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Bücher für ein besseres Morgen



2016 scheint irgendwie verhext. Eine Krise jagt die Nächste und überall erstarken die Populisten und Radikalen. Und ich muss ehrlich sagen: Nein, ich möchte nicht in so einer Welt leben. Und ich hoffe, dass auch keiner von euch es tun möchte.
Aber es hilft nicht zu jammern, wir müssen etwas tun. Und weil ich nicht gut bin darin tatsächlich auf die Straße zu gehen und Politik zu machen, gibt es halt eine Buchliste. Und zwar eine Liste mit Büchern, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Bücher, die uns und unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Irgendwie.

Sofern vorhanden, kommt ihr übrigens durch einen Klick auf den Titel auf meine Rezension.

Little Brother + Homeland

„This sounds like you’re saying that national security is more important than the Constitution.”

Oder auch um es mit den Worten von Benjamin Franklin zu sagen: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit." Cory Doctorow zeigt in beiden Büchern eindringlich, welche Möglichkeiten unsere Technik bietet, wenn es um Überwachung geht. Und wie wir uns wehren können.

Salz für die See

„Die Verzweiflung war so greifbar, dass ich sie vom Kai hätte schaufeln können“

Flucht. Eine Erfahrung, die grade einmal wieder viel zu viele Menschen machen müssen. Umso wichtiger sind Bücher, wie „Salz für die See“, die die Schrecken der Flucht aufzeigen. Niemand flieht, weil er grade Lust drauf hat.

Jenseits der blauen Grenze

„Immerhin haben wir einen Kompass und ein Ziel, den Westen.“

Der Mauerfall ist für mich quasi ein Ereignis aus grauer Vorzeit. Ich bin Jahrgang ‘93: Ein geteiltes Deutschland gibt es in meiner Erinnerung nicht. Umso wichtiger ist es die Erinnerung daran am Leben zu erhalten. Denn es ist erst 27 Jahre her, da sahen sich Menschen genötigt unter Einsatz ihres Lebens aus einem deutschen Staat zu fliehen.

Der Joker

 „Maybe everyone can live beyond what they're capable of.”

Markus Zusak ist ein Genie. Und in diesem Buch fragt er „Was ist eigentlich Schicksal?“ und „Was ist mit denen, die von der Gesellschaft vergessen wurden?“.  Ein Zufallsfund aber ein so guter Zufallsfund.

Die Bücherdiebin

 „Diese widersprüchliche Natur des Menschen! Ein bisschen gut, ein bisschen böse. Man muss nur einen Schuss Wasser dazugeben und umrühren.“

Noch ein Zusak-Buch.  Mit sehr vielen Einsichten über uns Menschen und darüber was eigentlich ein Krieg ausmacht. Und was „Überleben“ bedeutet.

Daddy long-legs

 „Are women citizens?  I don’t suppose they are”


Mit Sätzen wie diesen macht mir dieses Buch klar, wie gut wir es doch haben. Denn 1912 konnte eine junge Frau noch so intelligent, noch so reich sein: Wählen durfte sie nicht. Und Judy hat sehr viele, sehr kluge Meinungen über die Welt und über die Menschen.

Welche Bücher fehlen auch dieser Liste? Was muss man - grade in der momentanen Situation - unbedingt gelesen haben?
6

Schmuckausgaben?!



„Wie kommt die denn auf das Thema?“, fragt ihr euch jetzt sicher.
Zu meinem Geburtstag Ende August habe ich mir meine erste richtige Schmuckausgabe gewünscht. Und was soll ich sagen? Ich bin ihr hoffnungslos verfallen.
Dabei handelt es sich um die Barnes & Noble Leatherbound Gesamtausgabe von Jane Austen. Sie ist hellblau mit goldenem Buchschnitt. Zwar nicht besonders handlich und deswegen ganz sicher nichts zum mitnehmen, aber trotzdem wunderbar.


Also möchte ich heute über Schmuckausgaben reden. Und vielleicht kann mir ja jemand verraten, warum deutsche Schmuckausgaben meistens nicht so schön sind wie Amerikanische/Britische?
Neben den oben erwähnten Barnes & Noble LeatherboundAusgaben (Sherlock Holmes und Arabian Nights stehen auf jeden Fall noch auf meiner Wunschliste) gibt es z.B. auch noch die Puffin Chalk Reihe, mit wunderbaren Ausgaben einiger Kinderbücher, oder die Penguin ClothboundClassics.

Tja und dann gibt es auch deutsche Ausgaben von Klassikern. Meist in eher schlichtem Design (oder mit Blumenmuster?!). Es gibt aus dem Anaconda-Verlag einige schöne Ausgaben z.B. von Grimms Märchen. Aber auch hier hat quasi jedes Buch ein anderes Design, die nicht wirklich zusammenpassen. Denn grade das gefällt mir an den oben genannten Reihen so sehr: Jedes Buch ist anders, aber sie passen trotzdem zusammen. Corporate Identity für Geschenkausgaben quasi.

Aber vielleicht übersehe ich auch etwas? Gibt es so etwas wie die Barnes & Noble Ausgaben auch auf Deutsch? Also gebunden, schön gestaltete Klassiker?

Reizen euch solche Geschenk- oder Schmuckausgaben überhaupt? Oder geht es um den Text und nicht das Aussehen?
6

5 englische Bücher für Einsteiger (+ Gewinnspiel)

5 Englische Bücher für Einsteiger


Einer der Beiträge aus der Anfangszeit des Blogs, der immer noch regelmäßig geklickt wird ist „Englische Bücher? Aber ich kann doch nur Schulenglisch!“ Und weil der jetzt schon 3 Jahre alt ist, dachte ich es wird Zeit für ein kleines Update.

Die grundlegenden Empfehlungen stehen zwar immer noch d.h. die rote Reihe von Reclam, die Senior English Library von Cornelsen und die Klett English Editions sowie andere Bücher mit Vokabelhilfe sind nach wie vor ein toller Einstieg.

Aber heute möchte ich euch mal 5 (+1) Bücher vorstellen, die ich persönlich für einen tollen Einstieg halte. Nicht zu schwierig, aber trotzdem spannend. Und ohne Vokabelhilfe, also ganz normale Bücher ;)


Speak

Hat vor allem den Vorteil, dass es generell wenig Text hat. Und wenn dann meistens kurze Sätze. Die Geschichte selbst ist nichts für Zartbesaitete: Es geht um Vergewaltigung.
Allerdings ist Speak auch ein wichtiges und tolles Buch, grade weil es ein schwieriges Thema behandelt.

Rosie Goes to War

Ich habe es in einem Instagram Post letzte Woche schon erwähnt: Meine Top-Empfehlung für „Anfänger“. Das Buch ist an heutige Jugendliche gerichtet und spielt zu einem großen Teil im London des Jahres 1940. Dadurch das Rosie eben viele alte Wörter auch nicht kennt, werden sie erklärt. Und London mitten im Krieg ist unglaublich interessant.

Swim Fat Boy Swim

Das schwierige an diesem Buch ist, das hier teilweise Dialekt ausgeschrieben wird. Zwar nicht übermäßig aber einige Worte sind doch eher Slang als „richtiges“ Englisch. Trotzdem ist es gut zu lesen und die meisten der Slangwörter erschließen sich aus dem Kontext. Es geht um Jimmy, einem übergewichtigen, gemobbten Jungen. Und um Coach, einem Trainer aus der Schule, der alles daran setzt aus Jimmy einen Schwimmer zu machen. Außerdem: Essen, jede Menge leckeres Essen. Jimmy kocht nämlich gerne!

Anne of Green Gables

Anne von Green Gables. Die Zeichentrickserie war als Kind eine meiner Lieblingsserien. Anne ist einfach so wunderbar. In Buchform sogar noch mehr. Sicher nicht da einfachste Buch auf der Liste, aber dennoch lesenswert und definitiv machbar!

Daddy long-legs

Vielleicht das schwierigste Buch auf der Liste. Warum? Weil es Fachausdrücke aus vielen verschiedenen Gebieten benutzt werden, wenn Judy über ihren Unterricht berichtet. Aber insgesamt ist es nicht so schwer und die unglaubliche Fröhlichkeit von Judy macht vieles wieder wett, sie fasziniert einen eben einfach von Seite 1 an!


+ Harry Potter

Mein persönlicher Einstieg in die Welt der englischen Bücher. Die Motivation war hoch, die Englischkenntnisse mäßig, aber auf die deutsche Übersetzung des 7. Bandes wollte ich nicht warten. Vielleicht eher was für Menschen, deren Englischkenntnisse etwas über „Schulenglisch“ hinausgehen oder sich nicht scheuen neben dem Buch noch ein Wörterbuch mitzuschleppen!


Was ist eure Buchempfehlung für Menschen, die gerne anfangen würden englische Bücher zu lesen?


Ich hatte es ja schon in einigen anderen Beiträgen erwähnt: Ich war Ende Juli auf der YALC, der Young Adult Literature Convention in London.  Und habe von dort einige Leseproben mitgebracht. Und weil ich nicht vorhabe einen Bericht zur YALC zu schreiben (zu wenig Fotos gemacht ^^) und es ja auch Englisch ist:

Leseproben von der YALC

Diese Leseproben möchte ich gerne verlosen!


Teilnahmebedingungen:
- Du bist über 18 oder hast die Erlaubnis deiner Eltern
- Du wohnst in Deutschland, Österreich oder der Schweiz
- Du bist damit einverstanden, dass ich im Gewinnfall deinen im Formular angegeben Namen hier auf dem Blog sowie auf meinen Social Media Kanälen publik mache.
- Das Gewinnspiel läuft bis zum 24.9.2016 um 23.59
- Vorraussetzung für die Teilnahme ist das Ausfüllen des obigen Teilnahmeformulars
- Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach Ende des Gewinnspiels gelöscht.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
-Für einen Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
19

[Rezension] The Mystery of the Clockwork Sparrow

Informationen zum Buch

Quelle: Egmont UK

The Mystery of the Clockwork Sparrow

Katherine Woodfine

Taschenbuch
315 Seiten
£6,99
ISBN 978-1-4052-7617-7
Website des Verlags




Erster Eindruck:

Noch ein „Mitbringsel“ von der YALC und es ist soo schön. Mal ein etwas anderes Cover

Inhalt:

Nach dem frühen Tod ihres Vaters nimmt Sophie eine Stellung als Verkäuferin im grade eröffneten Kaufhaus Sinclair’s an. Ein ganz normaler Job für ein junges mittelloses Mädchen um 1900. Aber da ahnt sie noch nicht, dass sie sich bald mitten in einem Kriminalfall befinden wird. Ein juwelenbesetzter mechanischer Spatz wird aus der Austellungshalle gestohlen und Sophie ist die Hauptverdächtige! Zusammen mit ihren Freunden sucht sie den wahren Dieb…

Meine Meinung:

Ein historisches Mystery-Krimi-Jugendbuch ganz im Stil von Agatha Christie und Co. Nur eben mit Jugendlichen und nicht mit Detektiven.
„A splendid adventure awaits you“ steht unterm Klappentext und das stimmt auf jeden Fall. Katherine Woodfine nimmt einen mit in eine Zeit, in der die Polizei vor allem eines war: Korrupt. Außerdem war gefühlt alles größer und glitzernder und aufregender als heute.
Der eigentliche Text wird von Zeitungsauschnitten und Notizzetteln unterbrochen, diese sind allerdings auch immer relevant z.B. ein codiertes Telegramm oder ein Zeitungsbericht über Sinclair‘s.
„The Mystery oft he Clockwork Sparrow“ ist in mehrere Teile unterteilt und vor jedem Teil ist eine Mannequin mit Hut abgebildet samt einer Erklärung zu welchem Anlass ein solcher Hut getragen werden könnte. Das passt einfach wunderbar in die Zeit und zu diesem Buch. Denn „The Mystery of the Clockwork Sparrow“ ist ein kleines, liebenswertes Bisschen verrückt.
Die Hauptfiguren sind auch toll: Sophie, die aus einer wohlhabenderen Familie zu stammen scheint, aber deren Vater verstorben ist und die nun arbeiten gehen muss. Lilian, die als Model bei Sinclair’s arbeitet aber sich damit eigentlich nur ihre Schauspielerei finanziert. Billy, der von seinem Onkel einen Ausbildungsplatz als Portier verschafft bekommen hat, aber der eigentlich lieber Abenteuerromane liest. Und Joe, ein junger Mann auf der Flucht vor den Schergen des kriminellen Genies namens „Der Baron“, weil er kein Verbrechen begehen wollte.
Die Sprache ist teilweise an die Zeit angelehnt, was zwar einerseits hilft sich in die Zeit herein zu versetzen, aber andererseits das Buch schwieriger zu lesen macht. Für jemanden, der viel auf Englisch liest: kein Problem. Für jemanden der sich mit grundlegendem Schulenglisch an das Buch wagt etwas gewöhnungsbedürftig, aber definitiv machbar!

Fazit:

Ein tolles, cleveres Whodunnit mit interessanten Charakteren. Den zweiten Band habe ich glücklicherweise auch gleich gekauft!


15

[Rezension] Rosie Goes to War

Informationen zum Buch

Quelle: Accent YA

Rosie Goes to War

Alison Knight

Taschenbuch
240 Seiten
£7.99
ISBN 9781783752515
Website des Verlags




Erster Eindruck:

Coverkauf. Aber sowas von. Auf der YALC gesehen und nach etwas hin und her gekauft.

Inhalt:

Beim Aufräumen im Haus ihrer Großmutter findet Rosie einen alten Koffer. Und als sie die alte Kleidung darin anprobiert findet sie sich plötzlich in der Vergangenheit wieder. Und zwar 1940. In London. Mitten im Krieg. Und trifft ihre Großmutter als junges Mädchen.
Nur: Wie kommt sie wieder zurück? Und was passiert, wenn sie nicht wieder zurück kommt?


Meine Meinung:

Die Tag-Line passt wie die Faust aufs Auge: „High Heels, a Suitcase and a World Turned Upside Down“. Rosie ist wirklich ziemlich hilflos in der Vergangenheit. Manchmal etwas zu hilflos, aber vielleicht ist das Schulsystem in England ja wirklich so schlecht...

Mir gefällt die grundsätzlich Idee: Zeitreisen, aber direkt zu den eigenen Verwandten. Und unkontrollierbar auch noch. Und nebenbei die kleine Geschichtsstunde. 
Denn das ist „Rosie goes to war“ auf jeden Fall. Hier geht es wirklich um die Realität des Krieges und gut recherchiert ist es auch. Bis ins letzte Detail, viele Sachen sind heute eben doch anders und es sind nicht die großen Sachen, die Verwirrung auslösen sondern die alltäglichen Kleinigkeiten. Wie das Bügeleisen. Oder die Münzen.
Aber auch witzig, grade wenn Rosie Vergleiche mit Doctor Who zieht oder aus Versehen ein Wort benutzt, dessen Bedeutung sich geändert hat in den letzten 70 Jahren.

Leider kann Alison Knight sich nicht beherrschen und hebt ab und an den Zeigenfinger. So macht sich Rosie sehr viele Gedanken darüber, ob sie ihrer Eltern und Großeltern nicht doch mehr respektieren sollte. Und darüber das die gut-aussehenden Weiberhelden nicht die besten Lebenspartner abgeben. Da hätte es etwas weniger auch getan. Allerdings ist das Buch natürlich auch an eine wesentlich jüngere Zielgruppe gerichtet. Ich denke so 12 bis 16 Jahre. Vielleicht sieht man das in dem Alter anders.

Auf jeden Fall hoffe ich auf Folgebände, auch wenn laut Verlag momentan keine geplant sind.

Fazit:


Eine tolle, lehrreiche Zeitreise-Geschichte. Fast schon wie ein Zeitzeugen-Interview, aber mit Dr Who Zitaten. 4 Sterne


6

Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern - Daddy Langbein


Moin!
Für meinen Beitrag zu „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ habe ich alle meine Verbindungen spielen lassen und konnte so ein exklusives Interview mit Judy Abbott führen. Das Ganze involvierte eine Zeitmaschine aber ich habe es geschafft.

Judy ist nämlich die Hauptfigur in „Daddy Langbein“/ „Daddy Long-legs) (leider aktuell nur auf Englisch erhältlich). Sie ist eine Waise, der ein reicher Mann, den Besuch eines Colleges ermöglicht. Einzige Bedingung: Judy soll ihm jeden Monat einen Brief schreiben und über ihren Alltag berichten. Aus diesen Briefen besteht „Daddy Langbein“, teilweise sind diese auch mit witzigen Zeichnungen versehen.


Ich habe beim Lesen Judy sofort ins Herz geschlossen, sie ist einfach so unglaublich positiv und lustig. In vieler Hinsicht erinnert sie mich an eine andere berühmte Waise: Anne von Green Gables. Beide träumen von schönen Kleidern und davon Schriftstellerin zu werden. Und beide sehen die Welt immer positiv.

Aber nun zu meinen Fragen:

Wie ist das berühmt zu sein?

Seltsam, wirklich sehr seltsam. Natürlich habe ich hart gearbeitet um Autorin zu werden, aber das es jetzt ausgerechnet mein Briefe an Daddy Langbein sind. Und nicht nur die netten und lustigen sondern auch die Briefe, auf die ich wirklich nicht stolz bin.

Du warst auf einem reinen Mädchencollege; war das nicht langweilig?

Nein, nein. Wir hatten eine ganz famose Zeit, nur die Predigt am Sonntag war immer schrecklich. Die Herren waren viel zu sehr davon überzeugt, dass wir unsere weiblichen Tugenden vergessen würden vor lauter Bildung. Die wissen doch gar nichts.

Deine Freundin Sally hat sich jetzt des Waisenhauses, in dem du aufgewachsen bist, angenommen. Wie fühlt sich das an, dass sich da jetzt vieles ändert?

Sally ist wirklich die beste Person für so eine Aufgabe, sind findet immer für alles eine Lösung und hat meistens gute Laune! Auch wenn ihre Briefe in letzter Zeit wenig optimistisch klingen, aber ich bin mir sicher, dass sie es schafft, dass zukünftige Waisen ein besseres Leben haben werden als ich. Weißt du, diese karierten Kleider waren wirklich scheußlich. Da konnte man einfach keine gute Laune haben.

Heute wären die Menschen schockiert, wenn ein Waisenhaus so geführt werden würde wie das John-Grier-Heim. Stattdessen gibt es heute eher Pflegefamilien und Wohngruppen.

aus: Daddy Langbein von Jean Webster
via: wikimedia commons
Wirklich? Sehr interessant. Viele Menschen machen sich einfach keine Gedanken darüber was mit den armen Waisen passiert. Selbst die Aufsichtsräte kümmern sich außerhalb ihrer monatlichen Besuchen nicht darum was passiert. Wobei nicht alles schlecht war: Sonntags gab es Eis und zu Weihnachten einen Tannenbaum! Und schließlich wäre sonst nie Daddy Langbein auf mich aufmerksam geworden. Dann wäre mein Leben sicher schrecklich langweilig.

Die Briefe von Sally (nicht nur an Judy) sind übrigens in „Lieber Feind“/“Dear Enemy“ zu finden. Darin erfährt man auch was aus Judy geworden ist nach dem College. Meiner Meinung nach sind beide Bücher auch auf Englisch sehr gut zu lesen, mit nur etwa 200 Seiten (Daddy Langbein) bzw. etwa 300 Seiten (Lieber Feind) dauert es auch nicht allzu lange. 

Die Autorin der beiden Bücher, Jean Webster, starb leider 1916 bei der Geburt ihres ersten Kindes. Viel zu früh meiner Meinung nach. Sie kam aus einer eher wohlhabenden Familie und besuchte das Vassar College, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. In all ihren Büchern, machte sie sich für Frauenbildung stark und für das Frauenwahlrecht.  Übrigens war sie eine Großnichte von Mark Twain und ihr Vater führte dessen Verlag.

Ich habe beide Bücher dank Project Gutenberg entdeckt. Für Klassiker eine wirklich tolle Möglichkeit, auch viele deutsche Klassiker findet man dort als epubs.
Dear Enemy (leider ohne Bilder)

Morgen geht es weiter bei Tanja auf Lesen und Mehr. Schau doch vorbei. Toll wäre es auch, wenn meine Umfrage zum Thema noch ein paar mehr Antworten bekäme, es gibt auch eine ganz tolle Auswertung am 31. August :)
Eine Liste mit allen Stops dieser Aktion ist bei Nicole auf lilstar.de zu finden. Wie ich es bisher getan habe werde ich auch die nächsten Beiträge auf Facebook teilen. Und auf Twitter, wenn ich dran denke.

10

The Hitchhiker's Guide To The Galaxy

Nachdem ich vor einiger Zeit netterweise vom Reclam Verlag ein Rezensionsexemplar im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde bekommen habe, bekommt ihr nun eine Rezension. Vorsicht: Ich bin absoluter Douglas Adams Fan. Die Rezension könnte also etwas über-enthusiastisch werden!

via reclam.de

Erster Eindruck: 

Joah, Reclam rot. Ist halt aus der roten Reihe. Das Format ist aber sehr praktisch ;) Und der
Klappentext ist gut.  Endlich erwähnt mal jemand die „Trilogy in Five Parts“ zu der das Buch herangewachsen ist.

Inhalt: 

Arthur Dent hat ein Problem. Sein Haus soll abgerissen werden um einer Umgehungsstraße Platz zu machen. Sein Freund Ford Prefect hat ein noch größeres Problem. Er kommt gar nicht von der Erde und sitzt dort fest. Und jetzt soll die Erde auch noch abgerissen werden. Für eine intergalaktische Schnellstraße! Für die beiden beginnt ein abenteuerlicher Trip durchs Universum. Natürlich immer mit Handtuch!


Meine Meinung: 

Ich habe dieses Buch das erste Mal mit 11 gelesen, in der  9. Klasse habe ich es im Deutschunterricht vorgestellt (Ihr ahnt sicher, was die Lehrerin davon hielt…). Jetzt habe ich es das erste Mal im Original gelesen. Einfach fantastisch! Im Original ist der Wortwitz einfach noch deutlicher und die Vokabelanmerkungen helfen schon sehr. Douglas Adams hat halt Englisch studiert, da kommt auch mal ein schwierigeres Wort vor. Das Vorwort fand ich auch super ^^
Ähm ja, vielleicht sollte ich noch was zum Inhalt sagen? Also abgesehen von: Lieblingsbuch. Nun ja, wie kann man den „Anhalter“ am besten beschreiben. Britisch, auf jeden Fall sehr britisch. Douglas Adams gehört der Generation „Monty Python“ an und seine Witze erinnern oft auch an diese. Unheimlich witzig und skurril ist eine andere Möglichkeit. Ein depressiver Roboter? Türen, die sich dafür bedanken sich öffnen zu dürfen? Supercomputer, die kryptische Andeutungen machen? Alles da. Und oben drauf gibt es noch einige Aliens, einen Briten im Bademantel und eine Astrophysikerin, die lieber mit einem Alien abgehauen ist als sich weiter auf der Erde durchzuschlagen. Kurz gesagt: KULT. Fragt Onkel Google bei Gelegenheit mal nach „Answer to life, the universe and everything“. Da meldet sich dann der Taschenrechner.

Fazit: 

Was erwartet ihr? Natürlich 5 Sterne für das Buch.  Es ist nun mal Douglas Adams. Und die Reclam-Ausgabe selbst bekommt 4 Sterne,  einige Vokabelerläuterungen fand ich unsinnig (Kafka?! Ehrlich, das sollte jeder wissen…) andere dagegen haben mir gefehlt.  Das Nachwort hätte auch nicht Not getan. Wenn schon Nachwort, dann hätte man einen der vielen Artikel über ihn nach seinem Tod nehmen können. Die beschreiben sein Werk meist besser.


Douglas Adams
The Hitchhiker's Guide To The Galaxy
320 Seiten
ISBN: 978-3-15-019744-8
7,80€ [D], 8,10€ [A]


3

Englische Bücher? Aber ich kann doch nur Schulenglisch!


Für mich ist das ein falsches Argument. Denn so schlecht Deutschland auch in der PISA-Studie abschneidet: Das Schulenglisch der Meisten ist gar nicht so schlecht wie sie glauben ;) Aber das wiederum glaubt mir wahrscheinlich keiner ^^
Also habe ich für euch ein paar Tipps gesammelt, wie ihr trotz euer vermeintlich schlechten Englisch-Kenntnisse mal ein englisches Buch lesen könnt.
Dabei hilft mir  die kleine Ratte, die ihr auch oben im Header findet. Er heißt übrigens Alexander und findet er werde hier vernachlässigt…



1.       Motivation


Wenn man eine Motivation hat liest es sich gleich viel besser ^^ Ich habe angefangen englische Bücher zu lesen, weil ich die deutsche Übersetzung des letzen Harry Potter Bandes nicht abwarten konnte. Also: Wenn ihr eine Serie habt, die ihr unbedingt ganz schnell zu Ende lesen wollt und zwar ohne auf die Übersetzung warten zu müssen…

2.       Bücher mit Vokabelhilfe




Ja, diese guten Bücher gibt es wirklich. Außerdem gibt es auch noch Bücher, die vereinfacht wurden vom textlichen her. Also so, dass man im Regelfall keine Vokabeln braucht ^^
Aber ihr wollt Beispiele, oder?
Die rote Reihe von Reclam. Das sind alles fremdsprachige Bücher, mal mehr, mal weniger schwierig.  Und mit Vokabeln direkt unten auf der Seite.  Meine Favouriten: Alice Adventures in Wonderland, Peter Pan, West Side Story… Wenn es ein Klassiker ist findet ihr es hier bestimmt und viele andere Bücher noch dazu. Einfach mal stöbern: Reclam: Rote Reihe
Schullektüren. Ehrlich. Die sind manchmal richtig gut. Auch wenn Alexander was anderes behauptet. Bei Cornelsen gibt es z.B. das Senior English Library. Dort finden sich Texte wie „Speak“ von Laurie Halse Anderson oder „The Perks of Being A Wall Flower“ Und Klett hat verschiedene Reihen, die nach Sprachlevel geordnet sind. Bei den Klett Englisch Editions findet sich z.B. einer Version von „The Hunger Games“ mit Vokabelhilfe! Ob die gekürzt ist kann ich allerdings nicht beurteilen. Aber Klett hat auch eine Young Adult Reihe mit Anmerkungen, da finden sich auch einige interessante Titel.
Guckt euch einfach um. Ein Buch, dass in irgendeinem Bundesland Schullektüre ist gibt es eigentlich immer als Version mit Vokabelhilfen ^^


3.       Kinder- und Jugendbücher


Die sind nämlich meistens einfacher geschrieben als Bücher für Erwachsene. Merkt man ja im Deutschen auch, oder? Man sollte vielleicht nicht mit gleich mit Dickens Anfangen, aber es gibt ja auch noch andere Autoren ^^


Ich hoffe ihr könnt von diesen Tipps etwas verwerten. Denkt einfach dran: Ihr könnt Bücher im Original lesen. Mit tollen Covern, die manchmal viel schöner sind als die der deutschen Version. Und Geldbeutel schonend ist das lesen englischer Bücher auch. Und ganz nebenbei verbessert man seine Englisch Kenntnisse...

Kennt ihr ein Buch, dass man unbedingt auf Englisch gelesen haben muss? Oder findet ihr den ganzen Kram mit Büchern im Original lesen unnötig?
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