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[Jules Rezension] Der Mann, der kein Mörder war


Informationen zum Buch

Quelle: Rowohlt

Der Mann, der kein Mörder war

Michael Hjorth
Hans Rosenfeldt

Übersetzer: Ursel Allenstein
Softcover
592 Seiten
14,95€
ISBN 978-3-86252-019-0
Website des Verlags



Erster Eindruck

Das Cover ist sehr schlicht gestaltet, roter Rand und heller Aufdruck. Man kann den Umriss eines Mannes erkennen und einen Wald im Winter.

Inhalt

Die Reichsmordkommission rund um Kommissar Höglund ermittelt in einem Mordfall eines Jungen, der mit herausgerissenem Herzen in einem Waldstück gefunden wurde, als das Team auf einen alten Bekannten trifft: Sebastian Bergmann.
Einst gefeierter Kriminalpsychologe ist Sebastian Bergmann nach einem Schicksalsschlag am Boden und nur mehr ein Schatten seiner selbst. Nur eines ist er geblieben – ein richtiges Arschloch! Aus eigennützigen Interessen bietet er Kommissar Höglund seine Hilfe an, die dieser zuerst ablehnen möchte.
Doch da sich der Fall als sehr schwierig herausstellt, nimmt er die Hilfe von Sebastian an und obwohl er das Team damit zu entzweien droht, können sie bald nicht mehr auf die Hilfe des hochintelligenten Bergmanns verzichten...
 

Meine Meinung
Das Buch war eine Empfehlung und sobald ich in der Geschichte drinnen war, gibt es kein Entkommen. Man fühlt auf der einen Seite mit Sebastian Bergmanns Schicksal mit, zeitgleich ist er einem aber absolut unsympathisch, da er sich um die Gefühle seiner Mitmenschen wenig kümmert.
Doch Sebastian Bergmann ist genial und der Fall so spannend, dass man einfach weiterlesen muss! Auch die Charaktere des Teams rund um Kommissar Höglund sind wunderbar beschrieben und sehr stimmig.
Das Buch habe ich in weniger als 3 Tagen ausgelesen und habe danach unmittelbar mit Band zwei begonnen, den ich ebenfalls zwei Tage später ausgelesen hatte. Nun bin ich gerade bei Band drei angekommen und kann nur sagen, dass jeder Krimi-Fan diese Bücher gelesen haben sollte!

Fazit

Die Sebastian Bergmann-Reihe gehört zu den spannendsten und brillantesten Büchern, die ich je gelesen habe. Die Mordfälle sind so gut ausgearbeitet, dass man bis am Schluss nur wenig Ahnung davon hat, wer der Mörder ist. Die Geschichten sind in sich stimmig und die Charaktere der einzelnen Personen sind wundervoll herausgearbeitet.
Neben der Geschichte der Mordfälle gibt es auch noch die Lebensgeschichte von Sebastian Bergmann, die sehr vielschichtig und faszinierend ist und die einzelnen Team-Mitglieder der Reichsmordkommission, die ebenso lebendig und menschlich erscheinen wie der Hauptdarsteller selbst.
Ein Muss für jeden, der dieses Genre liebt!


0

[Jules Rezension] Die Wand

Hallo meine Lieben!
Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen!
Ich habe mich für „Die Wand“ von Marlen Haushofer entschieden, weil es eines der absurdesten Bücher ist, das ich je gelesen habe!

Informationen zum Buch

Marlen Haushofer Die Wand Cover List Verlag
Quelle: Verlag

Die Wand

Marlen Haushofer

Taschenbuch
288 Seiten
8,95€
ISBN 978-3548605715
Website des Verlags




Erster Eindruck

Auf dem aktuellen Cover sieht man ein einsames Haus auf einer Wiese mit viel blauem Himmel als Hintergrund. Im Original-Cover jedoch sieht man leicht verschwommene Hände, die eine unsichtbare Mauer absuchen.

Inhalt

Die Erzählerin ist in der Ich-Form und fährt mit ihrer Cousine und deren Mann in eine Jagdhütte. Als die beiden von einem Ausflug ins Dorf nicht zurück kommen, geht sie sie suchen. Dabei stößt sie auf eine unsichtbare Wand. Hinter der Wand ist das ganze Leben ausgestorben, man erfärhrt aber nie genau warum.
Von nun an ist die Erzählerin mit dem Hund und einigen weiteren Tieren komplett alleine und versucht sich ihr Leben so gut wie möglich zu richten. Die Lebensmittel muss sie sich natürlich einteile bzw. neue anbauen, Holz muss sie selbst schlagen, Butter und Käse ebenfalls selbst herstellen.
Das einsame Leben wird jedoch einmal kurz unterbrochen, als plötzlich ein Mann auftaucht...



Meine Meinung

Das Buch ist extrem langweilig und spannend zugleich. Während man darauf wartet, dass nun doch endlich was passiert, ist man neugierig und kann es kaum erwarten.
Man lernt währenddessen wie Kartoffeln geschnitten und eingegraben werden müssen um viele Früchte zu tragen und einiges mehr.
Doch im Endeffekt ist das Buch sehr enttäuschend und es endet einfach als die Erzählerin keine Seiten mehr hat um ihre Geschichte weiterzuschreiben... Das nenne ich mal unbefriedigend.

Fazit

Abgesehen davon, dass kaum etwas passiert und die Spannung darin besteht, ob etwas passiert oder es weiterhin langweilig bleibt, muss man auch kritisieren, dass die Erzählerin nicht einmal versucht aus ihrer Gefangenschaft hinter der Mauer zu fliehen. Sie versucht kein Ende zu finden, sie versucht sich nicht darunter durchzugraben. Und woher der mysteriöse Mann kommt, wird auch nie aufgelöst. Nicht einmal woher die Mauer kommt, warum sie da ist und ob sie je wieder verschwindet.
Dennoch muss ich sagen, dass das Buch etwas hat, denn selbst 3 Jahre nachdem ich es gelesen habe, regt es mich immer noch auf und das schaffen wenige Bücher. Also irgendwas hat Marlen Haushofer richtig gemacht.

Sterne: 2 von 5

2

[Rezension] A is for Arsenic


Informationen zum Buch

Quelle: Bloomsbury Sigma

A is for Arsenic - The Poisons of Agatha Christie

Kathryn Harkup

Taschenbuch
288 Seiten
ca. 15€
ISBN 978-1472911322
Website des Verlags




Erster Eindruck:

Art Deco heißt der Stil glaube ich. Auf jeden Fall mag ich ihn und er passt zu den 20er Jahren, in denen Agatha Christie ja auch berühmt wurde.

Inhalt:

Agatha Christie hat in ihren Büchern sehr viele Menschen umgebracht. Nicht wenige davon mit Gift, als Apothekengehilfin kannte sie sich mit Chemikalien und pflanzlichen Giften auch sehr gut aus. In diesem Buch werden 14 verschiedene Gifte aus 14 ihrer Bücher vorgestellt. Von A wie Arsen bis V wie Veronal.


Meine Meinung

Ich habe bisher erst ein einziges Buch von Mrs Christie gelesen. Aber mehr als nur einen Fachartikel über ihre Gifte. Pharmazeuten (und Toxikologen) sind glaube ich schon von Berufs wegen Fans. Als ich dieses Buch dann gesehen habe musste ich es deswegen unbedingt haben.
Jedes Kapitel ist dabei unterteilt in eine kurze Einführung zum Gift, dessen Wirkmechanismus, einer Erklärung wie es nachgewiesen wird und was das Gegengift ist. Und natürlich einem Abschnitt dazu wie Agatha Christie es verwendet hat und welche realen Fälle es gab.

Vom fachlichen her würde ich sagen: ja, das Buch ist wirklich gut recherchiert. Vor allem dafür, dass die Autorin selbst „nur“ Chemikerin ist, sich also wahrscheinlich in ihrem bisherigen Berufsleben gar nicht so viel mit der Toxikologie, also der Lehre der Gifte, beschäftigt hat. Einen Rechenfehler habe ich gefunden, aber der soll in den Taschenbuchausgabe (der mit dem weißen Cover) nicht mehr drin sein.  Außerdem hat es mich teils irritiert, dass die Gifte (und ihre Gegengifte) oft nur aus der Zeit Agatha Christies beurteilt wurden. Das kann natürlich auch mit den Unterschieden zwischen dem deutschen und dem britischen Gesundheitssystem zusammenhängen. Aber das Physostigmin nicht als Gegengift zu Atropin erwähnt wird? In Deutschland wird das dafür verwendet, auch weil ein Notarzt es wahrscheinlich sowieso dabei hätte. Pilocarpin sollte zwar auch funktionieren (so vom Mechanismus her), ist aber glaube ich eher historisch.

Äh ja, soweit zu meinem Exkurs in die Toxiologie. Ich kann auf jeden Fall versprechen, dass das Buch für Laien geschrieben ist. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Auch wenn man die Strukturformeln am Ende wohl nur als entsprechend vorgebildeter Mensch schätzen kann.  Gut, gefallen hat mir auch, dass einige der „alten“ Nachweismethoden sehr genau erklärt werden. Einige kannte ich bereits (z.B. der Nachweis auf Arsen), aber von anderen hatte ich noch nie gehört.

Ein Interesse für Gifte, Chemie und den menschlichen Körper ist auf jeden Fall von Vorteil. Für mich sind die Namen von Medikamenten und generell chemischen Strukturen etwas normales, aber es sind eben irgendwie Zungenbrecher. Genauso wie viele der Fachausdrücke, die im Laufe des Buches dann doch eingeführt werden. Der Wirkmechanismus wird auch sehr detailliert beschrieben (wesentlich detaillierter sind die Mechanismen oft auch gar nicht bekannt)

Fazit

Das perfekte Buch für jeden Fan von Agatha Christie, jeden Naturwissenschafts-Fan und für Mediziner, Apotheker und Toxikologen sowieso. Für angehende Mörder nicht so, die erwähnten Gifte sind heute alle gut nachweisbar.

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[Rezension] #fingerweg

Informationen zum Buch

Quelle: Carlsen

#fingerweg

Susanne Fülscher

Taschenbuch
224 Seiten
6,99€
ISBN 978-3-551-31543-4
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-

Erster Eindruck:

Irgendwie mag ich das Cover, auch wenn es nichts besonderes ist. Es zeigt eine gewisse Verletzlichkeit.

Inhalt:

In Lisas Leben läuft grade alles super. Direkt nach dem Abitur bekommt sie ihr Traumpraktikum: Bei Maxime Léon, einem bekannten Regisseur. Damit stehen ihr alle Türen in der Filmwelt offen und interessant ist es auch noch.  Wenn sie sich bloß nicht so unwohl fühlen würde in Maximes Gegenwart.


Meine Meinung:

Ich hatte Angst, dass #fingerweg ein Buch mit erhobenen Zeigefinger ist. Glücklicherweise hält sich die Autorin da zurück. Stattdessen zieht sie einen in die Geschichte. Man leidet mit Lisa mit und ist genauso wie sie vor allem eines: Verwirrt und verunsichert.
Besonders toll fand ich, wie gut es Susanne Fülscher gelingt das Problem des „Grenzen ziehen“ darzustellen. Es scheint so einfach zu sagen „Mir könnte das nie passieren“, aber oft ist der Übergang eben fließend. Lisa kämpft mit genau diesem Problem: Was ist einfach nur unangemessen und was ist schon sexuelle Belästigung. Und wo zieht man da die Grenze? Und wie wehrt man sich? Schließlich wird uns allen beigebracht immer nett zu bleiben.
Das Thema von #fingerweg ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges und noch dazu ist dieses Buch gut geschrieben. Es ist allerdings definitiv an die Altergruppe 16-20 gerichtet. Mein Abitur ist noch nicht so lange her, aber in der Welt von Lisa habe ich mich trotzdem nicht wirklich heimisch gefühlt. Sie wirkte irgendwie fremd, da sie doch mehr auf das Internet fokussiert ist.
Mein großes Problem mit diesem Buch ist das Ende. 

Achtung Spoiler! Zum Aufklappen bitte klicken
Denn ich glaube an den Rechtsstaat und ich glaube, dass es keiner verdient hat in den sozialen Medien fertig gemacht zu werden. Egal was er oder sie getan hat. Natürlich ist es grade bei so Sachen wie sexueller Belästigung schwierig das zu beweisen und nicht immer kommt es zu einer Verurteilung. Aber es ist trotzdem nicht richtig erst an die Öffentlichkeit zu gehen, wie es Lisa tut, und dann erst Anzeige zu erstatten.


Fazit:


Ein toll geschriebenes, wichtiges Buch. Aber auch leider eines, dessen Ende mich sehr enttäuscht hat. Deswegen gibt es „nur“ 3 Sterne.


4

[Rezension] Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Informationen zum Buch

Das Weihnachtswunder von Old Nichol von Raymond A. Scofield
Quelle: Rütten & Loening

Das Weihnachtswunder von Old Nichol

Raymond A. Scofield

Hardcover
240 Seiten
12 €
ISBN: 978-3-352-00889-4
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-


Erster Eindruck:

Cover-Klick. Also nicht wirklich Cover-Kauf, weil ich dieses Buch ja netterweise von NetGalley habe, aber da habe ich es wegen dem Cover angeklickt. Es wirkt so schön winterlich.

Inhalt:

Anna und Benjamin haben nicht die besten Vorrausetzungen für ein schönes Weihnachtsfest: Aus ihrer Heimat Irland sind sie vor einer Hungersnot ins Londoner East End zu ihrer Tante geflohen. Doch die ist nun tot und Anna und Benjamin dem ruchlosen Apotheker Mr. Fox schutzlos ausgeliefert. Ein Unglück reiht sich an das Nächste und vom „Glück der Iren“ ist nicht viel zu spüren.


Meine Meinung:

Wie niedlich! Ja, ich glaube „süß“ ist eine gute Beschreibung für „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“. Der Klappentext verspricht das London von Oliver Twist und das bekommt man als Leser auch. Mit ein bisschen Feenstaub inklusive. Also die gute Art von Feenstaub, die die das Leben etwas magischer macht.

Die Figuren in „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ sind überraschend gut ausgearbeitet. Dass Anna manchmal ins Irisch-Gälische fällt irritiert am Anfang etwas, aber auch daran gewöhnt man sich. Und authentisch ist es ja. Nur ein bisschen Stereotypen sind die beiden ja schon. Mussten sie zum Beispiel ausgerechnet rote Haare haben? Beide? Immerhin heißen sie nicht Patrick und Mary.
Und dann ist da ja noch „Welchiger“, wobei ich über ihn nicht allzu viel verraten möchte. Aber er ist cool drauf, das kann ich versprechen! Außerdem war es meiner Meinung nach eine sehr gute Idee ausgerechnet jemanden wie ihn zu einem treibenden Element der Handlung zu machen. (Das klingt jetzt alles sehr mysteriös, oder? Aber ich möchte nicht zu viel verraten, egal wie sehr ich „Nämlichen“ mag…)
Weiterer Pluspunkt: Keine Liebesgeschichte! Man kann Weihnachten nämlich auch feiern ohne das die ganze Welt sich verlieben muss. Stattdessen beschwört Raymond A. Scofield eine andere Art Weihnachtszauber herauf.

Ein großer Minuspunkt: Leider ist „Das Weihnachtswunder von Old Nichol“ ein Buch in dem schon sehr früh klar wird, dass es ein Happy End geben wird. Und zwar eines in dem Jeder das bekommt, was er verdient. Das ist wirklich schade, da so etwas von der Spannung verloren geht. Und auch das Glück wird manchmal etwas überstrapaziert.

Fazit

Oliver Twist mit einer ordentlichen Portion Feenstaub. Ein wunderbares, wenn auch etwas vorhersehbares Weihnachtsbuch.

4 Sterne

4

[Jules Rezension] Obsidian

Hallo meine Lieben!
Es ist wieder der erste Freitag im Monat ist und hier bin ich wieder mit einer Buchvorstellung!
Ich habe mich für Obsidian: Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout entschieden, da ich einfach wiedermal Lust auf einen unterhaltsamen Jugendroman hatte.

Informationen zum Buch

Quelle: Carlsen

Obsidian.
Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout

Übersetzer: Anja Malich
Hardcover
400 Seiten
18,99 €
ISBN: 978-3-551-58331-4
Website des Verlags


Erster Eindruck

Das Cover wirkt stimmungsvoll und schön mit dem Bokeh über dem Bild, auf dem zwei Schattenfiguren zu sehen sind.

Inhalt

Die 17-jährige Katy und ihre Mutter ziehen nach dem Tod ihres Vaters nach West Virginia in einen winzig kleinen Ort. Da ihre Mutter Bedenken hat, dass Katy schnell Freunde findet, überredet sie ihre Tochter bei den Nachbarn zu klingeln um die Geschwister kennezulernen, die ungefähr im gleichen Alter wie Katy sind.
Die Geschwister sind Zwillinge, ein Junge namens Daemon und ein Mädchen namens Dee. Während Dee und Katy bald beste Freundinnen sind, entsteht zwischen Daemon und Katy eine Art Hass-Liebe. Und schon bald kommen Katy erste Zweifel, dass bei den Zwillingen alles mit rechten Dingen zugeht...


Meine Meinung

Ein gutaussehender Junge, der sich arrogant aufführt und scheinbar zu gut für das unschuldige Mädchen ist, dass völlig unbedarft in den neuen Ort gezogen ist. Ein Geheimnis, das es zu Lüften gilt. Klingt alles nach Twilight, oder?
Aber ich kann dir versichern, dass Obsidian – auch wenn gewisse Parallelen existieren – ganz anders ist als Twilight. Die Personen erscheinen bodenständiger, die Hass-Liebe von Katy und Daemon kann man oft beinahe greifen.
Und als sich herausstellt, dass die Geschwister natürlich keine einfachen Menschen sind und die bösen Gegenspieler auftauchen bekommt die Geschichte noch einmal einen ganz eigenen Drive.

Fazit

Ähnlich unterhaltsam wie Twilight nur viel cooler! Die Hauptdarstellerin ist selbstbewusst, weiss sich zu helfen und ist eine sehr sympathische junge Frau. Außerdem geht es mit dem vermeintlichen Bad Boy teilweise ganz heftig zur Sache. Natürlich stellt sich dann heraus, dass der Bad Boy nicht ganz so böse ist und dass er natürlich kein Mensch ist. Aber all das fügt sich gut in die Geschichte ein und ist bis zum Schluss unterhaltsam.
Natürlich hat die Geschichte ein offenes Ende – zumindest was die Beziehung zwischen Katy und Daemon angeht, aber dafür freut man sich umso mehr auf Teil 2!



2

[Rezension] Salz für die See

Informationen zum Buch

Salz für die See von Ruta Sepetys - Cover
Quelle: Carlsen

Salz für die See

Ruta Sepetys

Übersetzer: Henning Ahrens
Hardcover
416 Seiten
19,99 € [D] 20,60 € [A]
ISBN 978-3-551-56023-0
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-


Erster Eindruck

Tja, ein Königskinder-Buch. Also: Wunderbares Cover ist quasi selbstverständlich. Mich erinnert es übrigens ein wenig an die DGzRS Werbung, da ist auch immer viel aufgewühltes Wasser und ähnliche Farben sind das auch. Unter dem Schutzumschlag ist übrigens "Wilhelm Gustloff" eingeprägt. Und es gibt ein Lesebändchen!

Inhalt

Es ist Januar 1945. Die sowjetischen Truppen rücken immer weiter vor in Ostpreußen.
Florian, Emilia und Joana sind auf der Flucht. Jeder für sich und doch irgendwie zusammen. Und jeder hat seine Geheimnisse.
Alfred ist Soldat. Mehr oder weniger. Einsatzort: Die "Wilhelm Gustloff".


Meine Meinung

Wie fasst man ein solches Buch in Worte?

"Salz für die See" ist großartig. Verstörend. Wundervoll. Beängstigen. Atemberaubend. Zum Nachdenken anregend. Einfach unbeschreiblich.

Ich hatte Angst, dass ich zu hohe Erwartungen haben würde an dieses Buch. Schon so oft haben mich historische Roman enttäuscht. Aber Ruta Sepetys macht alles richtig. Sie schafft es einfach die Gefühle der Protagonisten einzufangen.

"Salz für die See" ist auch vier verschiedenen Sichten geschrieben. Meistens wird dabei nach 1 oder 2 Seiten die Perspektive gewechselt. Aber teilweise ist es auch nur ein Absatz. Oder sogar nur ein Satz. Durch diese Erzählweise schafft die Autorin es grade am Ende des Buches einen in einen Mahlstrom aus Gefühlen zu befördern. Was ziemlich verstörend sein kann. Wirklich.
Die vier Protagonisten kommen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen und jeder hat seine eigenen Gründe. Jeder der vier ist einzigartig und gut charakterisiert. Lediglich Alfred scheint manchmal etwas eindimensional, aber auch das scheint Absicht.

Man merkt es vielleicht: Ich weiß nicht recht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Definitiv eines meiner Jahreshighlights. Aber eben auch ein Buch, dass mich ganz sicher nicht hat jubeln lassen. Außerdem finde ich es sehr schwer darüber zu erzählen ohne zu spoilern. Wobei doch, eins kann ich sagen: Die Wilhelm Gustloff wird untergehen. Und mehr als 9000 Menschen mit sich reißen.

Fazit

Einfach selber lesen! "Salz für die See" ist so unbeschreiblich, aber ich kann euch versprechen, dass es ganz sicher einen Eindruck hinterlassen wird!

5 Sterne


Ich habe dieses Buch in Tausch für eine ehrliche Rezension vom Königskinder Verlag/Carlsen bekommen. Danke dafür! Meine Lobeshymmne hat aber ganz sicher nichts mit diesem Fakt zu tun, dafür ist das Buch ganz alleine verantwortlich, egal wo ich es her habe.

4

[Jules Rezensionen] Totenfang

Hallo meine Lieben, es wird wieder spannend!
Nachdem ich euch im Juli erstmals in die Welt von Dr. David Hunter entführt habe, gibt’s heute den neuesten Fall „Totanfang“, der erst vor zwei Wochen erschienen ist!

Informationen zum Buch

Quelle: Rowohlt

Totenfang

Simon Beckett

Übersetzer: Karen Witthuhn; Sabine Längsfeld
Hardcover
560 Seiten
22,95 €
ISBN 978-3-8052-5001-6
Website des Verlags




Erster Eindruck

Das Cover ist genau wie die anderen der Reihe sehr schlicht in Schwarz und Weiß gehalten und erinnert wieder an eine Parte.

Inhalt

Nachdem sich Dr. Hunter bei den letzten Ermittlungen etwas ins Aus geschossen hat, langweilt er sich an der Universität mit seinem üblichen Job doch ziemlich. Ein Lichtblick ist jedoch der Anruf der Polizei in Essex, die eine Leiche in den Backwaters zu bergen hat und dabei seine Unterstützung wünscht. Die Ermittler haben auch schon einen Verdacht wer die Leiche sein könnte: Leo Villiers, der Zögling – und das schwarze Schaf – einer sehr einflussreichen Familie, soll eine Affäre mit der verheirateten Emma Darby gehabt haben und erst sie und dann sich selbst getötet haben. Doch bald kommen Dr. David Hunter die ersten Zweifel an der Identität der männlichen Leiche...


Meine Meinung

Sechs Jahre nachdem der letzte Teil erschienen ist, war es etwas schwer sich an manche Ereignisse zu erinnern, an die im neuen Band angespielt wird. Gewohnt verworren sind die Geschehnisse in der Geschichte, die aber die Spannung ausmachen und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer denn der Mörder ist. Auch wenn ich diesen Teil nicht ganz so spannend gefunden habe wie die anderen, war es wieder ein Lesevergnügen und wir dürfen uns auf eine Fortsetzung freuen!


Fazit

Etwas weniger spannend als die anderen Teile, aber genauso unterhaltsam und kurzweilig. Bis zum Schluss hatte ich – wie bei den Dr. Hunter Fällen üblich – keine Ahnung wer der Mörder ist! Ein idealer Thriller-Spaß für die kalte Jahreszeit!

Sterne: 4 von 5


2

[Rezension] Nenn mich nicht bei meinem Namen

Informationen zum Buch

Quelle: cbj

Nenn mich nicht bei meinem Namen

Waldtraut Lewin

Taschenbuch
320 Seiten
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A]
ISBN: 978-3-570-40228-3
Website des Verlags



Erster Eindruck

Gibt es ein Cover, das noch mehr „Ich bin ein historischer Jugendroman“ schreit? Aber ich mag es trotzdem :)

Inhalt

Eliane  hat den Holocaust überlebt. Grade so. Aber sie kann nicht beweisen, wer sie ist und hat deswegen in Nachkriegs-Deutschland keine Identität. Bis sie eine alte Dame trifft, durch diese bekommt sie einen neuen Namen. Aber auch eine neue, gefährliche Aufgabe.

Meine Meinung

Ich habe bereits vor einigen Monaten „Himmel ohne Sterne“von Rainer M. Schröder gelesen, welches das gleiche Thema behandelt nämlich die illegale Einwanderung nach Palästina nach Ende des 2. Weltkriegs. Vielleicht hatte ich auch deswegen meine Probleme mit „Nenn mich nicht bei meinem Namen“, denn Rainer M. Schröder ist nun mal ein Autor, mit dem ich quasi groß geworden bin. Seine historischen Romane haben mein Verständnis für dieses Genre vielleicht mehr geprägt als jeder andere Autor.

Erstmal: Im Buch wird immer von der Alija Daleth geredet. Keine Ahnung ob das ein Fehler in meiner Ausgabe ist oder ein generell Fehler. Denn die Einwanderung hieß Alija Bet, von Alija (Einwanderung) und Bet, dem zweiten Buchstaben im hebräischen Alphabet.
Dazu scheint mir die Hagana doch sehr leichtgläubig. Klar, sicher hatten die allermeisten der Juden keine gesicherte Identität und diejenigen, die sich auf den Weg nach Palästina machten am allerwenigsten. Aber ein Mädchen einfach so akzeptieren? Nur weil sie angeblich wichtige Negative bei sich trägt? Ein bisschen Skepsis ist da ja schon angebracht, denke ich. Außerdem versucht Eliane fast 1 Jahr lang auf eines der Schiffe zu kommen. Da kommt keiner auf die Idee sie vielleicht auch zur Kämpferin auszubilden? Sie scheint ja bekannt zu sein unter der Hagana- Führung. Das passt einfach nicht finde ich, denn die Hagana war soweit ich weiß nicht einfach nur ein Haufen Verrückter sondern gut organisiert. Fast schon eher eine richtige Armee, denn eine Miliz.
Und die Briten scheinen mir am Ende doch sehr leichtgläubig bzw. sogar sorglos. Mehr sei dazu einfach nicht gesagt.

Liane hat einfach viel zu viel Glück. Ja, verdammt es ist ein Jugendbuch. Aber auch Jugendliche können was ab und das war damals einfach kein Zuckerschlecken. Es muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein! Und Waltraut Lewin macht hier genau das: Es wird immer alle gut, alle Probleme sind eher Schrecksekunden, als richtige Probleme. So viel Glück hat ein einzelner Mensch einfach nicht!!
Vom Schreibstil ist „Nenn mich nicht bei meinem Namen“ wirklich gut, die Charaktere sind vielfältig, wenn auch teilweise eindimensional. Von den Wenigsten wird die Motivation hinterfragt. Aber trotzdem gut geschrieben.

Fazit

Ein gutgemeintes und gut geschriebenes Buch über ein interessantes Thema. Aber leider ein bisschen zu viel „Alles wird gut“-Mentalität.


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[Rezension] Body Work

Informationen zum Buch

Quelle: Titan Comics

Body Work

Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel

Zeichner: Lee Sullivan, Luis Guerrero (Farbe)
Taschenbuch
128 Seiten
ca. 10€
ISBN 978 178 276 187 7
Website des Verlags



Erster Eindruck:

Zu einem „Flüsse von London“-Buch gehört irgendwie eine Karte auf dem Cover. Auf diesem hier ist das wirklich toll gemacht.

Inhalt:

Peter hat mal wieder einen Fall. Diesmal gibt es da ein gewisses Problem mit einem verhexten Auto, das sich selbstständig macht. Und Menschen umbringt. Da muss natürlich das Folly ran.

Meine Meinung:

Erst war ich etwas skeptisch, ob der Comic wirklich einen neuen Fall beinhaltet. Denn Body Work gehört zum „Flüsse von London“ Universum und oft bieten Comic-Adaptionen einer Buchreihe ja nichts wirklich Neues. Aber Body Work ist tatsächlich ein eigenständiger Fall, ich würde sogar sagen, dass man es ohne Kenntnis der Bücher lesen kann. Zwar verpasst man dadurch einige Insiderwitze, aber insgesamt steht der Fall für sich alleine.
Laut dem Autor Ben Aaronovitch steht Body Work in der Chronologie zwischen Band 4 und 5 der Buchreihe. Wenn man also die Buchreihe liest oder vor hat zu lesen bekommt man so natürlich einiges gespoilert u.a. einen sehr wichtigen Plottwist in Band 4.

Der Comic ist ursprünglich in mehreren Teilen erschienen, die hier in einem Sammelband zusammengefasst wurden. Dadurch gibt es zwischendrin immer mal eine Art Ciffhanger und/oder Sprünge in der Handlung. Mich persönlich hat das nicht gestört, da die Haupthandlung durchgängig war.
Interessant fand ich auch die verschiedenen Cover der einzelnen Bände, die alle abgedruckt waren. Ach ja und die „Kurzgeschichten“ am Ende waren auch sehr witzig.

Insgesamt zeigt Body Work vor allem, dass Ben Aaronovitch ursprünglich Drehbuchautor war. Denn nicht jeder Autor schafft es eine Geschichte zu schreiben, die so gut als Comic funktioniert. Als „normales“ Buch hätte Body Work nur halb so gut funktioniert, aber in einem Comic wo vieles (wie im Film) gezeigt wird und nicht beschrieben werden muss: Toll!
Die Zeichner des Comics haben meiner Meinung nach auch einen guten Job gemacht. Im ersten Moment war der Zeichenstil etwas gewöhnungsbedürftig, da ich vorher noch nie einen Comic mit einem recht realistischen Stil gelesen hatte. Nach einer Eingewöhnungszeit bin ich nun allerdings begeistert davon.

Fazit:

Eine tolle Ergänzung zur Peter-Grant-Reihe. Man kann zwar auch überleben ohne die Comics zu lesen, aber meiner Meinung nach ist Body Work gelungener als z.B. der 5. Teil der Buchreihe.



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7 Dinge, die ich an Women In Science von Rachel Ignotofsky klasse finde

1. Es sieht klasse aus. 

Richtig klasse. Bunte Zeichnungen auf grauen Grund. Im ganzen Buch. Und vorne ist es sogar silbern.

2. Es geht über Marie Curie und Lise Meitner hinaus. 

Ja, es gab und gibt auch noch andere Frauen in MINT-Fächern. Wirklich. Sogar richtig coole Frauen. Wie Ada Lovelace oder Jane Cooke Wright oder Hedy Lamarr oder….


3. Ist nicht staubtrocken. 

Die Frau, die Regalbretter in Kühlschränken erfunden hat? Natürlich dabei. Und das sie ihr neues Küchendesign mit einem Kuchen ausprobiert hat? Wir natürlich auch erwähnt!


4. Versinkt nicht in Fachwörtern. 

Und die wenigen, um die man nicht herumkommt werden im Anhang erklärt. Tolle Zeichnungen inklusive.

5. Enthält jede Menge unnützes Wissen. 

Und jede Menge nützliches Wissen. Aber unnützes Wissen macht doch viel mehr Spaß, oder?

6. Alles dabei und alles unglaublich interessant

Eine ganze Doppelseite mit Zeichnungen von Laborgeräten und ihren Bezeichungen? Oder eine Seite mit Statistiken? Oder eine mit einer Zeitleiste? Einfach hereinschauen!

7. Hatte ich erwähnt, wie toll das Buch aussieht? 

Fotos können ihm keine Gerechtigkeit erweisen, man muss es einfach live gesehen haben.

6

[Jules Rezension] Der Meister

Hallo meine Lieben!
Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen! Ich habe mich für „Der Meister“ von Tess Gerritsen entschieden, den zweiten Teil der Rizzoli & Isles Serie, in der erstmals auch Dr. Maura Isles ihren Platz findet.

Informationen zum Buch

Quelle: Blanvalet

Der Meister

Tess Gerritsen

Übersetzer: Andreas Jäger
Taschenbuch
416 Seiten
€ 9,99
ISBN: 9783442362844
Website zum Buch



Erster Eindruck

Wieder ein gemaltes Cover, diesmal eine Hand, die einen Pfeil hält. Lässt nicht viel auf den Inhalt schließen, passt aber optisch zum ersten Teil.

Inhalt 

„Der Dominator“ ist ein Serienmörder, der Boston in Atem hält. Er überfällt nachts Pärchen, fesselt den Mann und zwingt ihn bei der Vergewaltigung der eigenen Frau zuzusehen, bevor er ihn ermordet. Anschließend ermordert er auch die Frauen und legt sie in Parks ab um sich immer wieder an ihnen zu vergehen. Das Vorgehen kommt Polizistin Jane Rizzoli bekannt vor und erinnert sie an „den Chirurgen“, den sie eigenhändig vor einem Jahr ins Gefängnis gebracht hat und der noch eine Rechnung mit ihr offen hat. Der neue Mörder und der Chirurg müssen irgendwie in Verbindung stehen folgert die erfahrene Ermittlerin und ahnt nicht, dass sie im Zentrum der beiden perfiden Mörder steht.

Meine Meinung

Genauso spannend wie der erste Teil, doch man fiebert noch mehr mit, weil man weiß wie sehr Rizzoli im ersten Teil leiden musste. Was mir besonders gut gefällt, ist dass (wie oben erwähnt) Dr. Maura Isles ihren Platz in der Reihe bekommt. Im ersten Teil ging es noch um Rizzoli und einen Kollegen und in diesem Teil (und allen weiteren) ist endlich das Gespann wie im Fernsehen gemeinsam auf Verbrecherjagd: Rizzoli & Isles!

Fazit

Super spannend und würde ich sofort jederzeit wieder lesen! Ein ideales Buch für den Herbst um warm eingekuschelt ein spannendes Buch in einem Zug auszulesen!



Schaut doch auch mal bei Jules auf dem Blog vorbei: Auf JulesMoody.com gibt es jede Menge DIY z.B. unglaublich süße Tierlesezeichen oder ein Rezept für Pumpkin Spice Latte.

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[Rezension] Still

Informationen zum Buch

Cover Still Susan Cain
Quelle: Goldmann

Still
Die Kraft der Introvertierten

Susan Cain

Übersetzer: Franchita Mirella Cattani, Margarethe Randow-Tesch
Taschenbuch
464 Seiten
€ 9,99 [D] € 10,30 [A]
ISBN 978-3-442-15764-8
Website des Verlags



Erster Eindruck:

Weiß. Sachbuch. Also eigentlich habe ich keinen wirklich Eindruck.

Inhalt:

Susan Cain war mal erfolgreiche Wall Street Anwältin. Und sie ist introvertiert.  Deswegen hat sie ein Buch geschrieben: Über stille Menschen in einer lauten Welt.

Meine Meinung:

Ich wollte dieses Buch ganz lange nicht lesen. Aber irgendwie tauchte es immer wieder auf. Und da bin ich dann doch eingeknickt.
Und was soll ich sagen? Lesenswert!

Das grundlegende Prinzip introvertiert/extravertiert kannte ich schon länger (Sims sei dank ;)), aber Susan Cain hinterfragt das und erklärt genau welche Charaktereigenschaften für sie unter introvertiert/extravertiert fallen.

Außerdem zeigt wie sich unsere westliche Welt im letzten Jahrhundert zu einer extravertierten Gesellschaft gewandelt hat. Denn im 19. Jahrhundert wurden stille, eher introvertierte Menschen noch bewundert, mittlerweile sind es eher die Menschen, die sich gut selbst verkaufen können, die bewundert werden. Zu mindestens in den USA.
Das ist auch einer meiner Hauptkritikpunkte an diesem Buch, denn Susan Cain scheint über weite Strecken immer von „der Welt“ zu sprechen, aber natürlich ist das nicht überall gleich. Schon allein der Unterschied USA/Deutschland macht das deutlich, bei uns wird meiner Erfahrung nach noch etwas mehr Wert auf tatsächliches Können gelegt. Zwar ändert sich das auch und man muss sich immer mehr selbstdarstellen können, aber grundlegend muss man immer noch auch auf dem Papier die richtige Qualifikation haben.

Außerdem finde ich, dass teilweise etwas zu sehr auf dem fachlichen Hintergrund rumgehackt wird. Und teilweise widersprechen sich ihre Fachleute auch gegenseitig, was natürlich völlig okay ist – so funktioniert Wissenschaft – aber in einem populärwissenschaftlichen Buch wäre es schön, wenn das etwas sortierter wäre. Außerdem stimme finde ich, dass sie etwas zu sehr darauf herumreitet, dass Introvertierte ja so viel besser sind. Mag sein, dass wir überlegtere Entscheidungen treffen, aber manchmal müssen eben auch schnelle Entscheidungen getroffen werden.

Insgesamt ist „Still“ sehr verständlich geschrieben und auch trotz vieler zitierter Fachartikel gut zu lesen. Ich habe es auf jeden Fall fast in einem Stück durchgelesen. Überflüssig und wenig interessant fand ich nur den Anhang. Dort fand man z.B. eine Liste berühmter introvertierter Personen, ein Interview mit der Autorin etc. Aber neue Informationen: Fehlanzeige!

Fazit:

Ich würde „Still“ wirklich jedem empfehlen, ob man nun selbst introvertiert ist oder nicht. Mir hat es sehr geholfen Menschen generell zu verstehen. Und den einen oder anderen Tipp für introvertierte gibt es auch, jedoch ist es kein Selbsthilfebuch.


12

After Passion - Eine Art Rezension oder so

Huhu,

wenn ihr mir auf Twitter folgt werdet ihr es mitbekommen haben: Ich habe After Passion gelesen. Und gleich noch nebenbei darüber getwittert.

Der Versuch einer "richtigen" Rezension ist allerdings gescheitert. Denn ich hatte immer das Gefühl mich zu wiederholen. Also gibt es jetzt quasi halb, halb: Einmal einige Basisinfos so und dann habe ich meine persönliches Highlights in ein Storify gepackt. Mit ein paar Gifs noch dazu :D

Aber Achtung: Spoiler! Jede Menge sogar :D

Worum geht es eigentlich?

Um After Passion von Anna Todd. Ursprünglich war dieses Buch eine One-Direction-Fanfiction, aber irgendein genialer Verlagsmensch hat eine Chance gewittert und nun ist es eine Buchreihe.

Und in After Passion geht es um Tess, die grade ihr erstes Jahr an der Universität anfängt. Sie ist - genau -: Naiv, unerfahren, lerneifrig und sehr konservativ. Für die ersten 100 Seiten oder so. Natürlich verliebt sie sich gleich in den ersten Bad Boy, der ihr begegnet. Das ist Hardin, ein tätowierter, gewalttätiger emotionaler Krüppel. Aber reich ist er.

Und wie ist das so?

Anna Todd schafft es auf wunderbare Art und Weise emotionalen Missbrauch gesellschaftsfähig zu machen und nebenbei auch noch diverse Mythen zu nähren. z.B. "Mir würde er ja nie was tun!" oder "Sex mit Kondom ist kein richtiger Sex".
Nebenbei hat sie es geschafft ein Maximum an Klischees in "After Passion" unterzubringen. Egal wo man hin schaut, es gibt nur wandelnde Klischees. Ein wirkliches Kunststück.
Leider musste sie auch den Zeigefinger mahnend erheben: Alkohol ist ganz böse*

*Aber nur bei Vätern, wenn sich die Hauptfigur betrinkt ist das niedlich und dient dem Plot. Und während besagte Väter eben sehr wohl gewalttätige Betrunkene waren, würde der Bad Boy natürlich niemals seiner großen Liebe etwas tun. Vor allem wenn er grade dabei ist das Mobilar zu zerstören.

Und für weitere Eindrücke: Einfach meine Tweets nachlesen.

Hier auf dem Blog habe ich es aus Gründen besserer Lesbarkeit als Slideshow eingefügt, aber unter diesem Link findet ihr das Storify auch als "Story" also alles untereinander.

13

[Rezension] The Mystery of the Clockwork Sparrow

Informationen zum Buch

Quelle: Egmont UK

The Mystery of the Clockwork Sparrow

Katherine Woodfine

Taschenbuch
315 Seiten
£6,99
ISBN 978-1-4052-7617-7
Website des Verlags




Erster Eindruck:

Noch ein „Mitbringsel“ von der YALC und es ist soo schön. Mal ein etwas anderes Cover

Inhalt:

Nach dem frühen Tod ihres Vaters nimmt Sophie eine Stellung als Verkäuferin im grade eröffneten Kaufhaus Sinclair’s an. Ein ganz normaler Job für ein junges mittelloses Mädchen um 1900. Aber da ahnt sie noch nicht, dass sie sich bald mitten in einem Kriminalfall befinden wird. Ein juwelenbesetzter mechanischer Spatz wird aus der Austellungshalle gestohlen und Sophie ist die Hauptverdächtige! Zusammen mit ihren Freunden sucht sie den wahren Dieb…

Meine Meinung:

Ein historisches Mystery-Krimi-Jugendbuch ganz im Stil von Agatha Christie und Co. Nur eben mit Jugendlichen und nicht mit Detektiven.
„A splendid adventure awaits you“ steht unterm Klappentext und das stimmt auf jeden Fall. Katherine Woodfine nimmt einen mit in eine Zeit, in der die Polizei vor allem eines war: Korrupt. Außerdem war gefühlt alles größer und glitzernder und aufregender als heute.
Der eigentliche Text wird von Zeitungsauschnitten und Notizzetteln unterbrochen, diese sind allerdings auch immer relevant z.B. ein codiertes Telegramm oder ein Zeitungsbericht über Sinclair‘s.
„The Mystery oft he Clockwork Sparrow“ ist in mehrere Teile unterteilt und vor jedem Teil ist eine Mannequin mit Hut abgebildet samt einer Erklärung zu welchem Anlass ein solcher Hut getragen werden könnte. Das passt einfach wunderbar in die Zeit und zu diesem Buch. Denn „The Mystery of the Clockwork Sparrow“ ist ein kleines, liebenswertes Bisschen verrückt.
Die Hauptfiguren sind auch toll: Sophie, die aus einer wohlhabenderen Familie zu stammen scheint, aber deren Vater verstorben ist und die nun arbeiten gehen muss. Lilian, die als Model bei Sinclair’s arbeitet aber sich damit eigentlich nur ihre Schauspielerei finanziert. Billy, der von seinem Onkel einen Ausbildungsplatz als Portier verschafft bekommen hat, aber der eigentlich lieber Abenteuerromane liest. Und Joe, ein junger Mann auf der Flucht vor den Schergen des kriminellen Genies namens „Der Baron“, weil er kein Verbrechen begehen wollte.
Die Sprache ist teilweise an die Zeit angelehnt, was zwar einerseits hilft sich in die Zeit herein zu versetzen, aber andererseits das Buch schwieriger zu lesen macht. Für jemanden, der viel auf Englisch liest: kein Problem. Für jemanden der sich mit grundlegendem Schulenglisch an das Buch wagt etwas gewöhnungsbedürftig, aber definitiv machbar!

Fazit:

Ein tolles, cleveres Whodunnit mit interessanten Charakteren. Den zweiten Band habe ich glücklicherweise auch gleich gekauft!


15

[Rezension] Rosie Goes to War

Informationen zum Buch

Quelle: Accent YA

Rosie Goes to War

Alison Knight

Taschenbuch
240 Seiten
£7.99
ISBN 9781783752515
Website des Verlags




Erster Eindruck:

Coverkauf. Aber sowas von. Auf der YALC gesehen und nach etwas hin und her gekauft.

Inhalt:

Beim Aufräumen im Haus ihrer Großmutter findet Rosie einen alten Koffer. Und als sie die alte Kleidung darin anprobiert findet sie sich plötzlich in der Vergangenheit wieder. Und zwar 1940. In London. Mitten im Krieg. Und trifft ihre Großmutter als junges Mädchen.
Nur: Wie kommt sie wieder zurück? Und was passiert, wenn sie nicht wieder zurück kommt?


Meine Meinung:

Die Tag-Line passt wie die Faust aufs Auge: „High Heels, a Suitcase and a World Turned Upside Down“. Rosie ist wirklich ziemlich hilflos in der Vergangenheit. Manchmal etwas zu hilflos, aber vielleicht ist das Schulsystem in England ja wirklich so schlecht...

Mir gefällt die grundsätzlich Idee: Zeitreisen, aber direkt zu den eigenen Verwandten. Und unkontrollierbar auch noch. Und nebenbei die kleine Geschichtsstunde. 
Denn das ist „Rosie goes to war“ auf jeden Fall. Hier geht es wirklich um die Realität des Krieges und gut recherchiert ist es auch. Bis ins letzte Detail, viele Sachen sind heute eben doch anders und es sind nicht die großen Sachen, die Verwirrung auslösen sondern die alltäglichen Kleinigkeiten. Wie das Bügeleisen. Oder die Münzen.
Aber auch witzig, grade wenn Rosie Vergleiche mit Doctor Who zieht oder aus Versehen ein Wort benutzt, dessen Bedeutung sich geändert hat in den letzten 70 Jahren.

Leider kann Alison Knight sich nicht beherrschen und hebt ab und an den Zeigenfinger. So macht sich Rosie sehr viele Gedanken darüber, ob sie ihrer Eltern und Großeltern nicht doch mehr respektieren sollte. Und darüber das die gut-aussehenden Weiberhelden nicht die besten Lebenspartner abgeben. Da hätte es etwas weniger auch getan. Allerdings ist das Buch natürlich auch an eine wesentlich jüngere Zielgruppe gerichtet. Ich denke so 12 bis 16 Jahre. Vielleicht sieht man das in dem Alter anders.

Auf jeden Fall hoffe ich auf Folgebände, auch wenn laut Verlag momentan keine geplant sind.

Fazit:


Eine tolle, lehrreiche Zeitreise-Geschichte. Fast schon wie ein Zeitzeugen-Interview, aber mit Dr Who Zitaten. 4 Sterne


6

[Jules Rezension] Die Zwölf

Hallo meine Lieben!
Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen!
Vor einiger Zeit habe ich euch Teil 1 der Passage-Trilogie von Justin Cronin vorgestellt und heute gibt’s Band zwei „Die Zwölf“, denn dann seid ihr startklar für Band drei „Stadt der Spiegel“, der am 31. Oktober 2016 erscheinen wird!

Informationen zum Buch

Quelle: Goldmann

Die Zwölf

Justin Cronin

Übersetzer: Rainer Schmidt
Taschenbuch
832 Seiten
€ 9,99
ISBN 978-3-442-46935-2
Buchwebsite



Erster Eindruck

Das Cover ist zwar weniger gruselig als beim ersten Teil der Trilogie, doch die Sonnenfinsternis wirkt dennoch sehr düster und stimmungsvoll.


Inhalt

Das Buch beginnt am Anfang des 21. Jahrhunderts und der Ausbruch der Virals zieht immer größere Kreise – die Menschen beginnen zu flüchten und das wertvollste in Sicherheit zu bringen was sie besitzen: ihre Kinder – die Zukunft der Menschheit.
Mitten unter diesen Flüchtenden Menschen sind auch drei Menschen, die wichtig sein werden für die zukünftige Geschichte: Lila Beatrice Kyle – eine im Angesicht des Schreckens wahnsinnig gewordene Schwangere, Lawrence Grey, den wir schon aus dem ersten Teil kennen – der eine Stimme in seinem Kopf hört, die ihn zu sich ruft, und zu guter Letzt Horace Guilder, Direktor des Projekts, das die Virals erschuf.
Zeitsprung 100 Jahre in die Zukunft: Wir sind wieder bei Amy und ihren Freunden, die versuchen die restlichen 11 der Zwölf ursprünglichen Virals zur Strecke zu bringen. Doch irgendwo in der Dunkelheit wartet „Zero“, der erste der Virals, der das Virus ursprünglich in sich trägt und der ein einziges Ziel hat: die Menschheit auszulöschen...

Meine Meinung

Genauso spannend wie der erste Teil, genauso vielschichtig. Wir sehen alte Bekannte wieder und lernen neue Charaktere kennen und fiebern bei ihrem Schicksal mit. Wird es Amy und ihren Freunden gelingen die Virals zu besiegen?

Fazit

Ein dicker Schmöker, aber wirklich spannend und lesenswert. Justin Cronin schafft es, dass das Buch trotz seiner beachtlichen Seitenanzahl nie langweilig wird und man bis zum Finale des zweiten Bandes mitfiebert – und das Erscheinen des dritten Bandes kaum mehr erwarten kann!

Sterne: 5 von 5



0

[Rezension] One Dollar Horse

huhu,

es ist doch keine Rezension aus dem Archiv geworden. Aber auch nicht "The Bone Season". Ich brauchte nämlich etwas positive Ablenkung und habe es deswegen nach etwas stöbern in der Onleihe spontan mit "One Dollar Horse" versucht. Wie das ausgegangen ist? Lies selbst:

Informationen zum Buch

Quelle: Verlag Freies Geistesleben

One Dollar Horse

Lauren St. John

Übersetzer: Christoph Renfer
Hardcover
318 Seiten
17,90€
ISBN: 978-3-7725-2691-6
Verlagswebsite



Erster Eindruck

Das Cover wirkt sehr erwachsen, also für ein Pferdebuch. Ich finde es sehr schön, dass das englische Cover quasi übernommen wurde vom Verlag Freies Geistesleben (Kannte ich bisher noch nicht xD)
Es gibt auch noch eine Taschenbuchausgabe von Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, deren Cover ist mMn ganz grässlich. Halt typisch Pferdebuch und wirkt für mich eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet.

Inhalt

Caseys großer Traum ist es einmal in Badminton, einem der größten Vielseitigkeitsturniere der Welt, zu gewinnen. Aber wie soll das möglich sein für eine 15-jährige aus einem Londoner Problemviertel? Doch dann trifft sie auf ein vollkommen verängstigtes, abgemagertes Pferd und kauft es dem Abdecker ab: Für einen Dollar. Und mit Storm Warning, wie sie das Pferd tauft, scheint ihr Traum möglich zu werden...


Meine Meinung

Den Plot gab es wohl schon hundertausende Male, ich habe auch schon mindestens 3 oder 4 Bücher mit ähnlicher Ausgangssituation gelesen. Glücklicherweise macht Lauren St. John einige Dinge richtig: 
- Probleme sind hier nicht nur imaginär und sie lösen sich auch ganz sicher nicht von allein
- Ein Pferd auszubilden ist harte Arbeit. Und geht nicht von jetzt auf gleich. 
- Casey und Storm nehmen an Vielseitigkeitsturnieren teil, meistens geht es in solchen Büchern eher ums Rennreiten

Etwas irritierend ist die Tatsache, dass hier auf nur 300 Seiten mehr als 2 Jahre abgehandelt werden. Man realisiert erst am Ende wie viel Zeit doch schon vergangen ist. Andererseits passt das sicher auch sehr gut zu dem wie Casey es erlebt. Und mehr Seiten wären einfach nicht drin gewesen, man kann nun mal nicht jedes Turnier und jede Trainingseinheit beschreiben.

Casey ist sich sehr bewusst, wie viel Glück und Arbeit hinter einem Sieg steckt und auch mehr als bereit für Storm alles zu geben. Sie wird in dieser Zeit auch wirklich erwachsen und aus der simplen Frage "Wo bekomme ich ein Pferd her?" werden bald wesentlich komplexere Fragen. Auch Geld wird diskutiert und wie anders die Pferdesportwelt doch ist, grade im Vergleich zu Hackney, Caseys Wohnort.

Was mir auch gut gefallen hat, ist das es nicht nur ein Pferdebuch ist. Es wird auch ganz sanft Gesellschaftskritik geübt. Etwa wenn es zu Beginn um Caseys Zukunft geht und klar wird, dass ohne Geld ihre Träume einfach unerfüllbar sind. Oder das niemand ihren Vater einstellen möchte, weil dieser eine Gefängnisstrafe abgesessen hat. Mal abgesehen von den vielen Seitenhieben gegen den Pferdesport.

Fazit

Kein Muss, aber ein sehr starkes Kann. Aus dem Pferdebuchalter bin ich auf jeden Fall schon länger raus und trotzdem konnte mich "One Dollar Horse" in seinen Bann ziehen. Es ist eben noch etwas mehr als nur ein Pferdebuch und noch dazu sehr realistisch geschrieben.


3

[Rezension] Die Welt wär besser ohne dich

Huhu,

im Moment bin ich etwas im Lernstress(jaa, es ist auch sehr stressig sich vom lernen abzulenken. Gut, und meine Kopfschmerzen helfen weder beim lernen noch beim ablenken *seufz*) Deswegen gibt es heute quasi eine Rezension aus dem "Archiv". Und nächste Woche wahrscheinlich auch noch (außer ich schaffe es bis dahin "The Bone Season" zu lesen und zu rezensieren).
Mein Archiv ist ein Ordner namens "Unveröffentlichte Rezensionen", der fertige und halbfertige Rezensionen zu diversen Büchern enthält. "Die Welt wäre besser ohne dich" habe ich in den letzten Semesterferien gelesen. Onleihe sei dank (Ich liebe die Onleihe, sie ist einfach nur perfekt für plötzliche Leseanfälle). Laut Zeitstempel auf der Word-Datei habe ich die Rezension gegen 23 Uhr geschrieben, was man - fürchte ich - merkt. Ich entschuldige mich einfach schon im Voraus dafür.

Aber los geht es:

Informationen zum Buch

Quelle: Ravensburger

Die Welt wär besser ohne dich

Sarah Darer Littman

Übersetzer: Franziska Jaekel
Hardcover
384 Seiten
14,99 € (D) ; 15,41 € (A)
ISBN 978-3-473-40135-2
Verlagswebsite



Erster Eindruck:

Schöne Farben. Und ansonsten halt ziemlich typisch Jugendbuch.

Inhalt:

 Lara kann es nicht fassen als ihr Schwarm Christian sie auf Facebook plötzlich ignoriert. Und schreibt er auch noch auf ihre Pinnwand, dass die Welt ohne sie besser wäre. Sie beschließt ihm den Wunsch zu erfüllen…

Meine Meinung:

 Es fehlt was. Und zwar eine Außenseiter-Perspektive.  Zwar ist es ganz wunderbar das Problem Cybermobbing durch die Augen des Opfers und andere Jugendlicher zu sehen, aber es wird irgendwann zu viel. Alle haben irgendwie tausend Probleme und beschäftigen sich vorzugsweise mit sich selbst. Wie gerne hätte ich da die Reaktion der Polizeibeamtin gelesen oder die eines Lehrers. Jemand der dem Ganzen etwas Perspektive gibt. Und sei es nur um mal eine Pause vom endlosen Gejammer der involvierten Teenies zu bekommen.

Also die positiven Punkte:
 - hoch aktuell
- verschiedenen Perspektiven, auch die Beweggründe des Mobbers werden dargestellt. Naja, so mehr oder weniger.
- gut zu lesen

Tja, aber leider war es das schon. In die Haupfiguren konnte ich mich nicht reinversetzen, sie haben einfach zu viele Probleme auf einmal. (Und sie jammern auch noch andauernd darüber! Alle!) Es ist als ob die verkorkstesten Familien der Welt zufällig in einer Straße wohnen und zu den Hauptfiguren dieser Geschichte gemacht wurden. Ein paar Probleme weniger hätten es auch getan, dann hätte man auch den Zeigefinger nicht so oft zücken müssen ;)

Ach ja, das Ende war auch eher...meh. Diese Art von Ende kam mir schon bei "Amish Grace" unrealistisch vor und der Film basiert auf wahren Gegebenheiten...

Fazit:


Naja, das Thema ist wichtig. Aber ob dieses Buch etwas dazu beiträgt. Ich weiß ja nicht, meiner Meinung nach ist es bei einem schwierigen Thema wichtig, dass sich der Leser mit den Charakteren identifizieren kann. Und dass konnte ich eben nicht, da diese zu „unnormal“ waren. Also nur 2 Sterne


5

[Rezension] Die Magier Seiner Majestät

Huhu,
heute gibt es mal eine kleine Besonderheit: Die Informationen im Kasten beziehen sich nämlich auf die deutsche Ausgabe, diese erscheint am 2.11.2016. Das ist jetzt ja doch noch etwas hin und da ich - im Gegensatz zu den Figuren in "Die Magier Seiner Majestät" - nicht zaubern kann, habe ich das Buch auf Englisch gelesen. In der wunderbareren Hardcover-Version von Macmillan. Da ich aber nicht weiß, wie das mit der Benutzung des Covers aussieht, habe ich mich entschieden, das deutsche Cover zu verwenden. Und dann ist es nur fair auch direkt Werbung für die deutsche Ausgabe zu machen.
Warum also auf der Wunschliste für November unbedingt "Die Magier Seiner Majestät" stehen sollte, erzähle ich jetzt:

Informationen zum Buch

Deutsches Cover Die Magier Seiner Majestät von Zen Cho
Quelle: DroemerKnaur

Die Magier Seiner Majestät

Zen Cho

Übersetzer: ?
Taschenbuch
448 Seiten
9,99€
ISBN: 978-3-426-51914-1
Autorenwebsite
DroemerKnaur


Erster Eindruck:

Ich LIEBE das britische Cover! Es ist so schön und überhaupt. Das deutsche Cover (wie oben abgebildet) ist aber auch toll, wenn auch etwas „klassischer“. Wobei ich die Raben sehr gerne mag. Passt zum Ton des Buches.

Inhalt:

Zacharias Whyte ist grade kein besonders glücklicher Mensch. Zwar ist er seit dem Tod seines Adoptivvaters Sorcerer Royal und damit der oberste Zauberer des britischen Empire, aber Feinde hat er mehr als genug. Noch dazu versagt die englische Magie und er muss sich auf den Weg ins Feenland machen.
Prunella Gentleman ist eine Waise. Und noch dazu eindeutig Ausländerin. Nicht das, dass Mrs Daubeney stören würde. Kostenlose Arbeitskraft wird immer benötigt in einer Schule für junge, reiche – wenn auch leider magiebegabte – Damen.


Meine Meinung:

Du warst schon immer der Meinung, dass Jane Austen mit etwas Magie besser gewesen wäre? Tja, dann ist „Sorcerer to the Crown“/"Die Magier Seiner Majestät" das perfekte Buch für dich.
Ehrlich, der Schreibstil ist dem von Jane Austen gar nicht mal so unähnlich. Und ein ähnlicher feiner Humor ist hier ebenfalls vorhanden. Grade die Gespräche zwischen Zacharias und Prunella. Und Paget Damerell, ein Freund von Zacharias und ebenfalls Magier, ist einfach nur klasse. Sein familiar (Was ist da das deutsche Wort für? Hausgeist? Verbündeter? Feenhaustier?) Rollo ist auch einfach nur super, auch wenn sein großer Auftritt erst am Ende des Buches kommt.
Ich würde hier jetzt gerne lang und breit über die ganzen tollen Charaktere schreiben, aber ich habe das Gefühl damit zu viel von der Geschichte zu verraten. Auf jeden Fall kann man die Meisten als wirklich very british bezeichnen, auf die eine oder andere Weise xD Und der Hof der Feen ist seehr speziell und unglaublich interessant.
Apropos Geschichte. Ganz sicher kein 08/15 Fantasy-Plot, sondern mal was Anderes.
„Sorcerer to the Crown“/"Die Magier Seiner Majestät" scheint Teil einer Reihe zu sein. Das Buch ist aber in sich abgeschlossen, also komplett mit (mehr oder weniger) Happy End und allem. Zwar würde ich grade am liebsten einfach weiterlesen, aber weniger, weil noch so viele Fragen offen geblieben sind sondern eher, weil mich die Welt so fasziniert. Ähnlich wie bei Harry Potter: Der 7. Band ist definitiv das Ende, aber man hätte doch gerne irgendwie noch mehr. Wenn auch vielleicht nicht unbedingt mehr Harry.
Übrigens: Zen Cho ist mit „Sorcerer to the Crown“ für den British Fantasy Award nominiert, sogar gleich zwei Mal: Einmal für den besten Roman und einmal für das beste Debüt.

Fazit:

Exzentrische Charaktere und ein wunderbarer, origineller Plot: „Die Magier Seiner Majetät“ ist ein Buch für jeden Fantasy-Liebhaber und jeden, der es werden möchte.


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