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Ein Besuch auf Schreckenstein

Kennt ihr die Jugendbuchreihe „Die Jungen von Burg Schreckenstein“ von Oliver Hassencamp? Mein Vater und seine Brüder haben damals sehr viele davon gelesen und irgendwann habe ich die Bücher bei meinen Großeltern gefunden. Und geliebt.

Worum es geht? Um ein Internat auf einer alten Burg. Die dort lebenden Jungs bezeichnen sich selbst als Ritter und haben einen Ehrencodex. So sind Streiche voll okay, solange nichts und niemand dabei zu Schaden kommt. Und in Klassenarbeiten wird natürlich auch nicht abgeschrieben. Ehrensache.
Diesen Herbst kam dazu ein Film in die Kinos. Wahrscheinlich, weil die Verfilmung von Hanni und Nanni so gut funktioniert hat. Und nein: Ich habe diesen Film noch nicht gesehen. Ich habe auch nicht vor ihn mir anzusehen. Vielleicht irgendwann mal auf DVD oder im Fernsehen. Warum? Weil Stephan, Ottokar, Mücke und Co. quasi die ersten Buchcharaktere waren in die ich irgendwie verliebt war. Und in diesem Film sind die so etwa 11. Nicht so 15-16, wie im Buch (also genaugenommen wird das nicht gesagt, aber es gibt die „Kleinen“ und die „Großen“ dort und die „Großen“ sind alt genug um zu flirten und ernsthafte Beziehungen zu führen… Also würde ich sagen, dass die so etwa Beginn der Oberstufe sind). Das kommt mir irgendwie seltsam vor. Außerdem hat Mauersäge Haare…

Aber worum es eigentlich geht: Nachdem ich im Kino den Trailer gesehen habe, habe ich den ersten Band der Reihe nochmal gelesen. Es fühlte sich irgendwie komisch an. So war mir gar nicht bewusst, dass Stephan wirklich schon im ersten Band auftaucht. Und das Mücke da nur eine untergeordnete Rolle spielt. Und wie viel Sport die machen.
Auf der anderen Seite habe ich mich gleich von Seite 1 an zu Hause gefühlt. Ich kenne alle Personen und ihre Fehler und Vorzüge. Ich kenne die Regeln, nach denen das Leben dort abläuft und den Grundriss der Burg.

Aber dann sind da die Witze, die vor gut 10 Jahren einfach an mir vorbeigegangen sind. Oliver Hassencamp war eben nicht „nur“ ein Jugendbuchautor sondern auch Kabarettist und Schauspieler. Heute wäre er wahrscheinlich Blogger und würde sich wortgewaltig über alles von der Beststellerliste bis zur AfD aufregen. Die Schreckenstein-Jungs sind auf der Oberfläche einfach nur eine Gruppe cooler Typen, die viel Spaß haben. Das ist quasi die jugendfreie Version der Bücher. Aber auf der anderen Seite sind sowohl Ottokar als auch Stephan in die mehrere Jahre ältere Tochter eines der Lehrer verliebt. Und versuchen mit ihr zu flirten. Mit Wallenstein-Zitaten. Aber okay, die 70er und 80er waren eine andere Zeit ;)
Dazu kommt die kaum versteckte Gesellschaftskritik. Vom Sohn des Bürgermeisters, der natürlich auf die modernste Schule der Stadt geht während die alte Schule der Schreckensteiner völlig überfüllt ist, bis zum Ablehnen von Rauchen und Trinken von Seiten der Ritter.

Klar, auch Schreckenstein hat seine Schattenseiten. Vieles was in den Büchern als „Streich“ abgetan wird ist eigentlich schon eher Mobbing. Und ein Schulleiter, der zulässt, dass einer seiner Schüler den Allerwertesten mit Spannlack eingepinselt bekommt, wäre seinen Job heute wohl doch recht schnell los.
Ich finde es trotzdem sehr schade, dass diese Buchreihe wenig bekannt ist. Und das es meines Wissens nach nichts Vergleichbares gibt in der heutigen Jugendliteratur. Klar, in der heutigen Zeit fehlen auch den Schreckenstein-Büchern wichtige Themen. So gibt es glaube ich keinen Band in dem sich mit Sexualität (in welcher Form auch immer) befasst wird. Und die Diversität ist recht dünn gesät. Aber dafür sind die Bücher jetzt ja auch schon 40 Jahre alt.


Wie wäre es liebe Egmont Verlagsgruppe: Komplette Neuauflage (die ersten drei Bücher gibt es schon) mit der ursprünglichen Schneiderbuch-Aufmachung? Vielleicht in Sammelbänden? Ich würde sie kaufen, die Ausgaben meines Vaters fallen leider auseinander und meine Eigenen sind eine grässliche, blaue Neuauflage von 2005.
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Psst! Geheimtipps #2

Moin!

Letztes Mal sind die "Geheimtipps" ja super angekommen, deswegen geht es jetzt gleich schon weiter. Zwar sind es noch nicht übermäßig viele Posts geworden seit dem letzten Mal, aber ich habe mir jetzt vorgenommen jeden ersten Samstag im Monat das zu posten.


Liest du gerne dicke Bücher? Ja? Dann geht es dir wie Aleshanee und mir. Nein? Auch nicht schlimm. Auf Weltenwanderer schreibt Aleshanee nämlich über die Angst vor Wälzern. Viele Leser lassen sich ja von dicken Büchern abschrecken, aber warum eigentlich? Die Kommentare sind auch sehr lesenswert.

Die Schreckensherrschaft der Dilettanten: Von Autoren und Bloggern. Bzw. vor allem geht es um trollende Autoren, also um die, die bei schlechten Rezensionen vollkommen überreagieren. Ales Pickar schreibt medium.com darüber.

Annabel spricht auf Bookdemon das wichtige Thema Rezensionsexemplare an. Sollte man wirklich deswegen bloggen? Meiner Meinung nach nicht, auch wenn es mein Budget natürlich entlastet, wenn ich ab und an Rezensionsexemplare bekomme. Aber nur deswegen anfangen zu bloggen? Nein, das geht gar nicht.

Kaum zu glauben, aber wahr: Pippi wird heut' 70 Jahr. Also nicht heute, aber dieses Jahr und dazu
habe ich gleich zwei tolle Beiträge gefunden. Einmal von der Süddeutschen Zeitung, die
70 Jahre Pippi Langstrumpf  Revue passieren lässt. Und außerdem hat hat Sandra von der Büchernische Pippi Langstrumpf zum Geburtstag gratuliert: Happy Birthday Pippi!


Und das war es dann auch schon für heute.
Was ist dein Lieblingsbeitrag der letzten Wochen? Schreibe einen Kommentar.
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[Montagszitat] Sir Terry Pratchett

So much universe, and so little time.

-Terry Pratchett

von Stefan Servos via wikimedia commons
Vor 4 Tagen hat Sir Terry Pratchett diese Welt verlassen. So viel Universum und so wenig Zeit. Viel zu wenig Zeit.
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[Red Bug Charity] Autorenübersicht und Covervoting

Hallo meine Lieben!

bald ist es schon Dezember. Und im Dezember erscheint dann endlich "Am Ende des Tages". "Was?" fragt ihr jetzt? Na, das Buch mit Kurzgeschichten, das Spenden sammeln soll für eine Jugendorganisation! Seit einigen Tagen steht nämlich der Titel fest. Meine Gedanken dazu werde ich etwas näher dem Erscheinungstag nochmal aufschreiben.

Jetzt grade läuft das Covervoting. Ihr könnt entweder per Kommentar auf dem Blog von Red Bug Culture oder auf der Facebookseite von Red Bug Charity abstimmen. Wenn ihr auf der Facebook-Seite seid könnt ihr auch gleich ein Like da lassen. Dann werdet ihr immer über alles informiert. Die Abstimmung für die Organisation, an die gespendet wird, kommt ja auch noch!
Übrigens, folgende Cover stehen zur Wahl:



So, aber jetzt möchte ich euch nochmal eine kleine Übersicht über alle Autoren geben. Danke an Katrin, die für uns Blogger jeweils ein Interview mit den einzelnen Autoren geführt hat (ein Klick auf den Namen des Autors bringt euch dahin!) und Übersichten erstellt hat. Und an alle bei Red Bug Books, die dieses tolle Projekt organisieren. Sofern nicht anderes angeben, sind die Autorenbilder von der Red Bug Charity Seite.


© Bernhard Ludewig
Als erstes wurde Antonia Michaelis bekanntgegeben. Ihr aktuellstes Buch ist "Niemand liebt November". Antonia Michaelis schreibt Jugendbücher und ihr Buch "Der Märchenerzähler" wurde 2012 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.



Johannes Groschupf schreibt Krimis. Auch für Jugendliche, aber eben nicht nur. Sein aktuellstes Buch "Der Zorn des Lammes" behandelt das Thema Stalking und taucht dabei auch in die psychischen Abgründe des Stalkers ab.

Die nächste Autorin schreibt dagegen eher fröhliche Bücher und heißt auch so: Anja Fröhlich. In ihrem aktuellsten Buch "Lou und Rokko und das Katzenchaos" geht es um das Chaos, das vier Kinder und zwei Katzen so anrichten können. Vor allem wenn zwei der Kinder plötzlich verschwinden!



von: Marijan Murat
Michael Wildenhain ist ein Autor, der sich schon lange und sehr gerne engagiert. Auch in seinen Büchern und Theaterstücken dreht sich vieles um politische Themen. Hausbesetzer, Rechtsradikale, Gewalt unter Jugendlichen... Sein aktuellestes Buch heißt "Blutsbrüder" und ist 2011 bei Ravensburger erschienen.


Jetzt mal Hand hoch: Wer von euch kennt "Rico, Oscar und die Tieferschatten"? Der Autor Andreas Steinhöfel ist nämlich auch dabei. Sein aktuellestes Buch heißt "Anders" und ist erst diesen Herbst erschienen.


Von der nächsten Autorin habe ich hier auf dem Blog bereits einmal ein Buch rezensiert: Frozen Time. Die Autorin ist Katrin Lankers. 2015 wird gleich eine ganze Reihe von ihr erscheinen, die in New York spielt.

Die nächste Autorin ist auch eine Katrin. Und zwar "unsere" Katrin, die fleißig Interviews geführt hat, damit wir Blogger was zum drüber schreiben haben: Katrin Bongard. Ihr aktuellstes Buch heißt "Schattenzwilling" und ist auch noch ganz neu.


Julie Leuze hat dieses Jahr den DeLiA-Literaturpreis für ihr Buch "Der Geschmack von Sommerregen" gewonnen, in dem sie u.a. das Thema Hochsensibilität behandelt. Zu dem Thema hat sie auch ein Sachbuch geschrieben.


Autorin Nummer 9 und wahrscheinlich die bekannteste Mitwirkende ist *trommelwirbel* Monika Feth. Sie schreibt schon zwar schon seit den 80er ist den meisten aber wahrscheinlich durch ihre Thrillerreihe um Jette Weingärtner (Der Erdbeerpflücker, Das Marmeladenmädchen...) bekannt.


Last but not least schreibt auch der Herausgeber mit. Uwe Carow schreibt eigentlich eher Graphic Novels aber für dieses Buch steuert er einige Gedichte bei.



Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf dieses Buch und melde mich zum Thema "Red Bug Charity" spätestens zur Wahl der Organisation an die gespendet wird wieder!


Von welchen der Autoren hast du bereits etwas gelesen? Und welches Cover ist am besten? Ich kann mich ja noch nicht so ganz entscheiden. Gut das noch bis zum 23.11. um 12 Uhr Zeit ist!

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[Montagszitat] Das arme Frankreich...

über wikimedia.org



Ich sterbe und hinterlasse mein Land dem Einbruch eines barbarischen Geschmacks. Ich selbst bin schuld daran, denn ich habe diesen "Gille-Shakespeare" in Frankreich bekannt gemacht.


- Voltaire
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[Darf ich bitten?] "Meine" Autoren

Hallo ihr Lieben!

Ich hatte euch hier ja schon von der Aktion "Darf ich bitten? Deutschsprachige Autoren im Interview" erzählt.
Wir haben vor ein paar Tagen die Autoren zugelost bzw. sie uns ausgesucht für die Interview-Aktion. Ich mochte euch "meine" Autoren hier schon einmal kurz vorstellen.

*Trommelwirbel*


Sabrina Qunaj

©Sabrina Qunaj
Ein waschechte Österreicherin, die Sabrina. Geboren 1986 lebt sich mittlerweile mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in der Steiermark. 2012 erschien ihr erstes Buch "Elfenmagie" und im selben Jahr auch gleich der Auftakt zu einer Reihe "Teufelsherz". Mittlerweile ist auch noch der historische Roman "Die Tochter des letzten Königs" zu diesen Fantasybüchern dazu gekommen.
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Thomas Thiemeyer

von: Bruni Thiemeyer via wikimedia.de
Geboren 1963 in Köln studierte er Geographie und Geologie bevor er sich als Illustrator und Autor selbstständig machte.
Am bekanntesten ist wahrscheinlich seine "Das verbotene Eden"-Trilogie. Aber auch die "Chroniken der Weltensucher" sind sicher nicht unbekannt. Außerdem hat er noch einige Wissenschaftsthriller geschrieben, die auf so schöne Namen wie "Nebra"(2009), "Valhalla"(2014) oder "Medusa"(2004) hören. Mit den Illustrationen für den Ravensburger Verlag fange ich gar nicht erst an.
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Emilia Licht

Nach eigenen Aussagen schreibt Emilia Licht schon immer. 2008 veröffentlichte sie ihre ersten Kurzgeschichten im Kelter Verlag und 2011 dann "Hotel Blaues Wunder". Heute heißt dieses Buch "Liebe auf leisen Sohlen" und hat weitere Bücher neben sich im Regal stehen. Unter anderem auch einen Ratgeber darüber, wie man am besten Reiseberichte schreibt. Ich selbst habe noch kein einziges Buch von ihr gelesen und muss dies erst noch nachholen bevor ich mit dem interviewen anfangen kann.
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Was wollt ihr von den dreien unbedingt wissen? Also irgendwelche Fragen, die ich unbedingt stellen soll?
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Darf ich bitten? - Deutschsprachige Autoren im Interview

Hallo ihr ^^ Heute möchte ich euch eine ganz tolle Aktion vorstellen, die  im Juli und August auf mehreren Blogs der IronBuchblogger stattfindet.



Joanne K. Rowling, Suzanne Collins, J.R.R. Tolkien und Cecelia Ahern - Diese Namen sagen jedem etwas, der sich ein wenig mit Büchern auskennt. Es sind Bestseller-Autoren, die mit ihren Büchern die ganze Welt begeisterten. Doch was fällt erst auf den zweiten oder dritten Blick auf?
Es sind keine deutschsprachigen Autoren! 
Dabei haben wir hier im eigenen Land und auch in Österreich und der Schweiz eine Menge Autoren, die auch Bestseller geschrieben haben. Das Schlimme an der Sache ist, dass hier "weniger bekannt" mit "weniger gut" gleichgesetzt wird und da begehen viele einen fatalen Fehler!
Aus diesem Grund haben wir Blogger eine Aktion ins Leben gerufen, bei der es darum geht euch die deutschsprachigen Autoren und damit ihre Bücher näher zu bringen.
Viele davon werden euch sicher nicht so bekannt sein, andere davon vielleicht etwas mehr.  Doch sicher werdet ihr während unserer Aktion das ein oder andere Buch entdecken, dass euch vielleicht anspricht. Hier nun eine Auflistung der teilnehmenden Blogs:


Books on the head (Svenja hat das Logo oben entworfen)

und natürlich meine Wenigkeit hier im Büchernest

Das Ganze beginnt am 15.Juli, welcher Autor als Erstes interviewt wird erfahrt ihr etwa eine Woche vorher. Freut euch auf viele tolle Autoren und ihre Bücher.

Was haltet ihr von dieser Aktion? Ich werde mich nochmal wieder melden, sobald feststeht welche Autoren ich interviewen werde. Vielleicht fällt euch ja noch die eine oder andere Frage ein, die ihr unbedingt beantwortet haben möchtet!
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Die Neuen – Jean Yves Ferri und Didier Conrad

Weil ich gestern vergessen habe zu posten gibt es heute gleich zwei Posts zum Thema Asterix. Nun geht es also um die „Neuen“. Und was macht man mit Neuen? Man beäugt sie erstmal kritsch.

Quelle: AFP via Spiegel Online


Jean Yves Ferri und Didier Conrad sind beide in dem Jahren geboren, in dem der erste Asterix-Band erschienen ist. Zufall?

Didier Conrad
Quelle: asterix35.com


Auf jeden Fall hat Didier Conrad schon früher alte Erfolgsserien weitergeführt bzw. Spin-Offs gezeichnet.
Z.B. eine Version von Lucky Luke als Kind und auch ein Marsupilami Spin-Off.  Zusammen mit seiner Frau hat er aber auch eigene Figuren entwickelt und gezeichnet. Diese sind in Frankreich auch recht erfolgreich, allerdings wurde sie nur teilweise ins Deutsche übersetzt.




Jean Yves Ferri
Quelle: asterix35.com



Jean Yves Ferri dagegen hat bis jetzt nur an eigenen Werken gearbeitet. Für diese wurde auch mit Preisen ausgezeichnet. Für schwarzen Humor. Nicht unbedingt etwas, dass man von Asterix erwartet.  Dafür hat er aber schon über viele Themen geschrieben u.a. auch über General De Gaulle.








Zusammen gearbeitet haben die beiden vor Asterix noch nie. Dafür waren sie wohl auch in zu unterschiedlichen Teilen des französischen Comics unterwegs. Sie wurden aus einer Reihe von Leuten ausgewählt nachdem Uderzos langjähriger Assistent am Versuch Asterix weiterzuführen gescheitert war.  Sicher ist eines: Es wird sehr viele Leute geben, die von Anfang an gegen einen neuen Band sein werden. Egal wie gut oder schlecht dieser ist!

Wo ich das alles her habe?
Wikipedia: Didier Conrad
Wikipedia: Jean Yves Ferrier
Asterix35.com: Die neuen Autoren

Und jetzt noch einen kleiner Teaser-Trailer zum neuen Band. Frei nach dem Motto: Ich wollte schon immer meine Französischkenntnisse verbessern. Es gibt nämlich nur englische Untertitel.


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Uderzo & Goscinny - Zwei französische Legenden

Und zwar nicht nur wegen Asterix und Obelix! Der erste Asterix-Band ist nämlich erst 1959 erschien, da waren sowohl Albert Uderzo als auch René Goscinny bereits über 30. Die beiden haben vorher und auch nachher auch an vielen anderen Comics mitgearbeitet.

Und obwohl sie wahrscheinlich in Deutschland zu den bekanntesten Franzosen überhaupt zählen waren sie eigentlich Einwandererkinder: Uderzos Eltern kamen aus Italien, Goscinnys waren polnisch-ukrainischer Abstammung.  Eigentlich sind beide nicht die „typischen“ Comic-Autoren. Uderzo hat sich das zeichnen selbst beigebracht und hat noch dazu eine Rot-Grün-Schwäche. Nicht die beste Voraussetzung für einen Zeichner. Deswegen wurden die späteren Asterix-Bände auch von einem extra Team koloriert. Goscinny dagegen war der Sohn eines Chemie-Ingenieurs und arbeitete nach dem Abitur zunächst als Soldat und Hilfsbuchhalter.  Nicht unbedingt die kreativsten Aufgaben! Glücklicherweise wird er doch irgendwann Zeichner, wandert sogar in die USA aus um Zeichner bei Disney zu werden. Was nicht klappt, stattdessen schreibt er Lucky Luke Geschichten. Und trifft 1951 auf Uderzo. Die beiden arbeiten für mehrere Comics zusammen, jedoch wird erst Asterix wirklich erfolgreich.
Übrigens entsteht Asterix nicht einfach so, er wird aus der Not geboren. Uderzo und Goscinny sind damals Mitgründer einer Comic-Zeitschrift für Jugendliche. Und brauchen ganz dringend einen Comic, der originell ist und etwas mit der französischen Geschichte zu tun hat. Also kratzten sie ihr Geschichtswissen aus der Schule zusammen und kamen auf die Gallier. Wie das weiterging wissen wir ja alle ^^

Quelle: asterix35.com

Aber zurück zu anderen Werken der beiden. Albert Uderzo fing bald nachdem Asterix erfolgreich wurde an nichts anderes mehr zu zeichnen. René Goscinny dagegen schrieb fleißig auch für andere Zeichner, außerdem auch für Zeitschriften und betätigt sich als Drehbuchautor. Er ist auch der Autor des „Kleinen Nick“, eine Figur, die mich sowohl in Romanform als auch in Comics(gezeichnet von Sempé) durch den Französischunterricht verfolgt hat.

1977 stirbt René Goscinny bei einem Belastungstest. Der 24. Band ist zu diesem Zeitpunkt halbfertig. Uderzo führt in den folgenden Jahren die Serie alleine weiter, seine Geschichten sind wesentlich politischer als die von Goscinny. Erst 2011 beschließt er das Zeichnen aufzugeben. Zunächst soll Asterix nicht weitergeführt werden. Am Ende setzen sich aber die Tochter Goscinnys sowie die Fans durch. Es wird nach einem neuen Texter-Zeichner-Duo gesucht: Jean Yves Ferri und Didier Conrad schaffen es den alten Meister zu überzeugen. 

Quelle: asterix35.com

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Die wunderbaren Welten der Marion Zimmer Bradley


Ich bin ein absoluter Fan von Marion Zimmer Bradley. Egal was andere von ihr sagen. Warum?
Fangen wir erstmal mit den „harten“ Fakten an.

von: mzbworks.com
Marion Eleanor Zimmer kam 1930 in Albany, New York zur Welt. 1949 heiratete sie dann ihren ersten Mann und wurde zu Marion Zimmer Bradley. Im selben Jahr wurde auch ihre erste Kurzgeschichte veröffentlicht. 1957 ihr erster Roman. 1958 beginnt dann ihre Reise in die Welt von Darkover. Und damit wird sie erstmalig wirklich bekannt. 1979 erscheint dann „Die Nebel von Avalon“, ein Buch das wahrscheinlich die meisten Leute kennen, die sich mal mit Fantasy auseinander gesetzt haben. Und für das sie den „Locus-Award“, einen der wichtigsten amerikanischen Science Fiction/Fantasy-Preise, bekommt.  1999 starb sie an den Folgen eines Herzinfarkts. Erst im Jahr darauf bekommt sie den World Fantasy Award für ihr Lebenswerk, den haben u.a. auch Georg R.R. Martin, Terry Pratchett und Stephen King bekommen.

Gut,  Schluss jetzt mit den Fakten.  Für die Fakten liebe ich sie nämlich nicht (hallo, sie hat die Beziehung ihres zweiten Mannes mit einem 14-Jährigen geduldet?!). Wer mehr Fakten will soll Wikipedia  fragen.

Warum liebe ich sie? Weil sie die „Queen of Fantasy“ ist. Die Welt Darkover (oder auch Cottman IV) ist nicht einfach nur irgendeine ferne Fantasy-Welt. Nein, auf dieser Welt leben mindestens 4 verschiedene Arten intelligente menschenähnliche Wesen. Eine ist nicht nur menschenähnlich sondern es sind Menschen. Die ganz zu Beginn der Expansion der Menschen von der Erde dort gestrandet sind. Und nun telepathische Fähigkeiten und eine ganz andere Gesellschaft entwickelt haben. Oder wie es Regis Hastur in „The World Wreckers“ so schön ausdrückt: „What’s left of us isn’t primitive […] or barbarian; it’s what’s left after we’ve been to the limits of so-called progress“ („Was von uns übrig ist, ist nicht primitiv oder barbarisch; es ist das was noch übrig ist nachdem wir die Grenzen des so genannten Fortschritts erreicht hatten“). So darf dort niemand eine Waffe tragen, die einen Menschen aus mehr als einer Armlänge Entfernung töten kann.  Eigentlich ganz sinnvoll, oder? Und im Licht der Waffen-Diskussion in den USA scheint es heute fast schon surreal, dass diese Regel von einer Amerikanerin erdacht wurde!
Neben den Menschen gibt es auf Darkover auch noch die Chieri. Fast schon eine Art idealer Mensch: wunderschön, hochintelligent,  je nach Lebensphase männlich, weiblich oder neutrum, telepathische begabt, sechsfingrig, leben in den Wäldern. Als die Menschen auf Darkover eintreffen ist diese Rasse bereits am sterben. Aber sie leben lange, fast ewig und tauchen von daher immer wieder in den Büchern auf.  Eigentlich sind sie den Menschen auf Darkover sehr ähnlich. Auch die Chieri hatten einst eine große Zivilisation, sie besiedelten sogar andere Planeten. Aber als sie merkten, dass ihre Rasse zu sterben begann zogen sie sich in die Wälder zurück und singen seitdem dort ihre Klagelieder. Eigentlich sind sie schon mehr eine Legende, als das sie wirklich in den Geschichten auftauchen.
Leider, leider werde die Darkover Bücher (wie viele, wenn nicht gar die meisten ihrer Bücher) in Deutschland nicht mehr veröffentlicht.  Ich besitze nur 5 von ihnen auf Deutsch, und 11 weitere auf Englisch. Allerdings erscheinen im Moment die Kurzgeschichten-Sammlungen zu Darkover in Amerika neu *yay* *hüpf*

Und sonst? Naja, „Die Nebel von Avalon“ ist auch ganz gut. Wenn man dafür den Locus-Award bekommt kann ein Buch ja nicht wirklich schlecht sein.  Es ist mal eine etwas andere Sicht auf die Artus-Sage. Und eine die mal ein wenig Sinn reinbringt meiner Meinung nach. Erzählt von Morgaine, die jedoch einen Großteil des Buches die Perspektive des allwissenden Erzählers einnimmt. Was nur funktioniert, weil die Geschichte nachträglich erzählt wird. Artus ist schon längst tot genauso wie die meisten anderen Figuren der Geschichte. Und Morgaine erzählt die Geschichte, ihre Geschichte, während Avalon um sie herum zusammenbricht. Früher eines meiner Lieblingsbücher. Heute finde ich es nicht mehr ganz so toll. Vielleicht bin ich rausgewachsen, wer weiß…
                                           
Ansonsten habe ich von Marion Zimmer Bradley nur diverse Kurzgeschichte und "Die Feuer von Troja" gelesen. Letzteres spielt während des trojanischen Krieges. Ein gutes Buch. Nur mit der Ilias ist es nicht wirklich kompatibel ;)

Und zum Schluss habe ich noch ein paar links für euch:
Marion Zimmer Bradley Literary Works Trust
Fischer Verlag (Die Übersetzungen der Avalon-Bücher erscheinen dort)
Hali-Turm (Darkover-Fanseite)


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