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[Leserunde Little Brother] Kapitel 1 - 4

oder auch: huch, das ist aber schnell eskaliert



Hallo und herzlich Willkommen bei unserer kleinen Leserunde zu Little Brother!

Erstmal etwas zum allgemeinen Ablauf: Elli (Buchhaim), Maike (Kunterbunte Flaschenpost) und ich werden uns mit diesen Beiträgen abwechseln. Wir haben das Buch in 4 Abschnitte eingeteilt:

Kapitel 1 bis 4
Kapitel 5 bis 10
Kapitel 10 bis 17
Kapitel 17 bis Ende

Jede Woche gibt es mal, mehr mal weniger Fragen dazu. Aber es soll nicht nur um das Beantworten der Fragen gehen: Diskutiert miteinander! Werft neue Fragen auf! Wir haben das Buch alle in letzter Zeit auch nicht mehr gelesen, werden also gleichzeitig mit allen anderen lesen. Da kann es sein, dass uns doch wichtige Punkte durchgerutscht sind.


Wo bekomme ich das Buch?

Beim Buchhändler deines Vertrauens. ( ISBN 978-3-499-21550-6 ist das Taschenbuch ^^)
Oder dank Creative Commons Lizenz auch völlig kostenfrei im Internet als ebook:

Englische Version (24 verschiedene Formate, von epub und mobi bis zur Möglichkeit das Buch auf einem TI Taschenrechner zu lesen)

Deutsche Fan-Übersetzung (pdf, nicht identisch mit der rowohlt-Version!)

Deutsches Fan-Hörbuch

Und die Fragen?

Ja,ja,ja, geht ja schon los. 

Könnt ihr die Reaktion der Regierung nachvollziehen? 

Wie würdet ihr reagieren? 

Warum wird ausgerechnet Markus in Gewahrsam genommen?

Meine Antworten gibt es in den Kommentaren. Warum? Weil ich es dank Wahlpflichtpraktikum noch nicht ganz durch die vier Kapitel geschafft habe.

Übrigens: Auf Twitter werden wir den Hashtag #trauekeinemüber25 benutzen :)
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Bücher für ein besseres Morgen



2016 scheint irgendwie verhext. Eine Krise jagt die Nächste und überall erstarken die Populisten und Radikalen. Und ich muss ehrlich sagen: Nein, ich möchte nicht in so einer Welt leben. Und ich hoffe, dass auch keiner von euch es tun möchte.
Aber es hilft nicht zu jammern, wir müssen etwas tun. Und weil ich nicht gut bin darin tatsächlich auf die Straße zu gehen und Politik zu machen, gibt es halt eine Buchliste. Und zwar eine Liste mit Büchern, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Bücher, die uns und unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Irgendwie.

Sofern vorhanden, kommt ihr übrigens durch einen Klick auf den Titel auf meine Rezension.

Little Brother + Homeland

„This sounds like you’re saying that national security is more important than the Constitution.”

Oder auch um es mit den Worten von Benjamin Franklin zu sagen: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit." Cory Doctorow zeigt in beiden Büchern eindringlich, welche Möglichkeiten unsere Technik bietet, wenn es um Überwachung geht. Und wie wir uns wehren können.

Salz für die See

„Die Verzweiflung war so greifbar, dass ich sie vom Kai hätte schaufeln können“

Flucht. Eine Erfahrung, die grade einmal wieder viel zu viele Menschen machen müssen. Umso wichtiger sind Bücher, wie „Salz für die See“, die die Schrecken der Flucht aufzeigen. Niemand flieht, weil er grade Lust drauf hat.

Jenseits der blauen Grenze

„Immerhin haben wir einen Kompass und ein Ziel, den Westen.“

Der Mauerfall ist für mich quasi ein Ereignis aus grauer Vorzeit. Ich bin Jahrgang ‘93: Ein geteiltes Deutschland gibt es in meiner Erinnerung nicht. Umso wichtiger ist es die Erinnerung daran am Leben zu erhalten. Denn es ist erst 27 Jahre her, da sahen sich Menschen genötigt unter Einsatz ihres Lebens aus einem deutschen Staat zu fliehen.

Der Joker

 „Maybe everyone can live beyond what they're capable of.”

Markus Zusak ist ein Genie. Und in diesem Buch fragt er „Was ist eigentlich Schicksal?“ und „Was ist mit denen, die von der Gesellschaft vergessen wurden?“.  Ein Zufallsfund aber ein so guter Zufallsfund.

Die Bücherdiebin

 „Diese widersprüchliche Natur des Menschen! Ein bisschen gut, ein bisschen böse. Man muss nur einen Schuss Wasser dazugeben und umrühren.“

Noch ein Zusak-Buch.  Mit sehr vielen Einsichten über uns Menschen und darüber was eigentlich ein Krieg ausmacht. Und was „Überleben“ bedeutet.

Daddy long-legs

 „Are women citizens?  I don’t suppose they are”


Mit Sätzen wie diesen macht mir dieses Buch klar, wie gut wir es doch haben. Denn 1912 konnte eine junge Frau noch so intelligent, noch so reich sein: Wählen durfte sie nicht. Und Judy hat sehr viele, sehr kluge Meinungen über die Welt und über die Menschen.

Welche Bücher fehlen auch dieser Liste? Was muss man - grade in der momentanen Situation - unbedingt gelesen haben?
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10 Bücher, die ich unbedingt lesen möchte

Auf dieser Liste sollen bewusst eher Klassiker und Sachbücher stehen. Meine momentane Wunschliste ist auch seeehr lang, das würde gar nicht alles in einen Blogbeitrag passen. Aber auf dieser Liste sind Bücher, die mir besonders empfohlen wurden oder Bücher, die ich schon lange einmal lesen möchte.

Charles Dickens – Große Erwartungen

Also eigentlich steht dieser Eintrag stellvertretend für alle Bücher von Charles Dickens. Mit Ausnahme von Oliver Twist, das habe ich nämlich schon gelesen. Aber im Moment möchte ich als nächstes eben „Große Erwartungen“ lesen. Wann auch immer „als nächstes“ ist ;)


F. Scott Fitzgerald – Diesseits des Paradies

Roaring 20s und so. „Der Große Gatsby“ möchte ich auch gerne mal lesen, aber im Moment fasziniert mich „Diesseits des Paradies“ noch ein kleines bisschen mehr. Vor allem, weil es Fitzgeralds erstes Buch war und gleich ein großer Erfolg.

Amanda Palmer – The Art of Asking

Ich bitte nicht gerne um etwas. Wirklich nicht. Deswegen fasziniert mich dieses Buch so sehr. Außerdem liebe ich Amandas TEDx Video, seit dem möchte ich ihr Buch lesen. Ist bisher nur nichts draus geworden :D

Hermann Hesse – Demian

Der einzige deutsche Autor auf der Liste. Wieso? Die meisten deutschen Klassiker kenne ich bereits aus der Schule. Von Hesse habe ich dagegen noch nichts gelesen und „Demian“ habe ich mal zufällig auf einer (englischsprachigen) Liste von Büchern gefunden, die jeder mit 30 gelesen haben sollte. Hört sich interessant an!

J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen

Tja, eines der Bücher, die bei mir eine Bildungslücke darstellen. Und das ist auch der einzige Grund, warum ich es lesen möchte. Ansonsten reizt es mich nicht besonders, aber wenn es alle so toll finden sollte ich es vielleicht doch mal gelesen haben :D

John Milton – Paradise Lost

Äh ja, der einzige Grund warum das auf der Liste steht ist, weil es in einem Lied aus dem Musical Daddy Long Legs erwähnt wird. Und dann habe ich mal gegoogelt und…

Erasmus von Rotterdam  - Das Lob der Torheit

Dieses Buch steht auf meiner „Möchte ich mal lesen“-Liste seit ich 2011 in der Schule einen Auszug daraus gelesen habe. Ich finde Erasmus von Rotterdam auch als Persönlichkeit sehr faszinierend genauso wie die Zeit in der er gelebt hat.

George Orwell – 1984

Ha, dieses Buch werde ich demnächst sogar lesen! Nämlich im Rahmen einer Leserunde auf Instagram. Warum, wieso, weshalb muss ich wohl nicht erklären. Es ist 1984…


Leo Tolstoi – Krieg und Frieden

Ich habe mal angefangen damit. Und nach etwa 300-400 Seiten ob des vielen Französisch aufgehört. Denn die Ausgabe in der Bücherei war schon sehr alt und hielt es nicht für notwendig diese Passagen zu übersetzen. Tja, mein Schulfranzösisch reichte damals aber nicht aus…

Arthur Conan Doyle – Sherlock Holmes

Als großer Sherlock Fan ist es schon beschämend, dass ich noch kein einziges der Orignale gelesen habe. Aber das werde ich noch ändern. Schon alleine, weil ich unbedingt die Barnes & Noble Leatherbound Ausgabe haben möchte ^^


Welches Buch muss man eurer Meinung nach unbedingt gelesen haben?
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Meine liebsten Science-Fiction-Bücher


Huhu,

ich würde ja gerne einen Titel Richtung "Die Top 10" haben, aber: Ich habe hier nur Reihen. Und die Top 40 (oder so) wären irgendwie nicht so beeindruckend :D Ich lese sehr gerne gut gemachte Science-Fiction. Da ich dieses Genre aber durch das Bücherregal meines Vaters entdeckt habe, bin ich etwas verwöhnt. In dem Regal stehen nämlich größtenteils Bücher aus den 60ern/70ern/80ern, der golden Zeit von Science-Fiction. Grade die Dystopien, die im Moment "in" sind, können mich irgendwie nicht so mitreißen. Ja, "Tribute von Panem" ist mMn ziemlich schlecht...
Aber auf zu angenehmeren Themen.

Darkover

Ich bin mir nicht ganz sich aus wie vielen Büchern diese Reihe besteht. Aus 20? 25? und nochmal so viele Anthologien? Allerdings zeichnen diese Bücher auch mehrere Jahrtausende nach, von der Notlandung eines Raumschiffes auf Darkover, über Krieg mittels Psi-Kräften aka Laran und die Bildung einer Regierung aus 7 großen Familien bis zur Ankunft und dem Abzug der Terraner.
Der Planet Darkover mit seiner roten Sonne und den vier Monden Liriel, Kyrrdis, Idriel und Mormallor hat es mir einfach angetan. Und nicht nur mir: Nicole startet auf ihrem Blog BücherMikado morgen eine große Darkover-Aktion zusammen mit Edel Elements, wo im Moment die Darkover Bücher als eBooks erscheinen. (Es gibt sogar ein Video: Darkover Teaser)

Meine Lieblingsbücher aus der Reihe?

Die Weltenzerstörer: Eine wunderbare Einführung in die Kultur Darkovers, denn während auf der einen Seite jemand versucht das Ökosystem und die Kultur Darkovers zu zerstören, wird auf der anderen Seite versucht Darkover zu erhalten. Hier ist quasi alles dabei ^^ Vor allem jede Menge Chieri :)

Herrin der Falken: Dieses Buch spielt im so genannten Zeitalter der 100 Königreiche und geht um eine junge Frau, die sich ihren eigenen Weg sucht. Und dabei mit ihrem Laran umgehen lernen muss, dass es ihr ermöglicht mit Tieren in Verbindung zu treten.

Foundation-Triologie

Isaac Asimov auf einem Thron von Rowena Morrill
Isaac Asimov auf einem Thron mit Symbolen seines Schaffens
von: Rowena Morrill
Isaac Asimov war ein Genie. Das sehen glücklicherweise auch andere Menschen so. (14 Ehrendoktorwürden!) Er hat übrigens das Wort Robotics/Robotik erfunden und auch mehr oder weniger das was man heute unter Science Fiction versteht. Ich glaube ich mag Isaac Asimov so gerne, weil er Naturwissenschaftler war. Und zwar durch und durch, auch wenn er die Forschung zugunsten des Schreibens aufgegeben hat. Er starb mit 72 übrigens viel zu früh und das nur, weil in den 80er Blutkonserven noch nicht auf HIV getestet wurden...
In der Foundation-Reihe geht es im wesentlichen um den Untergang eines galaktischen Imperiums und den folgenden Aufbau einer neuen galaktischen menschlichen Zivilisation. Immer geleitet von de psychohistorischen Berechnungen eines Hari Seldon (der die meiste Zeit über allerdings tot ist, glücklicherweise gibt es Hologramme, die er quasi vorgeplant hat) Es ist schwierig das genauer zu beschreiben, man muss die Bücher einfach lesen.

Per Anhalter durch die Galaxis

Die berühmte Trilogie in 5 Teilen. Naja, eigentlich sind es mittlerweile 6. Eoin Colfer hat 2009 noch einen sechsten Band geschrieben. Ich liebe diese Reihe und könnte sie immer und immer wieder lesen. das erste Mal war ich - glaube ich - etwa 11 oder 12. Douglas Adams hatte eine ganz besondere Art zu schreiben, die auf eine sehr britische Weise sehr lustig ist.
Worum es geht? Um Arthur Dent, einen eigentlich ganz normalen Erdenbewohner. Nur das blöderweise die Erde zerstört wird und er mit seinem Freund Ford Prefect in ein etwas wahnsinniges Abenteuer geschleudert wird. Der Titel des ersten Buches bezieht sich dabei auf den Reiseführer für den Ford schreibt. Die Erde wird darin als "Größtenteils harmlos" beschrieben.

Little Brother und Homeland

Cory Doctorow (Witz von xkcd)
Foto von Ed Schipul
Diese Bücher sind im 21. Jahrhundert erschienen. die Ersten auf dieser Liste. Der Autor Cory Doctorow lebt auch noch und erfreut sich bester Gesundheit *toitoitoi*
Es geht in diesen Bücher, wie der Name schon nahelegt, um Überwachung im Internet. Marcus und seine Freunde werden nach einem Terroristenanschlag auf San Francisco gefangen genommen und gezwungen ihre Passwörter preiszugeben. Aber sie schlagen natürlich zurück.
In Homeland antizipiert Cory Doctorow quasi die Ereignisse um Snowden. Sehr beängstigend.

Was ist dein Liebingsbuch aus dem Bereich Science-Fiction? Kennst du eines der von mir genannten Bücher?
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Lasst uns reden über... Fanfiction

Was ist Fanfiction

Fanfiction. Gerade rückt das Thema mal wieder in die Öffentlichkeit mit der „After“-Reihe. Nach Shades of Grey“ die zweite Fanfiction, die nahezu unverändert als Buch veröffentlicht wurde/wird. Also zu mindestens die zweite Fanfiction in unserer Zeit, ich habe nämlich gleich mehrere Bücher im Schrank stehen, die nur aus Fanfictions bestehen. Die Anthologien zu Darkover. Marion Zimmer Bradley hat lange Zeit in ihren Büchern dazu aufgerufen Geschichten über Darkover zu schreiben und diese dann teilweise gesammelt veröffentlicht.

In den 70ern und 80ern war das gerade im Science-Fiction-Bereich vollkommen normal. Diese Fanfiction gab es auch für Star Wars und Star Trek und so weiter. Natürlich war das nicht so verbreitet wie heute, da die Geschichten nur über spezielle Zeitschriften oder eben über Kurzgeschichtensammlungen verbreitet werden können.


Wikipedia spuckt übrigens folgende Definition für Fanfictionaus:
 „Fan-Fiction/Fanfiction oder kurz Fanfic oder auch nur FF, deutsch manchmal auch Fanfiktion oder Fangeschichte(n), ist die Bezeichnung für Werke, die von Fans eines literarischen oder trivialliterarischen Originalwerkes (zum Beispiel eines Films, einer Fernsehserie, von Büchern, Computerspielen usw.) oder auch real existierender Menschen (z.B. von bekannten Schauspielern, Musikern oder Sportlern) erstellt werden, welche die Protagonisten und/oder die Welt dieses Werkes bzw. die jeweiligen Personen in einer neuen, fortgeführten oder alternativen Handlung darstellen.“
Ich persönlich mag ja besonders die „alternative Handlung“-Fanfictions. J.K. Rowling hat Hermine einfach nicht gut genug ausgearbeitet, finde ich. Hermine ist so cool und wird im Canon zum wandelnden Lexikon degradiert. Außerdem: Dieser Epilog! Es gibt mit gutem Grund ein Harry Potter Fanfiction Genre mit dem Namen „Epilog? Welcher Epilog?“…

Ach ja, noch so ein Begriff, der erklärt werden sollte: Canon. Canon ist das offizielle Material. Also z.B. alles was J.K. Rowling jemals über Harry Potter veröffentlicht hat ist Canon. Fanon dagegen ist etwas das so häufig in Fanfiction benutzt wird, dass es so eine Art inoffizieller Canon geworden ist. In meinem Lieblingsfandom Harry Potter ist das z.B. das Überleben von Snape. Oder einige Zaubersprüche.

Wer liest Fanfiction


Tja, das Bild sagt eigentlich alles Wichtige. Das ist die Statistik zur Umfrage, genauer gesagt zur Frage nach Alter und Geschlecht in der Kategorie, derer die schon mal Fanfiction gelesen haben. Meist junge Frauen, wobei der fehlende Männeranteil durchaus daran liegen kann, dass ich die Umfrage vor allem in Bloggergruppen geteilt habe. Dort sind mehr Frauen unterwegs. Bei den „Nicht-Lesern“ sind übrigens alle über 30.

Die meisten haben übrigens eine Fanfiction zu einem Buch gelesen, insgesamt war es aber sehr gemischt. Buch, Filme, Prominenter, alles dabei bei den Antworten. Ähnlich sah es bei der Häufigkeit aus, die meisten hatten erst ein paar Mal Fanfiction gelesen. Bei denen die regelmäßiger lesen war die Häufigkeit aber sehr verteilt.

Was mich überrascht hat war die große Anzahl von Fanfiction-Autoren. Gerade nachdem die meisten eher selten selbst Fanfiction lesen und dabei meist kürzere Geschichten bevorzugen.


Was sind die Probleme der Fanfiction

Die Probleme der Fanfiction. Ziemlich eindeutig das Diagramm, oder? Rechtschreibung und Grammatik sind das Hauptproblem. Nicht überraschend, wenn man bedenkt das viele Fanfictions nicht Korrektur gelesen werden.

Von der Fanfiction zum Buch

Wie oben schon angedeutet werden aus Fanfictions manchmal Bücher. Fifty Shades of Grey kennt wahrscheinlich jeder mittlerweile. Die „After“-Reihe von Anne Todd erscheint gerade als Buch, sie war ursprüngliche eine One Direction Fan Fiction. Insgesamt kann man für die Fanfiction der „Internet-Ära“ aber immer noch eine Beschreibung benutzen, die Lev Grossmann (Journalist und Autor) 2010 in einem Time-Artikel formuliert hat: „Right now fan fiction is still the cultural equivalent of dark matter: it's largely invisible to the mainstream, but at the same time, it's unbelievably massive.“ („Im Moment ist Fanfiction noch das kulturelle Äquivalent von Dunkler Masse: Sie ist größtenteils unsichtbar für den Mainstream, aber zugleich unglaublich groß“)
Amazon ist natürlich schon drauf angesprungen, allerdings erst einmal nur in den USA. Dort gibt es "Kindle Worlds", ein Portal in dem Fanfictions zu bestimmten Serien verkauft werden können.

Autoren und Fanfiction

1992 veränderte sich die allgemeine Auffassung von Fanfiction sehr plötzlich. Marion Zimmer Bradley machte nämlich öffentlich, dass sie ein komplettes Buch nicht veröffentlichen würde können. Wegen Fanfiction. Sie hatte eine Fanfiction gelesen, die ähnliche Ideen aufgriff und die Autorin der Fanfiction weigerte sich Marion Zimmer Bradleys Angebot für die Rechte anzunehmen. Daraufhin löste der Verlag den Vertrag für das Buch und Marion Zimmer Bradley zog ihre Zustimmung zu Fanfiction zurück und kappte nahezu alle Verbindungen zu Fans.

Was genau passiert ist weiß allerdings keiner so wirklich mehr, glaube ich. Das Ganze ist fast schon eine Urban Legend. Der Autor Jim. C.Hines hat einen tollen Beitrag darüber geschrieben. Allerdings schreibt selbst George R.R. Martin in seinem (sehr lesenswerten) Blogartikel: „That was twenty years ago or thereabouts, but that episode had a profound effect on me and, I suspect, on many other SF and fantasy writers of my generation. “ („Das war vor 20 Jahren oder so, aber diese Episode hatte einen großen Einfluss auf mich und, wie ich vermute, auch auf andere Science-Fiction- und Fantasy-Autoren meiner Generation“) Urban Legend hin oder her, diese Geschichte ist mit ein Hauptgrund dafür, warum so viele Autoren Fanfiction nicht „nur“ ignorieren sondern wirklich aktiv dagegen vorgehen.

J.K. Rowling von Daniel Ogren
via wikimedia Commons
Es gibt natürlich auch Autoren, die wenig bis gar keine Probleme mit Fanfiction haben. Stephenie Meyer und J.K. Rowling z.B. oder auch Terry Pratchett:” I don't actually object to fan fiction [...] provided that it's put somewhere where I don't trip over it [...] isn't done for money, and isn't passed off as 'official' in any way.” (“Ich habe nichts gegen Fanfiction, solange sie nicht irgendwo auftaucht wo ich darüber fallen würde, nicht für Geld geschrieben wird und in keiner Art und Weise als “offiziell” bezeichnet wird”). 

In der Umfrage haben übrigens die meisten Befragten auf die Frage „Einige Autoren gehen gerichtlich gegen Fanfictions vor. Wie siehst du das?“ mit Unverständnis reagiert. Eine Beispielhafte Antwort ist: „Sie sollen doch froh sein, dass ihre Geschichten so toll ankommen, dass Fans sich weitere Dinge ausdenken.“ Aber einige haben auch Verständnis gezeigt:  „Ärgerlich, ist aber wahrscheinlich ein (urheber-)rechtliches Problem...“.


Hast du schon einmal Fanfiction gelesen? Zu welchem Fandom? Hast du eine Lieblingsgeschichte?
Meine Lieblingsgeschichten sind allesamt nicht Jugendfrei oder auf einer Seite für die man generell 18 sein muss um überhaupt irgendwas lesen zu können. Deswegen habe ich heute leider keine Links für euch :D
Aber ich bin neugierig auf deine Erfahrung mit Fanfiction! Schreibe einfach einen Kommentar, das ist gar nicht so schwer :)

Du willst mehr darüber lesen? Hier ein paar Links zu interessanten Beiträgen:
Wikipedia-Artikel: Legal issues with fan fiction
George R. R. Martin: Someone Is Angry On The Internet


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[Montagszitat] ALF

Bild aus der Sitcom ALF von NBC


"Eines Tages werdet ihr einsehen, dass ich recht hatte! Vielleicht nicht heute... ähm, offensichtlich heute noch nicht !"

ALF





Am 5. Januar 1988 wurde die erste Folge von ALF in Deutschland ausgestrahlt. Beim ZDF. Damals haben sie scheinbar noch nicht komplett hinter der Zeit hinterhergehinkt :D
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