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[Rezension] One Dollar Horse

huhu,

es ist doch keine Rezension aus dem Archiv geworden. Aber auch nicht "The Bone Season". Ich brauchte nämlich etwas positive Ablenkung und habe es deswegen nach etwas stöbern in der Onleihe spontan mit "One Dollar Horse" versucht. Wie das ausgegangen ist? Lies selbst:

Informationen zum Buch

Quelle: Verlag Freies Geistesleben

One Dollar Horse

Lauren St. John

Übersetzer: Christoph Renfer
Hardcover
318 Seiten
17,90€
ISBN: 978-3-7725-2691-6
Verlagswebsite



Erster Eindruck

Das Cover wirkt sehr erwachsen, also für ein Pferdebuch. Ich finde es sehr schön, dass das englische Cover quasi übernommen wurde vom Verlag Freies Geistesleben (Kannte ich bisher noch nicht xD)
Es gibt auch noch eine Taschenbuchausgabe von Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, deren Cover ist mMn ganz grässlich. Halt typisch Pferdebuch und wirkt für mich eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet.

Inhalt

Caseys großer Traum ist es einmal in Badminton, einem der größten Vielseitigkeitsturniere der Welt, zu gewinnen. Aber wie soll das möglich sein für eine 15-jährige aus einem Londoner Problemviertel? Doch dann trifft sie auf ein vollkommen verängstigtes, abgemagertes Pferd und kauft es dem Abdecker ab: Für einen Dollar. Und mit Storm Warning, wie sie das Pferd tauft, scheint ihr Traum möglich zu werden...


Meine Meinung

Den Plot gab es wohl schon hundertausende Male, ich habe auch schon mindestens 3 oder 4 Bücher mit ähnlicher Ausgangssituation gelesen. Glücklicherweise macht Lauren St. John einige Dinge richtig: 
- Probleme sind hier nicht nur imaginär und sie lösen sich auch ganz sicher nicht von allein
- Ein Pferd auszubilden ist harte Arbeit. Und geht nicht von jetzt auf gleich. 
- Casey und Storm nehmen an Vielseitigkeitsturnieren teil, meistens geht es in solchen Büchern eher ums Rennreiten

Etwas irritierend ist die Tatsache, dass hier auf nur 300 Seiten mehr als 2 Jahre abgehandelt werden. Man realisiert erst am Ende wie viel Zeit doch schon vergangen ist. Andererseits passt das sicher auch sehr gut zu dem wie Casey es erlebt. Und mehr Seiten wären einfach nicht drin gewesen, man kann nun mal nicht jedes Turnier und jede Trainingseinheit beschreiben.

Casey ist sich sehr bewusst, wie viel Glück und Arbeit hinter einem Sieg steckt und auch mehr als bereit für Storm alles zu geben. Sie wird in dieser Zeit auch wirklich erwachsen und aus der simplen Frage "Wo bekomme ich ein Pferd her?" werden bald wesentlich komplexere Fragen. Auch Geld wird diskutiert und wie anders die Pferdesportwelt doch ist, grade im Vergleich zu Hackney, Caseys Wohnort.

Was mir auch gut gefallen hat, ist das es nicht nur ein Pferdebuch ist. Es wird auch ganz sanft Gesellschaftskritik geübt. Etwa wenn es zu Beginn um Caseys Zukunft geht und klar wird, dass ohne Geld ihre Träume einfach unerfüllbar sind. Oder das niemand ihren Vater einstellen möchte, weil dieser eine Gefängnisstrafe abgesessen hat. Mal abgesehen von den vielen Seitenhieben gegen den Pferdesport.

Fazit

Kein Muss, aber ein sehr starkes Kann. Aus dem Pferdebuchalter bin ich auf jeden Fall schon länger raus und trotzdem konnte mich "One Dollar Horse" in seinen Bann ziehen. Es ist eben noch etwas mehr als nur ein Pferdebuch und noch dazu sehr realistisch geschrieben.


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