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Uderzo & Goscinny - Zwei französische Legenden

Und zwar nicht nur wegen Asterix und Obelix! Der erste Asterix-Band ist nämlich erst 1959 erschien, da waren sowohl Albert Uderzo als auch René Goscinny bereits über 30. Die beiden haben vorher und auch nachher auch an vielen anderen Comics mitgearbeitet.

Und obwohl sie wahrscheinlich in Deutschland zu den bekanntesten Franzosen überhaupt zählen waren sie eigentlich Einwandererkinder: Uderzos Eltern kamen aus Italien, Goscinnys waren polnisch-ukrainischer Abstammung.  Eigentlich sind beide nicht die „typischen“ Comic-Autoren. Uderzo hat sich das zeichnen selbst beigebracht und hat noch dazu eine Rot-Grün-Schwäche. Nicht die beste Voraussetzung für einen Zeichner. Deswegen wurden die späteren Asterix-Bände auch von einem extra Team koloriert. Goscinny dagegen war der Sohn eines Chemie-Ingenieurs und arbeitete nach dem Abitur zunächst als Soldat und Hilfsbuchhalter.  Nicht unbedingt die kreativsten Aufgaben! Glücklicherweise wird er doch irgendwann Zeichner, wandert sogar in die USA aus um Zeichner bei Disney zu werden. Was nicht klappt, stattdessen schreibt er Lucky Luke Geschichten. Und trifft 1951 auf Uderzo. Die beiden arbeiten für mehrere Comics zusammen, jedoch wird erst Asterix wirklich erfolgreich.
Übrigens entsteht Asterix nicht einfach so, er wird aus der Not geboren. Uderzo und Goscinny sind damals Mitgründer einer Comic-Zeitschrift für Jugendliche. Und brauchen ganz dringend einen Comic, der originell ist und etwas mit der französischen Geschichte zu tun hat. Also kratzten sie ihr Geschichtswissen aus der Schule zusammen und kamen auf die Gallier. Wie das weiterging wissen wir ja alle ^^

Quelle: asterix35.com

Aber zurück zu anderen Werken der beiden. Albert Uderzo fing bald nachdem Asterix erfolgreich wurde an nichts anderes mehr zu zeichnen. René Goscinny dagegen schrieb fleißig auch für andere Zeichner, außerdem auch für Zeitschriften und betätigt sich als Drehbuchautor. Er ist auch der Autor des „Kleinen Nick“, eine Figur, die mich sowohl in Romanform als auch in Comics(gezeichnet von Sempé) durch den Französischunterricht verfolgt hat.

1977 stirbt René Goscinny bei einem Belastungstest. Der 24. Band ist zu diesem Zeitpunkt halbfertig. Uderzo führt in den folgenden Jahren die Serie alleine weiter, seine Geschichten sind wesentlich politischer als die von Goscinny. Erst 2011 beschließt er das Zeichnen aufzugeben. Zunächst soll Asterix nicht weitergeführt werden. Am Ende setzen sich aber die Tochter Goscinnys sowie die Fans durch. Es wird nach einem neuen Texter-Zeichner-Duo gesucht: Jean Yves Ferri und Didier Conrad schaffen es den alten Meister zu überzeugen. 

Quelle: asterix35.com

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