Informationen zum Buch
Erster Eindruck:
Auf dem Cover sieht man ein umgekipptes Glas mit Murmeln und ein Mädchen, welches zusammengekauert auf einer Wiese sitzt. Das Cover hätte mich wahrscheinlich nicht dazu gebracht mir dieses Buch näher anzuschauen. Aber ich mag auch diese mysteriösen Cover lieber auf denen man nur Andeutung zur Geschichte erkennen kann.
Inhalt:
Lala beschließt für jeden glücklichen Tag eine Murmel in ein Glas zu legen. Nachdem ihr Stiefvater aus dem Kosovokrieg zurückkehrt gibt es diese Tage aber nur noch selten. Er trinkt, verbringt seine Tage vor Fernsehen. Und er schlägt Lala. Am Anfang. Aber bald tut er noch ganz andere Dinge. Und Lala zieht sich in ihre Fantasiewelt zurück.
Meine Meinung:
Kindesmissbrauch. Kein schönes Thema. Ganz und gar kein schönes Thema. Aber eines das behandelt werden muss. Wegschauen hilft nicht.Eigentlich geht es in diesem Buch auch gar nicht so wirklich um den Missbrauch an sich. Eher darum, dass alle Wegschauen (wobei die Szene mit den Polizisten wirklich schon sehr viel Klischee beinhaltet). Und darum wie ein Opfer mit dem Missbrauch umgeht.
Auch wenn „Das Murmelglas“ über weite Strecken ein sehr schwarz-weißes Bild zeichnet: Manchmal ist sich auch der Leser nicht sicher ob sich Lala das wirklich nicht nur eingebildet hat. Grade einige Szenen am Ende lassen einen da wirklich zweifeln.
Die eigentliche Geschichte wird immer wieder unterbrochen von Lala Träumen. Mit ihr können wir dabei zusammen vor den Ereignissen fliehen. Dadurch wird man als Leser nicht überfordert, was ja bei dem Thema durchaus ein Problem sein kann.


Keine Kommentare