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Vermählung - Rezension

Leselaunen die 12.

Nachdem ich letzte Woche aus Zeitgründe nicht dabei war ist es jetzt wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.

Aktuelles Buch?

Quelle: Penguin Random House
Homegoing von Yaa Gyasi

Einer der Gründe warum ich NetGalley Deutschland liebe: Englische Rezensionsexemplare. Eben auch Homegoing.
Hier wird die Geschichte zweier Familien erzählt, ausgehend von zwei Halbschwestern: Die eine als Sklavin nach Amerika verkauft, die andere Frau eines Sklavenhändlers. Bisher ist es wirklich gut, ich habe gestern erstmal die ersten Seiten gesuchtet, obwohl ich hätte lernen sollen.

Die Blutige Sonne von Marion Zimmer Bradley

Das Buch habe ich schon (mehrmals) gelesen, aber ich bin grade mal wieder im Darkover-Fieber. Es geht dabei um Jeff Kerwin, der überraschend feststellen muss, dass er vielleicht doch nicht so sehr ein Erdenmensch ist wie er denkt sondern Darkovaner.

Momentane Lesestimmung?

Ganz gut, ab morgen wahrscheinlich besser: Dann wird der Uni-Stress weniger.

Zitat der Woche?

"It lived off the air; it slept in caves and hid in trees; it burned, up and through, unconcerned with what wreckage it left behin, until it reached an Asante village."
- Homegoing von Yaa Gyasi

Und sonst so?

Wie gesagt: Uni-Stress. Am Donnerstag ist eine mündliche Prüfung. Zwar "nur" 15 Minuten, aber bei genug Stoff für 15 Stunden Prüfung ist das trotzdem stressig. Man kann einfach nicht sagen, was dran kommen wird.
Ansonsten bin ich mal wieder krank, zwar ist es schon etwas besser als am Wochenende, aber immer noch nervig.

Ach ja und das Zitat? Ist es nicht toll? Homegoing ist einfach sooo toll geschrieben!
5

[Rezension] Berlin 1936

Huhu,
da bin ich wieder mit einer Rezension. Ein Rezensionsexemplar, bei dem ich zwischenzeitlich sogar bereute es angefragt zu haben. Warum? Na, weil es ein Sachbuch ist. Über Geschichte. Die können ziemlich langweilig sein. Nicht so dieses Buch, aber lies einfach meine Rezension. Ich würde jetzt ja sagen: Garantiert spoilerfrei, aber ich fürchte der Geschichtsunterricht in der Schule hat da sowieso schon ordentlich gespoilert ;)

Informationen zum Buch

Quelle: Siedler Verlag

Berlin 1936

Oliver Hilmes

Hardcover
300 Seiten
€ 19,99 [D] € 20,60 [A]
ISBN: 978-3-8275-0059-5
Verlagswebsite




Für "Berlin 1936" werde ich aus meinem üblichen Rezensionsschema ausbrechen. Denn irgendwie wird dieses dem Buch einfach nicht gerecht.

Tja, ich denke der Titel macht schon klar worum es geht: Um die olympischen Spiele 1936 in Berlin. Als Hitler und Co. es schafften der Welt ein friedliches und "normales" Deutschland vorzuführen obwohl schon die ersten Konzentrationslager gebaut wurden.
Genau genommen berichtet Oliver Hilmes aber nicht nur über diese 16 Tage sondern auch über Sachen, die vorher und nachher passierten. Inklusive einem "Was wurde aus...?" am Ende.

Die in "Berlin 1936" vorgestellten Personen decken quasi die ganze Bandbreite ab: Vom Präsidenten des internationalen olympischen Komitees über ranghohe Nazis wie Goebbels zu Restaurantbesitzern und einfachen (jüdischen) Bürgern. Dabei schlägt Oliver Hilmes nicht den typischen eher belehrenden, mit Fußnoten und Anmerkungen durchsetzen Sachbuch-Stil an, stattdessen erzählt er Geschichten. Ja, er zitiert auch z.B. aus dem Tagebuch von Joseph Goebbels, aber diese Zitate sind quasi einfach nur da und werden nicht besonders hervorgehoben. Gut, es findet auch keine Diskussion der Bedeutung und Verlässlichkeit der verschiedenen Quellen statt. Eine Tatsache, die meine Geschichtslehrerin aus der Oberstufe wahrscheinlich verurteilen würde. Teilweise finden sich auch Auszüge aus Primärquellen direkt wieder z.B. aus Polizeiberichten oder den Anweisungen der "Reichspressekonferenz". Generell wird nicht bewertet was diese Auszüge oder auch andere Begebenheiten bedeuten. Das wird dem Leser überlassen. Oliver Hilmes ist quasi wirklich nur der Erzähler. Mir persönlich gefällt diese Art und Weise sehr gut, man fühlt sich ins Jahr 1936 versetzt.

"Berlin 1936" ist nicht in Kapitel sondern in Tage unterteilt. Jedem Tag ist ein Bild aus der Zeit sowie der offizielle Wetterbericht des Tages vorangestellt. In einzelnen Abschnitten werden dann verschiedenen Geschichten erzählt. Einige Personen tauchen dabei immer wieder auf, während andere nur einmal einen kurzen Absatz bekommen und dann wieder von der Bildfläche verschwinden. Besonders fasziniert hat mich die Geschichte um Thomas Wolfe und Heinz Ledig-Rowohlt, aber auch das "Was wurde aus...?" war sehr interessant. Da stellt sich der kleine Junge plötzlich als später weltbekannter Historiker heraus und die Frau, die spontan Hitler küsste bei den olympischen Spielen, rettet dank ihrer Deutschkenntnisse wenige Monate später einer Frau das Leben. Mal ganz abgesehen von den vielen Geschichten über Menschen, die auf die eine oder andere Art versuchen zu fliehen.

Insgesamt würde ich sagen: Definitiv 5 Sterne. Es hat unglaublich Spaß gemacht "Berlin 1936" zu lesen und interessant war es noch dazu!


2

Meine liebsten Science-Fiction-Bücher


Huhu,

ich würde ja gerne einen Titel Richtung "Die Top 10" haben, aber: Ich habe hier nur Reihen. Und die Top 40 (oder so) wären irgendwie nicht so beeindruckend :D Ich lese sehr gerne gut gemachte Science-Fiction. Da ich dieses Genre aber durch das Bücherregal meines Vaters entdeckt habe, bin ich etwas verwöhnt. In dem Regal stehen nämlich größtenteils Bücher aus den 60ern/70ern/80ern, der golden Zeit von Science-Fiction. Grade die Dystopien, die im Moment "in" sind, können mich irgendwie nicht so mitreißen. Ja, "Tribute von Panem" ist mMn ziemlich schlecht...
Aber auf zu angenehmeren Themen.

Darkover

Ich bin mir nicht ganz sich aus wie vielen Büchern diese Reihe besteht. Aus 20? 25? und nochmal so viele Anthologien? Allerdings zeichnen diese Bücher auch mehrere Jahrtausende nach, von der Notlandung eines Raumschiffes auf Darkover, über Krieg mittels Psi-Kräften aka Laran und die Bildung einer Regierung aus 7 großen Familien bis zur Ankunft und dem Abzug der Terraner.
Der Planet Darkover mit seiner roten Sonne und den vier Monden Liriel, Kyrrdis, Idriel und Mormallor hat es mir einfach angetan. Und nicht nur mir: Nicole startet auf ihrem Blog BücherMikado morgen eine große Darkover-Aktion zusammen mit Edel Elements, wo im Moment die Darkover Bücher als eBooks erscheinen. (Es gibt sogar ein Video: Darkover Teaser)

Meine Lieblingsbücher aus der Reihe?

Die Weltenzerstörer: Eine wunderbare Einführung in die Kultur Darkovers, denn während auf der einen Seite jemand versucht das Ökosystem und die Kultur Darkovers zu zerstören, wird auf der anderen Seite versucht Darkover zu erhalten. Hier ist quasi alles dabei ^^ Vor allem jede Menge Chieri :)

Herrin der Falken: Dieses Buch spielt im so genannten Zeitalter der 100 Königreiche und geht um eine junge Frau, die sich ihren eigenen Weg sucht. Und dabei mit ihrem Laran umgehen lernen muss, dass es ihr ermöglicht mit Tieren in Verbindung zu treten.

Foundation-Triologie

Isaac Asimov auf einem Thron von Rowena Morrill
Isaac Asimov auf einem Thron mit Symbolen seines Schaffens
von: Rowena Morrill
Isaac Asimov war ein Genie. Das sehen glücklicherweise auch andere Menschen so. (14 Ehrendoktorwürden!) Er hat übrigens das Wort Robotics/Robotik erfunden und auch mehr oder weniger das was man heute unter Science Fiction versteht. Ich glaube ich mag Isaac Asimov so gerne, weil er Naturwissenschaftler war. Und zwar durch und durch, auch wenn er die Forschung zugunsten des Schreibens aufgegeben hat. Er starb mit 72 übrigens viel zu früh und das nur, weil in den 80er Blutkonserven noch nicht auf HIV getestet wurden...
In der Foundation-Reihe geht es im wesentlichen um den Untergang eines galaktischen Imperiums und den folgenden Aufbau einer neuen galaktischen menschlichen Zivilisation. Immer geleitet von de psychohistorischen Berechnungen eines Hari Seldon (der die meiste Zeit über allerdings tot ist, glücklicherweise gibt es Hologramme, die er quasi vorgeplant hat) Es ist schwierig das genauer zu beschreiben, man muss die Bücher einfach lesen.

Per Anhalter durch die Galaxis

Die berühmte Trilogie in 5 Teilen. Naja, eigentlich sind es mittlerweile 6. Eoin Colfer hat 2009 noch einen sechsten Band geschrieben. Ich liebe diese Reihe und könnte sie immer und immer wieder lesen. das erste Mal war ich - glaube ich - etwa 11 oder 12. Douglas Adams hatte eine ganz besondere Art zu schreiben, die auf eine sehr britische Weise sehr lustig ist.
Worum es geht? Um Arthur Dent, einen eigentlich ganz normalen Erdenbewohner. Nur das blöderweise die Erde zerstört wird und er mit seinem Freund Ford Prefect in ein etwas wahnsinniges Abenteuer geschleudert wird. Der Titel des ersten Buches bezieht sich dabei auf den Reiseführer für den Ford schreibt. Die Erde wird darin als "Größtenteils harmlos" beschrieben.

Little Brother und Homeland

Cory Doctorow (Witz von xkcd)
Foto von Ed Schipul
Diese Bücher sind im 21. Jahrhundert erschienen. die Ersten auf dieser Liste. Der Autor Cory Doctorow lebt auch noch und erfreut sich bester Gesundheit *toitoitoi*
Es geht in diesen Bücher, wie der Name schon nahelegt, um Überwachung im Internet. Marcus und seine Freunde werden nach einem Terroristenanschlag auf San Francisco gefangen genommen und gezwungen ihre Passwörter preiszugeben. Aber sie schlagen natürlich zurück.
In Homeland antizipiert Cory Doctorow quasi die Ereignisse um Snowden. Sehr beängstigend.

Was ist dein Liebingsbuch aus dem Bereich Science-Fiction? Kennst du eines der von mir genannten Bücher?
2

[Rezension] Himmel ohne Sterne

Moin!

Heute gibt es mal eine Rezension zu einem Buch, dass ein wenig schönes Thema behandelt. Das war quasi mein letzter Versuch "Rainer M. Schröder", ausgeliehen in der Onleihe. Was draus geworden ist? Einfach weiterlesen!

Informationen zum Buch

Cover Himmel ohne Sterne von Rainer M. Schröder
Quelle: cbj

Himmel ohne Sterne

Rainer M. Schröder

Hardcover
576 Seiten
16,99 € [D] 17,50€ [A]
ISBN: 978-3-570-17222-3
Verlagswebsite



Erster Eindruck: 

Passt zum Titel und zwar wirklich. Und es ist mal kein 08/15 Jugendbuchcover.

Inhalt: 

München, 1946: Jannek und Leah haben den Nazionalsozialismus überlebt. Grade so. Aber ihre Erlebnisse in den KZ haben sie stark geprägt und jetzt müssen sie im Nachkriegs-Deutschland auch noch ums Überleben kämpfen. Bald schon reift die Idee nach Palästina zu gehen, aber die Reise ist gefährlich und den Staat Israel gibt es noch nicht.
In London ist die Familie Bucheim immer mehr Anfeindungen ausgesetzt, als deutsche Juden werden sie überall ausgegrenzt und teilweise direkt angegriffen. Alija Bet – die illegale Einwanderung nach Palästina – scheint auch für sie die letzte Hoffnung.

Meine Meinung:

In letzter Zeit war ich nicht mehr so begeistert von Rainer M. Schröders Romanen. Ich dachte schon ich sei zu erwachsen dafür geworden, aber dieses Buch beweist mir das Gegenteil.
Vorweg: Für sanfte Seelen ist „Himmel ohne Sterne“ nichts. Ganz und gar nichts. Hier wird kein Blatt vor dem Mund genommen was die Realität des Holocaust und des Lebens im Nachkriegs-Europa angeht. Auch das die illegale Einwanderung kein fröhlicher Sonntagsspaziergang war wird ganz sicher nicht verheimlicht. Mich hat vor allem das Verhalten der Briten geschockt, ich wusste zwar aus dem Geschichtsunterricht, dass sie dem Problem „Palästina“ nicht gewachsen waren, aber in konkreten Situationen werden einem die Auswirkungen erst bewusst. Das gilt für vieles in diesem Buch, denn die Rahmenhandlung dürften die Meisten aus dem Geschichtsunterricht kennen, aber die Umsetzung…
Ich glaube in keinem anderen Buch von Rainer M. Schröder sterben so viele Menschen, wie in „Himmel ohne Sterne“. Vielleicht in der Falken-Saga, aber das sind 5 Bände und entsprechend mehr Seiten…  Und Happy End ist auch nicht wirklich drin…
Leah war für mich „die“ Figur in diesem Buch, ich habe das Geschehen quasi immer durch ihre Augen betrachtet auch wenn nicht alles aus ihrer Sicht erzählt wurde. Jannek dagegen blieb mit die meiste Zeit rätselhaft, auch das Ende hat mir nur bedingt geholfen ihn zu verstehen. Sophie und Marius waren da besser zu verstehen, genauso wie Ari. Aber ich denke, das war auch so gewollt. Man lernt halt die vielen verschiedenen Schicksale kennen, die Juden dazu geführt haben nach Palästina auswandern zu wollen und für einen Staat Israel zu kämpfen. Dazu gehört eben auch der verbitterte und schwer traumatisierte KZ-Überlebende, der glaubt, dass es für ihn keine Zukunft gäbe.
Übrigens: So ganz nebenbei wird auch erklärt, warum in der Region jetzt grade die Hölle los ist (und warum das auch eigentlich mal mehr, mal weniger seit 100 Jahren so ist).
Ach, ich würde gerne noch so viel mehr schreiben über dieses Buch, aber leider würde das meiste davon meine „Keine Spoiler in Rezensionen“-Regel verletzen und hier jetzt jede Menge Spoiler Buttons setzen möchte ich nicht. Gibt ja auch so genug zu sagen.


Fazit: 

5 Sterne, was denn sonst. Dieses Buch MUSS man gelesen haben, gleich nach „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Pflichtlektüre für jeden der sich auch nur ansatzweise für das Thema interessiert und eigentlich auch für alle anderen!


4

Leselaunen Nummer 11

Es ist Mittwoch und wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.
Ich bin übrigens selbst grade etwas überrascht, dass ich jetzt schon 10 Wochen, also mehr als zwei Monate dabei bin. Macht aber immer noch Spaß, auch wenn ich ab und an mal etwas weniger zu schreiben hatte.

Aktuelles Buch?

Cover Berlin 1936
Quelle: Siedler
Berlin 1936 von Oliver Hilmes

Immer noch nicht fertig, aber immer noch toll und immer noch ein Rezensionsexemplar ^^

Asharars Rückkehr von Marion Zimmer Bradley

Endlich mal wieder Darkover, ich bin auf jeden Fall gespannt auf dieses Buch. Die Bücher, die in der inneren Chronologie direkt davor und dahinter stehen kenne ich nämlich bereits.

Elizabeth Hobart at Exeter Hall von Jean K. Baird

Joah, hier habe ich noch nicht weiter gelesen.


Momentane Lesestimmung?

Unbeständig. Sieht man ja an der Menge von Bücher, die ich grade am lesen bin :D

Zitat der Woche?

"Wie sieht ein echter Arier aus? Blond wie Hitler, groß wie Goebbels und schlank wie Göring!"
- Witz aus der Zeit Nazi-Deutschlands aus: Berlin 1939, Oliver Hilmes

Und sonst so?

Joah, gestern habe ich einen Arabisch Schnupperkurs angefangen. Ganz schön kompliziert so eine Sprache, wenn man erst einmal die Schrift lernen muss. Und meinen Namen kann man noch dazu nur mit Tricks in dieser Schrift schreiben, ein e gibt es nämlich nicht im arabischen Alphabet. Deswegen muss man Lina schreiben...

Diese Woche war dann wieder DRK dran statt Ballett, nette Truppe ^^ Auch wenn ich ja noch ein bisschen ein Außenseiter bin. Ich freue mich schon, wenn ich richtig dabei bin :)

Sonst war eigentlich nicht viel los, die Erkältung hat mich natürlich genau am Wochenende getroffen wodurch im (mal wieder) im Verzug bin mit meinen Uni-Sachen. Aber ich lasse mich da nicht stressen :D

2

[Rezension] Die Unglückseligen

Moin! Diese Woche gibt es mal ein etwas anderes Buch, es handelt sich hierbei um ein Rezensionsexemplar, dass ich über das wunderbare Bloggerportal von RandomHouse bekommen habe. Danke lieber Knaus Verlag :) Das Thema finde ich sehr interessant, wie Thea Dorn es umsetzt und worum es geht, erfährst du, wenn du JETZT weiterliest.

Informationen zum Buch

Quelle: Knaus Verlag

Die Unglückseligen

Thea Dorn

Hardcover
Seitenzahl
24,99 [D], 25,70 [A]
ISBN: 978-3-8135-0598-6
Verlagswebsite




Erster Eindruck:

 Dieses Cover war der Grund, warum ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Ist es nicht wunderbar verrückt und toll?

Inhalt: 

Johannas Ziel ist es Menschen unsterblich zu machen. Also für den Moment versucht sie erst einmal das Leben von Mäusen signifikant zu verlängern.
John hat das Ziel „Unsterblichkeit“ bereits erreicht. Aber glücklich ist er deswegen nicht.
Als Johanna davon erfährt setzt sie alles dran um zu erfahren, wie es möglich ist Unsterblichkeit zu erlangen. Und der Teufel schaut zu…


Meine Meinung:

Thea Dorn erzählt aus drei verschiedenen Perspektiven und je nach Perspektive ändern sich auch die Ausdrucksweise und der Schreibstil. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und verwirrend. Grade die altertümliche Sprache von John/Johann war sehr schwierig zu lesen, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass für eine bessere Lesbarkeit einige Abstriche beim historischen Detail der Sprache gemacht worden wären. Der zunächst nicht identifizierte dritte Erzähler war was das angeht teilweise noch schlimmer als Johann.
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass viele Sachen stark vereinfacht wurden. Zwar bin ich keine Mikrobiologin, aber einige der Arbeitstechniken lernen wir im Pharmazie-Studium auch und meiner Erfahrung nach ist es nun mal nie einfach. Mal abgesehen davon, dass Johann scheinbar in ihr Labor darf. Die meisten Mikrobiologen, die ich kenne, arbeiten in Reinräumen: Da kann man nicht einfach mal so rein.
Die Idee an sich ist wirklich, wirklich toll. Aber irgendwie scheint sie etwas außer Kontrolle zu geraten, ich hätte mir mehr Diskussion über die Grenzen der Wissenschaft gewünscht. Mehr Ethik-Diskussionen. Und weniger „Wir machen jetzt einfach mal“. Und eine etwas befriedigendere Auflösung, ein richtiges Ende eben. Denn es wirkt für mich irgendwie wie ein Ausweg aus einem Plot, der nur mit dem Buchende zu retten ist. Ja irgendwie passt das zum Geisteszustand der Protagonisten, aber für mich als Leserin ist es trotzdem unbefriedigend.
Zusammenfassen kann man alle meine Kritikpunkte denke ich mit einem Satz: Ich habe etwas anderes erwartet. Nach den Rezensionen, die ich gelesen hatte und nach dem Klappentext dachte ich, dass in „Die Unglückseligen“ wesentlich mehr Fokus auf die ethische Diskussion hinter dem Thema “Unsterblichkeit“ gelegt wird.

Fazit:

Leider nicht ganz was ich erwartet habe. Die Idee und die Geschichte ist aber trotzdem spannend und mal etwas anderes. Wer über die kleineren Probleme hinweg sehen kann und vielleicht auch einfach eine andere Erwartungshaltung hat, wird in „Die Unglückseligen“ sicher ein wunderbares Buch finden.



0

Leselaunen #10, ja tatsächlich 10!

Es ist Mittwoch und wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.
Ich bin übrigens selbst grade etwas überrascht, dass ich jetzt schon 10 Wochen, also mehr als zwei Monate dabei bin. Macht aber immer noch Spaß, auch wenn ich ab und an mal etwas weniger zu schreiben hatte.

Aktuelles Buch?

Cover Berlin 1936
Quelle: Siedler
Berlin 1936 von Oliver Hilmes

Ein Sachbuch über die olympischen Spiele 1936. Bisher liest es sich aber überhaupt nicht wie ein Sachbuch sondern wie eine unglaublich spannende, wenn auch exzentrisch erzählte Geschichte. Es ist eines der beiden Rezensionsexemplare von denen ich letzte Woche gesprochen habe, also danke an den Siedler Verlag!

Elizabeth Hobart at Exeter Hall von Jean K. Baird

Das ist quasi meine Lektüre zum abschalten, ein netter Internatsroman aus der Zeit um die Jahrhundertwende.


Momentane Lesestimmung?

Soweit ganz gut, zwar habe ich im Moment nicht ganz so viel Zeit, aber zum lesen reicht es schon ^^ Und am Wochenende möchte ich einen Nachmittag wirklich nur eines machen: Lesen. Ich freu mich schon :)

Zitat der Woche?

Aus ihrem Loch heraus kann sich die Maus die Katze ruhig ansehen, doch klugerweise quietscht sie dabei nicht
-Marion Zimmer Bradley, Sprichwort auf Darkover 

Und sonst so?

Warum ein Darkover-Zitat wo ich grade kein Darkover-Buch lese? Einmal weil es ein wirklich schönes Zitat ist und dann auch noch weil es bei Büchermikado demnächst ein Darkover-Special geben wird. Darauf freue ich mich schon richtig, es ist nämlich schade wie wenige Menschen, diese wunderbare Reihe noch kennen. Dabei waren es die Darkover-Bücher, die Marion Zimmer Bradley berühmt und zur Queen of Fantasy gemacht haben und "Die Nebel von Avalon" eher ein Seitenprojekt. 

Ansonsten habe ich irgendwie mal eben 2kg verloren übers Wochenende, obwohl ich ordentlich geschlemmt habe zu Hause. Wenn das so weiter geht bin ich ganz zufrieden ^^ Vielleicht hat sich mein Stoffwechsel ja endlich mal berappelt und kapiert, dass er auch was leisten muss. Wäre ja schön, vielleicht hat ja mein Puls etwas von seiner Motivation abgegeben :D

Kennst du die Darkover-Bücher? Wie wirst du das lange Wochenende verbringen, hast du was besonderes geplant?



6

[Jules Rezensionen] Die Chirugin

Hallo meine Lieben!

Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen!

Ich habe mich für „Die Chirurgin“ von Tess Gerritsen entschieden, der erste Teil der Rizzoli & Isles Saga, die man aus dem Fernsehen kennt. Mittlerweile gibt es 11 Teile und begonnen hat alles mit „die Chirurgin“ im Jahr 2002.


Informationen zum Buch

Quelle: Blanvalet

Die Chirurgin

Tess Gerritsen

Übersetzer: Andreas Jäger
Taschenbuch
416 Seiten
Preis: € 9,99
ISBN: 9783442360673
Autorenwebsite



Erster Eindruck

Das Cover ist im Renaissance-Stil gemalt und dieser Stil bleibt auch die ganze Rizzoli & Isles Reihe erhalten.

Inhalt

Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli ermitteln in Boston in einem Fall, bei der Nachts jemand in das Haus allein stehender Frauen eindringt und diese umbringt. Doch das ist nicht Alles. Der Täter unterzieht die Opfer einem chirurgischen Eingriff bevor er sie tötet. Diese spezielle Vorgehensweise führt das Ermittler-Duo zu der Chirurgin Catherine Cordell, die ein paar Jahre zuvor nach dem gleichen Muster überfallen wurde, den Täter jedoch erschießen konnte. Dies erschwert die Ermittlungen natürlich, da das Muster genau das Gleiche ist, der Täter jedoch damals erschossen wurde...


Meine Meinung

Da ich ein großer Fan der Serie bin, bleibt ein Vergleich hier natürlich nicht aus. Das Ermittler-Duo besteht aus Thomas Moore und Jane Rizolli, eine Dr. Isles lässt eigentlich ein bisschen auf sich Warten und kommt erst im zweiten Teil fix vor. Aber ich will nicht vorspulen. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und man merkt, dass die Autorin eigentlich Ärztin war, bevor sie mit dem Schreiben begonnen hat. Die anatomischen Beschreibungen sind sehr genau, aber so geschrieben, dass sie auch für Laien gut zu verstehen sind. Die Geschichte ist am Anfang etwas verwirrend, weil der Täter von „Damals“ ja tot ist, nimmt aber sehr bald an Fahrt auf und das Ende ist super spannend! Rizzoli ist bei Weitem nicht so „weiblich“ wie im Fernsehen, sondern überzeugt durch ihr Fachwissen und ihren Ehrgeiz. Sie lehrt Männern das Fürchten, man kann sich aber sicher sein, dass sie mit ihrer Willensstärke und ihrem Gespür für Verbrechen dem Mörder bald auf die Spur kommt.

Fazit

Toll geschrieben, echt spannend, Nervenkitzel der Superklasse! Ich war von den ersten Seiten an ein Fan des Buches und empfehle es vorbehaltslos an alle Thriller-Fans!





Ich hoffe ihr findet das Buch genauso spannend wie ich! Und falls ihr zwischen dem Lesen mal Lust auf ein bisschen DIY habt, könnt ihr ja gerne bei mir auf https://julesmoody.wordpress.com vorbei schauen!

Alles Liebe,
Jules
5

Leselaunen #9

Es ist Mittwoch und wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.

Quelle: Aufbau Verlag

Aktuelles Buch?

Frühstück mit den Borgias von DBC Pierre

Dieses Buch habe ich bei der Leseparty zur Leipziger Buchmesse gewonnen. Allerdings bin ich mir bisher noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. Es ist irgendwie komisch und verwirrend. Aber ich habe auch erst knapp die Hälfte geschafft, also vielleicht wird es ja noch etwas klarer :D


Momentane Lesestimmung?

Ganz gut, habe gestern noch zwei Rezi-Exemplare zugesagt bekommen, was meine Rezensionsplanung etwas umwerfen wird. Aber an sich bin ich grade voll im Flow was das Lesen angeht :)

Zitat der Woche?

?
-Leider habe ich diese Woche kein Zitat gefunden. 

Und sonst so?

Langes Wochenende ^^ Ist doch wunderbar, oder? Auch wenn ich noch jede Menge Seminare nacharbeiten muss und eigentlich auch schon ein Protokoll anfangen wollte für die Woche danach. Und Blogposts schreiben möchte ich. Naja wird schon.

Hast du schon Pläne fürs Wochenende?
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