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Asterix und die Geschichte

Man glaubt es kaum: Asterix ist in großen Teilen historisch korrekt. Oder lässt sich zu mindestens auf historische Quellen zurück führen, auch wenn diese vielleicht nicht wirklich korrekt sind *hust* De Bello Gallico *hust* Ich habe die beiden in der Präsentation meiner Facharbeit (Thema: Das keltische Erbe Irlands) sogar als Beispiel benutzt. Damit der Rest des Kurses auch verstand wer zum Teufel diese Kelten denn nochmal waren. Ich beziehe mich in diesem Artikel auf Recherchen, die ich zum Thema Kelten im Rahmen meiner Facharbeit gemacht habe. Also kann ich keine genauen Quellen angeben, aber ich denke ich kenne mich gut genug aus um einfach mal einige Behauptungen in den Raum zu stellen.


Los geht’s:
Von den Kelten ist durchaus farbenfrohe Kleidung überliefert. Sowohl von Streifen als auch von Karos wird geschrieben. Allerdings trugen die Kelten meist Tunika-ähnliche Oberteile. So wie Majestix. Obelix fällt da etwas raus. Und im Kampf trugen sie meist gar nix. Aber dann wären die Hefte halt nicht mehr jugendfrei, das lässt sich also verzeihen, oder?

Druiden waren tatsächlich so eine Art Anlaufstelle für alles. Und trugen, wenn man Römern glauben will, auch tatsächlich weiße Gewänder. Nur verbrachten sie viel weniger Zeit als Miraculix in Bäumen beim Mistel schneiden. Und solche Zaubertränke konnten sie auch nicht brauen. Dafür waren sie sozusagen das Gedächtnis eines Volkes. Sie gaben alles Wissen mündlich weiter und lernten es auswendig. Deswegen gab es auch wandernde Druiden bzw. Barden. Diese waren sozusagen Fortbildungsprogramm und Nachrichtensender in einem.  Bücher hatten die Kelten nicht, auch wenn es wohl durchaus Leute gab, die Latein und Griechisch lesen und schreiben können.
Stattdessen haben sie alles mündlich weitergegeben oft in Form von Geschichten oder Liedern. Das ist nämlich etwas wo Troubadix ausnahmsweise mal Recht hat „Barden sollten verehrt werden“. Wurde sie bei den Kelten auch meistens. Allerdings wäre ich auch lieber für gutes Wetter und gegen den Barden als im Regen dem Barden zuzuhören :D Er ist halt ein besonders untalentierter Vertreter seiner Art.

Häuptlinge wurden bei den Kelten übrigens gewählt. Auch wenn oft trotzdem eine Familie längere Zeit an der Macht war, sie hatte dann einfach die meisten Gefolgsleute. Mit Majestix scheint das Dorf aber sehr zufrieden zu sein. Er ist halt der Chef ;)

Es gibt noch viel, viel mehr Beispiele. Schließlich gibt es Leute die ein Buch darüber schreiben bzw. sogar zwei. Sunnyva van der Vegt und René van Royen haben das gemacht. Ihr Buch heißt „Asterix – die ganze Wahrheit“ und ist wirklich sehr interessant. Und eine einfach Googlesuche findet auch sehr viele Seiten. Ich wollte eigentlich noch viel mehr schreiben, aber leider konnte ich die Erkältung nicht umgehen. Das ist auch der Grund warum es diesen Artikel erst heute gibt und nicht wie geplant gestern. So wirklich nach schreiben ist mir nicht.

Und damit ist meine kleine Themenwoche auch schon beendet. Wie fandet ihr sie? Soll ich öfter solche Aktionen machen oder lieber bei einfachen Rezensionen bleiben?

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Rezension: Asterix bei den Pikten

Zum Sonntag gibt es heute die Rezension zum neuen Asterix-Heft. Was haltet ihr denn überhaupt von Asterix? Habt ihr das neue Heft schon gelesen? Aber nun auf zur Rezension:



Erster Eindruck:

Obelix wirft Baumstämme auf Leute im Kilt. Im karierten Kilt. Schließlich geht es nach Schottland.
Quelle: Egmont Ehapa
Sehr schön finde ich auch die Verzierung des Wortes „Pikten“. Die Art der Verzierung ist sogar fast historisch korrekt was die Kelten betrifft. Ansonsten: Typisches Asterix-Format.

Inhalt:

In einem besonders kalten Winter treibt bei den Galliern ein Pikte an. Nach einigen Verständigungsproblemen geht es nun also auf nach „Piktien“ (Obelix) oder auch Kaledonien wie es Miraculix ausdrückt.

Meine Meinung:

Ein neuer Asterix-Band. Der erste an dem Uderzo nicht mitgearbeitet hat. Was ja durchaus eine Qualitätssteigerung sein kann, denkt man an Hefte wie „Gallien in Gefahr“. Dem neuen Texter-Zeichner-Team ist ein solider Band gelungen. Nichts aufsehenerregendes aber trotzdem solide.
Was also gefällt mir besonders? Es geht wieder auf Reisen. Nach Schottland. Zu einer anderen Volksgruppe, die den Römer beharrlich Widerstand leistet: Den Pikten. So ganz nebenbei wird auch noch der Ursprung der Piktogramme, des Monsters von Loch Ness und des Whiskys geklärt. Und natürlich werden Römer verhauen. Auch wenn der Schaden nicht ganz so groß ist wie in einigen anderen Bänden. Auch weil Fafnie eine ganze Schiffsladung Römer einfach so mitnimmt. Egal wie sehr Obelix schreit „Bring sie zurück!“. Und die Frauen des Dorfes kommen diesmal auch etwas mehr vor. Sie finden den Pikten nämlich sehr nett und dieses Karos sehen ja sooooo gut aus! ;) Einziger Minuspunkt: Es wird kein einziges Mal „Die spinnen, die….“ gesagt.

Fazit:

Ein solider Comic, mit vielen alten Figuren. Die Piraten kommen natürlich auch wieder vor, dafür fehlen die epischen Schlachten mit den Römern. Aber man kann ja schließlich nicht alles haben. Ich hoffe einfach, dass das neue Team sich im Laufe der nächsten Bände etwas mehr zusammenrauft. Und auch darauf achtet, dass die Abenteuer der Gallier ja übersetzt werden. Und viele Witze halt in Übersetzungen nicht mehr funktionieren. In diesem Heft gibt es leider sehr viele Szenen, die offensichtlich witzig sein sollen. Es aber wohl durch die Übersetzung wohl nicht mehr sind. Schade drum. Ich finde es ist aber ein guter Auftaktband für das neue Team und was will man mehr?

Von mir daher 3 Sterne.

Asterix bei den Pikten
Softcover, 48 Seiten
ISBN: 978-3841364357
6,50€
2

Die Neuen – Jean Yves Ferri und Didier Conrad

Weil ich gestern vergessen habe zu posten gibt es heute gleich zwei Posts zum Thema Asterix. Nun geht es also um die „Neuen“. Und was macht man mit Neuen? Man beäugt sie erstmal kritsch.

Quelle: AFP via Spiegel Online


Jean Yves Ferri und Didier Conrad sind beide in dem Jahren geboren, in dem der erste Asterix-Band erschienen ist. Zufall?

Didier Conrad
Quelle: asterix35.com


Auf jeden Fall hat Didier Conrad schon früher alte Erfolgsserien weitergeführt bzw. Spin-Offs gezeichnet.
Z.B. eine Version von Lucky Luke als Kind und auch ein Marsupilami Spin-Off.  Zusammen mit seiner Frau hat er aber auch eigene Figuren entwickelt und gezeichnet. Diese sind in Frankreich auch recht erfolgreich, allerdings wurde sie nur teilweise ins Deutsche übersetzt.




Jean Yves Ferri
Quelle: asterix35.com



Jean Yves Ferri dagegen hat bis jetzt nur an eigenen Werken gearbeitet. Für diese wurde auch mit Preisen ausgezeichnet. Für schwarzen Humor. Nicht unbedingt etwas, dass man von Asterix erwartet.  Dafür hat er aber schon über viele Themen geschrieben u.a. auch über General De Gaulle.








Zusammen gearbeitet haben die beiden vor Asterix noch nie. Dafür waren sie wohl auch in zu unterschiedlichen Teilen des französischen Comics unterwegs. Sie wurden aus einer Reihe von Leuten ausgewählt nachdem Uderzos langjähriger Assistent am Versuch Asterix weiterzuführen gescheitert war.  Sicher ist eines: Es wird sehr viele Leute geben, die von Anfang an gegen einen neuen Band sein werden. Egal wie gut oder schlecht dieser ist!

Wo ich das alles her habe?
Wikipedia: Didier Conrad
Wikipedia: Jean Yves Ferrier
Asterix35.com: Die neuen Autoren

Und jetzt noch einen kleiner Teaser-Trailer zum neuen Band. Frei nach dem Motto: Ich wollte schon immer meine Französischkenntnisse verbessern. Es gibt nämlich nur englische Untertitel.


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Uderzo & Goscinny - Zwei französische Legenden

Und zwar nicht nur wegen Asterix und Obelix! Der erste Asterix-Band ist nämlich erst 1959 erschien, da waren sowohl Albert Uderzo als auch René Goscinny bereits über 30. Die beiden haben vorher und auch nachher auch an vielen anderen Comics mitgearbeitet.

Und obwohl sie wahrscheinlich in Deutschland zu den bekanntesten Franzosen überhaupt zählen waren sie eigentlich Einwandererkinder: Uderzos Eltern kamen aus Italien, Goscinnys waren polnisch-ukrainischer Abstammung.  Eigentlich sind beide nicht die „typischen“ Comic-Autoren. Uderzo hat sich das zeichnen selbst beigebracht und hat noch dazu eine Rot-Grün-Schwäche. Nicht die beste Voraussetzung für einen Zeichner. Deswegen wurden die späteren Asterix-Bände auch von einem extra Team koloriert. Goscinny dagegen war der Sohn eines Chemie-Ingenieurs und arbeitete nach dem Abitur zunächst als Soldat und Hilfsbuchhalter.  Nicht unbedingt die kreativsten Aufgaben! Glücklicherweise wird er doch irgendwann Zeichner, wandert sogar in die USA aus um Zeichner bei Disney zu werden. Was nicht klappt, stattdessen schreibt er Lucky Luke Geschichten. Und trifft 1951 auf Uderzo. Die beiden arbeiten für mehrere Comics zusammen, jedoch wird erst Asterix wirklich erfolgreich.
Übrigens entsteht Asterix nicht einfach so, er wird aus der Not geboren. Uderzo und Goscinny sind damals Mitgründer einer Comic-Zeitschrift für Jugendliche. Und brauchen ganz dringend einen Comic, der originell ist und etwas mit der französischen Geschichte zu tun hat. Also kratzten sie ihr Geschichtswissen aus der Schule zusammen und kamen auf die Gallier. Wie das weiterging wissen wir ja alle ^^

Quelle: asterix35.com

Aber zurück zu anderen Werken der beiden. Albert Uderzo fing bald nachdem Asterix erfolgreich wurde an nichts anderes mehr zu zeichnen. René Goscinny dagegen schrieb fleißig auch für andere Zeichner, außerdem auch für Zeitschriften und betätigt sich als Drehbuchautor. Er ist auch der Autor des „Kleinen Nick“, eine Figur, die mich sowohl in Romanform als auch in Comics(gezeichnet von Sempé) durch den Französischunterricht verfolgt hat.

1977 stirbt René Goscinny bei einem Belastungstest. Der 24. Band ist zu diesem Zeitpunkt halbfertig. Uderzo führt in den folgenden Jahren die Serie alleine weiter, seine Geschichten sind wesentlich politischer als die von Goscinny. Erst 2011 beschließt er das Zeichnen aufzugeben. Zunächst soll Asterix nicht weitergeführt werden. Am Ende setzen sich aber die Tochter Goscinnys sowie die Fans durch. Es wird nach einem neuen Texter-Zeichner-Duo gesucht: Jean Yves Ferri und Didier Conrad schaffen es den alten Meister zu überzeugen. 

Quelle: asterix35.com

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Asterix und Obelix

Asterix und Obelix.
Diese beiden Figuren haben meine Kindheit wahrscheinlich mehr geprägt als irgendein Romanheld. Ich habe die Hefte quasi verschlungen. Am Donnerstag erscheint nun ein neues Abenteuer der beiden Gallier.

Asterix bei den Pikten

Deswegen habe ich beschlossen diese Woche zu meiner persönlichen Asterix-Woche zu machen. Und dies natürlich auch hier auf dem Blog auszuleben. Worauf könnt ihr euch also freuen?

  • Ein Portrait der beiden Erfinder
  • Ein Artikel über  die "Neuen"
  • Einen kurzen Bericht darüber wie historisch korrekt die beiden sind
  • Eine Rezension zum neuen Band

Ein Teil dieser Sachen werde ich planen d.h. sie werden in meiner Abwesenheit veröffentlicht, da ich am Wochenende weg bin und wahrscheinlich wenig bis gar kein Internet habe. Also nicht wundern wenn ich nicht auf Kommentare antworte ^^

So nun mal Hände hoch, wer kann mit meinen Lieblingsgalliern nichts anfangen? Braucht es noch eine allgemeine Einleitung zum Thema: "Wer sind die eigentlich? Und sind die wirklich so toll?" ?










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