Rezensionen

Rezensionen
Letzte Rezensionen

litnetzwerl

litnetzwerl
#litnetzwerk

Lieblingsbeitrag

Lieblingsbeitrag
Vermählung - Rezension
Posts mit dem Label Darf ich bitten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Darf ich bitten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Darf ich bitten? Dorit Linke


Nach einiger Zeit Pause habe ich mal wieder ein Interview geführt ^^ Am Donnerstag konntet ihr ja schon meine Rezension zu "Jenseits der blauen Grenze" lesen. Auf der Frankfurter Buchmesse durfte ich ein kurzes Interview mit der Autorin Dorit Linke führen.
Also los geht's:



Zum Einstieg möchte ich Sie bitten etwas von sich zu erzählen. Damit meine lieben Leser auf dem Blog auch wissen, wer Sie eigentlich sind.

Dorit Linke auf der Buchmesse
Also ich bin 1971 in Rostock geboren, also in der DDR großgeworden. Das heißt Teile des Romans sind tatsächlich auch autobiographisch. Dann habe ich 1990 in Rostock Abitur gemacht,  bin nach Berlin gegangen, habe dort studiert und da lebe ich nach wie vor.

 Warum haben Sie grade das Jahr 1989 gewählt als Zeitrahmen für „Jenseits der blauen Grenze“?

Das hat sich im Grunde so ergeben. Ich wollte schon aus der Sicht von Jugendlichen schreiben und da war es naheliegend mein Alter zu nehmen.  Das war das was ich auch am besten konnte und worüber ich auch am meisten Bescheid wusste. Es war klar, dass jemand der 14 war nicht unbedingt an Flucht dachte. Die Hauptpersonen mussten also schon ein gewisses Alter haben und so hat sich halt dieses Jahr 1989 ergeben.
Und natürlich auch um nochmal dieses Absurde aufzuzeigen. Niemand wusste wie die Entwicklung laufen würde, was passieren würde. Es war ja etwas,  was niemand hätte vorausahnen können. Es war nicht absehbar, dass tatsächlich die Mauer aufgehen würde und dann ein Jahr später noch die Wiedervereinigung stattfinden würde. Mit diesem Moment wollte ich ein bisschen spielen.
 Der letzte DDR-Flüchtling ist tatsächlich erst im September 1989 über die Ostsee geflohen, also zwei Monate vor dem Mauerfall ist der noch über die Ostsee geschwommen. Es gab Menschen, die also noch kurz vorher diesen Schritt gemacht habe. Den letzten Mauertoten gab es dann im Februar 1989 und das war auch eine tragische Geschichte. Der wurde erschossen und ein halbes Jahr später geht mehr oder weniger sang- und klanglos die Mauer auf. Wobei das wirklich ein Wahnsinnsereignis war und damit wollte ich so ein bisschen arbeiten.

 Das finde ich sehr interessant, weil ich das ja nur aus den Geschichtsbüchern kenne.  Wir haben in der Schule das aus wirtschaftlicher Sicht analysiert und deswegen war ich etwas verwundert, da für mich immer irgendwie klar war, dass das Ende der DDR schon Anfang der 80er absehbar war.
Aber nun zur nächsten Frage. Sie haben die Mauertoten ja schon angesprochen. Die Mauer ist ja aus heutiger Sicht die offensichtlichste Fluchtroute. Warum haben Sie ausgerechnet den
Grenzwachturm Kühlungsborn -
von Malchen35 via Wikimedia Commons
Fluchtweg „Ostsee“ für Ihr Buch gewählt?

Weil ich an der Ostsee selber großgeworden bin. Weil die Ostsee, und das Meer an sich, für mich immer ein Symbol für die Freiheit gewesen ist. Weil es keine sichtbare Grenze gab. Also es war klar da ist diese weiße Boje über die man nicht drüber schwimmen durfte. Erstens, weil es gefährlich ist im tiefen Wasser zu schwimmen und weil es eben auch dann Grenzgebiet war. Da gab es ja nur diese graue Masse, man hat nicht so auf diese Mauer gestarrt, die einem vor Augen geführt hat „Jetzt ist Schluss“ sondern es war das Meer, es war gleichzeitig auch ein Stück Freiheit.
Diesen Weg wollte ich beschreiben, weil er für mich halt naheliegend war. Ich bin an der Ostsee groß geworden. Wenn man jemals gedacht hat: „Ich würde gerne was anderes sehen, ich würde gerne abhauen“, dann wäre man nicht nach Berlin gefahren um dort über die Mauer zu klettern. Es gab eben auch die Schicksale, also Menschen, die es probiert haben. Mit diesen Menschen habe ich mich auseinandergesetzt. Mit diesen Schicksalen. Es gibt inzwischen einige Bücher und auch Ausstellungen, die darüber berichten.  Die Interessantesten sind die Hilfsmittel, die manche sich gebaut habe. Da gibt es einen der hat sich in seiner Garage sein eigenes U-Boot gebaut und getestet und wollte damit abbauen. Also ein sehr kreativer Umgang damit. Es haben auch sehr viele Menschen versucht über die Ostsee zu fliehen und haben es eben nicht geschafft. Einige ja, einige nicht.

Die meisten Jugendbuchautoren schreiben ja sehr gefällig. Erzählen alles aus. Warum haben Sie sich stattdessen für einen Bewusstseinsstrom entschieden?

Ostsee -von Kharlosluz via Wikimedia Commons
Ich habe mich jetzt gar nicht so daran orientiert, was andere machen. Ich wollte, dass die Geschichte stimmt und ich wollte so schreiben, dass es für Menschen, die das Buch lesen, nachvollziehbar wird. Dass die sich identifizieren können und verstehen warum passiert das jetzt. Warum gehen die ins Meer? Wie fühlt man sich dabei? Ich denke es ist das beste Mittel, dann direkt aus dieser Perspektive zu erzählen, als jetzt zu beschreiben, wie sie sich fühlen, wie schrecklich das alles ist. Diese Perspektive habe ich bewusst gewählt, damit der Leser eben im Meer ist. Die Struktur mit den Rückblenden habe ich auch deswegen bewusst gewählt, damit es dann nicht zu heftig wird. Wenn man jetzt nur diese Szenen im Meer
hat, wäre es ja zu anstrengend. Die Reihenfolge der Rückblenden ist auch bewusst so gewählt, damit ein bisschen Spannung aufkommt und man sich fragt, warum sie das jetzt machen.

Ich fand es alles sehr realistisch geschrieben. Grade auch die Schwimmszenen. Sie haben sehr ausführlich beschrieben, wie Hannah trainiert. Haben Sie da selbst Erfahrungen?

Ja, ich war früher Rettungsschwimmerin, bin viel geschwommen in meiner Jugend, auch im Freien und kenne mich da ganz gut aus.

Haben Sie beim Schreiben bestimmte Rituale gehabt?

Es ist eher die Frage, wann macht man es. Man ist ja auch eingebunden im normalen Leben. Bei mir war es immer so, dass ich wusste in den Morgenstunde da stört mich keiner. Für mich war es immer: Aufstehen und dann schreiben. Weil Abends fehlt einem dann oft die Motivation und man hat keine Ideen mehr. Außerdem wird man häufiger gestört. Die beste Zeit ist natürlich frühmorgens von 6 bis 8, da ruft auch noch keiner an um diese Zeit.

Ist ja auch noch ziemlich früh!
Wer hat denn „Jenseits der Blauen Grenze“ zuerst gelesen, nachdem Sie fertig waren?

Ich habe sehr, sehr lange daran gearbeitet. In verschiedensten Fassungen. In den letzten 6-7 Jahren haben es ganz, ganz viele Menschen gelesen. Ich kann jetzt gar nicht mehr sagen wer alles.

Gab es sehr viele Veränderungen während dieser Zeit?

Ja, sehr viele Veränderungen. Es haben viele Freunde mich dabei begleitet und haben das Buch irgendwie, irgendwann gelesen in einzelnen Etappen. Da müsste ich jetzt eine ganze Liste von Namen nennen.

Gab es eigentlich einen bestimmten Auslöser, wo Sie gesagt haben „Ich möchte jetzt ein Buch über diese Zeit schreiben“?

Im Grunde wollte ich ein Buch über Rostock schreiben, über das Großwerden in Rostock. Da ging es noch gar nicht primär um eine Fluchtgeschichte. Die kam dann irgendwann dazu. Wenn ich über Rostock und die DDR schreibe wollte ich dieses Motiv daran koppeln.

Haben Sie vor noch ein Buch zu schreiben? Oder haben Sie sogar schon Ideen?

Ja, ich schreibe grade an einem Kinderbuch, welches in Berlin angesiedelt ist. Aber in der heutigen Zeit.

Also nicht nochmal Wende?

Mal gucken wie es läuft und was für Ideen ich dann auch habe. Ich fände es auch spannend eine Fortsetzung zu schreiben, zu gucken, was aus den Charakteren so geworden ist. So  5 Jahre später. Diese Generation nochmal aufzugreifen, ist dann ja auch meine Generation, also meine Geschichte. Das finde ich schon sehr spannend. Sich mit der DDR-Vergangenheit nochmal auseinander zu setzen ist auch wichtig. Das ist noch nicht so lange her und es gibt viele Menschen, die in Deutschland leben, die davon geprägt sind.


Danke für dieses Interview.

Wie hat es euch gefallen? Habt ihr den Mauerfall schon bewusste miterlebt oder gehört ihr, wie ich, zu der Generation, die nur ein vereinigtes Deutschland kennt?

Übrigens: In den letzten Wochen sind auch noch ein paar andere "Darf ich bitten?"- Interviews erschienen. Schaut doch einfach mal in der Interviewliste vorbei.

0

Auslosung "Von Mauern und Flammen"

Moin!

Sonntag ist das Gewinnspiel zum Interview mit Emilia Licht ausgelaufen. Heute habe ich es dann endlich geschafft auszulosen.
Alexander Leseratte hat mir dabei geholfen:


Dann habe ich noch etwas die Zettelchen vermischt und dann einfach mit geschlossenen Augen eins genommen. Und der Gewinner ist:


Annika von kathrinsbooklove

Bitte melde dich doch mit deiner Adresse per E-Mail (buechernestblog(at)gmail.com) bei mir.

Übrigens, meine Buchbesprechung zu "Von Mauern und Flammen" findet ihr hier. Vielleicht kauft sich der eine oder andere das Buch ja auch so ;)

Danke nochmal an die Autorin, die mir dieses Exemplar zu Verfügung gestellt hat und an alle Teilnehmer!




2

Darf ich bitten? - Emilia Licht


Hallo meine Lieben,

heute gibt es mal wieder nach länger Zeit in Interview. Und zwar mit Emilia Licht. Ein Gewinnspiel gibt es übrigens auch noch, aber dazu später mehr.

Emilia Licht wurde vor der Wende in Ostdeutschland geboren und sagt von sich selbst, dass sie schon immer gelesen und geschrieben hätte. Nach der Wende musste sie sich neu orientieren und ging in den Außendienst, bevor sie 2004 anfing sich in ihrer Freizeit mehr als zuvor mit dem Schreiben zu beschäftigen.

Bildquelle: emilia-licht.de
2011 erschien dann ihr erster Roman "Hotel blaues Wunder" im Gmeiner Verlag. In einer überarbeiteten Ausgabe heißt dieses Buch heute "Liebe auf leisen Sohlen" und erschien zunächst als E-Book und seit diesem Jahr auch als Taschenbuch im Amrûn Verlag.
Im Juli 2013 erschien "Von Mauern und Flammen" ein Roman über eine Liebesgeschichte, die in der Zeit kurz vor der Wende beginnt und sich über viele Jahre hinzieht, bis der Brand der Anna Amalia Bibliothek in Weimar eine Wende in der Beziehung der Hauptpersonen Katja und Radolf nach sich zieht.

Aber nun zum eigentlichen Interview. Auf ihrer Homepage emilia-licht.de erfährt man viel wissenswertes über die Autorin. Grade die "Antworten"-Sektion ist sehr aufschlussreich.

Die Liebe ist ein großes Thema in deinen Büchern. Auf deiner Website zitierst du dazu Albert Schweitzer: „Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“ Hast du jemals überlegt ein Roman zu schreiben in dem diese „Spuren der Liebe“ eher Nebensache sind oder kommt das für dich nicht in Frage?


Bildquelle: Emilia Licht
Ehrlich gesagt, versucht habe ich es schon. Mehrfach sogar. Meine Agentin bat mich irgendwann mal um einen Jugendthriller oder einen Jugendkrimi. Die Verlage würden so etwas gerade suchen. Also habe ich mich hingesetzt, mir eine jugendliche Heldin ausgedacht und sie ordentlich in Schwierigkeiten gebracht. So richtig mit Erpressung, Schule abbrechen, Drogen bis hin zu einer Entführung. Das ganze habe ich in ein Exposé gesteckt, dazu 30 Seiten Leseprobe – und ab damit. Nach relativ kurzer Zeit trudelten die Absagen der Verlage ein. Nicht lange danach bat sie mich dann, einen Krimi mit Liebesgeschichte zu schreiben. Also begann das Spiel von vorn. Figuren erschaffen, Verbrechen ausdenken, alles miteinander verweben und dann mit einer Liebesgeschichte würzen. Hört sich furchtbar konstruiert an, oder? Das war es auch. Und klar, es hagelte wieder nur Absagen. Mich hat das nicht überrascht, denn ich hatte schon beim Schreiben der Leseproben deutlich mehr Interesse und Mitgefühl für das Liebesleben meiner Figuren als für das Verbrechen oder die Verbrecherjagd. Das kommt sicher auch daher, dass ich selbst so gut wie keine Krimis lese und Thriller wirklich nur, wenn gar nichts anderes greifbar ist. Was viele Leser so sehr an Krimis mögen – die Spannung darin, und gleichzeitig die Entspannung beim Lesen - das stellt sich bei mir nicht ein. Ganz im Gegenteil. Mich beschleichen Unbehagen, Nervosität und oft auch Abscheu, wenn ich über Verbrechen lese. Also, Liebesromane oder ganz allgemein Romane. Ich mag die ganz großen Geschichten. Die, von denen man glaubt, dass sie nur in Hollywood existieren. Meine Agentin kam dann übrigens irgendwann zu der Einsicht: „Frau Licht, bleiben Sie mal bei Ihren Liebesromanen. Die können Sie wirklich am besten.“ Und so mache ich das.

Neben zwei Romanen hast du auch ein Buch darüber geschrieben wie man Reiseberichte schreibt. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Meist ist es ja so, dass Schriftsteller entweder Sachbücher oder Belletristik schreiben, aber selten beides.
Bildquelle: amazon.de
Reisen ist neben dem Schreiben meine zweite große Leidenschaft. Da ist der Schritt zu Reiseberichten nicht so weit, wie man glaubt. Vor allem, weil wir sehr viele individuelle Reisen machen, z.B. mit einem Wohnmobil. Das Erlebte in Worte zu fassen, um anderen besser zeigen zu können, wie schön oder bemerkenswert es woanders war, das macht mir großen Spaß und inzwischen habe ich meinen Mann damit angesteckt. Auf unseren letzten Reisen hat er vorwiegend den Reisebericht geschrieben, denn ich hatte jeweils an meinen aktuellen Manuskripten zu arbeiten.
Die Idee zu dem Ratgeber kam mir dann nach einem Online-Kurs, den ich selbst gegeben hatte. Ich hatte eine handvoll Facebook-User zu einem Workshop eingeladen, um das Schreiben von Reiseberichten ein wenig zu trainieren und mehr daraus zu machen. Denn viele Leser hatten sich bei mir gemeldet, die meine Reiseberichte im Internet gelesen hatten, dass sie gern lernen würden, so zu schreiben. Und ich weiß ja aus eigener Erfahrung, dass man das wirklich lernen kann. Der Online-Kurs hat mir dann gezeigt, dass so ein Buch dazu ganz praktisch wäre, so kann jeder Leser und zukünftige Autor selbst den Zeitpunkt und das Tempo bestimmen, wann er was übt und lernt.

Hast du beim Schreiben irgendwelche Rituale?
Ja, wenn man das Ritual nennen kann. Ich schreibe alle Rohfassungen zuerst von Hand. Mit Bleistift, oder Füllhalter, oder farbigen Finelinern. In A4 Ringbücher. Ich brauche das „handliche“ Schreiben, weil meine Gedanken dann wirklich fließen können. Tippen stört meine Fantasie. Außerdem hat die handschriftliche Rohfassung den Vorteil, dass der Text beim Abtippen schon seine erste Überarbeitung erfährt. Und das ist das A und O. Wer ein Buch schreiben will, muss das Überarbeiten lernen. Ansonsten habe ich keine Rituale. Das ginge auch nicht oder würde vielleicht zu viel Zeit rauben, denn ich muss ja nebenbei schreiben und jede freie Minute dafür nutzen.

Wenn du die Rohfassung erst mit der Hand schreibst: Wie viel planst du bevor du anfängst zu schreiben? Grade beim Schreiben mit der Hand finde ich es immer ärgerlich, wenn nochmal etwas Größeres geändert werden muss. Wie siehst du das?
Ich plane schon recht ausführlich. Vor allem schaue ich mir alle beteiligten Figuren sehr lange und sehr gründlich an, um ihre wahre Geschichte zu erfassen. Das Planen hilft mir außerdem, den roten Faden zu entdecken und dann auch dem zu folgen. Das Schreiben von Hand hilft mir dabei, denn da schaltet sich mein innerer Zensor von vornherein aus und winkt ab. So kann ich völlig frei erstmal in alle möglichen Richtungen testen und sehen, was wird das für eine Geschichte.

Quelle: Rowohlt.de
Gibt es ein Buch das man unbedingt gelesen haben muss deiner Meinung nach?
Oh, mehr als eins! Absolut! Bücher, die mich sehr berühren oder beeindrucken, lese ich immer und immer wieder. Beispielsweise von John Irving „Garp und wie er die Welt sah“. Irving ist mir ein ganz großes Vorbild. Er erzählt nicht nur einfach eine originelle Geschichte mit Figuren, die man nicht vergisst. Sondern er versteht es ausgezeichnet, über den Tonfall, die sogenannte Erzählstimme eine Art Film im Kopf des Lesers in Gang zu setzen. So deutlich, dass ich auch Jahre nach dem ersten Lesen bestimmte Szenen vor Augen habe, obwohl ich nur Worte gelesen habe.

Kannst du uns schon etwas über dein nächstes Buch-Projekt erzählen?
Sehr gern. Mein nächstes Buch wird eine Familiensaga. Die Geschichte umspannt das Leben der achtzigjährigen Stella, die in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts in Dresden geboren wurde und aufgewachsen ist. Es geht darum, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, eigene Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen daraus zu tragen, und trotz aller Rückschläge und Dramen in Sachen Liebe, immer wieder aufzustehen und dem Schicksal etwas Positives abzugewinnen.

Bildquelle: emilia-licht.de
So, und jetzt die letzte Frage, dann ist die Fragerei vorbei:
Gibt es irgendetwas, was du den lieben Lesern dieses Interviews noch sagen möchtest?
Was würde ich deinen Blog-Lesern gern noch sagen? Hm, schwierig.
Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele meinen Roman "Von Mauern und Flammen" lesen würden, denn immerhin sind seit diesem bewegenden Sommer '89 schon 25 Jahre vergangen. Vielleicht habt ihr Lust auf eine Zeitreise und berichtet mir hier auf Facebook (Emilia Licht!), von euren Erinnerungen.

Danke für das Interview!

An dieser Stelle möchte ich euch auf meine Interviewliste hinweisen. Dort sammele ich die Links zu allen Interviews im Rahmen dieser Aktion. Auch eine Liste der teilnehmenden Blogs findet ihr dort. Sollte ich es nicht vergessen teile ich das aktuelle Interview auch immer auf der Facebook-Seite des Blogs.
An alle Autoren: Falls ihr mitmachen wollt braucht ihr euch einfach nur bei einem von uns teilnehmden Bloggern melden. Neue Blogger nehmen wir zwar nicht mehr auf, aber Autoren können wir sehr, sehr schlecht absagen.

Oben hatte ich euch ja schon versprochen, dass es was zu gewinnen gibt. Und zwar hat mir Emilia Licht großzügigerweise eine Ausgabe von "Von Mauern und Flammen" zur Verfügung gestellt. Dieses will ich hier nun verlosen.

Da ich es sehr schwer finde den Inhalt dieses Buches zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten, habe ich mir einfach mal die Inhaltsangabe des Verlages "geliehen":
Prag, 1989: Radolf und Katja trifft es wie ein Blitz: Liebe auf den ersten Blick. Dabei kann nicht sein, was nicht sein darf, denn beide sind verheiratet. Also kämpfen sie mit aller Macht gegen ihre Gefühle, schalten die Vernunft ein und kehren zu ihren Familien nach Berlin und Potsdam zurück. Sie wollen einander vergessen. Doch dann fällt die Mauer und ihre Lebenspläne geraten ins Wanken. Radolf macht sich auf die Suche nach Katja und als er sie findet, beginnt erneut ein verzweifelter Kampf zwischen Herz und Verstand, den sie beinahe fünfzehn Jahre lang im Verborgenen führen. Der Brand in der weltberühmten Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar bringt die beiden ein letztes Mal zusammen. Dürfen sie nun auf eine gemeinsame Zukunft hoffen? Quelle: Amrûn Verlag 
Was müsst ihr dafür tun? Einen Kommentar da lassen. (Und über 18 sein ( oder das Einverständnis eurer Eltern haben), eine Postadresse in Deutschland haben sowie euch im Klaren darüber sein, dass der Gewinn aus einem Buch besteht und nicht in den entsprechenden Geldwert umgewandelt werden kann. Das Gewinnspiel endet am 07.09.2014, also in zwei Wochen. )

 Kennt ihr Emilia Licht schon? Oder habt ihr heute das erste Mal von ihr und ihren Bücher gehört? Was haltet ihr von dieser Zeitreise ins Jahr 1989? Wart ich damals überhaupt schon geboren? (Ich ja noch nicht...)
Wie fandet ihr das Interview?
4

Sommer, Sonne, Lesen

Moin allerseits,

endlich, endlich habe ich heute meine (vorläufig) letzte Klausur geschrieben. Da ich sie versemmelt habe werde ich im Oktober nochmal hin müssen, aber bis dahin ist abgesehen von einem Praktikum, dass weniger Arbeitsbelastung ist als Uni, frei.
Für mich heißt es also in nächster Zeit wieder: lesen, lesen, lesen. Zu mindestens mehr als in den letzten Wochen. Außerdem stehen noch drei Rezensionen aus:
Tides von Betsy Cornwell
Die Tochter von Rungholt von Birgit Jasmund
Unterland von Anne C. Voorhoeve


Lovelybooks-Lesesommer


Ja, ich werde auch beim Lovelybooks-Lesesommer mitmachen. Bis auf mich anzumelden und meine Leseplanung kund zu tun habe ich allerdings bisher noch nichts gemacht. Das wird sich hoffentlich ändern in den nächsten Tagen und Wochen!

Darf ich bitte ?

Es dürfte den einen oder anderen schon aufgefallen sein, dass noch eines meiner angekündigten Interviews fehlt. Das mit Emilia Licht. Tja, das liegt daran das ich noch am lesen bin. Mein Ziel ist es dieses Wochenende mit Fragen anzufangen...

Red Bug Charity

copyright: Ralph Brunner
Vorgestellt hatte ich euch die Charity Aktion ja schon. Mittlerweile wurden auch schon die ersten beiden Autoren bekannt gegeben. Ein Klick auf den Autorennamen bringt euch übrigens zum jeweiligen Interview(Danke übrigens an Karin von Red Bug Books, sie hat die Interviews geführt und auch für uns Blogger Infos über die Autoren zusammengestellt!)

Als erstes wurde Antonia Michaelis bekanntgegeben. Ihr aktuellstes Buch "Niemand liebt November"
erscheint am 20. August. Dabei geht es um die 17-Jährige Amber, eigentlich November, die sich zwischen der Vergangenheit und damit der Suche nach ihren Eltern und ihrer Zukunft hin und her gerissen fühlt. Antonia Michaelis schreibt Jugendbücher und ihr Buch "Der Märchenerzähler" wurde 2012 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

via red bug books
Johannes Groschupf schreibt Krimis. Auch für Jugendliche, aber eben nicht nur. Sein aktuellstes Buch "Der Zorn des Lammes" behandelt das Thema Stalking und taucht dabei auch in die psychischen Abgründe des Stalkers ab.


Gated Bloggeraktion

Dtv hat zu Amy Christine Parkers Buch "Gated - Die letzten zwölf Tage" eine Bloggeraktion ins Leben gerufen. Wenn man die Leseprobe auf seinem Blog einbettet hat man die Chance ein Exemplar des Buches zu gewinnen. Generell stehe ich solchen Aktionen immer eher kritisch gegenüber. Da aber die Inhaltsangabe des Buches schon mein Interesse geweckt hat musste ich natürlich auch die Leseprobe lesen. Und sie ist gut. Verdammt gut. Am liebsten würde ich jetzt gleich weiterlesen wollen! 
Ach so, worum es geht in dem Buch? Hier mal die "offizielle" Inhaltsangabe:
"Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf..." (Quelle: dtv.de)
Hört sich doch sehr interessant an! Und die Leseprobe ist wie gesagt auch gut. Aber lest selber:



So, das war dann auch schon alles von mir für heute. Der Iron-Buchblogger-Bot hat mich auch schon dran erinnert was zu posten. Dabei sollte dieser Post eigentlich schon Dienstag on gehen ^^

Liebe Grüße,
Lena
0

Darf ich bitten? Thomas Thiemeyer


Wie gestern schon angekündigt gibt es heute ein Interview mit Thomas Thiemeyer.

Thomas Thiemeyer hat Geologie und Geographie studiert bis er sich als Illustrator und Autor selbstständig gemacht hat. Nachdem er lange für den Ravensburger Verlag illustriert hat erschien 2004 mit Medusa sein erster Wissenschaftsthriller, in dem Hannah Peters ihren ersten Fall löst. 2009 erscheint dann der erste Teil der "Chroniken der Weltensucher": Die Stadt der Regenfresser. Nachdem jetzt sowohl die heutige Zeit als auch das augehende 19. Jahrhundert abgedeckt sind, wendet er sich der Zukunft (und damit meiner Lieblingsreihe von ihm) zu: 2011 erscheint Das verbotene Eden 1: Erwachen, eine Geschichte über eine Welt in der Frauen und Männer sich hassen und an verschiedenen Orten leben.
von Knaur
Aber jetzt auf zum Interview:


Hallo Thomas! Du hast ursprünglich als Illustrator angefangen in der Buchwelt. Wie bist du dazu gekommen eigene Bücher zu schreiben? 

Den Wunsch dazu habe ich schon als Kind gehabt. Zeichnen und schreiben sind für mich zwei Seiten derselben Medaille. In beidem geht es darum, Geschichten zu erzählen. Deswegen habe ich meine frühen Geschichten auch als Comics angelegt. Nachdem ich dann 10 Jahre professionell illustriert habe, war der Zeitpunkt gekommen, es auch mal mit einem Roman zu versuchen. Zum Glück hatte ich während dieser Phase gute Freunde an meiner Seite, die mich mit wichtigen Tipps, Kritik und Anregungen unterstützt haben.

 Beeinflusst dein Illustratordasein dich beim schreiben?

 Ich denke schon. Ich habe eine recht plastische Vorstellungskraft und denke viel in Bildern. Die Herausforderung ist, diese Bilder in verständlicher und unterhaltsamer Form zu Papier zu bringen. Nicht mit Pinsel und Farbe, sondern mit Worten. Aber es sind keine statischen Bilder. Ich denke oft filmisch, d.h. manche Szenen und Dialoge laufen tatsächlich als Film vor meinem geistigen Auge ab. Das ist schon sehr hilfreich.

 
copyright Thomas Thiemeyer
Du schreibst auf der Droemer-Knaur-Website, dass Hannah Peters eines Tages einfach da war. Entstehen alle deine Bücher auf diese Weise, also das erst die Hauptperson da ist und dann die Geschichten kommen? 


 Nein. Zuerst ist eine grundlegende Idee da. Zum Beispiel: was wäre, wenn Männer und Frauen verfeindet wären? Wie könnte es dazu kommen? Wie sähe unsere Gesellschaft dann aus, usw? Aber schon während der Handlungsplanung tauchen die ersten Figuren auf. Naturgemäß die Hauptpersonen zuerst und dann die Nebendarsteller. Ich höre ihnen gut zu und räume ihnen viel Platz ein, denn häufig bestimmen sie aktiv durch ihren Charakter das Geschehen. Letztlich wirkt das dann viel organischer, als wenn ich die Figuren in ein starres Handlungsgerüst zwingen würde, in dem sie nur noch funktionieren dürfen.

 Deine Bücher lassen sich nur sehr schwer unter einem Oberbegriff zusammenfassen. Was reizt dich daran über so viele verschiedene Sachen zu schreiben? 

 Ich würde sagen, ich schreibe Abenteuerromane. Moderne, historische, fantastische – was du willst. Das ist es, was mich an Büchern reizt: das Unbekannte erforschen, Grenzen erkunden, und neue Blickwinkel einnehmen.

 
Loewe
Hast du beim Schreiben bestimmte Rituale?


 Wenn du meinst, dass ich mir etwas zu Trinken neben den PC stelle, dass ich den Raum ein wenig abdunkele und mir eine möglichst reizarme Umgebung schaffe, dann ja. Ansonsten habe ich keine festen Rituale. Ich kann praktisch überall schreiben, wann und wo ich will. Es kommt eigentlich immer irgendetwas dabei heraus. Ob’s auch gut ist, müssen die Leser entscheiden.

 Kannst du etwas über deine nächsten Projekte verraten? 

Zur Zeit bin ich in der Schlussphase meines epischen Westernprojekts. Ganz recht: ich habe mir in den Kopf gesetzt einen Western zu schreiben. Allerdings einen, den auch Frauen lesen können und wollen. Genaugenommen ist ein ein Psychothriller, der in eine Familiengeschichte verwoben ist und uns ins ausklingende 19. Jahrhundert führt. Mehr kann ich leider noch nicht verraten. Außer, dass der Roman im März erscheinen wird.

Danke für dieses Interview!

Einige Illustrationen findet ihr auf Thomas Thiemeyers Facebook Seite. Auch auf seiner Website finden sich viele interessante Sachen.

Und bei mir wird es jetzt etwas ruhiger was Interviews angeht. Morgen gibt es noch ein Tutorial (Oh ja ^^) und dann wird es sicher noch zwei bis drei Wochen dauern, bis ich Emilia Licht zum Interview bitten darf ;)
Aber trotzdem bekommt ihr noch eure Dosis Interview und zwar diese Woche noch auf folgenden Blogs:
Morgen wird bei Books on the Head Lizzy Own interviewt.
Und am Samstag bittet Conny auf Arvamused Laura Newman zum Interview.
Zum Abschluss der Woche interviewt Franzi auf Lovelymix dann Christine Sylvester. Auf ihrem Blog findet auch noch ein Gewinnspiel zu ihrem Interview mit Marlies Lüer bzw. zum Buch  "Auf den Schwingen der Fantasie".
Einige andere Gewinnspiele laufen auch noch. Schaut doch mal bei Katjas Bücher und Rezepte, Jennys Bücherwelt oder Kathrins Booklove vorbei. Passend zu den vorgestellten Autoren werden dort noch Bücher verlost.

Übrigens: Was haltet ihr bis jetzt von dieser Aktion? Wir bekommen Rückmeldung von vielen begeisterten Autoren, die gerne noch mitmachen möchten. Aber von euch Lesern bekommen wir meistens noch nicht einmal einen Kommentar. Also: Was findet ihr gut? Was könnte man noch verbesssern?
6

Darf ich bitten? Sabrina Qunaj


Hallo allerseits,

heute habe ich ein Interview für euch ^^ Und zwar mit Sabrina Qunaj. Aber erst einmal möchte ich euch etwas allgemeines über Sabrina erzählen (alternativ könnt ihr auch einfach ihre Selbstvorstellung auf ihrer Homepage lesen, die ist sowieso viel interessanter).

Sabrina Qunaj wurde 1986 in der Steiermark geboren und lebt dort heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kinder. Ihre ersten Bücher wurden 2012 veröffentlicht. Gleich drei in einem Jahr, nämlich die ersten beiden Teile der Elvion-Reihe (im Aufbau-Verlag) sowie Teufelsherz (bei Bastei-Lübbe). Ihre aktuellsten Bücher sind "Die Tochter des letzten Königs" und "Sternensommer".



copyright: Goldmann Verlag
In "Die Tochter des letzten Königs" geht es um Nesta, die Tochter eines der letzten freien Fürsten Wales. Nach dem Tod ihres Vaters wächst sie unter Normannen auf. Erst auf der Burg einer Marcher Lords und dann sogar am Hofe König Rufus! Nur ist sie leider nicht nur ein Mädchen unter vielen sondern der Schlüssel zur Macht in Wales.

copyright: Carlsen Impress

"Sternensommer" ist dagegen Jugend-Fantasy. Dilias Vater ist reich. Und Dilia ist nach außen hin das verwöhnte Töchterchen. Nur wirklich glücklich ist sie nicht. Als ihr Vater sie dann auch noch ins Sommercamp abschiebt scheint ihr schlimmster Albtraum wahr geworden zu sein. Denn dort kennt sie nur den Nerd Emrys, den sie nicht ausstehen kann. Noch weiß sie nicht, dass dieser Sommer ganz besonders werden wird.




Wenn du ein neues Buch anfängst zu schreiben, was ist da zuerst da: Die Person oder die Geschichte? Also hast du eher einen bestimmten Charakter vor Augen, dessen Geschichte du erzählen möchtest oder eine Geschichte, die zunächst noch keine voll ausgearbeiteten Charaktere enthält.


copyright by Sabrina Qunaj
Bei mir kommen immer die Charaktere zuerst, alles andere entwickelt sich später. Meist ist es eine Liebesgeschichte, die mir im Kopf herumspukt und indem ich die Hintergründe und das Umfeld meiner Protagonisten erforsche, bilden sich dann auch der Plot, die Konflikte, die Welt, ...
 Ein einziges Mal begann ich einen Roman mit einer Geschichte – das war mein erster Versuch, einen historischen Roman zu schreiben. Das übergeordnete Thema war zuerst da (zB. die Eroberung von Wales). Damit fing alles an und ich musste meine Charaktere erst finden. Das stellte sich als unglaublich schwierig heraus, ich kämpfte mich durch mehrere hundert Seiten Schreibarbeit und trotzdem war ich nie zufrieden. Ich kam lange nicht dahinter, woran das lag, und erst im Moment der puren Verzweiflung und nahe an der Aufgabe, ließ ich das Projekt los und begann noch einmal von vorne – mit einem Charakter, der mich während meiner Recherchearbeit begleitete, mir ständig im Kopf herumging und mich immer faszinierte. Es war schwer, die bereits getane Arbeit einfach aufzugeben und noch einmal von vorne anzufangen, aber es lohnte sich. Heraus kam “Die Tochter des letzten Königs”.
Jetzt weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass ein Roman bei mir immer mit einem Charakter beginnen muss.

 Übrigens apropos “Die Tochter des letzten Königs“: Die Eroberung Wales durch die Normannen ist jetzt ja nicht unbedingt ein typisches Thema für historisches Romane. Wie bist du ausgerechnet darauf gekommen?

 Das lässt sich hinterher immer ganz schwer sagen, denn oft ist es eine Verkettung von Gedankengängen, die mich zu meiner Geschichte führt. Historische Romane über Großbritannien haben mich schon immer sehr begeistert, aber meistens steht in denen England, manchmal vielleicht auch noch Schottland, im Vordergrund. Irland und Wales schienen mir, wenn überhaupt, immer nur am Rande vorzukommen. Von jeher fühlte ich mich aber eher zu diesen Ländern, besonders stark zu Wales, hingezogen und so kam es wie bei den meisten Projekten: Ich schrieb das, was ich selbst gerne lesen wollte.
Bei meinen Recherchen erfuhr ich von so vielen großartigen Persönlichkeiten in diesem Land, dass es mir fast schon unfassbar erschien, dass diese nicht bereits sämtliche Regale der Buchhandlungen füllten. Da jedoch eine fiktive Persönlichkeit im historischen Umfeld bevorzugt wird, habe ich mich zuerst in solch einem Projekt versucht, um die Geschichte der Eroberung von Wales zu erzählen. Das funktionierte nicht gut, denn wie gesagt, das Thema stand im Vordergrund und zu meinen fiktiven Charakteren fand ich keinen Zugang – dafür fand ich die historischen Persönlichkeiten zu interessant. Irgendwann warf ich also alles über den Haufen und schrieb das, was ich wirklich schreiben wollte.
 Vielleicht kann man es auch Schicksal nennen, dass mich diese Geschichte fand, denn dem Land scheine ich schon länger verbunden zu sein, als ich selbst wusste. Erst bei meiner Arbeit zu dem Roman kam ich dahinter, dass mein Name Sabrina von einem walisischen Fluss stammt (den ich auf meiner Recherchereise mit großem Staunen überquerte). Nicht einmal meine Eltern wussten das.
Der Severn (lat. Sabrina) in der Nähe von Shrewsbury Castle
von Chris Bayley via wikimedia.org

Du sagst, dass du das schreibst, was du selbst lesen willst. Hast du schon einmal überlegt Kinderbücher zu schreiben? Also im Prinzip nicht das was du lesen willst, sondern das was deine beiden Kinder lesen wollen?

 Ich fürchte, Kinderbücher sind nichts für mich. Beim Schreiben werde ich meistens von der Liebesgeschichte hinweggetragen und eine Geschichte ohne Romantik kann mich einfach nicht richtig begeistern. Es gibt ja mit der High Fantasy, der Jugend-Fantasy und den historischen Romanen ja schon einige Genres, in denen ich schreibe, vielleicht kommen noch romantische Komödien dazu. Ich denke, das genügt, und da überlasse ich die Kindergeschichten lieber anderen Autoren und bleibe beim Vorlesen und Märchen erzählen.

Walter Crane: Illustration for Beauty and the Beast,
 London 1874
via wikimedia.org
Als totaler Märchenfan interessiert mich jetzt natürlich: Was sind denn deine Lieblingsmärchen? 

Ich mag Märchen, in denen das Liebespaar Zeit hat, sich kennenzulernen und Gefühle zu entwickeln. Daher mag ich “Die Schöne und das Biest“ und auch “König Drosselbart“ sehr gern – und natürlich liebe ich die moderne Adaption von “Rapunzel“! Märchen wie “Schneewittchen“ und “Dornröschen“, in denen sich Prinz und Prinzessin einmal ansehen und schon ist es wahre Liebe, sind eher nicht so mein Fall.

 Mit welcher deiner Figuren kannst du dich am meisten identifizieren?

 Im Grunde ist eine jede Figur natürlich ein Teil von mir, denn sie entsteht ja in mir, daher kann ich auch das Handeln jeder einzelnen Figur gut nachvollziehen und fühle mit allen mit. Aber niemand ist genau so wie ich. Das ist ja gerade das Spannende beim Schreiben: Man kann sich mit Persönlichkeiten auf den Weg machen, die nichts mit einem selbst zu tun haben und die ganz anders sind. Durch das Schreiben kann ich also vieles sein und bin nicht nur auf mein wahres Ich beschränkt – einmal böse sein, einmal leichtsinnig, einmal mutig oder abenteuerlustig, einmal spüren, wie es ist, nur vernünftig zu sein, große Verantwortung zu tragen, ... Es gibt keine Grenzen.

Kannst du schon was über deine nächsten Projekte verraten?

Im Moment stelle ich meinen zweiten historischen Roman “Das Blut der Rebellin“ fertig, der im März 2015 beim Goldmann Verlag erscheint. Darin geht die Geschichte um den walisischen Freiheitskampf weiter. Danach möchte ich diesem Genre gerne treu bleiben, aber natürlich interessieren mich auch weiterhin Jugendromane, Fantasy oder auch einmal romantische Komödien.
copyright by Sabrina Qunaj

Und zu guter Letzt: Gibt es noch irgendetwas, dass du noch sagen möchtest?

Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, all meinen Leserinnen und Lesern zu danken. Nicht nur, dass sie meinen Büchern eine Chance geben, sondern auch für die wunderbaren Nachrichten und Rückmeldungen. Die Begeisterung der Leser baut auch beim schlimmsten Zeitdruck wieder auf. Und vielen Dank für das schöne Interview, das mir großen Spaß machte!

Vielen Dank dir Sabrina für dieses tolle Interview!


Und damit ist das Interview auch schon wieder vorbei. Aber keine Angst: Nächste Woche Dienstag findet ihr das nächste meiner Interviews auf dem Blog. Und bis dahin gibt es auf den anderen Blogs noch viel zu lesen!
Morgen lest ihr auf Kathrin' Booklove das Interview, das Annika mit Heike Gellert geführt hat. Gerüchteweise gibt es auch etwas zu gewinnen!
Donnerstag ist dann Jenny dran mit einem Interview mit Olaf Kemmler auf Jennys Bücherwelt.
Auf Lovelymix findet ihr dann am Freitag ein Interview und zwar mit Marlies Lüer.
Am Samstag habt ihr dann noch Zeit zum ausruhen, bevor Katja am Sonntag euch das Interview mit Jennifer B. Wind päsentiert.
1

[Darf ich bitten?] "Meine" Autoren

Hallo ihr Lieben!

Ich hatte euch hier ja schon von der Aktion "Darf ich bitten? Deutschsprachige Autoren im Interview" erzählt.
Wir haben vor ein paar Tagen die Autoren zugelost bzw. sie uns ausgesucht für die Interview-Aktion. Ich mochte euch "meine" Autoren hier schon einmal kurz vorstellen.

*Trommelwirbel*


Sabrina Qunaj

©Sabrina Qunaj
Ein waschechte Österreicherin, die Sabrina. Geboren 1986 lebt sich mittlerweile mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in der Steiermark. 2012 erschien ihr erstes Buch "Elfenmagie" und im selben Jahr auch gleich der Auftakt zu einer Reihe "Teufelsherz". Mittlerweile ist auch noch der historische Roman "Die Tochter des letzten Königs" zu diesen Fantasybüchern dazu gekommen.
Website





Thomas Thiemeyer

von: Bruni Thiemeyer via wikimedia.de
Geboren 1963 in Köln studierte er Geographie und Geologie bevor er sich als Illustrator und Autor selbstständig machte.
Am bekanntesten ist wahrscheinlich seine "Das verbotene Eden"-Trilogie. Aber auch die "Chroniken der Weltensucher" sind sicher nicht unbekannt. Außerdem hat er noch einige Wissenschaftsthriller geschrieben, die auf so schöne Namen wie "Nebra"(2009), "Valhalla"(2014) oder "Medusa"(2004) hören. Mit den Illustrationen für den Ravensburger Verlag fange ich gar nicht erst an.
Website


Emilia Licht

Nach eigenen Aussagen schreibt Emilia Licht schon immer. 2008 veröffentlichte sie ihre ersten Kurzgeschichten im Kelter Verlag und 2011 dann "Hotel Blaues Wunder". Heute heißt dieses Buch "Liebe auf leisen Sohlen" und hat weitere Bücher neben sich im Regal stehen. Unter anderem auch einen Ratgeber darüber, wie man am besten Reiseberichte schreibt. Ich selbst habe noch kein einziges Buch von ihr gelesen und muss dies erst noch nachholen bevor ich mit dem interviewen anfangen kann.
Website


Was wollt ihr von den dreien unbedingt wissen? Also irgendwelche Fragen, die ich unbedingt stellen soll?
0

Darf ich bitten? - Deutschsprachige Autoren im Interview

Hallo ihr ^^ Heute möchte ich euch eine ganz tolle Aktion vorstellen, die  im Juli und August auf mehreren Blogs der IronBuchblogger stattfindet.



Joanne K. Rowling, Suzanne Collins, J.R.R. Tolkien und Cecelia Ahern - Diese Namen sagen jedem etwas, der sich ein wenig mit Büchern auskennt. Es sind Bestseller-Autoren, die mit ihren Büchern die ganze Welt begeisterten. Doch was fällt erst auf den zweiten oder dritten Blick auf?
Es sind keine deutschsprachigen Autoren! 
Dabei haben wir hier im eigenen Land und auch in Österreich und der Schweiz eine Menge Autoren, die auch Bestseller geschrieben haben. Das Schlimme an der Sache ist, dass hier "weniger bekannt" mit "weniger gut" gleichgesetzt wird und da begehen viele einen fatalen Fehler!
Aus diesem Grund haben wir Blogger eine Aktion ins Leben gerufen, bei der es darum geht euch die deutschsprachigen Autoren und damit ihre Bücher näher zu bringen.
Viele davon werden euch sicher nicht so bekannt sein, andere davon vielleicht etwas mehr.  Doch sicher werdet ihr während unserer Aktion das ein oder andere Buch entdecken, dass euch vielleicht anspricht. Hier nun eine Auflistung der teilnehmenden Blogs:


Books on the head (Svenja hat das Logo oben entworfen)

und natürlich meine Wenigkeit hier im Büchernest

Das Ganze beginnt am 15.Juli, welcher Autor als Erstes interviewt wird erfahrt ihr etwa eine Woche vorher. Freut euch auf viele tolle Autoren und ihre Bücher.

Was haltet ihr von dieser Aktion? Ich werde mich nochmal wieder melden, sobald feststeht welche Autoren ich interviewen werde. Vielleicht fällt euch ja noch die eine oder andere Frage ein, die ihr unbedingt beantwortet haben möchtet!
0
Powered by Blogger.