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Vermählung - Rezension

[Jules Rezensionen] Die Chemie des Todes

Hallo meine Lieben!
Hier ist wieder Jules und dieses Mal darf ich euch ein Buch vorstellen, dass euch vor Spannung die Hitze des Sommers vergessen lassen wird: „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett.

Informationen zum Buch

Quelle: Rowohlt

Die Chemie des Todes

Simon Beckett

Übersetzer: Andree Hesse
Taschenbuch/Gebunden
432 Seiten
€ 9,99/€ 19,99
ISBN: 978-3-499-24197-0
Verlagswebsite




Erster Eindruck

Das Cover ist wie eine Parte – also ein Sterbezettel – oder eine Beileidskarte schwarz umrandet, das „T“ am Beginn des Wort „Todes“ ist wie ein Kreuz gestaltet. Ansonsten ist es ganz schlicht, wirkt aber etwas unheilvoll.

Inhalt

David Hunter war der beste forensische Anthropologe Englands, doch ein tragischer Unfall bewegt ihn dazu alles hinter sich zu lassen und aufs Land zu ziehen, wo er unbekannt ist. David zieht in einen kleinen Ort, wo er als „der Fremde“ argwöhnisch beäugt wird. Er nimmt einen Job als Arzthelfer des ortsansässigen Doktors an und will sein Leben in Ruhe leben. Doch der Tod lässt ihn nicht in Ruhe, denn als in dem Ort die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, verdächtigen alle zunächst „den Fremden“. Doch die Polizei findet bald heraus, dass David Hunter früher forensischer Anthropologe war und bittet ihn um Hilfe.
Sobald David sich in die Ermittlungen einschaltet und heraus findet, dass die Tote vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, wird schon die nächste junge Frau vermisst und der Wettlauf gegen die Zeit beginnt...


Meine Meinung

Dieses Buch ist eines der spannendsten, das ich je gelesen habe. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen und wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder ist. Und das will was heißen, denn meistens liegt man mit dem ersten oder zweiten Verdacht richtig, doch nicht in diesem Buch – spannend bis zur letzten Minute!

Fazit

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Krimi-Fans und der Beginn der spannenden Dr. David Hunter-Reihe von Simon Beckett!



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[Rezension] Front Lines

Huhu,
man könnte sagen diese Rezension ist etwas länger geworden. Etwas. Sie ist tatsächlich gut doppelt so lang wie die meisten Rezensionen hier.
Übrigens ein Beispiel dafür, was für tolle Bücher man so in der Onleihe findet ;)

Informationen zum Buch

Quelle: Egmont UK

Front Lines

Michael Grant

Taschenbuch
570 Seiten
ca. 11€
ISBN: 9781405273824
Autorenwebsite




Erster Eindruck:

Ich mag hier eindeutig das britische Cover lieber als das amerikanische. Letzteres wirkt so ein bisschen… imperialistisch? Es erinnert mich auf jeden Fall an Poster aus dem 2. Weltkrieg. Ich finde das britische Cover mit dem Tarn und der Hundemarke passt einfach besser.

Inhalt:

1942, die USA in einer alternativen Zeitlinie: Rio, Frangie und Rainy haben sich aus den unterschiedlichsten Gründen freiwillig zur Armee gemeldet. Sie gehören damit zu den ersten Frauen, die tatsächlich zu den kämpfenden Truppen gehören und weit entfernt von zu Hause gegen die Deutschen kämpfen werden.


Meine Meinung:

Wie übersetzt man „alternate universe“? Ich habe mich jetzt für alternative Zeitlinie entschieden, Parallelwelt ginge sicher auch. Fakt ist: Die Entscheidung, die es in Front Lines möglich macht, dass auch Frauen zur kämpfenden Truppe eingezogen werden können, gab es in unserer Realität nicht. Das macht Front Lines jetzt aber nicht zu einem Science-Fiction-Buch. Es ist einfach nur eine etwas andere Art, sich mit einem bekannten Thema auseinander zu setzen. Und auch wenn ich Reihen nicht so gerne mag: Auf die weiteren Soldier Girls Bände freue ich mich jetzt schon.
Mir ist Front Lines sehr unter die Haut gegangen. Einmal die Perspektive: Soldaten. Und dann auch noch weibliche Soldaten. Und dann die Tatsache, dass Michael Grant ganz sicher nicht daran glaubt, dass Jugendbücher irgendetwas verschleiern sollten. Egal ob es Sexismus und Rassimus sind oder die genaue Beschreibung von Tod und Verderben.

Ist das ganze realistisch? Keine Ahnung. Ich bin keine Soldatin und habe es auch nicht vor zu werden. Was ich weiß: In Front Lines müssen Männer und Frauen die gleichen Aufgaben gleich gut erfüllen. In der Realität wurden die körperlichen Anforderungen für Frauen meistens etwas gesenkt. Einfach weil es auf Grund des unterschiedlichen Körperbaus für Frauen wesentlich schwerer ist, einen Klimmzug zu machen als für Männer. Aber in den allermeisten Armeen dieser Welt dürfen Frauen auch nicht zu Einheiten, die wirklich kämpfen.

Die Emotionen der Protagonisten fühlen sich auf jeden Fall sehr echt an. Auch die „Rahmenhandlung“ (wenn man es denn so nennen mag) der Erzählerin passt sehr gut. Es wird zwar nicht verraten wer genau diese Erzählerin ist, aber das sorgt noch mal für eine zusätzliche interessante Ebene. Denn schließlich rät man quasi vor sich hin wer das sein kann. Mein momentaner Tipp: Jenou oder Rainy.
Womit wir bei den Figuren wären. Am wichtigsten sind sicher die drei Frauen aus deren Sich erzählt wir: Rio Richlin, deren ältere Schwester bereits im Krieg gefallen ist und die selbst eher das nette Mädchen von Nebenan ist. Frangie Marr, die sich freiwillig meldet, weil ihre Familie nach einem Arbeitsunfall ihres Vaters dringend Geld benötigt. Rainy Schulterman, eine Jüdin aus New York, die es unbedingt Hitler heimzahlen will, auch wenn sie selbst nicht so ganz weiß, was an den Gerüchten über die KZs dran ist.
Dann ist da noch Jenou, Rios beste Freundin. Die beiden gehen gemeinsam zum Wehramt um sich freiwillig zu melden und bleiben auch weiter zusammen. Jenou kommt aus einer eher dysfunktionalen Familie, die Armee ist ihr Ausweg. Direkt aus ihrer Sicht wird nicht erzählt, aber sie kommt quasi immer vor, wenn Rio vorkommt. Eine ziemlich gemischte Truppe also und als Nebenfiguren kommen noch viele andere überaus interessante Figuren hinzu. Einige sind sicher etwas überzeichnet (einer von Rainys Vorgesetzen z.B.), aber die allermeisten sind sehr gut ausgearbeitet. Hut ab dafür! Die tollen Charaktere (und die dazugehörige sehr gute Entwicklung eben jener Charaktere) fordern allerdings einen kleinen Tribut was die Länge des Buches angeht. Von einem Kriegsbuch erwartet man dann doch irgendwie eine gewisse Schnelligkeit, Front Lines lässt sich aber sehr viel Zeit. Unerwartet aber gut so, denn sonst können einem die Charaktere nicht ans Herz wachsen.

Ein letzter Absatz noch zum Thema „Wie schwierig ist das Englisch?“. Tja, also ich dachte eigentlich mich könnte nix mehr aus der Bahn werfen. Aber ich musste tatsächlich ein Wort nachgucken (und die militärischen Ränge googeln ;). Und was genau viele der rassistischen Begriffe bedeuten, die Frangie entgegengeworfen werden, will ich gar nicht wissen. Das Pickaninny rassistisch ist, weiß ich auch ohne Übersetzung.

Fazit:

Ein mehr als gelungener Reihenauftakt. Mit Protagonisten, die so real wirken, als ob sie vor einem sitzen würden und ihre Geschichte erzählen.


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Leselaunen Nummer 14

Es ist wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.

Aktuelles Buch?

Quelle: DroemerKnaur
Sorcerer to the Crown von Zen Cho

Das Cover ist soo toll, aber da ich noch nicht das okay habe vom Verlag, dass hier zu benutzen: Ich meine das ursprüngliche Cover der UK edition also schwarz mit goldenen Ornamenten. Das Goldene ist auch ein bisschen abgesetzt und hach es ist sooo toll.
Sorcerer to the Crown ist quasi Fantasy gemischt mit Jane Austen. Die Sprache war erst etwas gewöhnungsbedürftigt, aber jetzt wo ich drin bin geht es ganz gut. Es ist auch mal was anderes, nicht so dieses typische Fantasy.
Übrigens: Auf Deutsch heißt das Buch "Die Magier seiner Majestät", erscheint am 2. November und das Cover ist ebenfalls sehr schön (sieht man ja links ^^)


Momentane Lesestimmung?

Mäßig, ich bin grade ziemlich viel am lernen, also wenig Zeit.

Zitat der Woche?

“But that was the trouble with children, Sir Stephen reflected. They were confoundedly liable to pattern themselves upon one’s conduct, when one would rather they simply did what they were told.”
- Sorcerer to the Crown von Zen Cho

Und sonst so?

Ich habe gestern im Bus zufällig einen Bekannten getroffen: Danach habe ich meine Einschätzung über meine eigene Müdigkeit nochmal revidiert :D Meine Motivation war danach auch wieder da, aus Schuldgefühlen, weil ich ganz sicher nicht so viel lerne.

Ansonsten bin ich jetzt in der Lage euch zum Arzt zu schicken, wenn ihr Nebenwirkungen habt. Seehr wichtige Fähigkeit :D Im Endeffekt lerne ich nämlich in Pharmakologie grade was man dann machen kann, welche Alternativen es gibt usw., aber machen kann ich gar nichts. Wenn sich jemand ein Antidepressivum abholt und mir dabei erzählt, wie sehr er/sie sich gerne umbringen würde... Ja, ich weiß, dass die Suizidgefahr bei einigen Antidepressiva erhöht ist, das man dann eventuell zentral dämpfende Mittel aka Schlafmittel dazugeben muss. Aber verweigern kann ich die Abgabe nicht... Allerhöchstens beim Arzt anrufen und fragen ob das seine Richtigkeit hat... *seufz*
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[Rezension] Homegoing

huhu,

heute habe ich eine Rezension zu einem ganz besonderen Buch für euch. Entdeckt habe ich es auf NetGalley und glücklicherweise auch tatsächlich ein Rezensionsexemplar von Penguin RandomHouse International bekommen. Danke dafür!
Und nun auf zur Rezension:

Informationen zum Buch

Quelle: Knopf (PenguinRandomHouse)

Homegoing

Yaa Gyasi

Ebook/Hardcover
320 Seiten
$13.99/$26.95 (laut Verlag)
ISBN: 9781101947135
Verlagswebsite




Erster Eindruck:

Dieses Cover ist einfach so wunderbar fröhlich und farbenfroh. Es erinnert mich vom Muster her auch an diese Stoffe, die in vielen afrikanischen Regionen gerne getragen werden.

Inhalt:

Ghana im 18. Jahrhundert: Effia und Esi sind Halbschwestern. Unbekannterweise, denn sie werden in verschiedenen Dörfern geboren. Sie werden zwei sehr unterschiedliche Leben führen: Effia als Frau eines britischen Offiziers und Esi als Sklavin in Amerika. „Homegoing“ folgt Effia, Esi und ihren Nachkommen durch die Jahrhunderte.

Meine Meinung:

Schon mal versucht ein Buch zusammenzufassen, das eigentlich aus vielen einzelnen Geschichten besteht? Von denen jede einzelne ihre Daseinsberechtigung hat und jede einzelne unglaublich spannend ist?
Yaa Gyasi hat mich mit ihrem Debütroman wirklich gepackt. Und zum nachdenken gebracht. Eigentlich kannte ich die historischen Hintergründe, die in den USA besser als die in Ghana, aber so grundlegend dachte ich wüsste ich worum es geht. Tja, falsch gedacht. Es wird alles so real durch „Homegoing“. Zwar fühlt es sich grade auf Seite von Esi-Nachfahren in Amerika etwas so an als hätte die Familie alles mal erlebt haben müssen. Aber gut, deswegen ist es ja ein Buch und keine wahre Geschichte. Yaa Gyasi hat einen wunderbaren Schreibstil, sehr direkt aber auch sehr poetisch. Wunderbar eben. Für mich fühlte es sich an als ob ich wirklich eine Geschichte erzählt bekäme, ein seltenes Talent.
Die Geschichte hat allerdings sehr viele Lücken, denn wie oben schon geschrieben besteht „Homegoing“ aus vielen einzelnen Geschichten. Aus jeder Generation bekommt ein Nachfahre das Wort und seine oder ihre Geschichte wird erzählt. Aber eben nur ein Ausschnitt aus dieser Geschichte, ein wichtiger Punkt im Leben der Person. Einige tauchen dann später nochmal in den Geschichten ihres Kindes oder Enkelkindes auf, aber man erfährt niemals alles. Auch das erinnert mich an einen Geschichtenerzähler, die meisten Märchen und Sagen bilden ja auch nur einen kurzen Ausschnitt ab.
Die Erzählweise ist auf deiner einen Seite eine große Stärke von „Homegoing“ und auf der anderen Seite auch irgendwie nicht so schön, denn dadurch fällt es einem schwerer sich in die einzelnen Charaktere reinzuversetzen. Mir hat das jetzt nicht so viel ausgemacht, da der Schreibstil und die Art und Weise, wie die beiden Stränge miteinander verbunden werden vieles wieder wett machen.

Fazit:

Unbedingt lesen. Homegoing ist nicht nur die Geschichte zweier Familien, es ist so viel mehr. Es ist die Geschichte eines ganzen Volks, die Geschichte von Rassismus und Sklaverei und die Geschichte von vielen faszinierenden Einzelpersonen.
Eine deutsche Version scheint noch nicht in Sicht zu sein, aber das kann ja noch werden.



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#13 Leselaunen

Nachdem ich letzte Woche aus Zeitgründe nicht dabei war ist es jetzt wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs.

Aktuelles Buch?

Quelle: Egmont UK
Front Lines von Michael Grant

Nun gut, zugegebenermaßen bin ich eigentlich schon durch mit Front Lines. Aber da ich deswegen grade akutes Buchausweh habe und außerdem Sorcerer to the Crown noch nicht angekommen ist...
Auf jeden Fall ist Front Lines unglaublich toll, es geht um junge Frauen an der Front in einem alternativen Universum in dem die USA m 2. Weltkrieg auch Frauen eingezogen haben. Dabei bleibt es aber den Umgangsformen der Zeit treu, inkl. rassistischer und sexistischer Bemerkungen. Ich persönlich finde das gut, es ist nun mal auch eine Art historischer Roman. Und damals sagte man eben nicht "coloured female" sondern zumeist "Nigra"...

Momentane Lesestimmung?

Wie oben erwähnt: akutes Buchausweh. Ich hoffe "Sorcerer to the Crown" wird es etwas lindern, darauf freue ich mich nämlich auch schon total!

Zitat der Woche?

"'Now I know why they never let women fight wars,' Sergeant Garaman says. 'Too mean'"
- Front Lines von Michael Grant

Und sonst so?


Ich mag das britische Cover lieber als das amerikanische. Dieses passt viel besser zum Buch, es ist weniger nett. Krieg ist schließlich auch nicht besonders nett.

Ansonsten: So langsam werde ich wieder gesund. Nach gut 4 Woche in denen ich mal das eine, mal das andere hatte ist das eine wirklich gute Nachricht. Dafür stecke ich jetzt mitten im "Pharamkologisch-toxikologischen Demonstrationskurs" was bedeutet, dass ich die nächsten 3 Wochen jeden Donnerstag ein Testat schreiben darf und anschließend noch eine Klausur. Über ein Themengebiet, dass man am Besten mit "Alles" beschreiben kann *seufz* Toll sind dann auch so Aussagen von den Dozenten wie "Mechanismen, Nebenwirkungen und Interaktionen und so müsst ihr können zum Testat. Aber die Arzneistoffnamen könnt ihr ruhig weglassen" Als ob mir das eine Wort weniger jetzt den Hals retten würde :P
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[Rezension] Frühstück mit den Borgias

huhu,

da bin ich mal wieder mit einer Rezension. Dieses Buch habe ich im März bei der Leseparty gewonnen.

Informationen zum Buch

Quelle:Aufbau Verlag

Frühstück mit den Borgias

DBC Pierre

Übersetzer: Max Stadler
Hardcover
224 Seiten
18,00 €
ISBN: 978-3-351-05026-9
Verlagswebsite


Erster Eindruck:

Dieses Cover, ich mag das Haus voll gerne. Und „Frühstück mit den Borgias“ hat keinen Schutzumschlag (aber so Klappen innen drin), seltsames Gefühl wo heute doch fast alle Hardcover einen haben.

Inhalt:

Ariel Panek ist in einem Hotel mitten in der englischen Provinz gestrandet. Dabei muss er doch nach Holland zu einer wichtigen Konferenz. Und zu seiner Freundin Zeva. Die anderen Gäste sind da auch keine besonders große Hilfe, sie sind allesamt etwas verrückt.

Meine Meinung:

Dieses Buch verwirrt mich. Zwar wird am Ende aufgelöst, warum das Hotel und seine Gäste etwas…hmm…exzentrisch sind, aber trotzdem bleiben noch tausend Fragen offen.
Vom Schreibstil her ist „Frühstück mit den Borgias“ wirklich gut und flüssig zu lesen. Das war so eigentlich meine Hauptangst vorher, schließlich ist der Autor DBC Pierre ja Booker-Prize-Gewinner und oft schreiben solche Menschen ja etwas gewöhnungsbedürftig.
Das Gute an diesem Buch sind die teils wirklich witzigen Dialoge, leider bleiben die Figuren aber eher schemenhaft. Ja, sie haben alle einen Knall, aber mehr kann man dann auch schon nicht über sie sagen. Einzig Zeva wird ein wenig besser charakterisiert, sie wirkt etwas echter. Allerdings kommt sie leider nicht besonders häufig vor.
Ein Krimi ist dieses Buch auf jeden Fall nicht, eher vielleicht noch ein Mystery-Roman. Aber so eine richtige Handlung entspinnt sich nicht. Als Theaterstück würde es sicher gut funktionieren, aber so als Buch fehlt irgendwie dieser rote Faden, der antreibende Faktor. Ich habe es zwischenzeitlich weggelegt und lieber was anderes gelesen, weil es mich einfach nicht mitgerissen hat. Ein paar komische Menschen in einem komischen Hotel. Die immer wiederkehrenden Diskussionen sind eben auch nur beim ersten Mal spannend.

Fazit:

Ich habe keine Ahnung, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist verwirrend und hat mich recht unzufrieden zurückgelassen. Vielleicht 3 Sterne? Besser auf jeden Fall nicht, dafür hat mir die richtige, spannende Handlung zu sehr gefehlt.


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[Psst! Geheimtipps] Geimtipps im Mai...


Was ist denn so dein Lieblingsort in Bücher? Ja, IN Büchern. Cherry hat auf Collection of Bookmarks nämlich angefangen darüber zu schreiben, was sie beim lesen liebt. In der "ersten Ausgabe" von "Was ich liebe, wenn ich lese" geht es um Bibliotheken (und um bücherliebende Protagonisten)

Und wo wir grade bei "Was"-Fragen sind: Was für eine Art Leser bist du? Schnell, trendbegeistert, abgelenkt? Charline hat auf sternenbrise einen wunderbaren, nicht ganz ernstgemeinten Beitrag über die 8 Arten von Lesern geschrieben.

Ich kaufe ja gerne meine Bücher direkt im Buchhandel, gerne auch in unabhängigen Buchhandlungen. Ramon hat auf Kielfeder 5 Tatsachen über den lokalen Buchhandel zusammengestellt. Ein toller Beitrag für alle, die dem Buchhandel vielleicht noch etwas skeptisch gegenüberstehen!

Sabrina von bücher -lit hat sich eine Frage gestellt, die ich mir auch ab und an stelle: "Bin ich kritischer geworden?" Grade was meine "Lieblingsgenres" angeht sicher, je mehr Bücher man liest um so mehr Vergleichsmaterial hat man schließlich.

Autoren-Emails. Ein schwieriges Thema. Alexandra von The Read Pack hat sich da ihre Gedanken drüber gemacht und einen Offen Brief an Autoren geschrieben: "Liebe Autoren..."

Und das waren dann meine Monatshighlights, diese Woche etwas kürzer als gewöhnlich, aber ich habe Stress und irgendwie die Geheimtipps fast vergessen. Da musste es mit schreiben eben mal etwas schneller gehen!

Was war dein Monatshighlight?
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[Jules Rezensionen] Der Übergang

Hallo ihr Lieben!
Hier bin ich wieder und stelle heute eines meiner liebsten Bücher vor: „Der Übergang“ von Justin Cronin. Es ist der erste Band einer Trilogie und umfasst unglaubliche 1000 Seiten! Aber jede einzelne Seite ist es absolut wert gelesen zu werden!

Informationen zum Buch

Quelle: Goldmann

Der Übergang

Justin Cronin

Übersetzer: Rainer Schmidt
Taschenbuch
1024 Seiten
9,99€
ISBN:978-3442469376
Autorenwebsite



Erster Eindruck

Also das Cover ist schonmal richtig gruselig. Dieses kleine Mädchen mit zu hellen Augen, den zu dunklen Lippen und den Haaren im Gesicht lässt einem die Nackenhaare zu Berge stehen und verspricht richtig viel Spannung.

Inhalt

Den Inhalt umreiße ich hier ob der tausend Buchseiten nur kurz:
Erster Teil – Special Agent Bradford Joseph Wolgast hat mit seinem Kollegen den Auftrag zwölf ausgewählte Schwerverbrecher von den jeweiligen Gefängnissen in eine spezielle Forschungseinrichtung zu überführen. Doch nachdem sie den letzten Verbrecher überstellt haben, bekommen sie einen neuen Auftrag: ein kleines Mädchen, dass bei Nonnen wohnt, soll entführt werden um sie in die Forschungseinrichtung zu bringen. Wolgast, der stark zweifelt, nimmt das Mädchen – Amy – dann nach einem Vorfall im Zoo doch mit.
In der Forschungseinrichtung wird mit einem Virus aus dem bolivischen Urwald experimentiert, das den zwölf Schwerverbrechern injiziert wird. Durch das Virus verwandeln sich „die Zwölf“ in blutsaugende Monster, aber nicht wie Vampire, sondern eher wie eine Art grausame unmenschliche Wesen, die in die Gedanken der Menschen eindringen können und sie zu sich locken können.
Wolgast schafft es Amy zu retten, als „die Zwölf“ schließlich entkommen und die Welt ins Chaos stürzen. Er flieht mit ihr zu einem einsamen Haus und beschützt sie so lange, bis er an den folgen einer Atombombe stirbt. Amy überlebt...
Zweiter Teil – 100 Jahre später: Die „Virals“, wie sie jetzt genannt werden, dominieren die Welt, aus dem ursprünglichen zwölf wurden tausende und die verbliebenen Menschen leben in Kolonien mit erbärmlichen Zuständen zusammen. Die einzige Waffe, die die Menschen gegen die Virals haben ist Licht. Und die Akkus der Lichter, genauso wie die restlichen Ressourcen, werden knapp. Deshalb muss ein Team sich auf die Suche nach Strom machen und beginnt eine Mission zum alten Kraftwerk. Das Team wird von Virals angegriffen und Peter – ein Mitglied des Teams – kommt in eine fast aussichtlose Situation. Bis plötzlich Amy vor ihm steht und ihn rettet, denn sie scheint die Virals irgendwie vertreiben zu können.
Die Begegnung scheint Peter so unwirklich, dass er zuerst nichts davon sagt, doch Amy folgt dem Trupp zur Kolonie. Und Amys auftauchen verändert alles. Sie scheint der Schlüssel, das Heilmittel, gegen die Virals zu sein. Und so brechen Peter und einige weitere Personen zu einer gefährlichen Expedition auf, die die Rettung der Welt bedeuten könnte.


Meine Meinung

Am Anfang des Buches springt man zwischen einigen Handlungssträngen hin und her und das Buch baut etwas langsam an Dynamik auf. Das mag auch Justin Cronins Erzählstil geschuldet sein, der sehr detailsreich ist. Doch sobald die Geschichte Fahrt aufgenommen hat, ist es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Auf den über tausend Seiten passiert so viel, dass es eigentlich auch für zwei Bücher gereicht hätte. Doch Justin Cronin beschreibt seine Protagonisten so authentisch, dass man einfach mit ihnen mitfühlt. Im ersten Teil ist man noch vom Virus gegruselt und fürchtet um das Überleben des kleinen Mädchens doch im zweiten Teil lebt man richtig mit den einzelnen Personen und ihren Schicksalen mit. So gibt es da Mausami, die in Theo verliebt ist, aber mit Galen verheiratet ist. Es gibt Michael „Akku“ Fisher, der das technische Genie der Kolonie ist, Alicia die im Kamp von einem Viral gebissen wird,... Man taucht ein in diese koloniale Welt, in die zwischenmenschlichen Beziehungen, in den Kampf ums Überlegen und in die Hoffnung auf den Sieg gegen die Virals.

Fazit

Ich habe selten so ein komplexes und spannendes Buch gelesen. Naja, das stimmt nicht ganz, schließlich hab ich auch Teil zwei der Saga „die Zwölf“ gelesen. Und Teil 3 „die Spiegelstadt“ erwarte ich seit der letzten Seite von „die Zwölf“ mit soviel Ungeduld, dass ich es kaum aushalte. Aber mein Warten soll am 31. Oktober 2016 endlich sein Ende finden.




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