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Ein Besuch auf Schreckenstein

Kennt ihr die Jugendbuchreihe „Die Jungen von Burg Schreckenstein“ von Oliver Hassencamp? Mein Vater und seine Brüder haben damals sehr viele davon gelesen und irgendwann habe ich die Bücher bei meinen Großeltern gefunden. Und geliebt.

Worum es geht? Um ein Internat auf einer alten Burg. Die dort lebenden Jungs bezeichnen sich selbst als Ritter und haben einen Ehrencodex. So sind Streiche voll okay, solange nichts und niemand dabei zu Schaden kommt. Und in Klassenarbeiten wird natürlich auch nicht abgeschrieben. Ehrensache.
Diesen Herbst kam dazu ein Film in die Kinos. Wahrscheinlich, weil die Verfilmung von Hanni und Nanni so gut funktioniert hat. Und nein: Ich habe diesen Film noch nicht gesehen. Ich habe auch nicht vor ihn mir anzusehen. Vielleicht irgendwann mal auf DVD oder im Fernsehen. Warum? Weil Stephan, Ottokar, Mücke und Co. quasi die ersten Buchcharaktere waren in die ich irgendwie verliebt war. Und in diesem Film sind die so etwa 11. Nicht so 15-16, wie im Buch (also genaugenommen wird das nicht gesagt, aber es gibt die „Kleinen“ und die „Großen“ dort und die „Großen“ sind alt genug um zu flirten und ernsthafte Beziehungen zu führen… Also würde ich sagen, dass die so etwa Beginn der Oberstufe sind). Das kommt mir irgendwie seltsam vor. Außerdem hat Mauersäge Haare…

Aber worum es eigentlich geht: Nachdem ich im Kino den Trailer gesehen habe, habe ich den ersten Band der Reihe nochmal gelesen. Es fühlte sich irgendwie komisch an. So war mir gar nicht bewusst, dass Stephan wirklich schon im ersten Band auftaucht. Und das Mücke da nur eine untergeordnete Rolle spielt. Und wie viel Sport die machen.
Auf der anderen Seite habe ich mich gleich von Seite 1 an zu Hause gefühlt. Ich kenne alle Personen und ihre Fehler und Vorzüge. Ich kenne die Regeln, nach denen das Leben dort abläuft und den Grundriss der Burg.

Aber dann sind da die Witze, die vor gut 10 Jahren einfach an mir vorbeigegangen sind. Oliver Hassencamp war eben nicht „nur“ ein Jugendbuchautor sondern auch Kabarettist und Schauspieler. Heute wäre er wahrscheinlich Blogger und würde sich wortgewaltig über alles von der Beststellerliste bis zur AfD aufregen. Die Schreckenstein-Jungs sind auf der Oberfläche einfach nur eine Gruppe cooler Typen, die viel Spaß haben. Das ist quasi die jugendfreie Version der Bücher. Aber auf der anderen Seite sind sowohl Ottokar als auch Stephan in die mehrere Jahre ältere Tochter eines der Lehrer verliebt. Und versuchen mit ihr zu flirten. Mit Wallenstein-Zitaten. Aber okay, die 70er und 80er waren eine andere Zeit ;)
Dazu kommt die kaum versteckte Gesellschaftskritik. Vom Sohn des Bürgermeisters, der natürlich auf die modernste Schule der Stadt geht während die alte Schule der Schreckensteiner völlig überfüllt ist, bis zum Ablehnen von Rauchen und Trinken von Seiten der Ritter.

Klar, auch Schreckenstein hat seine Schattenseiten. Vieles was in den Büchern als „Streich“ abgetan wird ist eigentlich schon eher Mobbing. Und ein Schulleiter, der zulässt, dass einer seiner Schüler den Allerwertesten mit Spannlack eingepinselt bekommt, wäre seinen Job heute wohl doch recht schnell los.
Ich finde es trotzdem sehr schade, dass diese Buchreihe wenig bekannt ist. Und das es meines Wissens nach nichts Vergleichbares gibt in der heutigen Jugendliteratur. Klar, in der heutigen Zeit fehlen auch den Schreckenstein-Büchern wichtige Themen. So gibt es glaube ich keinen Band in dem sich mit Sexualität (in welcher Form auch immer) befasst wird. Und die Diversität ist recht dünn gesät. Aber dafür sind die Bücher jetzt ja auch schon 40 Jahre alt.


Wie wäre es liebe Egmont Verlagsgruppe: Komplette Neuauflage (die ersten drei Bücher gibt es schon) mit der ursprünglichen Schneiderbuch-Aufmachung? Vielleicht in Sammelbänden? Ich würde sie kaufen, die Ausgaben meines Vaters fallen leider auseinander und meine Eigenen sind eine grässliche, blaue Neuauflage von 2005.
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[Leseratten zu Gast] Janine von Kapri-zioes




Heute ist die liebe Janine hier zu Gast. Janine bloggt auf Kapri-ziös und hat im September die unglaublich tolle Aktion #buchpassion organisiert. Dadurch bin ich das erste Mal auf ihren Blog aufmerksam geworden. Aber ich war sicher nicht das letzte Mal dort als Leser zu Gast.

Janine ist vielleicht nicht so die "typische" Leseratte, aber lest selbst:



Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat?
Mit 14 Jahren habe ich in einer kleinen Stadtbuchhandlung ein Praktikum gemacht. Eigentlich hatte ich gar keine Lust – es war ein Pflichtpraktikum und ich hatte damals den Weg des geringsten Widerstands gesucht. Vor diesem Praktikum habe ich nicht einmal sonderlich gern gelesen. Harry Potter kannte ich schon, hat mich aber nicht vom Lesen überzeugt, weil der erste Teil bis zur Hälfte doch vergleichsweise dröge war für mich. Mit dem Praktikum änderte sich alles: Feuer gefangen habe ich dann mit Cornelia Funke und Tintenherz auf Empfehlung der Geschäftsführerin der besagten Buchhandlung.

Was war dein erstes (Lieblings-)buch?
Mein erstes Lieblingsbuch war dann eindeutig Tintenherz und es gehört auch jetzt noch zu den Büchern mit einem besonderen Platz im Buchregal. Allerdings sind über die Jahre noch ein paar mehr Lieblingsbücher dazu gekommen.

Was ist dir in Büchern besonders wichtig?
Neue Einblicke! Besonders faszinieren mich fremde Sichtweisen der Welt. Mein Buchgeschmack ist ziemlich divers, eigentlich könnte man auch fast sagen schizophren, weil ich so viele verschiedene Buchrichtungen gern lese.

Und was nervt dich am meisten?
Wenn Autoren sich keine Mühe geben, für ihren Leser die Inhalte verständlich darzustellen. Wer komplett am Leser vorbei schreibt, hat es bei mir schwer. Ich gehe davon aus, wenn jemand schon ein Buch schreibt und dieses verlegen lässt, dann will er auch, dass andere Menschen das lesen und die Gedanken verstehen. Ständige Gedankensprünge und einen fehlenden roten Faden finde ich wirklich zum Brechen.

Welches Buch ist dein momentanes Lieblingsbuch? Kannst du sagen warum oder ist es einfach nur so ein Gefühl?
Ich habe mehrere Lieblingsbücher. Immer und zu jeder Zeit, deshalb nehme ich lieber ein Buch, welches mich inhaltlich gerade sehr beschäftigt: „Wenn Männer mir die Welt erklären“ von Rebecca Solnit. Immer wieder bemerke ich, dass gerade Männer meine Meinung bewusst überhören oder sogar offensiv abtun. Tröstend an diesem Buch ist, dass Solnit ganz klar darstellt, dass jede Frau diese Situationen erlebt. Das gibt mir Mut und ich überdenke auch manche Verhaltensweisen von mir durch das Lesen von Solnits Essays.

Foto Janine
Janine
Wenn du dir die perfekte Leseumgebung vorstellst: Wie sieht die aus?
Meine Couch und dazu absolute Ruhe.

Du bloggst ja auch über Bücher. Wieso hast du damals angefangen damit? Was macht dir besonders Spaß daran?
Mein Blog ist ein reiner Buch- und Literaturblog, alle meine Artikel haben irgendwas mit Büchern zu tun. Angefangen habe ich damals mit dem Buchbloggen, weil ich neugierig war, ob ich alleine einen Blog betreiben kann und weil ich eben gern gelesen habe. Mittlerweile hat sich meine Motivation aber etwas geändert und zwar möchte ich gerade auch Nicht-Lesern oder Nur-manchmal-Lesern zeigen, wie spannend Bücher sein können. Lesen ist nicht staubtrocken!

Tee oder Kaffee?
Grüner Tee!

Süßes oder Salziges?
Eine Mischung aus beidem. Zum Beispiel kannst du das finden bei Schokolade mit Karamell und Salz.

Sommer oder Winter?
Eindeutig Sommer. 

"Lesen ist nicht staubtrocken" Irgendwer hier, der dem nicht zustimmt? Ich finde das fasst es perfekt zusammen!
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Buchgedanken.tv

Was steckt eigentlich hinter einem Buch? Was hat sich der Autor dabei gedacht?

Oft erfährt man das nur zufällig mal in einem Interview. Oder auf einer Lesung, wenn der Autor ins Plaudern kommt.  Aber so im eigenen Wohnzimmer?



7 Autoren haben sich zusammen getan und wollen genau solche Fragen beantworten. Allen. Im Internet.  Neben Videobeiträgen wird dazu auch Live-Chats mit den Autoren geben. Auf buchgedanken.tv findet ihr jetzt schon einen kleinen Einblick was das angeht.

Und wer ist dabei?
05.12.2016: 18.30 Uhr
Ulrike Scheuermann:  
Innerlich frei – Was wir gewinnen, wenn wir unsere ungeliebten Seiten annehmen 




06.12.2016: 18.30 Uhr 
Nils Bäumer:  
Kreativität auf Knopfdruck – Das Training für Ihren Ideenmuskel




07.12.2016: 18.30 Uhr
Claudia Kimich:  
Verhandlungstango – Schritt für Schritt zu mehr Geld und Anerkennung. Elegant verhandeln auf Augenhöhe




08.12.2016: 18.30 Uhr
Silvia Ziolkowski:  
Bau dir deine Zukunft – Ein Anstiftungs- und Umsetzungsbuch für ein großartiges Leben




09.12.2016: 18.30 Uhr
Daniela Jost:  
Spirituelle Impulse zum Glücklichsten – Warum es anders werden muss, damit es besser werden kann




10.12.2016: 17.00 Uhr
Emanuel Koch:  
Und täglich grüßt dein Lebenstraum – Mutig handeln und das Unmögliche schaffen 




11.12.2016: 17.00 Uhr  
Tanja Köhler:  
Das Jahr, als ich anfing, Dudelsack zu spielen. Eine Anleitung zur Ver- änderung in der Mitte des Lebens 


Zugegebenermaßen: Bisher kenne ich kein einziges der Bücher.  (7 Sachbücher sind auch mehr als ich normalerweise in einem ganzen Jahr lese ^^) Aber ich finde das Konzept hinter Buchgedanken unglaublich spannend. Leider bin ich wahrscheinlich an zwei der Abende nicht da und kann die jeweiligen Vorträge also nicht live verfolgen. Glücklicherweise sollen die Videos anschließend verfügbar bleiben


PS: Für alle die lieber Live genießen: Bei "Buchimpulse on Tour" werden drei der Bücher ebenfalls vorgestellt. Und zwar in Bremen (29.11), Erding (30.11) und Denkingen (1.12.).
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Bücher für ein besseres Morgen



2016 scheint irgendwie verhext. Eine Krise jagt die Nächste und überall erstarken die Populisten und Radikalen. Und ich muss ehrlich sagen: Nein, ich möchte nicht in so einer Welt leben. Und ich hoffe, dass auch keiner von euch es tun möchte.
Aber es hilft nicht zu jammern, wir müssen etwas tun. Und weil ich nicht gut bin darin tatsächlich auf die Straße zu gehen und Politik zu machen, gibt es halt eine Buchliste. Und zwar eine Liste mit Büchern, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Bücher, die uns und unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Irgendwie.

Sofern vorhanden, kommt ihr übrigens durch einen Klick auf den Titel auf meine Rezension.

Little Brother + Homeland

„This sounds like you’re saying that national security is more important than the Constitution.”

Oder auch um es mit den Worten von Benjamin Franklin zu sagen: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit." Cory Doctorow zeigt in beiden Büchern eindringlich, welche Möglichkeiten unsere Technik bietet, wenn es um Überwachung geht. Und wie wir uns wehren können.

Salz für die See

„Die Verzweiflung war so greifbar, dass ich sie vom Kai hätte schaufeln können“

Flucht. Eine Erfahrung, die grade einmal wieder viel zu viele Menschen machen müssen. Umso wichtiger sind Bücher, wie „Salz für die See“, die die Schrecken der Flucht aufzeigen. Niemand flieht, weil er grade Lust drauf hat.

Jenseits der blauen Grenze

„Immerhin haben wir einen Kompass und ein Ziel, den Westen.“

Der Mauerfall ist für mich quasi ein Ereignis aus grauer Vorzeit. Ich bin Jahrgang ‘93: Ein geteiltes Deutschland gibt es in meiner Erinnerung nicht. Umso wichtiger ist es die Erinnerung daran am Leben zu erhalten. Denn es ist erst 27 Jahre her, da sahen sich Menschen genötigt unter Einsatz ihres Lebens aus einem deutschen Staat zu fliehen.

Der Joker

 „Maybe everyone can live beyond what they're capable of.”

Markus Zusak ist ein Genie. Und in diesem Buch fragt er „Was ist eigentlich Schicksal?“ und „Was ist mit denen, die von der Gesellschaft vergessen wurden?“.  Ein Zufallsfund aber ein so guter Zufallsfund.

Die Bücherdiebin

 „Diese widersprüchliche Natur des Menschen! Ein bisschen gut, ein bisschen böse. Man muss nur einen Schuss Wasser dazugeben und umrühren.“

Noch ein Zusak-Buch.  Mit sehr vielen Einsichten über uns Menschen und darüber was eigentlich ein Krieg ausmacht. Und was „Überleben“ bedeutet.

Daddy long-legs

 „Are women citizens?  I don’t suppose they are”


Mit Sätzen wie diesen macht mir dieses Buch klar, wie gut wir es doch haben. Denn 1912 konnte eine junge Frau noch so intelligent, noch so reich sein: Wählen durfte sie nicht. Und Judy hat sehr viele, sehr kluge Meinungen über die Welt und über die Menschen.

Welche Bücher fehlen auch dieser Liste? Was muss man - grade in der momentanen Situation - unbedingt gelesen haben?
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[Leseratten zu Gast] Rebecca von Goldblatt



Hallo!

Es ist wieder so weit, ich habe mir eine Leseratte eingeladen! Diesmal stellt sich Rebecca von Goldblatt meinen Fragen.

Als Blog ist Goldblatt zwar noch nicht ganz so alt, aber Rebecca bin ich schon auf ihrem vorherigen Blog Bookaloo gefolgt. Sie hat übrigens einen wirklich tollen Beitrag darüber geschrieben, warum sie sich entschieden hat nochmal "neu" anzufangen, unter anderem Namen und mit etwas anderem Fokus: "Alles auf Anfang..."


Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat? 
Auf einen bestimmten Moment oder ein bestimmtes Buch kann ich das nicht mehr zurückverfolgen. Es hat sich irgendwie schon früh entwickelt. Wie genau, weiß ich aber nicht. Woran ich aber immer wieder als „Schlüsselmomente“ zurückdenke, ist, als meine Mutter mir oft abends ein Buch vorgelesen hat, was gleichzeitig so ein Wimmelbild/Bilderbuch-Charakter hatte. Dass ich dieses Buch auch allein immer wieder durchgeblättert habe. Leider weiß ich nicht mehr wie es heißt. Ich erinnere mich auch gerne an den Moment als ich mir in der Stadtbibliothek einen Ausweis habe machen lassen und danach regelmäßig mit zehn Büchern oder mehr nach Hause gegangen bin. Der Stoffbeutel war immer randvoll.


Was war dein erstes (Lieblings-)buch? 
Quelle: Rebecca privat
Wahrscheinlich das Buch, was ich in der vorherigen Frage schon erwähnt habe. Allerdings erinnere ich mich echt null an den Titel. Das erste Buch woran ich mich aktiv erinnere, dass es wirklich meins war (ich musste mir die Bücher zuhause oft mit meiner Schwester teilen), war ein Gänsehaut-Roman. Und die hab ich tatsächlich eine Weile sogar gesammelt.


Was ist dir in Büchern besonders wichtig? 
Stimmigkeit. Atmosphäre. Wenn die Geschichte rund ist, keine dummen Flüchtigkeitsfehler im Plot passieren bin ich schon sehr zufrieden. Wenn das Buch in sich aber eine besondere Atmosphäre schafft, verzeihe ich auch solche Fehler. Eins von beidem muss also immer da sein.


Und was nervt dich am meisten? 
Standardsätze und Floskeln. Wie z. B. das gängige Modell von dem heißen jungen Kerl, dem immer die Schmalzlocke in die Augen fällt. Was soll das?! Was ist aus dem guten alten Kurzhaarschnitt geworden?

Daneben nervt mich Vorhersehbarkeit und Ähnlichkeit sehr. Wenn ich nach dem ersten Drittel das Gefühl habe, diese Geschichte schon zu kennen oder zu wissen, wie das alles ausgehen wird, weil sich der/die Autor/in Klischees und 08/15-Plotelementen bedient, find ich das fürchterlich.


Welches Buch ist dein momentanes Lieblingsbuch? Kannst du sagen warum oder ist es einfach nur so ein Gefühl? 
Mein momentanes Lieblingsbuch... Das ist schwierig, weil es zwei sind.

Zum einen ist da „Jane & Miss Tennyson“ von Emma Mills. Und dann ist da noch „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag. Beides sehr junge Bücher, die ich relativ zeitnah gelesen habe. Und beide haben mich auf ihre eigene Art abgeholt.

Das Buch von Emma Mills war nicht mega originell, aber der Schreibstil, der Humor in dem Buch war super! Und entgegen dem üblichen Vorgehen beim Jugendbuch, war die Liebesgeschichte nur ein feiner kleiner Charakterzug der Geschichte. Sehr erfrischend.
Bei Anne Freytags Buch habe ich emotional einfach alles gelassen. Ich habe selten so sehr bei einem Buch geschluchzt und zwischen einem so hohen Taschentuchberg gesessen.


Wenn du dir die perfekte Leseumgebung vorstellst: Wie sieht die aus? 
Die perfekte Leseumgebung ist abgeschieden. Kein Straßenlärm, keine Personen, die irgendwas von einem wollen. Dazu natürlich ein warmes, flauschiges Plätzchen, wo ich sowohl liegen und sitzen kann, mit einem Haufen Kuscheldecken und Kissen. Viel braucht es wirklich nicht. Nur Ruhe und Geborgenheit.


Du bloggst ja auch über Bücher. Wieso hast du damals angefangen damit? Was macht dir besonders Spaß daran? 
Ich hab damals damit angefangen, weil ich leider im privaten Umfeld echt niemanden habe, mit dem ich über meinen Lesegeschmack reden konnte. Die einzigen zwei oder drei Personen, die ich kenne, die annähernd so gerne lesen wie ich, lesen komplett andere Bücher. Und damals wollte ich einfach mal wieder bloggen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade die Reihe zu Cassia & Ky von Ally Condie ausgelesen, war in einem Lesefieber und konnte mich mit nicht darüber auslassen. Da entstand die Idee, den Wunsch wieder zu Bloggen, mit der Sehnsucht über Bücher zu sprechen, zu kombinieren.

Und es gibt viele Punkte die Spaß machen. Zum einen macht es Spaß über neue und andere Bücher zu stolpern, die einem so vielleicht nie im Buchladen aufgefallen wären. Ich mag es in den Verlagsvorschauen zu stöbern! Oder man bekommt durch das netzwerken mit anderen Bloggern so viel tolles Feedback, aber auch neue Ideen und Denkanstöße. Unabhängig von Büchern. Meine Interessen haben sich auch enorm weiterentwickelt. Designentwicklung, HTML-Programmierung oder Fotografie zum Beispiel. Fand ich immer interessant und fancy, hab es aber nicht aktiv betrieben. Das hat sich durchs bloggen geändert. Ich finde das Bloggen ist so eine schöne kreative Art sich auszudrücken, sich weiterzuentwickeln und sich mit anderen auszutauschen.


Tee oder Kaffee? 
Kakao

Süßes oder Salziges?
Erst süß. Dann salzig. Und dann wieder süß.

Sommer oder Winter?
Winter ♥


Ich muss Rebecca voll und ganz zustimmen: Bloggen ist eine wunderbare Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und sich auszudrücken.
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[Rezension] Salz für die See

Informationen zum Buch

Salz für die See von Ruta Sepetys - Cover
Quelle: Carlsen

Salz für die See

Ruta Sepetys

Übersetzer: Henning Ahrens
Hardcover
416 Seiten
19,99 € [D] 20,60 € [A]
ISBN 978-3-551-56023-0
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-


Erster Eindruck

Tja, ein Königskinder-Buch. Also: Wunderbares Cover ist quasi selbstverständlich. Mich erinnert es übrigens ein wenig an die DGzRS Werbung, da ist auch immer viel aufgewühltes Wasser und ähnliche Farben sind das auch. Unter dem Schutzumschlag ist übrigens "Wilhelm Gustloff" eingeprägt. Und es gibt ein Lesebändchen!

Inhalt

Es ist Januar 1945. Die sowjetischen Truppen rücken immer weiter vor in Ostpreußen.
Florian, Emilia und Joana sind auf der Flucht. Jeder für sich und doch irgendwie zusammen. Und jeder hat seine Geheimnisse.
Alfred ist Soldat. Mehr oder weniger. Einsatzort: Die "Wilhelm Gustloff".


Meine Meinung

Wie fasst man ein solches Buch in Worte?

"Salz für die See" ist großartig. Verstörend. Wundervoll. Beängstigen. Atemberaubend. Zum Nachdenken anregend. Einfach unbeschreiblich.

Ich hatte Angst, dass ich zu hohe Erwartungen haben würde an dieses Buch. Schon so oft haben mich historische Roman enttäuscht. Aber Ruta Sepetys macht alles richtig. Sie schafft es einfach die Gefühle der Protagonisten einzufangen.

"Salz für die See" ist auch vier verschiedenen Sichten geschrieben. Meistens wird dabei nach 1 oder 2 Seiten die Perspektive gewechselt. Aber teilweise ist es auch nur ein Absatz. Oder sogar nur ein Satz. Durch diese Erzählweise schafft die Autorin es grade am Ende des Buches einen in einen Mahlstrom aus Gefühlen zu befördern. Was ziemlich verstörend sein kann. Wirklich.
Die vier Protagonisten kommen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen und jeder hat seine eigenen Gründe. Jeder der vier ist einzigartig und gut charakterisiert. Lediglich Alfred scheint manchmal etwas eindimensional, aber auch das scheint Absicht.

Man merkt es vielleicht: Ich weiß nicht recht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Definitiv eines meiner Jahreshighlights. Aber eben auch ein Buch, dass mich ganz sicher nicht hat jubeln lassen. Außerdem finde ich es sehr schwer darüber zu erzählen ohne zu spoilern. Wobei doch, eins kann ich sagen: Die Wilhelm Gustloff wird untergehen. Und mehr als 9000 Menschen mit sich reißen.

Fazit

Einfach selber lesen! "Salz für die See" ist so unbeschreiblich, aber ich kann euch versprechen, dass es ganz sicher einen Eindruck hinterlassen wird!

5 Sterne


Ich habe dieses Buch in Tausch für eine ehrliche Rezension vom Königskinder Verlag/Carlsen bekommen. Danke dafür! Meine Lobeshymmne hat aber ganz sicher nichts mit diesem Fakt zu tun, dafür ist das Buch ganz alleine verantwortlich, egal wo ich es her habe.

4

Huch, schon wieder Geheimtipps!



Huhu,

es ist schon wieder der erste Sonntag im Monat! Unglaublich, oder? Im Oktober war ich einfach unglaublich viel unterwegs und dann fing auch noch die Uni wieder an. Hier auf dem Blog hat man davon denke ich nicht ganz so viel gemerkt, wer mir auf Twitter folgt hat das glaube ich eher mitbekommen.
Aber gut, auf zu den Geheimtipps!


Erstmal ein Beitrag, der eigentlich schon im letzten Monat in die Geheimtipps sollte. Aber irgendwie dann doch nicht dabei war, was mir etwas spät aufgefallen ist... Und zwar handelt es sich dabei um Jules Anleitung zum Basteln von Tierlesezeichen. Übrigens habt ihr schon Jules neueste Rezension hier im Büchernest gelesen? Nein? Es geht um "Totenfang"

Mona (oder auch Tintenelfe) hat auf ihrem Blog Tintenhain über ihren Ausflug nach Schwarzkollm berichtet. Kennt ihr nicht? Dort spielt die Geschichte von Krabat und diese wiederum findet Monas älteste Tochter unglaublich interessant. Eine tolle Idee, dann einen Ausflug dahin zu machen. Und der Beitrag ist auch sehr interessant!
Übrigens: Meine Lieblingsbearbeitung der Krabat-Legende ist die von ASP. Lieder wie "Mein Herz erkennt dich immer" oder "Zaubererbruder" sind einfach nur genial.

Sind Vielleser anspruchsvoller als "normale" Leser? Lesen wir anders? Diese Frage hat sich Heike von umblättern gestellt. Unbedingt lesen diesen Beitrag!

Apropos Vielleser. Wie schafft man das eigentlich? So neben dem Alltag? Andreea hat auf Andreea liest einen 5 Tipps dazu aufgeschrieben.

Ich habe keinen SuB. Also keinen dauerhaften. Maximal sind es mal 3 oder 4 Bücher, meistens nach Weihnachten oder nach meinem Geburtstag. Astrid von leckerekekse geht es genauso und sie hat einen sehr schönen Beitrag dazu geschrieben.
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[Jules Rezensionen] Totenfang

Hallo meine Lieben, es wird wieder spannend!
Nachdem ich euch im Juli erstmals in die Welt von Dr. David Hunter entführt habe, gibt’s heute den neuesten Fall „Totanfang“, der erst vor zwei Wochen erschienen ist!

Informationen zum Buch

Quelle: Rowohlt

Totenfang

Simon Beckett

Übersetzer: Karen Witthuhn; Sabine Längsfeld
Hardcover
560 Seiten
22,95 €
ISBN 978-3-8052-5001-6
Website des Verlags




Erster Eindruck

Das Cover ist genau wie die anderen der Reihe sehr schlicht in Schwarz und Weiß gehalten und erinnert wieder an eine Parte.

Inhalt

Nachdem sich Dr. Hunter bei den letzten Ermittlungen etwas ins Aus geschossen hat, langweilt er sich an der Universität mit seinem üblichen Job doch ziemlich. Ein Lichtblick ist jedoch der Anruf der Polizei in Essex, die eine Leiche in den Backwaters zu bergen hat und dabei seine Unterstützung wünscht. Die Ermittler haben auch schon einen Verdacht wer die Leiche sein könnte: Leo Villiers, der Zögling – und das schwarze Schaf – einer sehr einflussreichen Familie, soll eine Affäre mit der verheirateten Emma Darby gehabt haben und erst sie und dann sich selbst getötet haben. Doch bald kommen Dr. David Hunter die ersten Zweifel an der Identität der männlichen Leiche...


Meine Meinung

Sechs Jahre nachdem der letzte Teil erschienen ist, war es etwas schwer sich an manche Ereignisse zu erinnern, an die im neuen Band angespielt wird. Gewohnt verworren sind die Geschehnisse in der Geschichte, die aber die Spannung ausmachen und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer denn der Mörder ist. Auch wenn ich diesen Teil nicht ganz so spannend gefunden habe wie die anderen, war es wieder ein Lesevergnügen und wir dürfen uns auf eine Fortsetzung freuen!


Fazit

Etwas weniger spannend als die anderen Teile, aber genauso unterhaltsam und kurzweilig. Bis zum Schluss hatte ich – wie bei den Dr. Hunter Fällen üblich – keine Ahnung wer der Mörder ist! Ein idealer Thriller-Spaß für die kalte Jahreszeit!

Sterne: 4 von 5


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