war die Liebesgeschichte nur ein feiner kleiner Charakterzug der Geschichte. Sehr erfrischend.
Bei Anne Freytags Buch habe ich emotional einfach alles gelassen. Ich habe selten so sehr bei einem Buch geschluchzt und zwischen einem so hohen Taschentuchberg gesessen.


Wenn du dir die perfekte Leseumgebung vorstellst: Wie sieht die aus? 
Die perfekte Leseumgebung ist abgeschieden. Kein Straßenlärm, keine Personen, die irgendwas von einem wollen. Dazu natürlich ein warmes, flauschiges Plätzchen, wo ich sowohl liegen und sitzen kann, mit einem Haufen Kuscheldecken und Kissen. Viel braucht es wirklich nicht. Nur Ruhe und Geborgenheit.


Du bloggst ja auch über Bücher. Wieso hast du damals angefangen damit? Was macht dir besonders Spaß daran? 
Ich hab damals damit angefangen, weil ich leider im privaten Umfeld echt niemanden habe, mit dem ich über meinen Lesegeschmack reden konnte. Die einzigen zwei oder drei Personen, die ich kenne, die annähernd so gerne lesen wie ich, lesen komplett andere Bücher. Und damals wollte ich einfach mal wieder bloggen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade die Reihe zu Cassia & Ky von Ally Condie ausgelesen, war in einem Lesefieber und konnte mich mit nicht darüber auslassen. Da entstand die Idee, den Wunsch wieder zu Bloggen, mit der Sehnsucht über Bücher zu sprechen, zu kombinieren.

Und es gibt viele Punkte die Spaß machen. Zum einen macht es Spaß über neue und andere Bücher zu stolpern, die einem so vielleicht nie im Buchladen aufgefallen wären. Ich mag es in den Verlagsvorschauen zu stöbern! Oder man bekommt durch das netzwerken mit anderen Bloggern so viel tolles Feedback, aber auch neue Ideen und Denkanstöße. Unabhängig von Büchern. Meine Interessen haben sich auch enorm weiterentwickelt. Designentwicklung, HTML-Programmierung oder Fotografie zum Beispiel. Fand ich immer interessant und fancy, hab es aber nicht aktiv betrieben. Das hat sich durchs bloggen geändert. Ich finde das Bloggen ist so eine schöne kreative Art sich auszudrücken, sich weiterzuentwickeln und sich mit anderen auszutauschen.


Tee oder Kaffee? 
Kakao

Süßes oder Salziges?
Erst süß. Dann salzig. Und dann wieder süß.

Sommer oder Winter?
Winter ♥


Ich muss Rebecca voll und ganz zustimmen: Bloggen ist eine wunderbare Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und sich auszudrücken.
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[Rezension] Salz für die See

Informationen zum Buch

Salz für die See von Ruta Sepetys - Cover
Quelle: Carlsen

Salz für die See

Ruta Sepetys

Übersetzer: Henning Ahrens
Hardcover
416 Seiten
19,99 € [D] 20,60 € [A]
ISBN 978-3-551-56023-0
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-


Erster Eindruck

Tja, ein Königskinder-Buch. Also: Wunderbares Cover ist quasi selbstverständlich. Mich erinnert es übrigens ein wenig an die DGzRS Werbung, da ist auch immer viel aufgewühltes Wasser und ähnliche Farben sind das auch. Unter dem Schutzumschlag ist übrigens "Wilhelm Gustloff" eingeprägt. Und es gibt ein Lesebändchen!

Inhalt

Es ist Januar 1945. Die sowjetischen Truppen rücken immer weiter vor in Ostpreußen.
Florian, Emilia und Joana sind auf der Flucht. Jeder für sich und doch irgendwie zusammen. Und jeder hat seine Geheimnisse.
Alfred ist Soldat. Mehr oder weniger. Einsatzort: Die "Wilhelm Gustloff".


Meine Meinung

Wie fasst man ein solches Buch in Worte?

"Salz für die See" ist großartig. Verstörend. Wundervoll. Beängstigen. Atemberaubend. Zum Nachdenken anregend. Einfach unbeschreiblich.

Ich hatte Angst, dass ich zu hohe Erwartungen haben würde an dieses Buch. Schon so oft haben mich historische Roman enttäuscht. Aber Ruta Sepetys macht alles richtig. Sie schafft es einfach die Gefühle der Protagonisten einzufangen.

"Salz für die See" ist auch vier verschiedenen Sichten geschrieben. Meistens wird dabei nach 1 oder 2 Seiten die Perspektive gewechselt. Aber teilweise ist es auch nur ein Absatz. Oder sogar nur ein Satz. Durch diese Erzählweise schafft die Autorin es grade am Ende des Buches einen in einen Mahlstrom aus Gefühlen zu befördern. Was ziemlich verstörend sein kann. Wirklich.
Die vier Protagonisten kommen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen und jeder hat seine eigenen Gründe. Jeder der vier ist einzigartig und gut charakterisiert. Lediglich Alfred scheint manchmal etwas eindimensional, aber auch das scheint Absicht.

Man merkt es vielleicht: Ich weiß nicht recht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Definitiv eines meiner Jahreshighlights. Aber eben auch ein Buch, dass mich ganz sicher nicht hat jubeln lassen. Außerdem finde ich es sehr schwer darüber zu erzählen ohne zu spoilern. Wobei doch, eins kann ich sagen: Die Wilhelm Gustloff wird untergehen. Und mehr als 9000 Menschen mit sich reißen.

Fazit

Einfach selber lesen! "Salz für die See" ist so unbeschreiblich, aber ich kann euch versprechen, dass es ganz sicher einen Eindruck hinterlassen wird!

5 Sterne


Ich habe dieses Buch in Tausch für eine ehrliche Rezension vom Königskinder Verlag/Carlsen bekommen. Danke dafür! Meine Lobeshymmne hat aber ganz sicher nichts mit diesem Fakt zu tun, dafür ist das Buch ganz alleine verantwortlich, egal wo ich es her habe.

4

Huch, schon wieder Geheimtipps!



Huhu,

es ist schon wieder der erste Sonntag im Monat! Unglaublich, oder? Im Oktober war ich einfach unglaublich viel unterwegs und dann fing auch noch die Uni wieder an. Hier auf dem Blog hat man davon denke ich nicht ganz so viel gemerkt, wer mir auf Twitter folgt hat das glaube ich eher mitbekommen.
Aber gut, auf zu den Geheimtipps!


Erstmal ein Beitrag, der eigentlich schon im letzten Monat in die Geheimtipps sollte. Aber irgendwie dann doch nicht dabei war, was mir etwas spät aufgefallen ist... Und zwar handelt es sich dabei um Jules Anleitung zum Basteln von Tierlesezeichen. Übrigens habt ihr schon Jules neueste Rezension hier im Büchernest gelesen? Nein? Es geht um "Totenfang"

Mona (oder auch Tintenelfe) hat auf ihrem Blog Tintenhain über ihren Ausflug nach Schwarzkollm berichtet. Kennt ihr nicht? Dort spielt die Geschichte von Krabat und diese wiederum findet Monas älteste Tochter unglaublich interessant. Eine tolle Idee, dann einen Ausflug dahin zu machen. Und der Beitrag ist auch sehr interessant!
Übrigens: Meine Lieblingsbearbeitung der Krabat-Legende ist die von ASP. Lieder wie "Mein Herz erkennt dich immer" oder "Zaubererbruder" sind einfach nur genial.

Sind Vielleser anspruchsvoller als "normale" Leser? Lesen wir anders? Diese Frage hat sich Heike von umblättern gestellt. Unbedingt lesen diesen Beitrag!

Apropos Vielleser. Wie schafft man das eigentlich? So neben dem Alltag? Andreea hat auf Andreea liest einen 5 Tipps dazu aufgeschrieben.

Ich habe keinen SuB. Also keinen dauerhaften. Maximal sind es mal 3 oder 4 Bücher, meistens nach Weihnachten oder nach meinem Geburtstag. Astrid von leckerekekse geht es genauso und sie hat einen sehr schönen Beitrag dazu geschrieben.
2

[Jules Rezensionen] Totenfang

Hallo meine Lieben, es wird wieder spannend!
Nachdem ich euch im Juli erstmals in die Welt von Dr. David Hunter entführt habe, gibt’s heute den neuesten Fall „Totanfang“, der erst vor zwei Wochen erschienen ist!

Informationen zum Buch

Quelle: Rowohlt

Totenfang

Simon Beckett

Übersetzer: Karen Witthuhn; Sabine Längsfeld
Hardcover
560 Seiten
22,95 €
ISBN 978-3-8052-5001-6
Website des Verlags




Erster Eindruck

Das Cover ist genau wie die anderen der Reihe sehr schlicht in Schwarz und Weiß gehalten und erinnert wieder an eine Parte.

Inhalt

Nachdem sich Dr. Hunter bei den letzten Ermittlungen etwas ins Aus geschossen hat, langweilt er sich an der Universität mit seinem üblichen Job doch ziemlich. Ein Lichtblick ist jedoch der Anruf der Polizei in Essex, die eine Leiche in den Backwaters zu bergen hat und dabei seine Unterstützung wünscht. Die Ermittler haben auch schon einen Verdacht wer die Leiche sein könnte: Leo Villiers, der Zögling – und das schwarze Schaf – einer sehr einflussreichen Familie, soll eine Affäre mit der verheirateten Emma Darby gehabt haben und erst sie und dann sich selbst getötet haben. Doch bald kommen Dr. David Hunter die ersten Zweifel an der Identität der männlichen Leiche...


Meine Meinung

Sechs Jahre nachdem der letzte Teil erschienen ist, war es etwas schwer sich an manche Ereignisse zu erinnern, an die im neuen Band angespielt wird. Gewohnt verworren sind die Geschehnisse in der Geschichte, die aber die Spannung ausmachen und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer denn der Mörder ist. Auch wenn ich diesen Teil nicht ganz so spannend gefunden habe wie die anderen, war es wieder ein Lesevergnügen und wir dürfen uns auf eine Fortsetzung freuen!


Fazit

Etwas weniger spannend als die anderen Teile, aber genauso unterhaltsam und kurzweilig. Bis zum Schluss hatte ich – wie bei den Dr. Hunter Fällen üblich – keine Ahnung wer der Mörder ist! Ein idealer Thriller-Spaß für die kalte Jahreszeit!

Sterne: 4 von 5


2

Ein Brief an Rainer M. Schröder

Lieber Herr Schröder,

ich möchte Ihnen danken. Für ihre vielen tollen Bücher. Und irgendwie auch für ihre - meiner Meinung nach- nicht so guten Bücher.

Ich habe „Das Geheimnis des Kartenmachers“ damals geschenkt bekommen. Von wem oder zu welchem Anlass weiß ich nicht mehr, auch wenn ich stark meine Tante und Weihnachten im Verdacht habe. Und noch heute nach mittlerweile sicher 10 Jahren oder mehr kann ich mich an fast jedes Detail dieser Geschichte erinnern. Schon der Klappentext versetzt mich wieder zurück und löst ein wohliges Gefühl aus. Genauso wie nur der Anblick der Falken-Saga in meinem Regal in mir den Wunsch aufkommen lässt ein großes Abenteuer zu erleben. Und Rätsel zu lösen. Jede Menge, vorzugsweise beduinische Rätsel.

Sie haben meine Vorstellung von einem guten historischen Roman geprägt wie kein anderer Autor. Und auch wenn mich später Rebecca Gablé und Andere ebenso begeisterten, so haben sie mich jedoch nicht so stark geprägt. Wenn ich einen historischen Roman lese und am Ende kein Nachwort mit den historischen Fakten finde bin ich enttäuscht. Und auch wenn ich nie eines der Bücher aus den Bibliographien Ihrer Bücher gelesen habe, gehört ein solches Verzeichnis weiterführender Literatur für mich ebenso zu einem historischen Roman. Genauso wie es mich aufregt, wenn eine Handlung eigentlich auch in jeder anderen Zeit spielen könnte. Denn Sie haben mir gezeigt, wie wunderbar es sein kann „richtige“ Geschichte durch die Augen einer Buchfigur zu erleben. Und das besagte Buchfigur dazu auch nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen muss.

Zwar konnten mich einige Ihrer Bücher nie richtig packen z.B. sind mir Abby Lynn und Madison Mayfield immer fremd geblieben, aber auch daraus habe ich gelernt. Bücher, wie „Meiner Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser“  dagegen habe mich in eine andere, exotische Welt entführt, mich neue Dinge lernen lassen und bestimmte Vorstellungen über Bord werfen lassen („Das unsichtbare Siegel“ ist ein auch sehr gutes Beispiel für letzteres) und andere wie „Land des Feuers, Land der Sehnsucht“ erkennen lassen, dass auch in der Fremde vieles nach zu Hause klingt.

Ich bin quasi mit Ihren Buchfiguren erwachsen geworden, aber jedes Mal, wenn ich denke „Jetzt bin ich zu erwachsen für diese Bücher“ entdecke ich ein neues Buch von Ihnen, das mich vom Gegenteil überzeugt. Die Medici-Trilogie z.B. oder „Himmel ohne Sterne“, ein Buch das mich ebenso begeistert wie traurig und erschüttert zurück gelassen hat.
Ich möchte gar nicht zählen in wie viele ihrer Figuren ich irgendwie verliebt war. Auch wenn sie (fast) alle immer nach Amerika auswandern wollen, eine Sehnsucht, die ich nicht verstehen kann. Aber schließlich haben Ihre Figuren ja auch nicht das Glück mit Ihren Bücher durch die Welt und Zeit reisen zu könne.

Davon, dass mir Ihre Bücher (und besonders Ihre Nachworte) im Geschichtsunterricht geholfen haben, muss ich glaube ich gar nicht anfangen, oder? Sie haben Geschichte zu einem meiner Lieblingsfächer in der Schule werden lassen und gewissermaßen zu meinen 15 Punkten, also einer 1+, im mündlichen Geschichtsabi beigetragen. Auch wenn ich als Gedankenstütze noch gut ein Buch über den Präsidentschaftswahlkampf 1932 zwischen Roosevelt und Hoover hätte gebrauchen können. ;-) Aber dass mir die vielen Jahreszahlen und Fakten nicht langweilig wurden, das ist Ihr Verdienst.


Danke, dass ich an Ihrer Seite und der Seite Ihrer Figuren durch die Zeit reisen darf. Ich hoffe, dass ich auch in der Zukunft noch ganz oft eines Ihrer Bücher zu meiner persönlichen TARDIS machen kann. 
2

[Leseratten zu Gast] Janine von LeseLiebe

Heute möchte ich euch eine neue Kategorie vorstellen: Leseratten zu Gast. Und worum es geht? Hier möchte ich alle zwei Wochen eine Leseratte vorstellen. Oder sie sich selbst vorstellen lassen in Form eines Gastbeitrages. Mehr Infos? Findet ihr hier oder oben in der Navigation!



Den Anfang macht heute Janine von LeseLiebe. Janine war damals eine der Ersten die sich während des Kommentier- und Vernetzungswochenendes #litnetzwerk auf meine noch sehr vage Frage gemeldet hat. Und sie war die erste mit einer Antwort, also darf sie auch die Erste sein, die tatsächlich vorgestellt wird :)


Janine bloggt - wie erwähnt -auf LeseLiebe und zwar ähnlich wie ich querbeet. Nur das sie auch keine Ansgt vor gruseligen Büchern zu haben scheint! Mir gefällt Janines Blogdesign übrigens super, es ist so schön schlicht und gleichzeitig individuell.

Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat?
Wahrscheinlich gab es eines von beiden, da das aber schon über 20 Jahre her ist, kann ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern (ich habs versucht!). Uns wurde früher sehr viel vorgelesen und wir waren wöchentlich in der Bücherei unterwegs, vielleicht hat mich das geprägt. Oder das „Lese-Gen“ wurde mir von meiner Mama vererbt, die auch eine Leseratte ist :)

Was war dein erstes (Lieblings-)buch?
Meine ersten Bücher waren die von Hexe Lilli. Meine ersten richtigen Lieblingsbücher waren die „Freche Mädchen – Freche Bücher“ – Bücher. Ich glaube ich hatte sie früher alle :)

Was ist dir in Büchern besonders wichtig?
Die Geschichte sollten mich in irgendeiner Art und Weise berühren. Das kann von Wut, über Trauer bis hin zum Kribbeln im Bauch alles sein. Wenn es um Tatsachen geht, sollten diese gut recherchiert sein, nichts ist schlimmer, als über wahre Begebenheiten zu lesen, die schlecht oder gar falsch ausgearbeitet wurden. Wenn möglich, sollte es eine glaubhafte, nachvollziehbare Handlung besitzen. Vielleicht lese ich deswegen so ungern Fantasy-Bücher.

Und was nervt dich am meisten?
Oh, das hab ich oben schon mal kurz erwähnt. Schlecht recherchierte Bücher gehen gar nicht. Ebenso Bücher, die vor Rechtschreibfehlern nur so strotzen und ich am liebsten mit dem Rotstift durchgehen möchte.

Quelle: Janine privat
Welches Buch ist dein momentanes Lieblingsbuch? Kannst du sagen warum oder ist es einfach nur so ein Gefühl?
Mein letztes Highlight war „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah. Es war die Mischung aus grausamer Realität und unsagbar starken Gefühlen, die das Buch transportiert haben, was mich zu dieser Meinung brachte. Ich habe die Autorin dieses Jahr für mich entdeckt und bis auf ein Buch waren es auch alles tolle, unglaublich gefühlsstarke Bücher. Wer darauf steht, sollte sich die Autorin definitiv mal näher anschauen. Ansonsten können mich Bücher, die in verschiedenen Epochen/Zeitebenen spielen auch immer begeistern.

Wenn du dir die perfekte Leseumgebung vorstellst: Wie sieht die aus?
Sitzsack, Kuscheldecke, Kerzen und eine Kanne Tee. Draußen stürmt und weht es, drinnen brennt das Feuer im Ofen. Zu meinem Glück fehlt mir nur noch der Sitzsack :)

Du bloggst ja auch über Bücher. Wieso hast du damals angefangen damit? Was macht dir besonders Spaß daran?
Mein Mann hat mich gefragt, warum ich immer nur Blogs lese anstatt selbst einen ins Leben zu rufen. Genug lesen würde ich ja schließlich, um ihn auch mit Leben füllen zu können. Das habe ich mir ein paar Tage durch den Kopf gehen lassen, hab mich ein bisschen in das Thema eingelesen und schwups, da war er geboren, mein kleiner Blog :) Ich möchte andere gerne an meiner Meinung zu Büchern teilhaben lassen, sie evtl. sogar überzeugen, sich selbst das Buch mal näher anzuschauen.
Mittlerweile ist das Bloggen so sehr in meinen Alltag integriert, dass ich mir ein Leben ohne kaum noch vorstellen kann. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken, man lernt so viel dazu, technisch und auch über sich selbst, sodass man nur davon profitieren kann. Und ein ganz großer Pluspunkt ist der Austausch mit anderen Bloggern, die Treffen auf der Buchmesse oder abseits davon, die Freundschaften, die daraus entstanden sind und vielleicht noch entstehen. Ich finde die Buchbloggergemeinschaft unheimlich harmonisch und fühle mich dort sehr gut aufgehoben.

Tee oder Kaffee?
Ich bin sowohl Tee- als auch Kaffeejunkie, trinke beides gleich gerne :)

Süßes oder Salziges?
Mich kriegt man eher mit Salzigem rum :)

Sommer oder Winter?
Als im Dezember geborene bin ich definitiv ein Winterkind :)


Ist das Foto nicht wunderbar? Janine du bist so hübsch und strahlst richtig! :)
4

[Rezension] Nenn mich nicht bei meinem Namen

Informationen zum Buch

Quelle: cbj

Nenn mich nicht bei meinem Namen

Waldtraut Lewin

Taschenbuch
320 Seiten
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A]
ISBN: 978-3-570-40228-3
Website des Verlags



Erster Eindruck

Gibt es ein Cover, das noch mehr „Ich bin ein historischer Jugendroman“ schreit? Aber ich mag es trotzdem :)

Inhalt

Eliane  hat den Holocaust überlebt. Grade so. Aber sie kann nicht beweisen, wer sie ist und hat deswegen in Nachkriegs-Deutschland keine Identität. Bis sie eine alte Dame trifft, durch diese bekommt sie einen neuen Namen. Aber auch eine neue, gefährliche Aufgabe.

Meine Meinung

Ich habe bereits vor einigen Monaten „Himmel ohne Sterne“von Rainer M. Schröder gelesen, welches das gleiche Thema behandelt nämlich die illegale Einwanderung nach Palästina nach Ende des 2. Weltkriegs. Vielleicht hatte ich auch deswegen meine Probleme mit „Nenn mich nicht bei meinem Namen“, denn Rainer M. Schröder ist nun mal ein Autor, mit dem ich quasi groß geworden bin. Seine historischen Romane haben mein Verständnis für dieses Genre vielleicht mehr geprägt als jeder andere Autor.

Erstmal: Im Buch wird immer von der Alija Daleth geredet. Keine Ahnung ob das ein Fehler in meiner Ausgabe ist oder ein generell Fehler. Denn die Einwanderung hieß Alija Bet, von Alija (Einwanderung) und Bet, dem zweiten Buchstaben im hebräischen Alphabet.
Dazu scheint mir die Hagana doch sehr leichtgläubig. Klar, sicher hatten die allermeisten der Juden keine gesicherte Identität und diejenigen, die sich auf den Weg nach Palästina machten am allerwenigsten. Aber ein Mädchen einfach so akzeptieren? Nur weil sie angeblich wichtige Negative bei sich trägt? Ein bisschen Skepsis ist da ja schon angebracht, denke ich. Außerdem versucht Eliane fast 1 Jahr lang auf eines der Schiffe zu kommen. Da kommt keiner auf die Idee sie vielleicht auch zur Kämpferin auszubilden? Sie scheint ja bekannt zu sein unter der Hagana- Führung. Das passt einfach nicht finde ich, denn die Hagana war soweit ich weiß nicht einfach nur ein Haufen Verrückter sondern gut organisiert. Fast schon eher eine richtige Armee, denn eine Miliz.
Und die Briten scheinen mir am Ende doch sehr leichtgläubig bzw. sogar sorglos. Mehr sei dazu einfach nicht gesagt.

Liane hat einfach viel zu viel Glück. Ja, verdammt es ist ein Jugendbuch. Aber auch Jugendliche können was ab und das war damals einfach kein Zuckerschlecken. Es muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein! Und Waltraut Lewin macht hier genau das: Es wird immer alle gut, alle Probleme sind eher Schrecksekunden, als richtige Probleme. So viel Glück hat ein einzelner Mensch einfach nicht!!
Vom Schreibstil ist „Nenn mich nicht bei meinem Namen“ wirklich gut, die Charaktere sind vielfältig, wenn auch teilweise eindimensional. Von den Wenigsten wird die Motivation hinterfragt. Aber trotzdem gut geschrieben.

Fazit

Ein gutgemeintes und gut geschriebenes Buch über ein interessantes Thema. Aber leider ein bisschen zu viel „Alles wird gut“-Mentalität.


0

Schmuckausgaben?!



„Wie kommt die denn auf das Thema?“, fragt ihr euch jetzt sicher.
Zu meinem Geburtstag Ende August habe ich mir meine erste richtige Schmuckausgabe gewünscht. Und was soll ich sagen? Ich bin ihr hoffnungslos verfallen.
Dabei handelt es sich um die Barnes & Noble Leatherbound Gesamtausgabe von Jane Austen. Sie ist hellblau mit goldenem Buchschnitt. Zwar nicht besonders handlich und deswegen ganz sicher nichts zum mitnehmen, aber trotzdem wunderbar.


Also möchte ich heute über Schmuckausgaben reden. Und vielleicht kann mir ja jemand verraten, warum deutsche Schmuckausgaben meistens nicht so schön sind wie Amerikanische/Britische?
Neben den oben erwähnten Barnes & Noble LeatherboundAusgaben (Sherlock Holmes und Arabian Nights stehen auf jeden Fall noch auf meiner Wunschliste) gibt es z.B. auch noch die Puffin Chalk Reihe, mit wunderbaren Ausgaben einiger Kinderbücher, oder die Penguin ClothboundClassics.

Tja und dann gibt es auch deutsche Ausgaben von Klassikern. Meist in eher schlichtem Design (oder mit Blumenmuster?!). Es gibt aus dem Anaconda-Verlag einige schöne Ausgaben z.B. von Grimms Märchen. Aber auch hier hat quasi jedes Buch ein anderes Design, die nicht wirklich zusammenpassen. Denn grade das gefällt mir an den oben genannten Reihen so sehr: Jedes Buch ist anders, aber sie passen trotzdem zusammen. Corporate Identity für Geschenkausgaben quasi.

Aber vielleicht übersehe ich auch etwas? Gibt es so etwas wie die Barnes & Noble Ausgaben auch auf Deutsch? Also gebunden, schön gestaltete Klassiker?

Reizen euch solche Geschenk- oder Schmuckausgaben überhaupt? Oder geht es um den Text und nicht das Aussehen?
6

[Rezension] Body Work

Informationen zum Buch

Quelle: Titan Comics

Body Work

Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel

Zeichner: Lee Sullivan, Luis Guerrero (Farbe)
Taschenbuch
128 Seiten
ca. 10€
ISBN 978 178 276 187 7
Website des Verlags



Erster Eindruck:

Zu einem „Flüsse von London“-Buch gehört irgendwie eine Karte auf dem Cover. Auf diesem hier ist das wirklich toll gemacht.

Inhalt:

Peter hat mal wieder einen Fall. Diesmal gibt es da ein gewisses Problem mit einem verhexten Auto, das sich selbstständig macht. Und Menschen umbringt. Da muss natürlich das Folly ran.

Meine Meinung:

Erst war ich etwas skeptisch, ob der Comic wirklich einen neuen Fall beinhaltet. Denn Body Work gehört zum „Flüsse von London“ Universum und oft bieten Comic-Adaptionen einer Buchreihe ja nichts wirklich Neues. Aber Body Work ist tatsächlich ein eigenständiger Fall, ich würde sogar sagen, dass man es ohne Kenntnis der Bücher lesen kann. Zwar verpasst man dadurch einige Insiderwitze, aber insgesamt steht der Fall für sich alleine.
Laut dem Autor Ben Aaronovitch steht Body Work in der Chronologie zwischen Band 4 und 5 der Buchreihe. Wenn man also die Buchreihe liest oder vor hat zu lesen bekommt man so natürlich einiges gespoilert u.a. einen sehr wichtigen Plottwist in Band 4.

Der Comic ist ursprünglich in mehreren Teilen erschienen, die hier in einem Sammelband zusammengefasst wurden. Dadurch gibt es zwischendrin immer mal eine Art Ciffhanger und/oder Sprünge in der Handlung. Mich persönlich hat das nicht gestört, da die Haupthandlung durchgängig war.
Interessant fand ich auch die verschiedenen Cover der einzelnen Bände, die alle abgedruckt waren. Ach ja und die „Kurzgeschichten“ am Ende waren auch sehr witzig.

Insgesamt zeigt Body Work vor allem, dass Ben Aaronovitch ursprünglich Drehbuchautor war. Denn nicht jeder Autor schafft es eine Geschichte zu schreiben, die so gut als Comic funktioniert. Als „normales“ Buch hätte Body Work nur halb so gut funktioniert, aber in einem Comic wo vieles (wie im Film) gezeigt wird und nicht beschrieben werden muss: Toll!
Die Zeichner des Comics haben meiner Meinung nach auch einen guten Job gemacht. Im ersten Moment war der Zeichenstil etwas gewöhnungsbedürftig, da ich vorher noch nie einen Comic mit einem recht realistischen Stil gelesen hatte. Nach einer Eingewöhnungszeit bin ich nun allerdings begeistert davon.

Fazit:

Eine tolle Ergänzung zur Peter-Grant-Reihe. Man kann zwar auch überleben ohne die Comics zu lesen, aber meiner Meinung nach ist Body Work gelungener als z.B. der 5. Teil der Buchreihe.



0

Studium und Blog

Hallo meine Lieben!

Morgen beginnt ganz offiziell wieder die Uni. Deswegen möchte ich heute mal etwas darüber philosophieren, wie das so ist: Studium und Blog. Und vor allem „Studium, das nichts mit Büchern oder Blogs zu tun hat“ und Blog.

Ich studiere Pharmazie. Momentan sogar recht erfolgreich.
Das hat mit Büchern nicht wirklich etwas zu tun. Meine Fachbücher kann man zumeist auch nur an einem Schreibtisch lesen. Also falls mal wer mit einem Buch einen Mord begehen möchte: Ich kann Mutschlers Arzneimittelwirkungen und/oder den Wichtl (aka Teedrogen und Phytopharmaka) empfehlen. Auch wenn in beiden mehr als genug weniger gewaltsame Möglichkeiten aufgeführt sind.

Mit „neuen Medien“ hat das Studium auch nichts zu tun. Bei uns werden die Klausurergebnisse noch ausgehangen und um einen Laborplatz zu bekommen muss man sich in eine Liste eintragen. Handschriftlich. Wir haben Geräte in den Laboren, die nur unter MS DOS arbeiten und sehr oft ist Excel, das Maximum an Technik, dass wir in einem Laborpraktikum benutzen.


Dieser Blog war eigentlich eher eine Spontanidee. Zu dem Zeitpunkt war ich am überlegen, das Studium zu schmeißen und stattdessen „irgendwas mit Büchern“ zu machen. Vorzugsweise eine Ausbildung. Tja, habe ich dann doch nicht gemacht (Danke an den Herren, der bei meinem Vorstellungsgespräch meinte, dass ich mit meinen Noten und meinen Ambitionen ja wohl was Besseres anfangen könnte. Vorzugsweise die Welt verbessern.)

Nüchtern betrachtet ist die Kombi Pharmaziestudium und Bloggen eine ziemlich blöde Idee. Ich habe einfach eigentlich gar keine Zeit dafür, vor allem weil ich ja auch noch andere Hobbies habe. Und für meine Zukunft bringt es mir eigentlich auch nichts. Zwar habe ich durchs Bloggen sehr viel gelernt (html und CSS z.B.), aber das sind keine Kenntnisse, die mir mal helfen werden. Ich würde gerne in den Bereich der Pharmakologie oder klinischen Studien, dafür muss ich keine Websites designen können. Und Social Media brauche ich dafür ganz sicher auch nicht.

ABER: Mir macht es sehr viel Spaß. Es ist quasi mein Ausgleich zum alltäglichen Wahnsinn des Studiums. Wenn auch ein Ausgleich, der mich manchmal verzweifeln lässt. Und wer weiß: Vielleicht brauche ich diese Fähigkeiten doch irgendwann mal. Der Beruf des Apothekers ist ja fast schon ein Anachronismus, er wird sich auch irgendwann weiterentwickeln müssen. Außerdem habe ich auch Dinge gelernt, die sich sehr wohl übertragen lassen:

Zeitmanagement

Zwei Blogposts die Woche, einer davon eine Rezension, und dazu noch Bücher lesen. Und ein Stundenplan, den man mit „es ist Morgens dunkel und Abends schon wieder“ ganz gut zusammenfassen kann. Außerdem: Alle zwei Wochen Bereitschaftsabend beim DRK, zweimal die Woche Lacrosse-Training (oder vielleicht auch nur einmal (Uni sei gedankt -.-), aber an dem dann „freien“ Tag möchte ich eventuell zum Chor) dazu gehe ich mindestens einmal die Woche schwimmen. Ach ja und lernen und Protokolle schreiben muss ich auch noch. Dazu habe ich aus sicher Quelle gehört, dass essen und schlafen zwei grundsätzliche menschliche Bedürfnisse sind. Wenn ich mir das so durchlese frage ich mich, wie ich überhaupt zum bloggen komme. Aber meine Zeit kann ich mir mittlerweile sehr gut einteilen. Dank Tools wie Trello und Pomodoro Timern.


E-Mails schreiben

Ja, verdammt. Das war und ist ein Problem. Ich neige dazu sehr formell zu schreiben und habe damit sicher schon den einen oder anderen vor den Kopf gestoßen. Aber dadurch, dass ich quasi dazu gezwungen bin regelmäßig E-Mails zu schreiben (Durch Leseratten zu Gast noch mehr als früher), werde ich langsam besser.


Auf Menschen zu gehen

Ich bin ein introvertierter Mensch. Und Norddeutsche. Ich möchte meistens nicht einfach so angequatscht werden. Also gehe ich davon aus, dass das anderem ebenso geht. Und tue es einfach nicht. Aber so gehen auch viele interessante Menschen an mir vorbei. Durchs Bloggen habe ich gelernt, dass Fragen nichts kostet. Und die Antwort überraschend oft „Ja“ ist.


Kontakte aufrechterhalten

Dafür liebe ich ja Twitter. Ich bin ziemlich scheiße darin Kontakte zu erhalten. Einfach auch weil ich diesen regelmäßigen Kontakt selbst nicht brauche um jemanden als meinen Freund zu bezeichnen. Aber irgendwann verläuft sich dadurch alles. Mit sehr vielen Buchbloggern stehe ich tatsächlich in engerem Kontakt als mit Freunden aus der Schule. Auf Twitter geht das sehr gut finde ich, einfach weil man ja eh nur 140 Zeichen hat… Langsam schaffe ich das auch auf andere Bereiche zu übertragen.

Kreativität

Eine leere Seite macht mir schon lange keine Angst mehr. Diesen Blogpost habe ich ohne Vorlage, ohne Notizen einfach so geschrieben. In jetzt etwa einer guten dreiviertel Stunde. Inklusive Pausen fürs aus dem Fenster gucken und dem Daddy long-legs Soundtrack lauschen. Zugegebenermaßen sitze ich im Zug und habe dementsprechend kein Internet, aber trotzdem.


So, das war‘s. Mehr habe ich jetzt grade zu diesem Thema nicht zu sagen. Habt ihr dazu noch Meinungen? Bloggt ihr? Wenn ja: wie vereinbart ihr das mit dem „realen Leben“?
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