„Wie kommt die denn auf das Thema?“, fragt ihr euch jetzt sicher.
Zu meinem Geburtstag Ende August habe ich mir meine erste richtige Schmuckausgabe gewünscht. Und was soll ich sagen? Ich bin ihr hoffnungslos verfallen.
Dabei handelt es sich um die Barnes & Noble Leatherbound Gesamtausgabe von Jane Austen. Sie ist hellblau mit goldenem Buchschnitt. Zwar nicht besonders handlich und deswegen ganz sicher nichts zum mitnehmen, aber trotzdem wunderbar.
Also möchte ich heute über Schmuckausgaben reden. Und vielleicht kann mir ja jemand verraten, warum deutsche Schmuckausgaben meistens nicht so schön sind wie Amerikanische/Britische?
Tja und dann gibt es auch deutsche Ausgaben von Klassikern. Meist in eher schlichtem Design (oder mit Blumenmuster?!). Es gibt aus dem Anaconda-Verlag einige schöne Ausgaben z.B. von Grimms Märchen. Aber auch hier hat quasi jedes Buch ein anderes Design, die nicht wirklich zusammenpassen. Denn grade das gefällt mir an den oben genannten Reihen so sehr: Jedes Buch ist anders, aber sie passen trotzdem zusammen. Corporate Identity für Geschenkausgaben quasi.
Aber vielleicht übersehe ich auch etwas? Gibt es so etwas wie die Barnes & Noble Ausgaben auch auf Deutsch? Also gebunden, schön gestaltete Klassiker?
Reizen euch solche Geschenk- oder Schmuckausgaben überhaupt? Oder geht es um den Text und nicht das Aussehen?
Neuer Monat, neue Geheimtipps! Da das Wetter jetzt ja endgültig herbstlich ist ja auch die perfekte Sonntag-Nachmittag-Beschäftigung, oder?
Kennt ihr das Buch "A child of books"? Nachdem ich auf BrainPicking (Achtung! Englisch!) einen Beitrag dazu gelesen habe muss ich es unbedingt lesen. Auch wenn es ein Bilderbuch für Kinder ist :D
Kann man eine alte Buchliebe neu entfachen? Bringt es was einem Autoren eine zweite Chance zu geben? Diese Frage hat sich Sabrina auf Bücher-lit gestellt.
Biance von Literatouristin dagegen hat sich mit Spoilern beschäftigt. Genau genommen damit wie man sie vermeidet und was eigentlich Spoilertrolle sind.
Saskia von whoiskafka ist ja quasi Dauergast auf dieser Liste. Und ich glaube jetzt zu wissen warum: Ihre "Kindheit in Büchern" sieht meiner verdammt ähnlich! Selbst " Das Orakel von Oonagh" steht auf ihrer Liste drauf, das ich selbst schon fast vergessen hatte :D
Was macht einen guten Protagonisten aus? Und wie sieht es mit Antagonisten aus? Kasin hat sich aus KeJas BlogBuch darüber Gedanken gemacht.
Cherry erzählte vor einigen Tagen aus Collection of Bookmarks vom "verflixten letzten Teil" und davon wie manche Reihen irgendwie plötzlich keinen Spaß mehr machen.
Und dann war da ja noch #buchpassion : Eine wirklich tolle Aktion! Auch wenn ich bis heute nicht alle Beiträge gelesen habe :D
Was ist euer Lieblingsbeitrag aus dem September? Welchen Blogpost muss man unbedingt gelesen haben?
dieses Wochenende habe ich mich mal an den deutschen Buchpreis rangewagt. Angeblich ja die besten deutschsprachigen Bücher 2016. Allerdings nur in Form der Leseproben. 20 Bücher in einem Wochenende wäre ja doch sehr sportlich. Ich poste hier mit Absicht keine Inhaltsangaben sondern nur meinen Eindruck, so vollkommen unprofessionell halt ;) Danke übrigens an NetGalley und das Börsenblatt, die es mir möglich gemacht haben die Leseproben zu lesen, obwohl es das Büchlein mit den Leseproben hier auf der Insel nicht gibt.
Dieser Beitrag ist sehr lang. Mehr als 900 Wörter habe ich über meine ersten Eindrücke geschrieben. Erst wollte ich euch hier nur die Highlights präsentieren, aber irgendwie kam mir das blöd vor. Also kommt hier der Mammut-Beitrag. Viel Spaß!
Ich habe bei dieser Leseprobe große Probleme mit der Sprache gehabt. Die ist zwar sehr prosaisch aber eben auch sehr ausschweifend, dadurch machte es mir nicht wirklich Spaß das zu lesen. Ansonsten: Es geht um einen Kaffeetisch? Oder um ein Geburtstagsgeschenk?
Gerhard Falkner – Apollokalypse
Irgendwie ist der Schreibstil verwirrend, aber irgendwie macht er auch Lust auf mehr. Ich denke Apollokalypse wird definitiv auf meine Wunschliste wandern. Die Leseprobe wirkt so schön durchgeknallt :D
Ernst-Wilhelm Händler - München
Hmm ja. Ich weiß nicht so recht, was ich von dieser Leseprobe halten soll. Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut, sehr gradlinig und präzise, aber sonst? Es scheint alles so undurchsichtig, das macht einerseits Lust auf mehr und andererseits habe ich Angst, dass es niemals eine richtige Auflösung geben wird.
Tja, ein österreichischer Soldat, der sich über die Russen aufregt. Aber gut geschrieben ist es (und der Autor sieht auch ziemlich gut aus, nicht, dass das irgendwas zur Sache tut). Allerdings wirkt mir persönlich die Leseprobe etwas zu depressiv um das Buch lesen zu wollen.
Bodo Kirchhoff – Widerfahrnis
Ähm ja. Ich habe absolut keine Meinung zu dieser Leseprobe. Mich stört nichts daran, aber mich begeistert auch nichts daran.
Vielversprechend, sehr vielversprechend diese Leseprobe. Ich möchte gerne wissen was René jetzt mit diesen 7 freien Wochen anfängt. Liest sich auch gut.
Michael Kumpfmüller – Die Erziehung des Mannes
Es scheint um Missverständnisse zu gehen. Und um möglichst kurze Sätze. Letzteres lässt alles irgendwie gestresst und abgehackt wirken. Auf jeden Fall kein Buch, dass auf die Wunschliste wandert.
Katja Lange-Müller – Drehtür
Endlich mal eine AutorIN, ich begann mich schon zu fragen ob die in der Welt des Buchpreises gar nicht existieren. Allerdings wird dieses Buch nicht auf die Wunschliste wandern. Warum? Weil ich es auf Grund der ewigen Assoziationsketten unglaublich schwer zu lesen finde. Es kann natürlich sein, dass sich das noch ändert, aber die Leseprobe war nicht so meins.
Dagmar Leupold – Die Witwen
Ein Lebensentwurf in dem ich mich so gar nicht wiederfinden kann wird hier thematisiert. Aber die Schreibweise gefällt mir sehr gut, schön zu lesen ohne viel Brimborium aber trotzdem nicht ganz alltäglich.
Sybille Lewitscharoff – Das Pfingstwunder
Bewusstseinsstrom ist in, oder? Ich mag dieses Stilmittel nicht so besonders. Grade wenn es in so ein Wirrwarr aus Schachtelsätzen ausartet wie in dieser Leseprobe. Ansonsten könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Geschichte von diesem Pfingstwunder sehr interessant wäre.
Ein Buch über Depression. Und: Wow. Ehrlich, die Leseprobe hat mich wirklich beeindruckt. Es kommt einfach dieses Gefühl von Lethargie rüber, das perfekt zu Depression passt. Ob ich „Die Welt im Rücken“ wirklich lesen werde weiß ich allerdings nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Art auf Dauer belastend sein kann.
Joachim Meyerhoff – Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Wahrscheinlich muss man um in diese Leseprobe eintauchen zu könne die Vorbände gelesen haben. Mir sind diese 5 Seiten über „Leichtigkeit“ und die Marotten von Großeltern irgendwie suspekt. Wo ist da der Inhalt? Was will mir das sagen? Wobei diese Fragen ja vielleicht im Buch beantwortet werden. Auf jeden Fall steht dieses Buch nicht auf meiner Wunschliste.
Hans Platzgumer – Am Rand
Also diese Naturschilderungen machen Spaß. Allerdings bekomme ich sonst nicht so Recht einen Zugang zur Geschichte. 200 Seiten Beschreibung wie auf diesen paar Seiten haben nämlich das Potenzial langweilig zu werden (ja, ich bin auch kein Karl May-Fan). Aber es wird ja eine größere Geschichte angedeutet also werde ich „Am rand“ vielleicht eine Chance geben, aber ein „Will ich unbedingt lesen“-Buch ist es nicht.
Eva Schmidt – Ein langes Jahr
Jetzt will ich wissen, was mit Kerk, dem Hund, passiert ist. Die Erzählweise ist wunderbar unaufgeregt, aber trotzdem mitreißend. Ob es wirklich um Kerk geht in diesem Buch ist mir aber noch nicht klar.
Arnold Stadler - Rauschzeit
Noch so eine Leseprobe, die mir nichts sagt. Vielleicht weil ich nicht im mittleren Alter bin? Der Schreibstil gefällt mir allerdings ganz gut, aber nur wegen eines guten Schreibstils lese ich kein Buch.
Peter Stamm – Weit über das Land
Dieses hin- und her in der Zeit verwirrt mich. Ich war mir oft nicht sicher ob das jetzt eine Erinnerung ist oder ein Gedanke oder eine Vision oder was auch immer. Ein ganzes Buch könnte ich so nicht lesen.
Michelle Steinbeck – Mein Vater war ein Mann am Land und im Wasser ein Walfisch
Sperriger Titel irgendwie. Und die Leseprobe verwirrt mich. Da ist glaube ich kein einziger Satz, der wirklich Sinn macht. Oder wenn er Sinn macht tut er das einen Absatz später nicht mehr. Sehr komisch, aber es ist ja auch laut Autoren-Vorstellung „ein bezaubernd bizarres Buch“. Zu bizarr für mich.
Thomas von Steinaecker – Die Verteidigung des Paradieses
Äh, Dystopie? Mir kommt die Erinnerung an früher etwas zwanghaft vor. „Homie“ als Bezeichung für den Hauscomputer? Mag vielleicht sonst gar nicht so schlecht sein, aber ich bin nicht so der Dystopie-Leser.
Anna Weidenholzer – Warum die Herren Seesterne tragen
Na super, ein Interview, das aus dem Ruder gerät. Nein, danke. Ich finde schon die Leseprobe anstrengend zu lesen. Es gibt zwar einen roten Faden aber der wirkt in mitten aller anderen Fäden ziemlich verloren und ist schwierig zu finden.
Phillip Winkler – Hool
„Hool“ fällt ein ganz kleines bisschen aus dem Rahmen. Aber ich mag die Leseprobe, auch wenn dieses Berlinerisch (? Ich bin nicht so fit was Dialekte angeht) schwer zu lesen ist. Das musste ich mir echt geistig vorlesen.
Kennst du eines der Bücher? Hast du vor eines (oder mehrere) davon zu lesen? Generell: Sind das überhaupt die besten deutschsprachigen Bücher?
Für meinen Beitrag zu „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ habe ich alle meine Verbindungen spielen lassen und konnte so ein exklusives Interview mit Judy Abbott führen. Das Ganze involvierte eine Zeitmaschine aber ich habe es geschafft.
Judy ist nämlich die Hauptfigur in „Daddy Langbein“/ „Daddy Long-legs) (leider aktuell nur auf Englisch erhältlich). Sie ist eine Waise, der ein reicher Mann, den Besuch eines Colleges ermöglicht. Einzige Bedingung: Judy soll ihm jeden Monat einen Brief schreiben und über ihren Alltag berichten. Aus diesen Briefen besteht „Daddy Langbein“, teilweise sind diese auch mit witzigen Zeichnungen versehen.
Ich habe beim Lesen Judy sofort ins Herz geschlossen, sie ist einfach so unglaublich positiv und lustig. In vieler Hinsicht erinnert sie mich an eine andere berühmte Waise: Anne von Green Gables. Beide träumen von schönen Kleidern und davon Schriftstellerin zu werden. Und beide sehen die Welt immer positiv.
Aber nun zu meinen Fragen:
Wie ist das berühmt zu sein?
Seltsam, wirklich sehr seltsam. Natürlich habe ich hart gearbeitet um Autorin zu werden, aber das es jetzt ausgerechnet mein Briefe an Daddy Langbein sind. Und nicht nur die netten und lustigen sondern auch die Briefe, auf die ich wirklich nicht stolz bin.
Du warst auf einem reinen Mädchencollege; war das nicht langweilig?
Nein, nein. Wir hatten eine ganz famose Zeit, nur die Predigt am Sonntag war immer schrecklich. Die Herren waren viel zu sehr davon überzeugt, dass wir unsere weiblichen Tugenden vergessen würden vor lauter Bildung. Die wissen doch gar nichts.
Deine Freundin Sally hat sich jetzt des Waisenhauses, in dem du aufgewachsen bist, angenommen. Wie fühlt sich das an, dass sich da jetzt vieles ändert?
Sally ist wirklich die beste Person für so eine Aufgabe, sind findet immer für alles eine Lösung und hat meistens gute Laune! Auch wenn ihre Briefe in letzter Zeit wenig optimistisch klingen, aber ich bin mir sicher, dass sie es schafft, dass zukünftige Waisen ein besseres Leben haben werden als ich. Weißt du, diese karierten Kleider waren wirklich scheußlich. Da konnte man einfach keine gute Laune haben.
Heute wären die Menschen schockiert, wenn ein Waisenhaus so geführt werden würde wie das John-Grier-Heim. Stattdessen gibt es heute eher Pflegefamilien und Wohngruppen.
Wirklich? Sehr interessant. Viele Menschen machen sich einfach keine Gedanken darüber was mit den armen Waisen passiert. Selbst die Aufsichtsräte kümmern sich außerhalb ihrer monatlichen Besuchen nicht darum was passiert. Wobei nicht alles schlecht war: Sonntags gab es Eis und zu Weihnachten einen Tannenbaum! Und schließlich wäre sonst nie Daddy Langbein auf mich aufmerksam geworden. Dann wäre mein Leben sicher schrecklich langweilig.
Die Briefe von Sally (nicht nur an Judy) sind übrigens in „Lieber Feind“/“Dear Enemy“ zu finden. Darin erfährt man auch was aus Judy geworden ist nach dem College. Meiner Meinung nach sind beide Bücher auch auf Englisch sehr gut zu lesen, mit nur etwa 200 Seiten (Daddy Langbein) bzw. etwa 300 Seiten (Lieber Feind) dauert es auch nicht allzu lange.
Die Autorin der beiden Bücher, Jean Webster, starb leider 1916 bei der Geburt ihres ersten Kindes. Viel zu früh meiner Meinung nach. Sie kam aus einer eher wohlhabenden Familie und besuchte das Vassar College, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. In all ihren Büchern, machte sie sich für Frauenbildung stark und für das Frauenwahlrecht. Übrigens war sie eine Großnichte von Mark Twain und ihr Vater führte dessen Verlag.
Ich habe beide Bücher dank Project Gutenberg entdeckt. Für Klassiker eine wirklich tolle Möglichkeit, auch viele deutsche Klassiker findet man dort als epubs.
Morgen geht es weiter bei Tanja auf Lesen und Mehr. Schau doch vorbei. Toll wäre es auch, wenn meine Umfrage zum Thema noch ein paar mehr Antworten bekäme, es gibt auch eine ganz tolle Auswertung am 31. August :)
Eine Liste mit allen Stops dieser Aktion ist bei Nicole auf lilstar.de zu finden. Wie ich es bisher getan habe werde ich auch die nächsten Beiträge auf Facebook teilen. Und auf Twitter, wenn ich dran denke.
Im Moment habe ich das Gefühl jeden Morgen in einer schlechteren Welt aufzuwachen. Glücklicherweise gibt es für die kleine Flucht zwischendurch ja Bücher. Heute möchte ich euch deswegen einige Bücher vorstellen, bei denen ich gute Laune bekomme und die Welt vergessen kann. Natürlich kann ich letzteres bei ganz vielen Büchern, aber im Moment möchte man, wenn dann ja in einer schönere, friedlichere Welt fliehen. Das wiederum ist gar nicht so einfach in einem Buch zu finden.
Wer diese Buchreihe noch nicht kennt verpasst wirklich was. Zwar nicht ganz gewaltfrei (Hey, es geht um Polizisten!), aber unglaublich lustig. Wenn ein Geist eine Zeugenaussage macht nimmt man einfach die Welt nicht mehr ganz so ernst.
Ein Kultbuch. Und es übt teilweise sogar Gesellschaftskritik (Ein Präsident, der von der Macht ablenkt? Depressive Roboter? Und Maschinen, aus denen jedes Getränk irgendwie gleich schmeckt?). Auf jeden Fall ist Douglas Adams einfach ein gute Laune Rezept.
Dieses Buch steht quasi für alle Jugendbucher aus der gleichen Kategorie: Wenig Handlung, aber eine nette Liebesgeschichte und Sommerfeeling. Übrigens eine meiner ersten Rezensionen :)
Die Jungs von Burg Schreckenstein
Also damit ist man dann auch den ganzen Sommer beschäftigt. Oliver Hassencamp hat immerhin 27 Bände geschrieben und zumindestens die 10-20, die ich davon gelesen habe sind alle gut. Keine Weltliteratur, aber auf Schreckenstein ist immer was los und dank ihrer Regeln sind selbst ihre Streiche nett. Denn Fairness ist alles.
Der Junge, der Träume schenkte
New York in den 20ern. Muss ich noch was sagen? Hmm, vielleicht das es auch um die Mafia geht. Aber die eigentliche Geschichte basiert auf Geschichten erzählen. Und was ist daran schlimm? Auf jeden Fall fesselt dieses Buch (falls man noch kein anderes Buch des Herrn de Fulvio gelesen hat, leider ähneln die sich etwas)
Welche Bücher kannst du mir noch so empfehlen? Was ist dein Wohlfühlbuch? Im Moment lese ich "One Dollar Horse", eigentlich wollte ich "The Bone Season" lesen, aber das war mir nicht glücklich genug :)
"Nigra bint lookin' for a government check, more like"
(Eher eine Nigger Schlampe, die einen Scheck von der Regierung möchte)
"Must want to be raped by some of them Japs, yeah, that's what she wants"
(Will wohl von einigen von den Japanern vergewaltigt werden, ja, das ist es was sie möchte)
Das sind nur zwei Sätze aus Front Lines. Front Lines ist aber kein (mehr oder weniger) würdevoll gealterter Klassiker. Nein, Front Lines ist erst Anfang dieses Jahres erschienen. Seit ich es gelesen habe stelle ich mir immer wieder eine Frage: Dürfen Bücher rassistisch sein?
Darf ein Autor solche Sachen schreiben? Im vollen Bewusstsein, dass es keine besonderes netten Sachen sind, die sein/ihr Charakter da sagt? Ja, Michael Grant, der Autor von Front Lines, möchte mit solchen Sätzen bewusst provozieren. Das Buch spielt zwar in einem Paralleluniversum, aber auch dieses Paralleluniversum ist während 2. Weltkriegs durchgehend rassistisch und sexistisch. Und aus gutem Grund, denn es geht ja (auch) darum, dass Vorurteile eben nichts mehr sind als Vorurteile.
Aber die Frage bleibt:
Darf man das?
In Deutschland werden Begriffe wie Neger aus Kinderbüchern gestrichen, in den USA stehen Bücher, die rassistische Ausdrücke benutzen regelmäßig auf Listen mit verbotenen Büchern... Schließlich sind wir alle gleich viel wert und das sollte sich auch in Büchern widerspiegeln.
Auf der anderen Seite steht der durchaus berechtigte Vorwurf, dass grade Jugendbücher zu politisch korrekt sind (Übrigens: Scrupulous Semicolons ist ja wohl mal ein toller Name!). Vielfalt als Verkaufsargument.
Eigentlich bin ich der Meinung, dass man alte Bücher bitte so lassen sollte, wie sie geschrieben wurden und neue Bücher gerne massig Vielfalt und Toleranz zeigen dürfen bzw sogar sollten. In einen Buch des 21 Jahrhunderts haben Sätze, wie die oben für mich nichts zu suchen. Dachte ich. Denn irgendwie ist Front Lines grade deswegen so ein starkes Buch.
Es stellt mein Weltbild auf den Kopf und verlangt von mir das neue Weltbild ohne Fragen zu akzeptieren. Denn die Charaktere kämpfen nicht gegen solche Beleidigungen. Rio und Jenou sind in Front Lines ziemlich geschockt sind keinen einfachen, weiblicheren Job zu bekommen sondern zu einem kämpfenden Regiment geschickt zu werden. Sie sehen sich zwar nicht unbedingt als weniger stark und wichtig an als Männer, aber kämpfen ist dann ihrer Meinung nach doch eher ein Männerjob. Und Frangie (an die die beiden Sprüche von oben gerichtet sind) ist zwar nicht begeistert vom Rassimus ihr gegenüber, aber sie kämpft auch nicht dagegen. Es ist einfach so.
Was meinst du? Kennst du vielleicht sogar Front Lines? Oder hast ein anderes Buch gelesen, dass eben nicht politisch korrekt war und grade deswegen gut? Lasst uns darüber diskutieren!
ich würde ja gerne einen Titel Richtung "Die Top 10" haben, aber: Ich habe hier nur Reihen. Und die Top 40 (oder so) wären irgendwie nicht so beeindruckend :D Ich lese sehr gerne gut gemachte Science-Fiction. Da ich dieses Genre aber durch das Bücherregal meines Vaters entdeckt habe, bin ich etwas verwöhnt. In dem Regal stehen nämlich größtenteils Bücher aus den 60ern/70ern/80ern, der golden Zeit von Science-Fiction. Grade die Dystopien, die im Moment "in" sind, können mich irgendwie nicht so mitreißen. Ja, "Tribute von Panem" ist mMn ziemlich schlecht... Aber auf zu angenehmeren Themen.
Darkover
Ich bin mir nicht ganz sich aus wie vielen Büchern diese Reihe besteht. Aus 20? 25? und nochmal so viele Anthologien? Allerdings zeichnen diese Bücher auch mehrere Jahrtausende nach, von der Notlandung eines Raumschiffes auf Darkover, über Krieg mittels Psi-Kräften aka Laran und die Bildung einer Regierung aus 7 großen Familien bis zur Ankunft und dem Abzug der Terraner. Der Planet Darkover mit seiner roten Sonne und den vier Monden Liriel, Kyrrdis, Idriel und Mormallor hat es mir einfach angetan. Und nicht nur mir: Nicole startet auf ihrem Blog BücherMikado morgen eine große Darkover-Aktion zusammen mit Edel Elements, wo im Moment die Darkover Bücher als eBooks erscheinen. (Es gibt sogar ein Video: Darkover Teaser)
Meine Lieblingsbücher aus der Reihe?
Die Weltenzerstörer: Eine wunderbare Einführung in die Kultur Darkovers, denn während auf der einen Seite jemand versucht das Ökosystem und die Kultur Darkovers zu zerstören, wird auf der anderen Seite versucht Darkover zu erhalten. Hier ist quasi alles dabei ^^ Vor allem jede Menge Chieri :)
Herrin der Falken: Dieses Buch spielt im so genannten Zeitalter der 100 Königreiche und geht um eine junge Frau, die sich ihren eigenen Weg sucht. Und dabei mit ihrem Laran umgehen lernen muss, dass es ihr ermöglicht mit Tieren in Verbindung zu treten.
Foundation-Triologie
Isaac Asimov auf einem Thron mit Symbolen seines Schaffens von: Rowena Morrill
Isaac Asimov war ein Genie. Das sehen glücklicherweise auch andere Menschen so. (14 Ehrendoktorwürden!) Er hat übrigens das Wort Robotics/Robotik erfunden und auch mehr oder weniger das was man heute unter Science Fiction versteht. Ich glaube ich mag Isaac Asimov so gerne, weil er Naturwissenschaftler war. Und zwar durch und durch, auch wenn er die Forschung zugunsten des Schreibens aufgegeben hat. Er starb mit 72 übrigens viel zu früh und das nur, weil in den 80er Blutkonserven noch nicht auf HIV getestet wurden... In der Foundation-Reihe geht es im wesentlichen um den Untergang eines galaktischen Imperiums und den folgenden Aufbau einer neuen galaktischen menschlichen Zivilisation. Immer geleitet von de psychohistorischen Berechnungen eines Hari Seldon (der die meiste Zeit über allerdings tot ist, glücklicherweise gibt es Hologramme, die er quasi vorgeplant hat) Es ist schwierig das genauer zu beschreiben, man muss die Bücher einfach lesen.
Per Anhalter durch die Galaxis
Die berühmte Trilogie in 5 Teilen. Naja, eigentlich sind es mittlerweile 6. Eoin Colfer hat 2009 noch einen sechsten Band geschrieben. Ich liebe diese Reihe und könnte sie immer und immer wieder lesen. das erste Mal war ich - glaube ich - etwa 11 oder 12. Douglas Adams hatte eine ganz besondere Art zu schreiben, die auf eine sehr britische Weise sehr lustig ist. Worum es geht? Um Arthur Dent, einen eigentlich ganz normalen Erdenbewohner. Nur das blöderweise die Erde zerstört wird und er mit seinem Freund Ford Prefect in ein etwas wahnsinniges Abenteuer geschleudert wird. Der Titel des ersten Buches bezieht sich dabei auf den Reiseführer für den Ford schreibt. Die Erde wird darin als "Größtenteils harmlos" beschrieben.
Diese Bücher sind im 21. Jahrhundert erschienen. die Ersten auf dieser Liste. Der Autor Cory Doctorow lebt auch noch und erfreut sich bester Gesundheit *toitoitoi* Es geht in diesen Bücher, wie der Name schon nahelegt, um Überwachung im Internet. Marcus und seine Freunde werden nach einem Terroristenanschlag auf San Francisco gefangen genommen und gezwungen ihre Passwörter preiszugeben. Aber sie schlagen natürlich zurück. In Homeland antizipiert Cory Doctorow quasi die Ereignisse um Snowden. Sehr beängstigend.
Was ist dein Liebingsbuch aus dem Bereich Science-Fiction? Kennst du eines der von mir genannten Bücher?
Da der 1. Mai ja netterweise dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, hast du immerhin die Geheimtipps um dich über den fehlenden Feiertag hinwegzutrösten. Blogposts lesen ist da nämlich eine wirklich gute Therapie. Falls es nicht hilft einfach das nächste Buch greifen!
Fangen wir gleich mal mit Ramona an, von ihr stehen nämlich gleich zwei Beiträge auf meiner Liste. Einmal mit ihrem Beitrag darüber, warum sie gerne Buchbloggerin ist. Es tut gut solche Beiträge zu lesen, nachdem gefühlt immer mehr Leute ein Pause einlegen oder sogar ganz aufhören und es auch viele Anfeindungen gibt.Und dann war da ja noch die #ichlese Aktion. Wir haben diesen Hashtag am 16.4. in die Twitter Trends katapultiert (also bis Fußball anfing, dagegen hatten wir dann doch keine Chance...) Ramona hatte diese Aktion ins Leben gerufen und hat anschließend die 20 schönsten Gründe warum #ichlese zusammengetragen.
Ich glaube die "Wissen für Buchblogger" Reihe auf Tintenmeer hatte ich schon mal vorgestellt. Falls du sie noch nicht kennst: Unbedingt lesenswert. Besonders gut fand ich diesen Monat den Beitrag zum Thema "Blogger-Burnout", wobei die Frühlings-Blogpost-Ideen auch sehr gut waren. Dazu ist auch sonst nichts weiter zu sagen, einfach lesen ^^
Ein weiterer "Selbsthilfe"-Beitrag ist bei Saskia von Who is Kafka? zu finden. Allerdings sind es diesmal Tipps gegen Buchkater, also dieses Gefühl, das man nach einem wirklich, wirklich guten Buch hat. Besonders die "Tee trinken"-Methode hat meine vollste Zustimmung :D
Jaci von durchgebloggt hat sich dagegen in ihrem Artikel "Das Leben EINER Bloggerin" jede Menge, wirklich tolle Gedanken zum Bloggen an sich gemacht.
Wie stehst du eigentlich zu Leserillen? Und zu Eselsohren? Nicole von Novembertochter findet diese ganze Diskussion etwas lächerlich, wieso, weshalb warum? Nachzulesen in dem wunderbar betitelten Beitrag "Leserillen und Eselsohren?! Monster!"
Wo wir grade bei existentiellen Buchmenschen-Fragen sind. Liest du Bücher mehrmals? Auf Sternenbrise ging es nämlich um genau dieses Thema beim letzten Plaudertag.
Hier im Büchernest gibt es in Rezensionen keine Spoiler. Einfach weil ich es auch bei anderen nicht mag zu mindestens nicht ohne Vorwarnung. Ein paarmal hatte ich hier schon das Problem, dass es ohne Spoiler dann doch nicht ging, glücklicherweise habe ich dafür Lösung gefunden (einklappbarer Spoiler-Button *yay*). Tobi hat sich auf Lesestunden im April auch mit dem Thema Spoiler in Rezensionen befasst.
Quasi last-minute hat sich Franzi von Lovely Mix noch hier in die Geheimtipps gepostet. Und zwar mit ihrem Beitrag über die schönsten Bibliotheken. So als kleine Reiseziel-Anregung ;)
Habe ich einen wichtigen, tollen Beitrag vergessen? Was war dein persönliches Monatshighlight?
Schlicht und elegant. Wie vom Atlantik Verlag gewohnt.
Inhalt:
Roger Mifflin lebt fürs Lesen. In seinem Antiquariat findet er deswegen für jeden das richtige Buch. Nur von Werbemaßnahmen möchte er nichts wissen, aber ein Buch kann er dem jungen Werbefachmann Audrey Gilbert natürlich empfehlen. Nachdem Roger mit Titania Chapman eine außerordentliche hübsche junge Gehilfin einstellt, kommt Audrey fast jeden Tag ins Antiquariat. Aber bald schon häufen sich verdächtige Zwischenfälle…
Meine Meinung:
Dieses Buch ist von 1919! Also das Original, die Übersetzung ist von 2014. Es hat, wie ich finde, deswegen einen ganz besonderen Charme. Der Autor Christopher Morley stand wirklich unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs, als er dieses Buch schrieb.
An sich: Für jemanden, der vor noch nicht so langer Zeit diverse Bücher aus der Zeit gelesen hat (aka Me, myself and I) ist der Plot ziemlich vorhersehbar. Für jeden Krimi-Fan wahrscheinlich auch.
ABER: Jede Zeile, ach was jedes Wort und jedes Leerzeichen triefen quasi vor Liebe zu Büchern. Zwar kenne ich kaum eins der immer mal wieder zitierten Bücher, aber egal. Ich mag auch so eine Buchhandlung haben, vorzugsweise direkt um die Ecke. Mir kam es eher so vor als sei die Rahmenhandlung nur eine Entschuldigung um ausführlich über Bücher und Buchhandlungen schreiben zu können!
Und dieses Buch ist witzig, also vielleicht nicht konventionell witzig, aber meinen Humor trifft es ziemlich gut. Vor allem was Rumhacken auf der Werbebranche :) Und die Charaktere sind auch wirklich gut charakterisiert und nicht Schema-F (zu mindestens nicht nach heutigen Standards ^^)
Fazit:
Ein kurzes Büchlein für zwischendurch für alle Buchliebhaber, die ein bisschen Spannung abkönnen. Aber Vorsicht: In diesem Buch kommen Bücher zu Schaden. Mehrere. Ich habe dich gewarnt, also beschwere dich bitte woanders, falls du ein Trauma davongetragen hast.
Heute ist der Tag der Geschwister. Ja, wirklich, das gibt es. Weiß ich auch erst seit Freitagabend, da kam eine E-Mail vom Aufbau Verlag, die dazu gleich eine ganze Themenwoche auf ihren Social Media Kanälen machen. Damit hat Frau Seiler quasi mein Inspirationsproblem für den heutigen Post gelöst. Danke dafür!
Also, 10 Bücher über Geschwister. Quer durchs Beet, meine einzige Bedingung war: Die Sache mit den Geschwister muss mehr sein als nur eine Randnotiz.
Übrigens: Das Buch, dass ich am meisten mit meiner Schwester verbinde, ist der erste Dolly-Band. Oder eigentlich die ganze Reihe. Ich habe damals die ersten Bände (ich glaube bis Band 3) meiner Schwester vorgelesen. Einfach, weil ich es nicht verstehen konnte, dass meine Schwester nicht so gerne liest wie ich. Mittlerweile liest sie auch gerne (wenn auch nicht so schnell wie ich ^^) Ist aber nicht auf der Liste, Dolly hat zwar eine Schwester, aber die Beziehung zwischen den beiden ist eher Nebensache.
Auf geht's zur Liste:
Hanni und Nanni
Diese Buchreihe fällt beim Thema Geschwister wahrscheinlich jedem ein. Die Zwillinge sind ja quasi Kinderbuch-Stars. (Wer die Geschichte nicht kennt: Hanni und Nanni sind verzogene Kinder, die von ihren Eltern ausgerechnet nach Lindenhof geschickt werden. Einem Internat, was so gar nicht "schick und teuer" ist. Aber sie leben sich ein, werden von allen für ihre Fairness geachtet und haben viel Spaß) Ich habe diese Bücher als Kind sehr viel gelesen und mit Hanni und Nannis Abenteuern mitgefiebert. Noch mehr habe ich allerdings die Zeichentrickserie geliebt, auch wenn ich als Buchbloggern sowas natürlich nicht zugeben sollte. Aber Hanni und Nanni Folgen waren nun mal ein feststehender Termin und wirklich sehr wichtig!
Sinn und Sinnlichkeit/Verstand und Gefühl
Hach, Marianne und Elinor. Die beiden sind wirklich ein ganz besonderes Geschwisterpaar. Ich mag übrigens den "neuen" deutschen Titel des Buches nicht. Ja, es ist eine genauere Übersetzung des Originals, aber die Alliteration geht dabei verloren. Und "Sinn und Sinnlichkeit" hat einfach was.
Für Menschen, die kein BBC gucken, keine Filme mit Alan Rickman mögen und um Jane Austen einen großen Bogen machen: Nach dem Tod ihres Vaters, erbt der Halbbruder von Elinor und Marianne das Anwesen und die beiden müssen mit ihrer Mutter und jüngeren Schwester umziehen. Elinor tut dies höchst ungern, da sie verliebt ist in ihren Schwager Edward. Eine Tatsache, die Marianne nicht so ganz glauben kann, entspricht doch Elinors Verhalten ganz und gar nicht Mariannes Vorstellungen der großen Liebe. Elinor dagegen ist später verblüfft wie sehr Marianne ihre Emotionen zeigt, als sie sich in Willoughby verliebt. Naja, und dann kommt Jane Austens meist genutzer Plot Twist: Willoughby ist ein Arschloch, wenn auch ein charmantes. Am Ende ist es Elinor, die aus Liebe heiratet und Marianne, die lediglich Zuneigung zu ihrem Ehemann empfindet.
Fünf Freunde
Also eigentlich ja 4 Freunde und ein Hund, aber das macht sich so schlecht auf dem Titel.
Julian, Dick und Anne sind drei sehr ungleiche Geschwister (und mir tut ihre Mutter leid, 3 Kinder in 3 Jahren? Muss der Horror gewesen sein...) Julian ist der Anführer, Dick der Spaßvogel und Anne ist eigentlich nicht so der Abenteuer-Typ, aber trotzdem immer mit dabei. Sie sorgt sich auch immer um alle anderen. Die Vierte im Bund ist George, die Cousine der Drei, die lieber ein Junge wäre.
Diese Serie ist auch eine, die ich als Kind gelesen habe, wenn auch längst nicht alle Bände. Diese Bücher haben mich mit der alten Rechtschreibung so dermaßen verwirrt, dass ich heute keine Garantie mehr übernehme für meine Einfälle, was das angeht. Aber die Geschichten waren super, hinter jede Ecke ein Abenteuer und alle halten immer zusammen, egal was passiert. Solche Sommer hätte ich auch gerne gehabt *seufz*
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Die hier erwähnten (Halb-)Geschwister sprechen eigentlich nicht besonders viel miteinander, aber es ist unglaublich faszinierend die Regierungszeit von Elisabeth I aus zwei so unterschiedlichen Blickwinkeln zu erfahren. Isaac ist eher der Abenteurer und ist als Seefahrer auf den Weltmeeren unterwegs während Eleanor, die Vertraute der Königin ist und auch ihre beste Spionin. Trotz ihrer Unterschiede haben Isaac und Eleanor aber auch viele gemeinsame Werte, immer wieder zeigt sich im Laufe des Buches, dass Blut eben doch dicker ist als Wasser.
Meine Rezension dazu findet ihr über die Suchfunktion, den Rezensionsindex oder mittels eines Klicks auf den Titel.
Becky Brown - Versprich nach mir zu suchen
Rainer M. Schröder. Auch so jemand, der mich mit seinen Büchern als Kind und Jugendliche unglaublich beeinflusst hat. In diesem Buch geht es um die Orphan Trains, Züge die Waisenkinder aus den Städten (vor allem aus New York) aufs Land brachten um dort Adoptiveltern zu finden. Becky und ihr Bruder Daniel wollen eigentlich zusammen bleiben, aber keine Familie möchte zwei Kinder aufnehmen und außerdem ist Becky schon relativ alt. Deswegen trennen sie sich, aber Becky verspricht ihrem kleinen Bruder, dass sie eines Tages wieder zusammen sein werden. Als Daniel sich dann einige Jahre später im Bürgerkrieg freiwillig zur Armee meldet, kommt dieser Tag früher als gedacht. Denn Becky will ihn unbedingt davon abhalten und macht sich auf den Weg um ihn zu finden. Auch wenn die Beiden den Großteil des Buches getrennt sind: Wenn das nicht Geschwisterliebe ist, was dann?
Die Chroniken von Narnia
4 Geschwister, die jede Menge Abenteuer erleben. Zu Beginn des ersten Buches sind die vier Geschwister eigentlich gar nicht so eng, aber durch ihre gemeinsamen Abenteuer ändert sich das glücklicherweise. Trotz jeder Menge Missverständnisse zwischendrin, grade im ersten Band. Es könnten natürlich auch einfach 4 x-beliebige Kinder sein, aber dadurch das die Vier Geschwister sind ist es nochmal schöner. Neben den Abenteuern in Narnia geht es eben auch darum, dass eine Familie zusammenhalten muss.
Der Herr der Diebe
Und noch mehr Waisenkinder: Bo und Prosper flüchten nach dem Tod ihrer Mutter vor ihrer Tante nach Venedig. Dort treffen sie auf eine Diebesbande, angeführt vom "Herrn der Diebe". Aber ihre Tante ist schon auf der Suche nach ihnen und auch der Herr der Diebe ist nicht was er scheint.
Ich habe damals in relativ kurzen Abstand sowohl "Der Herr der Diebe" als auch die "Merle"-Trilogie von Kai Meyer gelesen und festgestellt, dass Venedig wohl eine wirklich magische Stadt sein muss. An "Der Herr der Diebe" gefällt mir vor allem wie Bo und Prosper zusammenhalten, sie wollen auf keinen Fall getrennt werden und wenn das bedeutet in einem alten Kino zu leben, dann ist das so. Glücklicherweise geht ja alles gut aus und sie müssen nicht auf ewig in dem Kino leben :)
Diese Schwestern mögen sich gar nicht, genau genommen sind sie sogar Feindinnen. Denn während Lia alles tun würde um zu verhindern, dass das Böse in unsere Welt kommt, ist ihre Zwillingsschwester Alice die beste Verbündete des Bösen.
Leider ist der erste Band dieser Reihe im Moment nicht lieferbar auf Deutsch, ich fand sie damals nämlich wirklich gut. Es ist mal eine Abwechslung, wenn Geschwister eben nicht auf der gleichen Seite stehen. Denn grade das macht es auch spannend: Lia und Alice kennen sich so gut, dass sie quasi jeden Schritt der anderen vorausahnen können. Für Lia macht es das natürlich nicht einfacher.
Diese Geschwister sind keine Waisenkinder! Dafür aber Flüchtlinge. Henry und Alice kommen ursprünglich von Helgoland, sind aber von dort nach Hamburg geflüchtet.
Trotz der wirklich widrigen Umstände halten Henry und Alice meistens zusammen und versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen. Außerdem kommt James Krüss vor, alleine schon deswegen kommt dieses Buch auf die Liste :)
Mein Feuer brennt im Land der fallenden Wasser
In diesem Buch (übrigens auch wieder von Rainer M. Schröder) gibt es viele Geschwister. Mary hat nämlich einmal leibliche Geschwister, die von den Indianern getötet werden. Und sie wird von zwei Indianerinnen als Schwester adoptiert. Und am Ende des Buches sieht sie diese auch als ihre wirklichen Schwestern, ihre Familie. Der Autor zeigt wunderbar, dass Geschwister nicht unbedingt auch biologische Geschwister sein müssen. Mary oder Zwei-fallende-Stimmen, wie sie später heißt, entscheidet sich für die Indianer, auch als sie die Chance hat wieder zurück zu gehen. Und die drei unterstützen sich gegenseitig genauso wie es leibliche Geschwistern tun würden.
Kennst du diese Bücher? Was ist dein liebstes Buch über Geschwister? Lass mir einen Kommentar da!
Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
-Hermann Hesse
Allein schon weil es unglaublich langweilig wäre. Es geht ja nichts über ein gutes, spannendes Buch, wenn der Sommer, wie im Moment, mal wieder Pause macht.
Finde ich übrigens gar nicht gut, da bestehe ich einmal die Klausur beim ersten Versuch und hätte mal Zeit etwas den Sommer zu genießen(sogar einen neuen Bikini habe ich dieses Jahr, blau mit weißen Vögeln), da denkt sich das Wetter: "och Sonne muss ja nichts sein. Wer braucht das denn?!" *grml* Ist bei dir besseres Wetter?
Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.
-Ludwig Feuerbach
Ich mache wirklich gerne neue Bücher-Bekanntschaften. Und einige Bücher fühlen sich wirklich wie alte Freunde an, gerade Kinderbücher. Dieses Gefühl des Wiedererkennens beim Aufschlagen ist einfach unbeschreiblich, findest du nicht auch?
Letztes Mal sind die "Geheimtipps" ja super angekommen, deswegen geht es jetzt gleich schon weiter. Zwar sind es noch nicht übermäßig viele Posts geworden seit dem letzten Mal, aber ich habe mir jetzt vorgenommen jeden ersten Samstag im Monat das zu posten.
Liest du gerne dicke Bücher? Ja? Dann geht es dir wie Aleshanee und mir. Nein? Auch nicht schlimm. Auf Weltenwanderer schreibt Aleshanee nämlich über die Angst vor Wälzern. Viele Leser lassen sich ja von dicken Büchern abschrecken, aber warum eigentlich? Die Kommentare sind auch sehr lesenswert.
Die Schreckensherrschaft der Dilettanten: Von Autoren und Bloggern. Bzw. vor allem geht es um trollende Autoren, also um die, die bei schlechten Rezensionen vollkommen überreagieren. Ales Pickar schreibt medium.com darüber.
Annabel spricht auf Bookdemon das wichtige Thema Rezensionsexemplare an. Sollte man wirklich deswegen bloggen? Meiner Meinung nach nicht, auch wenn es mein Budget natürlich entlastet, wenn ich ab und an Rezensionsexemplare bekomme. Aber nur deswegen anfangen zu bloggen? Nein, das geht gar nicht.
Kaum zu glauben, aber wahr: Pippi wird heut' 70 Jahr. Also nicht heute, aber dieses Jahr und dazu habe ich gleich zwei tolle Beiträge gefunden. Einmal von der Süddeutschen Zeitung, die 70 Jahre Pippi Langstrumpf Revue passieren lässt. Und außerdem hat hat Sandra von der Büchernische Pippi Langstrumpf zum Geburtstag gratuliert: Happy Birthday Pippi!
Und das war es dann auch schon für heute. Was ist dein Lieblingsbeitrag der letzten Wochen? Schreibe einen Kommentar.
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
-Theodor Fontane
Ich verleihe meine Bücher ja nicht gerne bzw. nur an ausgewählte Menschen. Jemand könnte ihnen ja was antun... Ob Bücher wirklich ein Ehrgefühl haben und sie deswegen beim Verleihen so oft verschwinden?
"Ja, das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum erstenmal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert."
-Astrid Lindgren
Das können wir doch eigentlich alle nachvollziehen, oder? Das Zitat ist übrigens aus dem Buch "Das entschwundene Land", in dem Astrid Lindgren von ihrer eigenen Kindheit erzählt. Ich habe das Buch zwar bisher nicht gelesen, aber das wird irgendwann mal nachgeholt. Bei solchen Sprüchen muss das doch sein ^^ Das Foto rechts habe ich auf wikimedia Commons gefunden, Astrid Lindgren muss da etwa 17 Jahre alt sein. Bisher kannte ich nur neuere Fotos auf denen sie wesentlich älter ist, aber auf diesem sieht sie so schön verträumt aus. Findest du nicht?
Erasmus von Rotterdamm ca. 1523 Hans Hohlbein der Jünger via Wikimedia Commons
"Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand."
- Erasmus von Rotterdam
Ich lasse mich ja gerne von Büchern um den Verstand bringen, du auch? Erasmus von Rotterdam übrigens auch, der Mann hat Bücher ja quasi am laufenden Band verfasst und dann auch noch dafür gesorgt, dass möglichst viele diese Bücher lesen. Und er war für Frauenbildung, immer ein Pluspunkt wie ich finde.
Ab dieser Woche hat die Uni mich dann auch komplett wieder, der erste Labortag steht nämlich an. Wie ich den Geruch von Chemikalien vermisst habe :D
Tja, und am Ende haben sie seine Bücher verbrannt. Wobei die Nazis nicht die ersten waren die ihn und seine Bücher und Gedichte nicht mochten. Selbst Elisabeth von Österreich wurde von ihren Untertanen schon dafür kritisiert das sie ihn so sehr verehrte. Heute mögen ihn die meisten Leute schon alleine deshalb nicht, weil so viele Deutschlehrer gerne seine Gedichte analysieren. Ich muss allerdings auch zugeben, dass sein Loreley-Gedicht einfach nicht sooo toll ist. Das von Erich Kästner ist viel besser ^^
Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit mit dem Aneignen ihres Inhalts.
-Arthur Schopenhauer
Recht hat er, der Herr Schopenhauer. Grade im Moment hätte ich gerne mehr Zeit zum lesen. Ich muss noch lernen für eine Chemie-Klausur an der Uni, dazu kommt dann der Trip zur Buchmesse und nach Frankfurt allgemein. Und überhaupt ist einfach nicht genug Zeit. Heute muss ich dann noch los und einen Uhrmacher finden, meine Batterie hat nämlich gestern dämlicherweise aufgeben. Natürlich erst nachdem ich zum verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt war...
Auch hier noch einmal der Aufruf: Am 10.10 darf ich Dorit Linke, die Autorin von "Jenseits der blauen Grenze" interviewen. Was muss ich da unbedingt fragen?